Mittwoch, 2. März 2016

"Kleiner Freund!" - Erster Eindruck vom CAMBOFOTO-Stativ M225


Sagte ich nicht zuletzt: "Man soll niemals nie sagen!?" - Jetzt ist es wieder an der Zeit über diesen Spruch nachzudenken. 

Dieses Mal geht es um Stative! Wie Ihr wisst, habe ich seit 2012 für Ausflüge und Reisen ein Stativ der Firma Feisol. Meinen Erfahrungsbericht von damals habe ich Euch noch einmal verlinkt. 



Bei allem "Für und Wider", wenn man über Stative spricht, ist es in aller Regel doch die Größe und das Gewicht, das mich letztlich bewegt, dass Stativ mitzunehmen oder doch zuhause zu lassen. Es waren nicht die bodennahen Makroaufnahmen oder irgendwas anderes sondern genau dieses! 

Als ich im Frühjahr 2015 dann diesen Bericht über Ministative von der FF-Fotoschule gesehen habe, war ich fast schon soweit mir das gelobte Stativ, das M225 von CAMBOFOTO zu bestellen, aber erst die kürzliche Reise nach Venedig hat mich gänzlich überzeugt! 

Obwohl der Kaufpreis einfach unschlagbar war, nervte doch etwas die Dauer von über drei Wochen zwischen Bestellung und der Auslieferung. 

Jetzt ist das gute Stück da und schildere Euch meine ersten Eindrücke. Wie gesagt, wer einen ausführlichen und guten Bericht über alle Funktionen und Besonderheiten haben möchte, den verweise ich auf den oben genannten Test.
In der Box, in der das Stativ geliefert wird, befinden sich neben dem Stativ selbst noch eine Arca-Swiss-kompatible Schnellwechselplatte für die Halterung, ein ungepolsterter Transportbeutel, eine einschraubbare Verlängerung für die Mittelsäule, eine Kurzanleitung und ein Imbus-Schlüssel zum Nachstellen der Gelenke an den Stativbeinen. 
Was mich beim Auspacken und Lesen wundert, dass auf der Box eine Belastbarkeit des Stativ selbst von 5 kg und in der Kurzanleitung eine Belastbarkeit des Kopfes von 3 kg angegeben wird. Egal! 
Das Stativ ist wirklich klein, macht aber einen sehr wertigen Eindruck. Der Stativkopf CK 30 hat und das war auch ein Kaufargument, eine Arca-Swiss-kompatible Halterung. so kann ich die Schnellwechselplatte, der Firma Carryspeed, die ich an meiner Kamera (für Handschlaufe, Gurt oder Gürtel) habe, direkt bzw. bei Bedarf auf das Stativ setzen und muss nicht erst eine Platte montieren. Es gibt am Stativkopf nur einen Einstellknopf. Mit einer leichten Drehung löst man den Kopf, damit er sich drehen lässt und mit einer weiteren Drehung ist der ganze Kugelkopf gelöst. Hier muss am also darauf achten, dass die Kamera festgehalten wird, wenn der Kopf gelöst wird. Sonst!...

Auf ein weiteres kleines Detail sollte man achten und daher gilt mein Dank an dieser Stelle den Machern des Podcasts Fotophonie! In einer der letzten Folgen (Mist, ich weiß nicht in welcher!) wurde von Problemen berichtet, dass der Stativkopf anfangen könnte zu wackeln. Als Ursache galten lose werdenden Schrauben an der Unterseite des Stativkopfes. Als ich meinen Stativkopf mit einem Sechskant (H2) überprüfte, stellte ich fest, dass zwei der Schrauben auch schon locker waren. Ich werde sie wohl bei Gelegenheit mal mit Kleber oder Nagellack "fixieren" müssen! 



Aber kommen wir zu den Stativbeinen. Diese machen im ein- und im ausgefahreren Zustand einen festen und stabilen Eindruck. Durch die kleine Platte am Gelenk, die sich herausziehen lässt, kann man den Abspreizwinkel der Stativbeine einstellen. 
Was sich bei meinem Stativ als etwas hakelig zeigt, ist das Lösen des Standfusses, um die einzelnen Elemente herauszuziehen oder wieder einzufahren. Das Öffnen und Herausziehen klappt gut, mit einer ca. Vierteldrehung. Beim Zurückführen kann es schon mal sein, dass das obere Element klemmt und ich brauchte mehrere Versuche die Elemente wieder einander zu schieben...
Wenn Ihr hier einen Trick wisst, schreibt mir gerne einen Kommentar! 


Wie schon erwähnt, erhält man auch eine Verlängerung für die Mittelsäule, die eingeschraubt werden kann. Sie dient dazu, dass man den Stativkopf umgekehrt einhängen kann, um zum Beispiel bodennähere Aufnahmen zu machen...Wird mir wohl nicht passieren. 


Fazit: Ich bin insgesamt sehr froh über das Stativ! In Anbetracht des Preises macht es einen sehr guten Eindruck und ist zusammengeklappt unter 25 cm lang. Bei einem Gewicht von ca. 750g fällt es außerdem "nicht weiter ins Gewicht!". 
Es ist klar, dass es für die Langzeitaufnahmen die Konkurrenz von Feisol und Manfrotto bei mir nicht verdrängen kann, aber ich bin froh, dass ich mich jetzt nie mehr fragen muss, ob ich ein Stativ mitnehmen soll oder nicht...