Sonntag, 6. April 2014

Bericht zum Manfrotto 055XPROB Stativ...Was kümmert mich mein Gerede von gestern!?


Ich war nach dem letzten Post echt unzufrieden.

Sollte ich das Stativ behalten, obwohl mich die erwähnten Eigenschaften störten!?...

Ich entschied mich es nicht zu tun und tauschte es stattdessen gegen ein 055 XPROB der Firma Manfrotto aus. Es wurde wieder die Variante aus Aluminium, die zwei Auszüge der Stativbeine hat.

Von diesem Stativ gibt es mittlerweile eine neuere Version, aber ich konnte kein Grund finden, den damit verbundenen höheren Preis zu bezahlen. Ich glaube, dass die neuere Version eine andere bzw. versenkbare Arretierung der Mittelsäule hat, aber wie gesagt, das war es mir nicht wert...

Das Stativ machte nach dem Auspacken einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Nach Montage des Stativkopfes unterzog ich es den gleichen Prüfungen, wie vorher das Abeo und war zufrieden. 

Die mögliche Auszughöhe ist auch bei eingefahrener Mittelsäule deutlich höher. Die Stativbeine haben zwei Auszüge, die sich mit Klappverschlüssen öffnen und schließen lassen. Die Elemente rutschen beim Auf- und Abbau einfach heraus und herein. Das ist sehr angenehm und auch die Schnapper lerne ich schätzen, weil Drehverschlüssen nicht immer erkennen lassen, ob sie offen oder geschlossen sind.

Wenn man die Säule ausfährt, ist das Ganze mit Kamera deutlich stabiler und wackelt nach einem Stups gegen die Kamera nur kurz und nicht sekundenlang nach. 

Die Kamerabeine machen einen sehr soliden Eindruck und auch beim Drücken in Richtung des Bodens geben sie nicht sehr viel nach. 


Der GH 300 T von Vanguard lässt sich natürlich problemlos montieren und das Stativ hat mit seiner Tragkraft von ca. 7 kg auch keine Probleme damit. Die Tragkraft berechnet sich ja immer aus dem Gewicht des Kopfes und dem ganzel Geraffel an und mit der Kamera und so bleiben noch eine paar Kilos an "Reserve", die man bei einem Stativ auch nicht ausreizen sollte...


So, zum Heraus- und Hereinfahren bzw. dem Arretieren der Mittelsäule gibt es eine Flügelschraube. Wenn diese gelöst wird, kann außerdem die Mittelsäule in der Achse gedreht werden. Einen zweiten Mechanismus, um die Drehung bei fester Mittelsäule zu vollführen, gibt es nicht. Das schmerzt mich auch nich besonders, da ich weder "Mitzieher" mit dem Stativ machen will, noch primär der Videofilmer bin...


Was ich beim Herausfahren der Mittelsäule angenehm fand, war die Tatsache, dass es zwei Knöpfe gibt, um die Säule aus der Halterung zu lösen und querzulegen. Wie man hier sehen kann, einer genau mittig, der nach meinem Empfinden leichter zu treffen ist, als ein Knöpfchen an der Seite.

Will man die Mittelsäule positionieren oder drehen, löst man die Flügelschraube, muss dabei aber das Ganze "stützen", da wie erwähnt, auch die Halterung der Säule durch diese Schraube beeinflusst wird. 


Wenn ich auch weiß, dass ich die Kamera so niemals aufstellen und schon garnicht alleine lassen würde, habe ich den Test gemacht. Natürlich ist diese Position kippgefährdet, aber insgesamt schnitt das Manfrotto hier doch besser ab, als sein Vorgänger. 

Fazit: Ich habe meine Kombination aus Stativ und Kopf gefunden und bin sehr froh mit meiner Entscheidung!. Das Ganze natürlich schwerer als mein Feisol, aber das war mir vorher klar.  Das Stativ ist hochwertig verarbeitet und macht einen stabilen Eindruck. Die Höhe ist auch bei eingefahrener Mittelsäule für meine Körpergröße sehr gut.

Wie sind denn Eure Erfahrungen?