Samstag, 10. November 2012

HDRhrlich!

Ja, ich weiß, ich hatte eigentlich vor heute wieder neue Bilder zu machen, aber als es dann an zu regnen fing, habe ich wieder die Lust verloren...
Dafür habe ich mich dann mit einer Software für HDR-Aufnahmen beschäftigt. Jaja, jetzt werden wieder einige sagen, dass das Quatsch ist und HDR die Grenze zu Kitsch locker überschreitet, aber ich muss sagen, dass mir manche Motive in HDR besser gefallen und deshalb hat mich das interessiert.
Wer noch nicht weiß, was HDR (High-dynamic-range) ist, für den folgt hier eine einfache Erklärung. In einem Bild, das eine hohe Bandbreite von hellen und dunklen Bereichen hat, kann es passieren, dass in den hellen Bereichen alles weiß "ausgefressen" ist und in den dunklen Bereichen nur schwarz zu sehen ist. Beide Bereiche zeigen also keine Strukturen.  Es lässt sich zwar ein korrekt belichtetes Bild aufnehmen, aber die Informationen in diesen Bereichen gehen eben verloren. Der Trick ist jetzt zunächst eine Belichtungsreihe zu machen. Die Nikon D 7000 hat hierfür eine spezielle Funktionstaste (BKT = Bracketing) mit der man die Anzahl der Bilder der Reihe festlegen kann und auch die Belichtungskorrektur einstellen kann, um die Bilder heller oder dunkler zu machen. Somit erreicht man, dass bei dunklen Bild die Strukturen im hellen Bereich und beim helleren Bild die Strukturen im schwarzen Bereich zu erkennen sind. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Einstellungen und des Programms sind solche Aufnahmen häufig schlecht aus der Hand zu machen und die Anwendung eines Stativs ist ratsam.
Damit kommen wir direkt zu der späteren Bearbeitung. Bei den bisher ausprobierten Programmen, die alle kostenlos waren, bestand immer das gleiche Problem. Wenn man nicht mit einem Stativ fotografiert, dann kommt es zu Geisterbilder, die sich beim "Mergen" der Bilder nur schwer korrigieren lassen. Also waren die Ergebisse der Belichtungsreihen, die ich extra bei letzten Mal gemacht habe, nicht zu verwerten.
In der letzten Ausgabe von N-Photo, einer Zeitschrift, die ich allen Nikonianern nur wärmstens empfehlen kann und die auch bald in deutsch erscheint, habe ich einen Bericht über die HDR-Technik gelesen. Hier wurden auch verschiedene Programme miteinander verglichen bzw. sie wurden vorgestellt. Am besten abgeschnitten hat bei Bedienung, Ausstattung und Resulat die kostenpflichtige Software von Nikon "HDR Efex Pro 2" . Ich habe mir die 15-Testversion heruntergeladen, die man nur auf das jeweils benutzte Bildverarbeitungsprogramm abstimmen muss. Nach der Installation kann man in diesem (bei mir Lightroom 4) Bilder auswählen und ins HDR-Programm exportieren. Es öffnet sich ein neues Fenster in dem bearbeitet wird und hinterher wird das fertige Bild wieder im gleichen Ordner wie die Originalbilder abgespeichert.
Das Ganze ist kinderleicht und die Bedienung ist intuitiv. Außerdem gibt es auch hier Presets, die ausgewählt werden können, um direkte Veränderungen durchzuführen. Ich bin von dem Programm echt begeistert und werde es mir sicher kaufen...