Montag, 23. Juni 2014

Fotografie auf Reisen - Planung und Durchführung

Fotografie auf Reisen heißt eigentlich nicht viel mehr, als dass ich mir für die zurückliegenden zwei Wochen auf Mallorca vorgenommen hatte, das eine oder andere "geplante" Bild zu machen. 

Die Planung bestand dabei, neben der Zusammenstellung der Ausrüstung hauptsächlich aus der Recherche zu Locations, die ich speziell für Langzeitbelichtungen  nutzen wollte bzw. die sich allgemein als Motiv anbieten. 

Es war schnell klar, dass ich insgesamt drei Spots anfahren wollte. In diesem Zusammenhang möchte ich Euch auch noch einmal, falls Ihr ein Tablet besitzt, das "Scribblen" und eine "App"  (Bamboo Paper ) ans Herz legen, was ich auch schon für das Sammeln von Ideen für LAPP nutze. Ich finde, dass man dabei sehr schön Beispielbilder und nützliche Informationen, wie z.B. GPS-Daten (doch dazu später mehr!) notieren kann, die bei der Durchführung vor Ort helfen können.

Da ich vorhatte Langzeitbelichtungen zu machen, war klar, dass ich auch meinen ganzen Rucksack mitnehmen würde und natürlich auch ein Stativ, wobei ich aus Gewichtsgründen, das leichtere Reisestativ genommen habe. 

Mein zweites Gebiet betraf die "Streetfotografie" und ich freute mich schon auf den Einsatz der E-M10 von Olympus, die diese Aufgabe mit Bravour erledigt hat, aber dazu mehr in einem anderen Post. 

Ja, und dann war der Tag gekommen, wo ich die erste Location anfahren wollte. 

Ich hatte natürlich vergessen, mir die genauen GPS-Koordinaten aufzuschreiben, sondern bloß locker die beiden flankierenden Buchten gemerkt. Das reichte aber leider nicht und so saß ich schön im Mietwagen und suchte fluchend nach entsprechenden Informationen...

Diese fand ich dann, neben sehr schönen Bildern, auf der Internetseite von Dirk Wiemer, dem ich an dieser Stelle noch einmal für seine Hilfe danke! Ich fand dann die Location und konnte, nachdem ich ein paar Testaufnahmen und Belichtungsreihen geschossen hatte, mit den eigentlichen Aufnahmen beginnen. 

Es war schon anspruchsvoll hinter der Absperrung an der Felsenkante die entsprechende Position zu finden und ich erspare Euch in diesem Post die Beschreibung des Vorgehens mit Bemessung der Belichtungszeit und Berechnung der entsprechenden Zeit unter Nutzung der verschiedenen Graufilter. 


Die zweite Tour führte mich dann zwei Tage später vor Sonnenaufgang nach Cala Rajada. Als ich den Ort durchquerte, von dem ich annahm, dass noch alles menschenleer sein würde, war ich doch sehr überrascht, dass hier noch "Hully-Gully" war. Dutzende von Jugendlichen auf den Straßen, die sangen, tranken oder sich an zwei oder drei noch geöffneten Pizzashops etwas zu Essen holten...

Echt skurril! Am Leuchtturm war aber dann garnix los und auch hier hatte ich leider nicht sorgfältig genug geplant! - Spontan war ich zur linken offeneren Seite gegangen, um meine Bilder zu machen. Das klappte auch ganz gut bis ich sah, dass die Sonne links von mir also außerhalb meines Bildausschnitts aufging!


Mist! also schnell das ganze Geraffel zusammenklauben und zurück zum Leuchtturm. Hier gefiel mir der Bildausschnitt aber nicht so. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass das Licht des Turmes mittlerweite erloschen war, wollte nur noch von Millionen kleiner Fliegen und Mücken begleitet, ein schönes Bild mit der aufgehenden Sonne machen, doch leider dauerte es etwas bis ich auf der anderen Seite des Felsmassivs angekommen war...


Zufrieden war ich mit den letzten Bildern allerdings nicht mehr. Der Dynamikumfang des bestehenden Lichtes war einfach zu groß. Entweder saufen die dunklen Bereiche ab oder die hellen fressen aus!...


Bei der dritten und letzten Tour habe ich es mir dann einfach gemacht. Nachdem ich die Location schon zwei Tage zuvor angesehen hatte, fuhr ich nach einer sehr stürmischen Nacht erst nach dem Sonnenaufgang los und fand den Strand doch relativ menschenleer vor.

Da ich im Vorfeld schon einige Testaufnahmen gemacht hatte, konnte ich direkt mit den länger belichteten Aufnahmen beginnen. Man mag mir die oberflächliche Bearbeitung verzeihen, aber diese habe ich nur für den Post angefertigt. 

Ich finde die drei Locations wunderschön und es wird in Zukunft sicher noch Gelegenheiten geben, an denen ich Bilder machen kann, die von meinen Erfahrungen profitieren. Dann werde ich auch vielleicht wieder mit der D 800 ("Diva") arbeiten können, aber das ist eine andere Geschichte!...