Donnerstag, 13. Juli 2017

Mein neuer Freund "Sparky" - Oder: "Pilot auf Knopfdruck" - Teil 2


"Der Weltraum, unendliche Weiten!...Dies sind..."

Beim Schreiben dieser Zeilen muss ich schmunzeln! Dies ist "höchstens" der Luftraum und es sind natürlich nicht die Abenteuer des Raumschiffs "Enterprise", denn dies ist der erste Teil meines Abenteuers mit einer fliegenden Kamera. 

Ich werde Euch erzählen, warum und wieso ich mir den "Spark" von DJI gekauft habe und was ich in den ersten Tagen erlebt habe... Also, Anschnallen! - Wir starten!

In meinem letzten Blogpost hatte ich von den gemischten Gefühlen erzählt, mit denen ich vom Workshop in Oberstdorf zurückgekehrt war und dennoch hat mich der Wunsch, eine fliegende Kamera, einen Quadrocopter zu haben, nicht wirklich losgelassen. 

Bei den Überlegungen waren ein paar Dinge schnell klar! Ich wollte nicht entweder mit dem Copter oder mit meiner Kamera fotografieren gehen. Damit war eigentlich klar, dass größere Modelle, wie die "Mavic Pro" oder der "Q 500" oder noch größere einfach ausgeschieden waren. 

Ein zweiter Punkt war, dass ich einfach keine Unsummen für diese "Idee" ausgeben wollte und ich wusste auch, dass ich dafür auf 4K-Videos und Bilder im RAW-Format verzichten muss, aber kann ganz gut damit leben...

Eigentlich blieb da, nachdem ich dutzende Test- und Erfahrungsberichte angesehen hatte, nur noch der "Spark" übrig! 


"Gesagt-Getan!" Am sechsten Juli habe ich mir den Spark in der "Fly More Combo" bestellt und er wurde eine Woche später geliefert! Auf dem Foto seht Ihr, was alles im Lieferumfang enthalten ist. Wenn man das weiße Paket in Händen hält, ist man an die Qualität von Apple-Produkten erinnert. Alles macht einen guten und wertigen Eindruck. 

Nachdem ich abends alles ausgepackt und angesehen habe, kam der nächste Schritt! Die App auf´s Smartphone ziehen, versuchen den Spark über Wifi mit dem Smartphone zu verbinden, feststellen,dass App und Copter Udates verlangen, die wiederrum ein Beenden der Verbindung zur Folge haben, weil man Internetzugang braucht, bemerken, dass die Updates nicht laden, obwohl man eine positive Meldung auf dem Display sieht, usw. und so fort...

Von der Fernbedienung, die ich unbedingt haben wollte, ganz zu schweigen, wo das Ganze Spiel wieder losging, nachdem ich längere Zeit brauchte, zu verstehen, wie man sie überhaupt in Gang setzt. Wer es noch nicht weiß, man muss, wie bei der Drohne, den Hauptschalter kurz antippen und dann für etwa zwei Sekunden gedrückt halten, dann ist er an! - Ich musste den kleinen Quadrocopter, dann einfach und einmal, wenn auch mit den mitgelieferten Propellerschützern nachts um Eins "zum Leben erwecken" und ihn in meinem Wohnzimmer aufsteigen lassen! ;) - War das klasse! 

Am nächsten Abend meldete sich dann "Sam, der Adler"!, für alle die keine Muppet-Show kennen, mein "Verantwortungsgefühl!" - Jetzt musst Du das Ding auch mal irgendwo starten lassen!? - Moment! Deine Privathaftpflicht von Anno Domini deckt solche modernen Dinge nicht ab...

Also (und ich musste mir noch nicht die fünf Fragen stellen!) verbrachte ich den Abend damit eine geeignete Haftpflichtversicherung zu finden. Boah! Ich weiß nicht, wieviel Seiten und Berichte ich gelesen habe, aber schließlich wurde es eine Versicherung von "R+V"...

Weil ich schon gerade dabei war, habe ich mir auch direkte Schilder mit meinen Kontaktdaten bestellt (Danke, Sam! Dass Du mich daran erinnert hast!) - Ja, ich bin ein gewissenhafter Copterpilot! 

Gut! Weil ja der gewissenhafte Copterpilot ja erst die ersten Flugversuche unternimmt, wenn die Versicherungsbestätigung da ist, dachte ich mir, dass es am folgenden Abend eine gute Idee wäre, sich mit weiteren Funktionen des "Spark" zu beschäftigen!...

Wie wäre es denn mit der "Gesten-Steuerung"!? Das muß doch auch im Wohnzimmer gehen!?...


Jo! Nach zig "YOUTUBE"-Tutorials und dem (aus irgendeinem Grund) Auslassen der sehr guten Tutorials zu diesem Thema in der App von DJI kam ich zu später Stunde auf die geniale Idee, dass geballte Wissen jetzt mal in die Tat umzusetzen!

DON´T TRY THIS AT HOME!!!
Liebe Leute! Ja, man kann (wenn man es beherrscht) den Spark mit der Hand steuern und einen Teil der Funktionen bedienen. Nein, es ist nicht so leicht, wie es von den Werbe-Videos her erscheint!...
Also! Man legt den Spark in die Hand, startet ihn wie gewohnt, hält ihn am ausgestreckten Arm vor sein Gesicht, damit die Kamera das Gesicht erkennt und drückt zweimal den Startknopf! 

Das hat dann alles noch gut funktioniert und ich war toootal begeistert! Nach einem kurzen Moment des Innehaltens bewegte sich der Spark dann aber, ohne dass ich etwas gemacht hätte, auf mich zu!!!

Da sich der Spark etwa auf meiner Halshöhe befand, griff ich einem Reflex folgend, nicht von Unten, sondern von Oben nach ihm und wurde "von einem Ninja mit Plastikbesteck attackiert!"....Die Folgen seht Ihr auf dem Bild! 

Gut! Finger versorgt und Drohne okay! Ich werde weiter berichten! 

Was sind Eure Erfahrungen? Habt Ihr Tipps für mich? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Bleibt mir gewogen!

Euer 

Doc Minten