Samstag, 19. April 2014

5mf8 - Einen Versuch ist es wert!...


In meinem letzten Post über die möglichen Probleme bei der Langzeitbelichtung habe ich eigentlich Bilder von dieser Location zeigen wollen, die ich aber alle gelöscht habe. 

Das lag zum einen an den beschriebenen Probleme und zum anderen an der Tatsache, dass der Himmel absolut bedeckt war und sich somit keinerlei Strukturen durch sich bewegende Wolken ergaben. Ich kann mich der Meinung nur anschließen, dass ein gewisses "Blauer-Himmel-zu -Wolken-Verhältnis" von ca. 60:40 oder 70:30 vorliegen sollte. 

Aber davon wollte ich nicht erzählen. Ich wollte vielmehr von "5mf8" bzw. meinen ersten Versuchen dazu berichten. 

Damit ist ein Vorgehen gemeint, auf das ich bei meiner Recherche nach Grau- bzw. ND-Filtern gestoßen bin. Joel Tjintjelaar, der vielen Fotografen auf diesem Gebiet etwas bedeutet, spricht dabei von der Möglichkeit bzw. dem Weg der künsterlischen Langzeitbelichtung.

Eigentlich ist es ganz einfach. "5mf8" steht für fünf Minuten Belichtungszeit bei Blende f8. Wenn das Thema mehr interessiert, der sollte sich das Videotutorial ansehen. Ich habe das noch nicht geschafft!

Ich wollte meine Langzeitbelichtungen aber zum Anlass nehmen, immer ein Bild nach dieser Methode zu machen. Bei dem oben gezeigten Bild waren bei ISO 100 zwei Graufilter mit den Stärken 3.0 und 0.9 von B&W im Einsatz, um die Belichtung um 13 Stufen zu reduzieren und auf fünf Minuten Belichtungszeit zu kommen. 


Zum Vergleich zeige ich Euch mal ein Bild, das ich kurze Zeit später gemacht habe. Dabei habe ich mit dem 3.0-er Graufilter eine Belichtungszeit von 90 Sekunden eingestellt. 

Bei der Nachbearbeitung habe ich bewusst die Farbvarianten gewählt, da mir die Bilder mit dem ganzen "Grünzeug" in einer Schwarzweiß-Konvertierung nicht gefallen haben und außerdem das Problem bestand, dass die dunklen Partien richtig "abgesoffen" sind.

Davon abgesehen war, die Nachbearbeitung des oberen Bildes langwieriger, obwohl hier "Color Efex Pro 4" eine echte Hilfe gewesen ist. 

Spontan gefällt mir das untere Bild besser, aber das obere ist surrealer und vielleicht auch spannender, wobei gerade in der Nachbearbeitung das Ganze schnell ins "Negative" kippen kann. 

Ich finde das "5mf8"-Vorgehen aber sehr spannend und werde es weiter verfolgen. 

Leider findet man außerdem dem kostenflichtigen Material nichts zur weiteren Erläuterung. 

Was sind Eure Erfahrungen? Vielleicht hat der eine oder andere sich näher damit befasst und kann mir mehr sagen!?...

Gut´Licht!