Freitag, 3. Januar 2014

Light Art Performance Photography - ...than we took Hamm!


Ich hoffe, dass Ihr alle einen guten Rutsch ins neue Jahr hattet!

Ich beginne das Jahr mit einem Post über eine weitere LAPP-Session, die ich gestern mit einem Teilnehmer der Fotoreisen nach Mallorca am Wasserschloss Oberwerries in Hamm gemacht habe.

Mein Fotokumpel hatte die Location schon in Augenschein genommen und Aufnahmen gemacht, so war die Szenerie schon einmal gesetzt. Diese Art der Fotografie, ich habe es schon einmal erwähnt, geht zu zweit natürlich einfacher. Einer kann die Performance machen, während der andere die Kameras bis dahin abdeckt und man kann sich bei den Beleuchtungen ergänzen bzw. abwechseln.
Ein weiterer Punkt ist natürlich auch die Kreativität, denn es ergeben sich immer neue Gedanken von Inszenierungen bei zwei oder mehr Fotografen, die dann auch leichter umzusetzen sind.

Ein Vorteil ist natürlich auch, wenn beide schon etwas Ahnung von der Materie haben und auch mehr Equipment "zusammenbringen". Wie ich gestern mal wieder gesehen habe, kommt dabei schon eine Menge an Ausrüstung (die auch getragen werden will) zusammen. Kamerarucksäcke und -taschen, Stative, Kisten mit Lampen und Leuchten usw. und so fort...


Zunächst aber haben wir nur mit den Kameras "bewaffnet" die Anlage erkundet und uns einen Punkt für das Aufstellen der Stative gesucht, der einen guten Blick auf das Motiv, aber auch genug Platz für die Lichtperformances bot.

Danach ging es an die Vorbereitungen der Kameras. Fotografiert wird im manuellen Modus, da es sich um Langzeitbelichtungen handelt, bei denen wir auf die wechselnden Lichtverhältnisse reagieren wollten. Die Belichtungszeit wird auf "Bulb" gestellt und bei der Blende begannen wir zunächst mit f 22 mussten aber dann immer weiter bis auf f8 aufblenden.

In diesem Zusammenhang kommt hier wieder ein Techniktipp! Ich musste beim LAPP und auch bei anderen Nachtfotografien feststellen, dass ich am besten mit einem Kabel-Fernauslöser mit Timer arbeiten kann. Das Problem, das ich bisher hatte, war, dass ich entweder den Kabelauslöser in der einen Hand und das Mobiltelefon in der anderen Hand hatte oder, dass mein geliebter "Aion" im Dunkeln den Fokus einfach nicht fand! 

Davon abgesehen, ist es im Dunkeln auch besonders nervig, wenn man den Funkempfänger auf der Kamera anbringen, mit einem Kabel mit der Kamera verbinden muss und das Ganze dann nicht "funzt"!

Aus diesem Grund habe ich mir von Phottix auch noch den Kabel-Fernauslöser mit Timer geholt und hatte ihn gestern im Einsatz. Ich werde Euch bei Gelegenheit noch einen Test des TR-90 vorstellen, aber an dieser Stelle sei schon einmal bemerkt, dass er seine "Feuertaufe" bestanden hat!


Oje, ich sehe gerade, dass die Bilder hier völlig "verändert" werden. Wer also bessere Versionen sehen möchte, der gehe bitte auf meine "500px-Seite"

Okay, wo war ich?! - Ja, die ersten Versuche. Wieder was gelernt! Versuche nie auf einem Gefälle einen Orb zu "produzieren! Davon abgesehen, hatte ich auch nur zwei Lichtfarben dabei.
Mein Fotokumpel stellte sich a) außerdem geschickter an und war konzentrierter und b) hatte mehrere Lichtfarben im Angebot, so dass er die "Orbs" baute. - Ich bediente primär die Kameras und führte die farbige Nachbelichtung durch. Hier waren meine Lichthülsen mit verschiedenen Folien eine große Hilfe!



Mit den Ergebnissen waren wir eigentlich sehr zufrieden, besonders wenn man bedenkt, dass wir das bisher noch nicht sooo häufig gemacht haben! - Zwischendurch fing es an zu regnen, aber davon ließen wir uns nicht abhalten.

Wen es interessiert, die Belichtungszeit bei den gezeigten Bildern fing so bei 320 Sekunden an und war am Ende über 450 Sekunden lang. Wenn ich ehrlich bin, hätten wir etwas abblenden können, aber weder bei der Bildkontrolle der Spitzlichter noch im Histogramm hatten wir Hinweise für die, im Bild doch vermehrt ausgefressenen, Lichter der hinteren Gebäude gesehen. Wieder was gelernt!



Am Ende habe wir noch etwas experimentiert! Wir haben zunächst Bilder mit Stahlwolle gemacht und dann wollten wir einen "Tunnel" graben, wobei sich zeigte, dass dieses Mal meine Lichter und mein Vorgehen ein besseres Ergebnis brachte. Dann versuchten wir uns an einem "Ufo", wobei ich auch wieder etwas Pyrotechnik einsetzte...Hier machten wir allerdings den "Fehler" das Schloss am Ende zu stark zu beleuchten, wodurch das Ufo doch etwas in "Mitleidenschaft" gezogen wurde...

Nächster Lernpunkt!



Um 21.00 Uhr verabschiedeten wir uns vom Schloss mit einem etwas krummen Orb "à la Helmut" und packten unsere Sachen zusammen...

Es hat tierisch Spaß gemacht, auch wenn ich wieder gestunken habe, als würde ich in einer Gießerei arbeiten und freue mich schon auf die nächste Gelegenheit!