Samstag, 22. Dezember 2012

Review vom Feisol-Stativ RAPID CT-3441 SB

Ich hatte ja schon in einem der letzten Posts geschrieben, dass und warum ich mir ein Reisestativ kaufen will. Verschiedene Anbieter kamen zunächst in die engere Wahl und dennoch habe ich mich für den Kauf eines anderen Herstellers entschieden. Es ist das CT-3441S der Firma Feisol geworden. Genauer gesagt, die B-Version aus Carbon mit dem größeren Kugelkopf CB-40D, in der RAPID-Version.
Leider gibt es keine Läden in der Nähe, die diesen Hersteller führen und deshalb habe ich mich a) zunächst einmal über die Berichte und Tests hergemacht und mir dann b) das Stativ direkt bei der deutschen Vertretung des Herstellers bestellt. Das lief trotz Vorweihnachtszeit echt schnell und ich wurde über die einzelnen Schritte meiner Bestellung per Email auf dem Laufenden gehalten. Das nenne ich Kundenservice! Das Stativ kam dann doppelt verpackt nach zwei Tagen bei mir an. Neben dem Stativ wird eine hochwertige Transporttasche, ein Schlüssel zur Einstellung der Federbeine, der Einschraubhaken für die Unterseite und die ARCA-Swiss-kompatible Kupplungsplatte geliefert.
Beim Auspacken merkt man direkt den Unterschied zu meinem bisherigen Stativ. Das Feisol ist zusammengelegt nur 43 cm lang und wiegt schlappe 1,15 kg. Es lässt sich mit dem kleinen Finger tragen. Die jeweils vier Segmente der einzelnen Beine lassen sich mit einer halben Drehung an den Drehverschlüssen ausfahren. Rapidversion bedeutet, dass ein Verdrehen der Beine dabei nicht vorkommt. Dennoch wird davor gewarnt die Verschlüsse nicht zu überdrehen, da die Segmente sich sonst lösen und herausfallen könnten (muss ich also drandenken!).
Ausgefahren und aufgestellt ohne dabei die Zentralsäule ebenfalls ganz auszufahren, ist das Stativ bereits angenehm hoch, auch bei meiner Körpergröße von 197 cm. Das Stativ macht einen sicheren und festen Eindruck, die Beine geben bei Druck auf die Zentralplatte kaum nach. Natürlich kann ich es beim Wackeln an der Zentralsäule mehr zum Zittern bringen als bei meinen anderen Stativ, aber in Relation zum Gewicht gibt es nichts zu mäkeln...Feisol gibt die Belastbarkeit des Stativs mit 10 kg an und die des Kopfes sogar mit 15 kg. Für meine Nikon D 7000 plus Batteriegriff und dem 70-200 mm von Sigma als schwerste Kombination wird das wohl reichen...
Die Kupplungsplatte habe ich dann direkt unter den Batteriegriff geschraubt, wofür ich allerdings eine kleine Münze oder einen Schraubendreher brauchte, bisher war an den Schrauben immer ein kleiner Bügel um die Schraube per Hand zu befestigen (muss ich auch drandenken!)...
Die Kamera habe ich in den ARCA-Swiss-Schlitten des Kugelkopfes gesetzt und festgemacht. Am Kugelkopf selbst gibt es jetzt zunächst die oberen zwei Schrauben zur "Bedienung". Eine so genannte Feststellschraube und eine Stoppschraube. Mit der Feststellschraube stellt man nach dem ersten Lösen die Friktion ein, mit der sich der Kopf bewegen lassen soll. Danach zieht man die Stoppschraube fest, die verhindern soll, dass man die Feststellschraube zu sehr lösen lässt. Wenn man dieses System erst einmal verstanden hat, ist es eine geniale Idee. Die ersten Versuche halte die Kamera in jeder gewünschten Position. Was mich am Anfang aber irritiert, ist die Tatsache, dass keine Wasserwaagen vorhanden sind, zum Einstellen ist also Augemaß oder die kamerainterne Kalibrierung erforderlich.
Die dritte und unterste Schraube dient dazu, dass der Kopf z.B. beim Panorama gedreht und an der gewünschten Stelle fixiert werden kann. Alles sitzt bombenfest und macht einen hervorragenden Eindruck. Es wackelt nix, auch nicht als ich die Beine des Stativs einklappe und das Ganze schultere.
Danach habe ich einige Stellungen des Stativs ausprobiert und wenn ich auch sicher kein Makro-Fotograf bin, bin ich von den Möglichkeiten zur bodennahen Aufnahme fasziniert.
Also im Groben und Ganzen bin ich total begeistert von dem Stativ, jetzt freue ich mich schon auf die ersten Einsätze und hoffe, dass es mir bei meiner Fotoreise gute Dienste leistet und dass ich von jetzt an häufiger Stativaufnahmen machen kann, da das Stativ nicht zuhause oder im Kofferraum liegt...