Montag, 2. Dezember 2013

"The Ring of Fire" - meine ersten (eigenen) Versuche von Light-Art-Performance-Photography...


Seit meiner Rückkehr von Mallorca hat mich das Thema Light-Art-Performance-Photography oder kurz LAPP nicht mehr losgelassen.

Ich hatte ja geschrieben, dass mich dieser spezielle Workshop besonders beeindruckt hat, aber dass ich dann zuhause sitzen und überlegen und recherchieren würde, was ich selbst versuchen kann und was ich dazu brauche, hätte ich nicht gedacht.  

Interessanterweise bin ich dabei noch auf einen weiteren Zweig eine weitere Art gestoßen, der häufig auch im gleichen Zusammenhang genannt wird: Portable-Light-Photography oder PLP. 

Dabei handelt es sich zwar im strengen Sinn um eine eigene Art, aber sie gehört in meinen Augen in gewisser Form zur LAPP dazu...

Aber wo war ich!?...

Ich hatte mir für dieses Wochenende fest vorgenommen, einen ersten Versuch zu starten, musste mir aber eingestehen, dass ich von den Möglichkeiten (noch) limitiert war.

Was soll´s! Ich habe ein oder zwei Locations, die in Frage kamen, weil ich sie schon bei den Bildern mit der Langzeitbelichtung spannend gefunden hatte. Okay, ich habe diese dann genommen, weil ich keinen langen Fußweg mit der ganzen Ausrüstung haben wollte...

Licht!? - Ja, starke Taschenlampen oder LEDs? - Fehlanzeige! Okay, ich hatte schon Stahlwolle und eine entsprechende Vorrichtung zum Abbrennen und dann...Okay, nehme ich die kleinen bunten Strahler mit, die "beste Ehefrau von Welt" im Sommer auf den Balkon stellt, weil sie so viele Farben haben...

Los ging´s! Kamera einstellen im manuellen Modus, Blende f8 und "Bulb" (Ja, die ISO-Automatik muss auch noch deaktiviert werden!) dann Kamera auf´s Stativ und mit dem letzten Licht fokussiert.

Dann habe ich den Autofokus auf manuell gestellt und den Kabelfernauslöser angesteckt...

Es konnte losgehen!


Nach ca. 320 Sekunden Belichtungszeit, etwas Ausleuchtung mit der Taschenlampe und einigen Verrenkungen mit dem kleinen Lämpchen hatte ich mein erstes Testbild im Kasten.

Okay, das fand ich einen guten Anfang, aber natürlich wollte ich mehr! Wozu hatte ich schließlich die Stahlwolle mitgenommen. Beim nächsten Bild sollte jetzt der große Effekt eintreten!...


Ich hatte die Blende extra auf f9 geschlossen und ca. 390 Sekunden belichtet, aber leider war der Umgang mit der Stahlwolle so eine Sache für sich... Wow! Ich kann nur sagen, dass ich froh war, dass ich eine Mütze trug und eine Brille aufhatte...

Dennoch ließ ich mich nicht entmutigen und machte einen Versuch nach dem anderen...




Zwei Stunden später waren ein paar Bilder im Kasten, ich stank, als würde ich in der Gießerei arbeiten und hatte en paar kleinere verbrannte Stellen auf der Kleidung und einen wunden Daumen vom Einmal-Feuerzeug...

Egal, ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen und kann es jetzt kaum noch erwarten, bis ich wirklich mit Licht bzw. Lampen arbeiten kann...

Macht Euch diese Art der Fotografie auch Spaß?

Was sind Eure Erfahrungen?

Bis bald!

Helmut