Donnerstag, 30. Januar 2014

Lichtschwert...ääh! Lichtwert und was es mit HDR-Fotografie zu tun hat!?...


Das muss ich unbedingt noch loswerden, denn es war mit selbst nicht bewusst!

Wie werden die Belichtungsreihen, die ich z.B. für ein HDR-Bild benutzen möchte, aufgenommen?. 

Okay, das hier ist ein schlechtes Beispiel, weil es verschieden lange Belichtungszeiten der einzelnen Bilder gewesen sind, aber sonst!? - Sonst habe ich ich in der Zeitautomatik (A-Modus) fotografiert und mit dem "Bracketing" gearbeitet, wobei ich die Belichtungskorrektur der Kamera, also den "Lichtwert" oder auch EV (Exposure Value) auf -2 und +2 gestellt habe und dann mit der Serienbildfunktion drei Bilder geschossen habe.

Was ist denn eigentlich der Lichtwert? Er ist die Kombination von Blendenwert und Belichtungszeit bzw. der Logarithmus[Basis 2] ( Blendenzahl²/Belichtungszeit). Als Beispiel gilt theoretisch eine Blende f1 und eine Belichtungszeit von1s ergibt LW = 0; Bl 2 und 1 sek ergibt 2,usw.

Okay, bleiben wir aber bei der Praxis. Ich will also ein Bild aufnehmen, das das gesamte Spektrum erfasst. Ich messe also im A-Modus meine Blende vor, die Belichtungszeit wird mir unter Beachtung des ISO-Wertes von der Kamera berechnet...Ich habe dabei auch fokussiert und schalte dann den Autofokus ab!

Soweit habe ich es bisher gemacht!

Jetzt habe ich bei einem Webinar von Alexander Heinrichs zur Anwendung von HDR-Technik in der Werbefotografie gelernt, dass ich im manuellen Modus die gemessenen Werte übernehme. Dann gehe ich mit der Belichtungskorrektur in 1-er Schritten nach unten: -1, -2, usw. Das mache ich so lange, bis ich ein Bild habe, das zwar dunkel ist, aber die "Lichter" noch zu erkennen sind und so auch in den theoretisch überstrahlten bzw. "ausgefressenen" Bereichen noch Struktur und vorhandene Information im Bild zu erkennen ist. Das ist dann mein "Anfangsbild".- Dann erfolgt die ganze Prozedur in die andere Richtung! Also mit der Belichtungskorrektur in 1-er Schritten in den positiven Bereich (+1, +2...). Ich erreiche damit, dass die zu dunklen Bereiche aufgehellt werden bzw. vorhandene Struktur und Bildinformation "zum Vorschein kommt".

Der Vorteil liegt nicht zuletzt bei der Nachbearbeitung auf der Hand. Der Nachteil ist, dass dieses Vorgehen natürlich Zeit braucht. Das heißt, wenn sich bewegende Objekte (Wolken, Äste im Wind) im Bild befinden, kann man "an seine Grenzen geraten".

Ich werde es dennoch beim nächsten Mal probieren!