Dienstag, 25. Februar 2014

Zeitraffer für richtige Anfänger...(Komm´mit mir ins Spielzeugland!)


Am Anfang letzten Jahres habe ich im Blog von Michael Kutzia etwas über Zeitraffer oder wie man "neudeutsch" sagt Timelapse gelesen. Damals habe ich mich gefragt, was einen Fotografen bewegt, sich bei Eis und Schnee irgendwo draußen hinzustellen, um hunderte Mal ein und dass gleiche Foto zu machen. - Gleichzeitig hat mich das Thema und auch das Ergebnis fasziniert und war doch sooo weit weg....

Tja, und dann stehe ich am letzten Sonntag selbst einige Zeit auf der Südbrücke in Bonn und mache etwa sechshundert Mal das gleiche Foto!

Im heutigen Post geht es als um Zeitraffer oder so genannte Timelapse-Aufnahmen. Wie ich nach einiger Recherche festgestellt habe, gibt es zwei Möglichkeiten. Die Eine ist, dass ich ein Video aufnehme und es mit einer entsprechenden Software bearbeiten, dass es genau mit 24 bzw. 25 Bildern pro Sekunde abläuft. Die zweite Möglichkeit, die natürlich auch die Möglichkeit bietet, auf das einzelne Bild Einfluß zu nehmen, ist die Intervallaufnahme einzelner Bilder...

Ich habe mir als Standort eine Autobahnbrücke über den Rhein gesucht, da ich von dort auch noch Langzeitbelichtungen machen wollte. Die Idee mit dem Video habe ich direkt verworfen und habe den "klassischen" Weg gefällt. Kamera auf´s Stativ, ausmessen einer optimalen Belichtung zunächst in der Zeitautomatik (A-Modus), Übernahme der Parameter in den manuellen Modus. Dann kam das Anschließen des Fernauslösers mit Timer (mein geliebter Aion von Phottix) und es konnte losgehen!

Ich habe mich nach ein paar Rheinschiffen umgeschaut, im Intervallmodus des Auslöser eine Zeit von bzw. eine Auslösung alle zwei Sekunden und eine Anzahl von 200 Bildern eingstellt.

Ach, ja! Richtig! Bevor ich es vergesse! - Erstens, man kann das auch in der Kamera programmieren, aber ich weiß nicht wie! und zweitens, ich musste den Autofokus ausstellen, denn sonst werden keine Belichtungen ausgelöst...

Weiter im Text! Ich habe also die Kamera arbeiten lassen und hatte einige hundert Bilder im Kasten. Danach habe ich noch Langzeitbelichtungen gemacht, aber das ist eine andere Geschichte!

Zuhause ging es dann an das Bearbeiten! Was war es für ein Glück, dass parallel in Hamburg ein paar Fotografen zusammen mit Frank Fischer von der FF-Fotoschule an diesem Wochenende das gleiche Projekt in Angriff genommen haben und so konnte ich von den immer wieder hervorragenden Tipps profitieren!

Eigentlich klingt es einfach. Nach Importieren in Lightroom 5 überarbeitet man die Bilder und erstellt dann eine Diashow, nur das man Einfluss auf die Bildgeschwindigkeit nimmt...

Das funktioniert aber leider nicht bei Lightroom 5 bzw. die vorhandenen Presets lassen sich hier nicht anwenden!

Nach einigen Versuchen, die Diashow in Videoprogrammen zu verarbeiten, habe ich mir die Demo-Version einer Anwendung geladen, die in Verbindung mit Lightroom 5 funktioniert. Man übertragt die gesammten Bilder (200 Stück in der Demoversion) in die Anwendung, bearbeitet sie dort, bringt sie zurück und rendert dann das Video über die Exportfunktion...

Klingt einfach, brauchte aber Zeit, es zu verstehen und umzusetzen!

Fertig war mein erstes Timelapse-Video! Das Ergebnis gefällt mir, sieht einfach interessant aus!

Ich freue mich schon auf die nächsten Anläufe!