Montag, 21. April 2014

Studioline...


"Der Teufel steckt im Detail!" - Soviel ist mal sicher!

Nach all den Langzeitbelichtungen habe ich gestern mal wieder eine Studiosession eingelegt. 

Nein, keine Bange ich wollte nicht hunderte von "Selfies" machen, denn es ging um Fotos der Kleiderkollektion von "Beste Ehefrau von Welt".

Okay, wie fing das Ganze an!? - Fotos von den Kleidern wollten wir schon lange machen und da traf es sich gut, dass ich eine prima Angebot für die Miete eines Studios in Bonn fand. 

Als die Anmietung vereinbart war, dachten wir uns, dass es eine tolle Idee wäre, wenn wir für ein oder zwei Stunden ein Model hätten, um nicht nur reine Produktfotos an der Puppe zu fotografieren. 

Um es aber gleich vorweg zu nehmen, daraus wurde leider nichts. Ein Shooting am Ostersonntag und dann auch noch ohne großes Budget kann man wohl getrost vergessen. Mir ist natürlich klar, wenn die Kleider nicht dazu gedacht sind, aus den einzelnen Fotos kleine "Kunstwerke" zu machen, dass dann ein entsprechendes Honorar für das Model berücksichtigt werden sollte.

Ich war dennoch von der Reaktion bzw. Umgangsform mancher Models enttäuscht, denn freundliche Anfragen über die eine oder andere Platform wurden zum Teil nicht einmal beantwortet! Ich war hinterher schon über jede freundliche Absage froh, denn das zeugt wenigstens von Professionaliät aber auf jeden Fall von guten Manieren...

Im Studio selbst war das Arbeiten dann, im Gegensatz zu unseren Versuchen des "Home-Shootings", doch sehr entspannt. Natürlich musste ich auch hier, sowohl den Kameraeinstellungen als auch dem Lichtsetup meine Aufmerksamkeit widmen. 

Gut, bei der Kamera habe ich im M-Modus gearbeitet, da Blende und Zeit vorgewählt werden. Eingestellt habe ich eine Belichtungszeit von 1/125 Sek. (wegen Blitzen und so) und eine Blende von f11. Den Weißabgleich habe ich auf "Blitz" gestellt, man kann natürlich auch 5500 K(elvin) nehmen, aber das habe ich nicht gemacht. Das ich mit AF-S und nicht mit kontinuerlichem Fokus gearbeitet habe, erklärt sich wohl von selbst. 

Der nächste Schritt war dann das Einmessen des Lichtes. Ich hatte beim ersten Setup ein Hauptlicht, ein Aufhelllicht und ein Licht von schräg hinten, um einen Rand zu bilden. Ich habe dann mit meinem Belichtungsmesser, die Stärke der Blitze (unter Einstellung von Belichtungszeit und ISO) so eingestellt, dass die vorggegebene Blende erreicht wurde.

Aber wie gesagt, "der Teufel steckt im Detail", denn da wir vorhatten, Aufnahmen des ganzen Körpers zu machen, wäre das Vorhandensein einer Hohlkehle schön gewesen oder wir hätte das Papier am Hintergrund ausrollen müssen. So blieb natürlich eine Kante in den Bildern, die zumindest in Lightroom 5 etwas mehr an Arbeit bedeutet... 

Bitte vezeiht mir, dass ich im Bild an diesen Stellen nur mal eben "drübergewischt" habe, aber Ihr versteht sicher, was ich meine!...

Im zweiten Setup, den eigentlichen Produktfotos war die Erstellung eines weißen (High-key-) Hintergrunds zum Freistellen gewünscht. Okay. also Licht noch einmal umbauen. Zwei Lampen hinter der Puppe, die die Hinterwand anblitzen und ein Licht als Hauptlicht von vorne. Beim Ausmessen der Blitze habe ich darauf geachtet, dass die hinteren Blitze zwei Blenden stärker waren, als das Hauptlicht und dabei nicht so viel Licht von hinten auf die Puppe fiel. Hier wären Abschatter in Form von Wänden schön gewesen, aber man kann eben nicht alles haben...

Was allerdings cool war und sich bei Bilder mit dem selben Ausschnitt auch anbietet, war ein Stativ für die Kamera, das mir es sehr erleichtert hat, die über 300 Bilder entspannt zu schießen!...

Obwohl das Ganze ein paar Stunden gedauert hat, machte es doch sehr viel Spaß und ich hatte echt Lust noch ein paar andere Setups auszuprobieren. Ist also sicher nicht das letzte Mal, dass ich im Studio gewesen bin...