Sonntag, 12. Mai 2013

Teleconverter...es kommt eben doch auf die Länge an!



Um zukünftig bei Teleaufnahmen, etwa bei "Expeditionen ins Tierreich", mehr Brennweite zur Verfügung zu haben, habe ich mich entschlossen mein "trusty" Sigma 70-200mm (von dem ich übrigens gerade gesehen habe, dass es bei Amazon für einen unschlagbaren Preis angeboten wird) mit einem Teleconverter auszurüsten.

Um aber von Vorne zu beginnen:
Ich habe bisher das Gefühl gehabt, dass ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 70 bis 200 mm für meine Belange völlig ausreicht. Mit dem Cropfaktor der Nikon D 7000  habe ich dabei faktisch eine Brennweite von 105 bis 300 mm zur Verfügung.

Bei meinen bisherigen Motiven war ich mit dieser Bandbreite gut bedient, aber manchmal stellte ich fest, dass "etwas mehr" doch ab und zu auch ganz hilfreich und gut gewesen wäre...
Dazu kommt ja, dass ich im kommenden Jahr eine Fernreise machen möchte, bei der es Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren gibt.

Ja, jetzt höre ich die Tierfotografen schon aufstöhnen! Kauf´ Dir ein ordentliches Tele, dass bis zu 500 mm abdeckt und "gut ist es!"... - Ja, könnte ich, aber erstens gebe ich nicht eben `mal einen Tausender für ein Objektiv aus, das ich ansonsten eher selten brauche und zweitens ist die Lichtstärke von 2,8 beim 70-200mm genau das, worauf ich im "Regelbetrieb" nicht verzichten will...

Jetzt war aber guter Rat teuer. Was sollte ich nehmen? Einfach einen Verlängerungstubus ohne Linsen oder doch besser einen Konverter? Wenn Konverter, dann den von Nikon oder einem anderen Anbieter? und welchen Faktor sollte ich verwenden 2-fach? oder 1,4-fach?

Ich entschloss mich meinen "Fachmann des Vertrauens" Frank Fischer aus  Hamburg anzurufen, der mir wie immer hilfsbereit und professionell alle Fragen beantwortete. Er bestärkte meinen Wunsch nach einem Konverter und riet eher zu einem alternativen Anbieter. Er gab außerdem zu bedenken, dass ich bei einem 1,4-er nur ca. 1 Blende an "Lichtverlust" zu verschmerzen hätte und der "Sprung" zum 2-fach-Konverter ggf. eher Nachteile als Vorteile (z.B. beim Autofokus im Bereich ab f 5.6) habe im Vergleich zum Mehr an Brennweite.

Ich bestellte einen Konverter aus seinem Shop, den ich "rucki-zucki" geliefert bekam. Wie Ihr an den Beispielbildern sehen könnt, habe ich "unter Realbedingungen" eines Tierparks fotografiert. Ich habe vom sechsten Stock unseres Hauses durch den "Katzenschutzzaun" die Tankstelle auf der anderen Straßenseite fotografiert. Beide Bilder wurden mit 200 mm, ISO 100 und Blende f 5,6 gemacht. Der Fokuspunkt lag bei beiden Fotos auf der "1" der untersten Preisangabe. Das erste Bild wurde ohne und das zweite Bild mit Konverter gemacht.

Um aus der Hand zu fotografieren, habe ich den Bildstabilisator am Objektiv aktiviert und war mit dem Konverter doch etwas überrascht, dass die Kamera etwas Zeit brauchte, dass Bild einzustellen. Davon abgesehen, "klackerte" der Konverter bei dieser Arbeit. Die Schleier kommen nicht vom Objektiv oder Konverter. Ich stand zu weit vom Zaun entfernt, um diesen "herauszunehmen"...

Was sagt Ihr?