Donnerstag, 10. Januar 2013

Wie vor Jahr und Tag - Rückblick 2012

Okay, das neue Jahr hat schon angefangen, aber ich gebe zu, dass ich diesen Post schon in der Silvesternacht schreiben wollte, weil es mir ein "inneres Bedürfnis" war. Nein, es war nicht der gleiche Antrieb, der einem sagt, dass man das Rauchen aufgeben oder anfangen soll Marathon zu laufen. Es war aber schon ein Drang!
Es war der Drang oder der Wunsch, die Gedanken über das vergangene Jahr zu sammeln und zu entscheiden, was gut und was schlecht gelaufen ist. Ich versprach mir, dass es mir bei meinen Zielen für das neue Jahr helfen kann.  Na, sehen wir `mal!...
Es ist immer noch dieses Kribbeln etwas Neues zu lernen oder endlich anzugehen, was mich schon lange beschäftigte. Das ist die Fotografie! Ich will Euch nicht mit Details langweilen, aber irgend etwas sagte mir im Herbst 2011, dass ich nun endlich damit anfangen sollte. Was machte ich? Natürlich kaufte ich mir eine Kamera! Ist ja logisch!
Oje! Die ersten Versuche waren echt erbärmlich!!! Nein, wirklich! Nicht nur dass ich mit den Möglichkeiten schon dieser kleinen Micro Four Third - G3 von Panasonic hoffnungslos überlastet war, es war auch wieder das alte Problem! Ich sehe was, knips! Da noch etwas, knips! Nichts sah irgendwie so aus, wie ich es im Kopf hatte oder hatte sonst irgendwie Charme...
Zweites Problem! Haptik und Bedienung! Ich wollte zwar eine Kamera, die alle technischen Möglichkeiten hat und die ich auch überall hin mitnehmen kann...Aber dieses süße Ding! war soooo winzig! Ich kam mit ihr einfach nicht zurecht!
Okay! Was nun? Also ich brauche Hilfe! Also habe ich mich als erstes bei einer Fotoschule für einen Anfängerkurs angemeldet UND!? Richtig! Eine neue Kamera gekauft! Ja, ich weiß, dass kann auch nur ein Mann machen!...Ist egal! Ich liebe meine Nikon D 7000!!! 


Im Januar 2012 ging es dann für zwei Monate jeden Montagabend in die Fotoschule. Oje! Kann ich nur sagen. Es war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich sage nur: "Zielgruppe" Den meisten meiner Leidensgenossen ging es wie mir: Keine Ahnung! Einen Boliden von Kamera in der Hand UND...alles auf Automatik!
Wir wurden "vollgestopft" mit den wichtigsten Regeln über Blende, Belichtungszeit, Brennweite, Schärfentiefe usw. aber im Nachhinein betrachtet, blieb die Hälfte von uns sicher bei Automatik oder den Motivprogrammen und die andere Hälfte war frustriert! (So ging es mir!) Was aber noch wichtiger ist und das verstehe ich erst jetzt, ist die Tatsache, dass all das Theoretische eins niemals ersetzen kann! Das ist: ÜBEN-ÜBEN-ÜBEN!!! Rausgehen und probieren. Mit schlechten und guten Bildern zurückkommen und dazulernen!!! Das habe ich gelernt und versuche ich immer noch zu beherzigen...
Übrigens, kann man die Bedienung seiner Kamera auch so lernen:
http://www.youtube.com/watch?v=QYXFlKueGzg
Ich muss gestehen, dass ich begeistert vom Blog von Patrick Ludolph war! (Nachdem ich in meinem Frust -zig Stunden im Internet nach entsprechenden Tutorials gesucht habe...Hier konnte ich viele Informationen zur D 7000 finden und auch noch andere Informationen zur Fotografie "aufsaugen" )Irgendwann werde ich `mal nach Hamburg fahren und einen Kurs bei ihm besuchen).
Aber apropo "Internet" und "Youtube"! Bei meinen Exkursen traf ich auch auf Martin Krolop und ein neues Kapitel der Fotografie eröffnete sich, das ich aufschlagen wollte: Studio- und Blitzlichtaufnahmen! Zunächst einmal aber habe ich einen sehr guten Basiskurs hier in Bonn besucht, um überhaupt in das Thema hineinzukommen. Nicht bekannt, sind die Kurse von Eduard Peter. Ich kann jeden, der in Bonn etwas über dieses Thema lernen will, nur empfehlen einen Kurs oder Coaching bei ihm zu buchen.
Im Sommer war es dann aber soweit, dass ich insgesamt drei Kurse bei Martin Krolop besucht habe. Natürlich habe ich in dieser Zeit auch wieder viel Equipment gekauft...Oje! Das das aber nur 10% an guten Bildern ausmacht, hat man mir erst im letzten Kurs gesagt! Wieder `was gelernt!
Ja, aber zu diesem Zeitpunkt sollten "schwarze Wolken" über mich und die Fotografie kommen. Ich begann an mir selbst zu zweifeln, denn meine Fotos waren oder wurden immer unscharfer! Sollte ich irgend etwas nicht beachtet haben!? Nee, Gott-sei-Dank!  Eine Einstellung beim Nikon-Service konnte das Problem beheben und weiter ging´s!
 Wenn ich aber ehrlich bin, fiel es mir weiter schwer, Ideen zu haben und Motive zu finden. Ich wollte mir selbst Aufgaben stellen, um entsprechende Aufnahmen zu machen. Die Ausbeute diverser "Photowalks" hing aber oft mehr vom Zufall ab. Dann aber stieß ich auf das Buch von J. Esen, das  mir die Chance gab, das Lernen des Fotografierens zu intensivieren. Ich liebe dieses Buch und neue Ideen für Fotos sind schier unzählig!
Im Herbst, die Tage wurden kürzer und trüber, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, das sich ein Bild fast schon "aufdrängt".
Es ist jetzt sicher kein fotografischer "Meilenstein" aber für mich hat es in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Ich habe nichts geplant, sondern sah es in meinem Kopf und musste es einfach machen. Es war ein tolles Erlebnis! Das war sicher auch der Zeitpunkt, an dem ich am liebsten Landschaften und verschiedene Lichtsituationen einfangen wollte. Ich experimentiere mehr mit Filtern als zuvor und auch bei der Nachbearbeitung (Lightroom 4 ist der Hammer!) setzte ich vermehrt auch Belichtungsreihen, die ich später zu HDR-Bildern zusammenstellte.
Wow! Zu Weihnachten hat mir Sabine dann zwei meiner Bilder als besondere Drucke geschenkt und ich muss sagen, dass ich bei deren Anblick echt "Haut von Gans" bekam...Ja! das da waren meine Bilder!!! Was für ein Gefühl!


Dann war 2012 vorüber und ich stand auf dem Balkon und sah dem Feuerwerk über der Stadt zu. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, das "Lernen geht weiter". Ich habe für Februar 2013 meine erste Fotoreise gebucht!!! Das trifft sich insofern gut, denn...wo will ich fotografisch im nächsten Jahr hin, was will ich vertiefen, was sind die Dinge, die ich "in den Fokus setzen" will!?
Da ist zum Einen das "Spiel mit dem Licht" und die Landschaftsfotografie. Hier will ich mein Können verbessern! Der Weg zur Schwarzweißfotos ist nur ein kleine Teilaspekt. Das macht mir im Moment riesig viel Spaß und das möchte ich besser können!
Ich mache es mir damit aber leicht, denn Landschaften oder Gebäude sind eben da, müssen nicht geführt werden oder für das gewünschte Bild angeleitet werden, so komme ich zum zweiten großen Projekt in diesem Jahr und das wird sicher schwerer, der "People-Fotografie"! DAS möchte ich wirklich können! Menschen fotografieren, ob nun im Studio oder draußen, ob nun Models oder Fremde oder Freunde...
und wie bisher, brauche ich sicher auch eine neue Kamera...Die D 800! aber das ist eine andere Geschichte!...
Alles Gute!
Euer Helmut