Samstag, 3. Mai 2014

Filter-Fiasko-Teil 4 oder Plattenbau von heute...


Ja, ich weiß, ich habe schon einige Posts zum Thema geschrieben.

Nach meiner letzten Session von Langzeitbelichtungen war aber nun endlich klar, dass ich etwas ändern musste.

Erstens war ich mit den Möglichkeiten meiner beiden Schraubfilter an der Grenze angelangt, was die Verlängerung der Belichtungszeit angeht und zweitens und das war das Entscheidende,  war ich es leid, bei Wechsel des Bildausschnittes oder der Brennweite, das ganze Geraffel wieder vom Objektiv schrauben zu müssen, die Einstellungen von Neuem vorzunehmen und die Filter wieder anzubringen. 

Ich erspare Euch die ganzen Überlegungen, welche Halterung und welche Filter ich nehmen will und zeige Euch stolz die (fast) endgültige Lösung!


Beim Haltersystem habe ich mich für den 100 x 100 mm - Halter der Firma Lee entschieden und ihn als so genanntes Foundation Kit bestellt. Das besteht aus dem Halter und den Plättchen, die letztlich die Filter halten. Man kann mit beiliegenden Schrauben und einem kleinen Schraubendreher bis zu drei Einschübe bauen, was ich auch gemacht habe. 

Dazu bestellen, muss man noch den oder die gewünschten Adapterringe für das Objektiv. Ich fand das sich dieser Adapter schon einmal viel besser anbringen ließ, als ich es von meinem vorherigen System gewohnt war. der Filterhalter wird dann angeklippt und lässt sich natürlich auch drehen. 

Ich finde, das Ganze macht einen hochwertigen Eindruck und ich denke, dass ich eine gute Wahl getroffen habe. Wer sich jetzt fragt, warum ich nicht die größere Variante gewählt habe, dem antworte ich, dass das wohl jeder für sich selbst entscheiden muss. In der Gesamtschau sehe ich, dass ich relativ oft bei einer Brennweite bin, die eben nicht die Anschaffung eines Ultraweitwinkels verlangt und damit auch den größeren Halter und zweitens ist das Ganze auch eine Preisfrage. 


Damit wären wir auch schon beim nächsten Thema, den eigentlichen Filtern. Das scheint auch eine Preis- und vor allem Glaubenssache zu sein. Was ich aber auf keinen Fall wollte, waren teure Filter, denen man eine (wenn auch leichte) Farbstichigkeit verzeihen muss und so kam ich auf die Filter der Firma Haida. 

Okay, ich kam nicht selbst drauf, sondern durch einen Test, den ich bei meiner Recherche fand.  Dieser Test und auch die wertvollen Ratschläge, die ich von Achim Sieger bekommen habe, waren die Gründe für meine Entscheidung! 

Wer übrigens mal hervorragende Landschaftbilder und Langzeitbelichtungen sehen will, dem kann ich die Internetseite von Achim Sieger nur wärmstens empfehlen!

Aber weiter zum Thema! Ich habe mir jetzt drei Graufilter in den Stärken 3.0, 1.8 und 0.9 gekauft, was mir ermöglicht zu variieren oder "Full Power" insgesamt 19 Blendenstufen "draufzupacken"!!!

Die Filter, die meiner Meinung nach ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis haben, werden gut verpackt in Hartboxen geliefert und sind dabei in Mikrofasertücher eingewickelt. Ich habe dann noch die beiliegenden gummierten Rähmchen auf eine Seite der Filter geklebt und es konnte losgehen. 


Die Ausgangswerte zu diesem Testbild (und mehr sollte es auch nicht sein!) waren ISO 100, Blende f11 und eine Belichtungszeit von 1/250 s. Das Bild bekam dann bei allen drei Filtern insgesamt 30 Minuten Belichtungszeit ab!

Man muss natürlich auch wieder darauf achten, dass kein Streulicht durch Sucher oder an den Filtern vorbei einfällt, aber das hat man irgendwann drauf! 

Ich finde es einfach klasse, dass ich jetzt die Möglichkeiten habe, die Verlängerungen der Belichtungszeit dem gewünschten Bild anzupassen und nicht mehr ggf. die Blende zu schließen oder andere Dinge zu machen, weil die Kapazität meiner Filter nicht mehr zulässt. Außerdem schiebe ich jetzt die Filter einfach hoch oder klippe eben mal den Halter ab, nehme meine Einstellungen vor und mache weiter. Das geht echt fix! 

Durch Zufall habe ich gestern noch günstig eine Mappe für die Filter und einen 0.9-er Grauverlaufsfilter der Firma Lee erstanden. 

Fotografenherz, was willst Du mehr!