Posts mit dem Label Bildidee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bildidee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 19. November 2019

"Non Photo sed Vitae!".. - Oder auch: Mit Rüdiger Schestag zum Kreativitäts-Booster!"


Liebe Blogleser! 

Ich möchte Euch von meinen Erfahrungen berichten, die ich in den letzten Monaten mit einem ganz besonderen und intensiven Kurs von Rüdiger Schestag, ich möchte es eigentlich ein Coaching nennen, gemacht habe. Dies alles fand seinen Höhepunkt in einem gemeinsamen Shooting, das am letzten Wochenende in Berlin stattfand. 

Ich möchte deshalb von diesem Kurs als Coaching sprechen, da ich das Gefühl habe, dass Rüdiger Schestag mir zu keinem Zeitpunkt die Anleitung zum perfekten Ergebnis vorgeben wollte oder sagte, so musst Du das machen, dann ist das Bild technisch gut. Er hat mir vielmehr von Anfang an, Wege gezeigt, wie ich verschiedenste Inspirationen finden kann, aber mich vor allem bei der Entwicklung eigener Ansätze unterstützt. Das alles konnte ich mir aber noch nicht vorstellen, als ich im Sommer die Informationen zum Kurs las und mich entschied daran teilzunehmen. 




Gesagt - Getan! 
Zum Beginn des Kurses bestand durch Emails und Telefonate ein intensiver Austausch darüber statt, wo ich mich selbst sehe, was mich inspiriert und in welchem Genre ich mich weiterentwickeln will. Ich fand es klasse und auch sehr wertschätzend, dass sich Rüdiger Schestag so sehr damit beschäftigte. Wir einigten uns darauf, dass wir uns mit der Peoplefotografie auseinandersetzen. Da habe ich, wie Ihr sicher wisst, noch die meisten Defizite und Sperren




Von der Idee zum Bild 
In den letzten Monaten habe dann mehrere Shootings geplant und durchgeführt, die mit steigender Intensität von Rüdiger Schestag begleitet wurden. Dabei war er mir bei der Planung, etwa dem Erdenken einer Geschichte und dem Sammeln von Ideen mithilfe eines Moodboards genauso behilflich, wie bei der Beurteilung der Ergebnisse und dem Feedback um mich weiterentwickeln zu können. 




Der Weg ist das Ziel! 
Ob sich mein Wissen und Können verändert oder verbessert hat, wird wohl erst die Zukunft zeigen, aber ich kann ganz sicher sagen, dass es unheimlich viel Spaß gemacht hat neue Sichtweisen zu lernen. - Ja, ich habe auf diesem Weg auch einen Abstecher ins analoge Mittelformat und das Entwickeln von Filmen gemacht, aber davon möchte ich in einem anderen Posting berichten. 
Wie ich schon sagte, fand als erster Höhepunkt ein gemeinsames Shooting in Berlin statt. Rüdiger Schestag und ich haben uns, nachdem das Thema entschieden war, bei der Planung, etwa der Auswahl der Models, der Kleidung und Accessoires abgestimmt und dann kam der "Tag der Wahrheit"!. 

Vielleicht noch eine kleine Vorbemerkung! - Was ist ggf. der Unterschied zwischen einem guten und einem WOW-Bild?! - Richtig! Die Arbeit einer "Makeup & Hair Artistin / Stylistin" - Vielen lieben Dank an Dich, Nicole und Deine tolle Arbeit! 

Okay, ich stelle fest, was der Unterschied zwischen professioneller Vorbereitung und meiner ist! ;) Ich habe gelernt, dass man sich Zeit nehmen muss, wenn man mit dem Ergebnis, wie z.B. der Ausleuchtung, nicht zufrieden ist, um Änderungen zu überlegen und umzusetzen. Ich habe aber vor allem gelernt, dass je nach Bildidee, die Aufgabe des Fotografen, die ist, das Model nicht in eine Rolle zu dirigieren, sondern das Bild mit Ihr und durch sie zu komponieren. Klingt hochtrabend, ist aber eigentlich erleuchtend, wenn man es selbst erlebt. 

Fazit: 
Für mich war es die beste und heilsamste Erfahrung gegen meinen Perfektionsdrang! 

Fängst Du bei "Adam&Eva" an, besuche einen Workshop Deiner Wahl! Möchtest Du Bilder machen, weil Dich ein bestimmter Fotograf inspiriert, besuche seine Workshops, wenn er welche gibt! Glaubst Du eine bestimmte Softbox oder ein spezieller Biltz machen ein gutes Bild! - Lass Dir helfen! 

Möchest Du einen Booster bei der Kreativität erleben, mache einen Kurs wie diesen

Was ist Eure Erfahrung dazu? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf die Kommentare! 

Bleibt mir gewogen! 

Euer 

Doc Minten 


Montag, 23. September 2019

QUICKTIP: Abwarten und Bier trinken...



Liebe Blogleser! 

Dieses Posting ist eher ein "Quicktipp", als ein ausgewachsener Text. Es geht darum, dass man sich auch gelegentlich die Zeit nehmen sollte, die "schlummernden" Bilddateien auf den Speichermedien anzusehen. 



Dabei kann man nämlich ein paar Erfahrungen machen. Es kann dazu führen, dass man dem einen oder anderen Bild "neues Leben" einhaucht, sich alter Leichen entledigt oder einfach erlebt, dass man selbst oder auch das Bild noch nicht reif war, um es entsprechend zur Wirkung zu bringen. 

Als gutes Beispiel soll das Bild der Kathedrale der Heiligen Maria in Palma auf der Insel Mallorca gelten, dass ich 2013 bei einer Basis-Fotoreise mit der "FF-Fotoschule" gemacht habe. Wer mehr über dieses tolle Konzept erfahren möchte, folgt dem Link und findet außerdem meine Berichte über die Zeitleiste rechts oben. 

Was ich aber eigentlich sagen wollte, ist, dass ich damals zwar die Rohdatei irgendwie (mit Hilfe!) hinbekommen habe, es Gott-sei-Dank nicht gelöscht habe und es jetzt mit der Erfahrung und dem erlernten Können in der Bildbearbeitung zu dem Bild machen konnte, das mir gefällt. 


Das Gleiche trifft auch für dieses Beispiel zu. Im Herbst des gleichen Jahres, wieder auf einer Fotoreise gemacht. - Ich muss allerdings zugeben, dass ich damals erstellte Versionen, die zum Teil im schrecklichstem HDR-Stil so etwas wie Stimmung verbreiten sollten gelöscht habe und jetzt mit diesem Ergebnis zufrieden bin. 

Bevor ich jetzt doch einen zu langen Text formuliere, verweis ich noch auf meine Gallerien auf "500px", wo man in der einen oder anderen neue Versionen von Bildern sehen kann. 

Beim Gelernten bewahrheitet sich auch der Spruch, dass es auf die Zentimeter hinter der Kamera  ankommt, denn ich habe Bilder, egal ob Makro-, Street- oder Portrait-Fotografie (wieder) gesehen, die ich mit einer "Crop-Kamera" und einem "Kit-Objektiv" gemacht habe und die mir heute sehr gut gefallen. 

Was ist Eure Erfahrung dazu? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf die Kommentare! 

Bleibt mir gewogen! 

Euer 

Doc Minten 


Sonntag, 31. März 2019

Bericht zur Fotoreise nach Portugal - Oder auch: " Einen Ablaufplan gibt´s für das Schuhwerk" (Teil 2)


Mittwoch, der 20.03.2019
Weiter geht die wilde Fahrt. Für uns geht es an diesem Tag mit einer dreistündigen Zugfahrt in den Süden Portugals, nach Lissabon. Die Hauptstadt des Landes ist etwa doppelt so groß wie Porto und ich bin sehr froh, dass auch das "Hotel Florida", in dem wir die nächsten Tage residieren, größer ist und wir schöne und geräumige Zimmer haben. 


Nachdem wir eingecheckt haben, geht es auch schon zur ersten Location. Der Ostbahnhof oder auch Gare do Oriente bietet  viele Möglichkeiten Architekturaufnahmen zu machen oder Szenen des täglichen Lebens. 
Die vom Fototrainer gestellte Aufgabe, einen Agenturauftrag von zehn Szenen des Bahnhofs zu erledigen, scheitert schon beim ersten Spot! Mit den Worten, dass Fotografieren verboten sei, werden Norbert und ich schon am ersten Take von der Security verscheucht. Bei der Frage nach dem Grund, weist man auf Norberts neue spiegellose Kamera von Nikon und sagt: "Professional Camera!!!" - Mich und meine OMD von Olympus würdigen sie keines Blickes, aber "Mitgegangen - Mitgefangen!"....


Okay, dann eben ohne Stativ. Es entstehen noch ein paar schöne Aufnahmen! 


Die zweite und letzte Location an diesem Tag ist die "Vasco-de-Gama-Brücke", die längste Strassenbrücke Europas. Das Bauwerk ist schon imposant! Alle Fotografen machen Panos oder Filterfotografie. Der Fototrainer gibt dabei wertvolle Tipps und unterstützt die Arbeiten. 


Die blaue geht in die goldene Stunde über und wir können uns nicht sattsehen. Obwohl die Ebbe kommt, gibt es immer neue Spots, die sich für Aufnahmen eignen. Das hat echt Spaß gemacht! 



Donnerstag, der 21.03.2019
Heute steht ein weiteres Highlight auf dem Programm. Wir wollen das Viertel "Alfama" besuchen und das mit der berühmten alten elektrischen Strassenbahn No. 28. Auch dieses Mal macht sich die Erfahrung unseres Fototrainers aus zehn Besuchen in Portugal bezahlt und wir besteigen die Bahn an der Endstation am alten Friedhof von Lissabon, der auch einen Besuch wert ist. 



Die Alfama bei besten "T-Shirt-Wetter" zu durchstreifen und nach immer neuen Motiven zu suchen, macht einfach einen Riesen-Spaß! Es gibt tolle Orte, die alten Straßenbahnen oder die Menschen aufzunehmen. Die zwei Stunden, die wir geplant haben, vergehen wie im Flug und ich bin von Lissabon echt fasziniert. 


So ursprünglich die Alfama auch ist, so interessant ist auch das Zentrum, das im 18-en Jahrhundert fast völlig zerstört wurde und somit Platz für neue Bauten gab. die ebenfalls sehr interessant sind. Wir sind hier am Tag hauptsächlich zum Locationspoting unterwegs, denn abends warten noch die "Elevatoren" und andere Überraschungen. 


Nachdem wir im Hotel die Stative geholt haben, umgehen wir auch am "Elevator de Santa Justa" die Touristenströme, in dem wir ihn von Oben betreten und die blaue Stunde auf der obersten Plattform erleben. Danach kann ich aber nicht anders, als auch noch ein Foto vom unteren Eingang zu machen. 



Dann kommt das Highlight des Abends! Es war schon tagsüber toll mit der Seilbahn "Ascensor de Gloria" zu fahren, aber Nachts ist es noch einmal ein ganz anderes Erlebnis. Wir fahren nach Oben und laufen dann den Weg wieder zurück. Im letzten Drittel des Weges habe ich mein Bild bereits im Kopf und für diese Aufnahmen im "Live-Composite" der OMD liebe ich meine Kamera! 



Freitag, der 22.03.2019
Der heutige Tag beginnt in Belém. Hier findet sich der bekannte Turm, das Seefahrer-Denkmal und ein schönes Kloster. Man darf aber auch nicht die Bäckerei vergessen, wo angeblich die "Wiege" der "Pasteis de Nata". Suchtfaktor! Café Americano und diese kleinen Törtchen mit Pudding. Ein Gedicht! 


An dieser Stelle möchte ich noch zwei brandheiße Tipps geben! Der erste ist, dass man beachten sollte, wann die Gezeiten sind. Sowohl beim Leuchtturm in Porto als auch am Turm von Belém waren wir leider als Ebbe war. Will man schöne Fotos, sollte man darauf achten. Ansonsten sind, wie bei vergleichbaren Motiven, die frühen Morgenstunden oder die Abendstunden eher geeignet, Fotos zu machen. Ja, oder man "cropt" eben, wie ich das hier gemacht habe...

Der zweite Tipp betrifft einen "Life-Hack"! Auch wenn man gewohnt ist, bei Fotoreise viel zu laufen, gibt es in Lissabon eine tolle Alternative. Tretroller mit Elektromotor, die man leihen kann. Was in Deutschland noch an Regularien scheitert, ist in Lissabon schon möglich. Einfach klasse, auf kleinen Distanzen mit diesem kleinen Flitzern dahinzugleiten! 


Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir dann auf der anderen Seite des Tejo. Zunächst ging es zum "Cristo Rei", der siebtgrößten Christus-Statue der Welt. Wie Ihr auf dem ersten Foto des Postings sehen könnt, hat man einen wunderbaren Blick auf die zweite atemberaubende Brücke in Lissabon, die "Brücke vom 25 April". Einfach klasse! Was war ich froh, dass der Panoramakopf und der neue Stativkopf funktionierten. Bin mal gespannt, ob die High-Resolution-Aufnahmen auch geklappt haben!? Das MacBook gibt auch bei den einfachen Panoramen schon "White-Flags"!!!


Am späten Nachmittag ging es dann zu einem "Lost-Place". Vielen Dank, lieber Hans! Du hast uns Stellen gezeigt, die wir allein sicher nie gefunden hätten. Für die meisten unserer Gruppe stand dann Model-Fotografie auf dem Programm, aber ich streifte lieber durch die große Anlage und machte meine Bilder. 
Danach ging es zur goldenen Stunde noch auf einen Anleger und der tolle Tag ging zu Ende. Ich war richtig überrascht, dass wir nur ein paar Gehminuten entfernt noch zwei gute Restaurants fanden und in einem haben wir den schönen Abend beendet. 



Samstag, der 23.03.2019
Heute ist Abreisetag! Aber es wäre nicht der Reiseanbieter meines Vertrauens, wenn die begleitenden Trainer nicht auch noch an diesem Tag ein Programm aus dem Ärmel schüttelt. So ist es auch heute! Wir verabreden uns, dass wir auf den Wochenmarkt bzw. die Fressmeile am Mercado da Ribeira
Ich hatte das große "Besteck" schon im Rucksack verpackt und zog an diesem Tag nur mit einer alten EM-!0-Mark I los. Mann, wie liebe ich diese Perspektive! Man hat die Kamera an einem Nackenband, den Monitor ausgeklappt und läuft durch die Szene. Einfach klasse, was sich aus diesem Winkel für Bilder ergeben! 




Zusammenfassung: 

Es war vollkommen richtig, diese Reise zu machen. Portugal und besonders Porto und Lissabon sind eine Reise wert. Ich würde mir wünschen, dass es eine "Advanced-Version" gibt oder dass ich noch die Gelegenheit für weitere Besuche habe. 
Ich fand die Reihenfolge genau richtig! Porto war gut zum Ankommen, aber Lissabon hat mich mehr in seinen Bann gezogen. Ich bin mit 3700 Bildern wiedergekommen und mit vielen Eindrücken, die erst einmal verarbeitet werden müssen. 
Ich mag den Fado, bin ein Fan des Portwein geworden und fasziniert von der Kultur der Ginjinha-Kneipen. Ich mag den Stockfisch und die Sardellen aus der Dose, die hier perfektioniert wurden. Und, und, und...
Fotografisch haben sich auf dieser Reise zwei Dinge gefestigt. Ich brauche ein "kleines" und ein "großes" Set. So langsam habe ich meine Versionen gefunden! Wenn Ihr möchtet, dann kann ich Euch gerne darüber erzählen. 

Jetzt werde ich noch einen Tawny trinken und freue mich auf Eure Fragen und Kommentare! 

Bleibt mir gewogen!

Euer 

Doc Minten

Samstag, 24. November 2018

Analog fotografieren / Projekt: "The Leica as a Teacher" - Reloaded (Teil 5)


Liebe Blogleser! 

In diesem Posting soll es um eine "verrückte" Idee gehen und gleichzeitig möchte ich Euch um Hilfe bitten. 

Inspiriert durch den Artikel "The Leica as a Teacher" von Mike Johnston aus dem Jahr 2009 habe ich mir vorgenommen, seine Empfehlung zu meinem Projekt, sagen wir mal für die nächsten sechs Monate, zu machen. 

Bei diesem Projekt, das ich etwas adaptiert habe, geht es darum, mit einer analogen Leica (Okay, man könnte auch eine andere analoge Messsucherkamera verwenden) und einer beliebigen Festbrennweite jede Woche mit einen Schwarzweißfilm Aufnahmen zu machen und von diesen zwei Fotos auszusuchen, die man jeweils für die Besten hält. 

Diese zwei Bilder sollen nicht großartig bearbeitet werden und ich werde sie nicht allein anschauen, sondern habe mir vorgenommen, sie in dieser Galerie auf "500px" zu veröffentlichen. 

Hier kommt Ihr ins Spiel! 

Bitte beurteilt und kommentiert meine Bilder! Obwohl ich mich natürlich über Lob freue, bringen mich nur Hinweise weiter, die mir zeigen, was nicht gut war, nicht gefällt oder was ich hätte anders oder besser machen können. 

Man lernt nie aus!...

Aber jetzt mal der Reihe nach! 
Habe ich mir wirklich extra eine analoge Leica gekauft, um das Projekt zu machen und das ganze Geraffel dann wieder zu verkaufen?! Nein, ich hatte mich, nachdem ich eine Dokumentation über die Firma Leitz und die Entstehung der Leica gesehen hatte, für sie interessiert und war einfach in einen Bann gezogen worden...

Liebe oder Hass...



Jetzt ist es also eine analoge M4-P ohne Belichtungsmesser oder sonstigen Schnick-Schnack geworden. Warum und wieso kann ich Euch ja in einem anderen Blogpost erzählen und auch von meinen ersten Erfahrungen berichten. 

Bitte fleißig kommentieren! 

Lernt man wirklich mehr, wenn man diese Kamera und Methode benutzt? Fotografiert man anders? Lernt anders zu sehen? Ich finde diese Fragen spannend!!! 

Es würde mich freuen, Eure Meinung zu diesem Projekt aber vor allem zu den Bildern im Verlauf zu hören und zu lesen. 

Bleibt mir gewogen! 

Euer 

Doc Minten



Sonntag, 8. April 2018

Analog fotografieren - Oder "Auch mal Neues wagen!" (Teil 2)


Ja, ich weiß! Seit dem letzten Posting ist eine ganze Zeit vergangen, aber zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass es mir in den letzten Wochen gesundheitlich nicht so gut ging und daher bitte ich, die Verzögerung zu entschuldigen. 

In diesem Posting geht es, wie schon einmal im Juli letzten Jahres, um das Fotografieren mit Film bzw. analogen Kameras. Wie ich Euch berichtet habe, hat mich die reine Neugier zunächst zu einer Rolleicord gebracht und dieses Mal war es ein mehrteiliges Gespräch zwischen Frank Fischer und Steffen Schüngel, das mich wieder zu diesem Thema gebracht hat. Zunächst einmal habe ich mir mehrere Videos auf Steffen Schüngel´s YOUTUBE-Kanal angesehen und konnte dort unfassbar viele Informationen zu diesem Thema finden. Bitte besucht doch mal seine Seite und abonniert den Kanal, wenn Ihr regelmäßig auf YOUTUBE seid. 


Nach der positiven Erfahrung beim letzten Mal hatte ich dann echt Lust so eine Kamera dann mal zu testen und zu gucken, ob es mir gefällt. Was ich mir dann auch überlegt habe und jetzt greife ich etwas vor, dass ich auf meiner nächsten Fotoreise, die im Herbst nach Hongkong gehen soll, thematisch den Film "Das Leben von Suzzie Wong" mit den alten Kameras umsetzen möchte. 

Ach! Ihr kennt das sicher auch! Allein die Recherche und das Nachlesen macht manchmal einfach schon so einen Spaß, dass man garnicht anders kann, als das Ganze mal in der Praxis auszuprobieren. 

Na, klar bin ich wie schon bei den Digitalkameras bei den Modellen von Olympus geblieben! Nach den Videos war schnell klar, dass ich mir eine OM-1 und eine PEN-FT besorgen will. Bei der großen Bucht habe ich "meine Netze ausgeworfen" und zwei OM-1 ersteigert und als ich diese in den Händen hielt, war mir klar, dass ich bei der PEN-FT auf einen besseren Zustand der Kamera Wert lege. 

Auch über Steffen Schüngel kam ich an den "OM-Doktor" Frank Timmann aus Hamburg, der neben den Serviceleistungen auch restaurierte Kameras anbietet. Hier kaufte ich mir eine PEN-FT, die wirklich ein "Sahnestückchen" ist. Sie hat sogar einen funktionierenden Belichtungsmesser, der auf moderne Batterien umgestellt wurde. Echt TOP! 


Wie gesagt, die zwei Kameras über das Verkaufsportal waren etwas "abgerockter" und nach meinem laienhaften Check kam erst einmal eine gründliche Reinigung der Kameras an die Reihe. Leider hatte ich keinen reines Propanol zuhause und so produzierte ich ein paar häßliche Schlieren auf der Mattscheibe im Inneren einer der Kameras. Nach diesem Missgeschick entschloß ich mich dann die bessere von beiden in die fähigen Hände des "OM-Doktors" zu geben und mit der zweiten meine ersten Tests zu machen. 

Tjo! Was braucht man neben einer Kamera?! Richtig! Filme! Und da brachte mich ein anderer guter YOUTUBE-Kanal auf die Idee, die ersten "Gehversuche" mit Filmen aus dem Drogeriemarkt zu machen. Ich bin und war aber selbst schon gespannt auf die Ergebnisse, wobei ich mit der PEN-FT einen Schwarzweißfilm von Agfa verwendet habe und bei der OM-1 einen Farbfilm von Kodak.

Zumindest den SW-Film habe ich mittlerweile zurückbekommen und bin eigentlich ganz zufrieden. So, wie Ihr die Bilder hier seht, kommen sie aus der Kamera. Es juckte mich natürlich etwas in Lightroom daran "herumzuschrauben", aber ich habe es bewusst gelassen. Das Fotolabor von Rossmann war aber anscheinend mit den zwei Belichtungen auf einem Bild oder "halben" KB-Format überlastet, aber das ist eine andere Geschichte...



Beim Fotografieren "entschleunigt" man und arbeitet gleichzeitig sehr konzentriert. Bei der Auswahl des Motivs habe ich mir sehr viel Zeit genommen und meinen Bildaufbau im großen Sucher der Kameras bis in die Ränder geprüft. Lustig ist, dass bei der PEN-FT die lange Seite des Bildes im Sucher hochkant ist, das verlangt etwas Überlegung! Das manuelle Fokussieren und Scharfstellen verlangt etwas Übung, aber in Kombination mit den Einstellungen von Blende und Belichtungszeit ist man irgendwann nicht langsamer als beim Arbeiten mit einer Digitalkamera. 
Ich muss aber gestehen, dass ich mich schon auf den Belichtungsmesser verlassen habe oder mit meiner Digitalkamera die Belichtungswerte "vorgemessen" habe.



Es hat alles in allem sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon die Bilder in Händen zu halten. Ich werde die PEN-FT sicher häufiger gerade bei den Fotowalks dabei haben, um interessante Motive auch auf Film zu bannen. 



Was sind Eure Erfahrungen zu dem Thema? Welche Filme könnt Ihr empfehlen? Habt Ihr gute Adressen, wenn Eure Kameras mal repariert werden müssen? 

Ich freue mich auf Eure Hinweise und Kommentare! 

Bleibt mir gewogen! 

Euer 

Doc Minten




Donnerstag, 26. Mai 2016

"Arbeiten wie die Profis (machen lassen!)" - Oder auch Photoshop für Doofe - Teil 2


Heute geht es um meine Erfahrungen mit der Bildverarbeitung, darum dass man auch seine Grenzen kennen sollte und dass man sich auch fremde Hilfe holen kann, wenn man dennoch zu einem guten Ergebnis kommen möchte.

Ihr wisst, dass ich meine Bilder über Lightroom CC verwalte und in aller Regel auch bearbeite. Ihr habt auch schon in diesem Posting erfahren, wie mich das "Hexenwerk" Photoshop CC schier um den Verstand gebracht hat! 

Dann will ich Euch mal berichten, was mir widerfahren ist und wie ich letztlich vorgegangen bin. 
Ich hatte für ein Shooting verschiedene Ideen im Kopf. Unter anderem wollte ich eine Szene in dem metallenen Aufzug im Haus fotografieren. 


Jo, das ist die Ausgangslage! Fotografiert bei Tages- bzw. Kunstlicht und im Aufzug zusätzlich noch eine Dauerlicht mit einer blauen Folie als Effektlicht. - Bitte ohrfeigt mich das nächste Mal, wenn ich versuche eine Mischlicht-Situation zu beherrschen!. - Danke! 

Dem "Detailverliebten" sei gesagt, dass das Foto bei einer Brennweite von 12 mm (KB 24 mmm), einer Blende von f 3,2, einer Belichtungszeit von 1/60 Sekunde bei ISO 1000 aufgenommen wurde. 


Okay, da saß ich nun an meinem Computer und merkte bei der bewährten Bearbeitung in Lightroom, dass ich nicht das Ergebnis erzielen würde (siehe erstes Bild!), das ich mir vorgestellt hatte. Das Ganze "hin und her" mit Beautyretusche, Lampen und Schmutz verschwinden lassen, Lichtstimmungen und Reflexionen erzeugen, konnte ich auch bei meinem zweiten Angriff auf das "Hexenwerk" nicht meistern!...

Ich brauchte professionelle Hilfe, denn ich wollte die 20 Bilder, die ich mir herausgesucht hatte, jetzt nicht für immer und ewig in der Versenkung verschwinden lassen!. Also fragte ich zunächst in Foren oder bei anderen Fotografen nach, aber leider wollte oder konnte mir niemand weiterhelfen. Da erinnerte ich mich an Auschreibungen in der Modelkartei, wo Bildbearbeiter ihre Dienste anbieten!  

"Holla-die-Waldfee!" Ich habe nicht schlecht gestaunt bei meinen ersten Anfragen, was das Bearbeiten meiner Bilder betraf. Da wurden entweder gar nicht geantwortet oder erst einmal von Stundensätzen fabuliert, die manchen Anwalt die "Tränen in die Augen getrieben" hätten! 

Dann stieß ich auf Stefan Braas von WesterArt , einen Fotografen und Retuschekünstler aus dem schönen Westerwald. Stefan hat mich mit seiner freundlichen und professionellen Art hervorragend beraten und mir verschiedene Möglichkeiten des Vorgehens vorgeschlagen. Nachdem er mir dann ein Bild exemplarisch bearbeitet hatte, sind wir uns einig geworden und ich war von den Ergebnissen begeistert. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Stefan´s Homepage oder seine Facebook-Seite besucht, wo Ihr ihm gerne auch ein "Gefällt mir" hinterlassen könnt.

Also, wieder was gelernt! Wenn man nicht weiterweiß, ist es nicht schlimm, wenn man sich Hilfe holt. Das Ergebnis ist das, was zählt. Ich hätte das so in der Art nicht hinbekommen und vielleicht habe ich ja in Zukunft Lust, mal ein Composing zu machen und da werde ich sicher wieder auf Stefan zurückkommen!

Wie sind denn Eure Erfahrungen zu Anbietern von Bildbearbeitung? Freue mich über Kommentare!

Sonntag, 8. Mai 2016

"Sie ist ein Model und sie...hat was drauf!" - Oder: Praktische Aktfotografie Teil 2


Im ersten Teil habe ich Euch bereits erzählt, wie ich ein Shooting "umsetze". In diesem Posting soll es nicht darum gehen, dass ich immer noch schrecklich aufgeregt bin und kaum was essen kann, wenn der Tag des Shooting gekommen ist, sondern ich möchte Euch erzählen, warum das Model eine ganz entscheidende Rolle spielt, warum es vielleicht Sinn macht, Geld in die Hand zu nehmen und das Modeln anstrengend sein kann...


Gut! Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Freundinnen und Bekannte, aber auch viele Models, die auf TfP-Basis arbeiten, nicht von jedem x-beliebigen (also mir!) Fotografen halbbekleidet oder nackt fotografieren lassen... Es ist aber auch so, dass neben einer generellen Abneigung häufig die Gelassenheit oder Erfahrung (nennt es, wie Ihr wollt) fehlt, sich auf die Bildidee einzulassen und eine Umsetzung zu "erlauben". 

Dazu kommt, dass ich es mir "einfach" mache, ich habe verschiedene Sets und Ideen und dabei sooo viel im Kopf, dass ich mir einfach nicht die Zeit nehmen will, eine bestimmte Pose und (ganz wichtig!) einen bestimmten Blick, der dazu passt, herauszuarbeiten. 

Ich habe festgestellt, dass es mir viel leichter fällt, vergleichbar mit einem Regisseur, die Interpretation des Models zu sehen. Die Fotos sind dann einzelne Szenen, die ggf. auch sehr gut sind und mich überraschen und / oder ggf. noch von mir verändert werden...


Seien wir doch mal ehrlich, dass verlangt zum Einen Fantasie, zum Anderen aber vor allem eine gewisse Erfahrung. Das betrifft nich nur die oben genannte Umsetzung, sondern das Abrufen von verschiedenen Posen, die sich das Model mit der Zeit angeeignet hat. 


Ich bin bei den letzten Malen echt "baff" gewesen, was ich angeboten bekam und will allen, die hinter der Kamera stehen, auch einmal sagen, dass das "Arbeit" ist, was Models während eines mehrstündigen Shootings zeigen. Es erfordert Konzentration und auch Kondition in dieser Zeit für einen Fotografen den "Hampelmann" zu machen. Ich habe allergrößten Respekt!

Das alles zusammengenommen, war auch der Grund, dass ich (und ich kann auch nur für mich sprechen!) bereit war, für die Arbeit der Models zu bezahlen. Das mag in diesem Fall nicht verwundern, aber ich hätte am Anfang auch für die Portrait- oder Lifestyle-Bilder lieber mal etwas Geld ausgegeben, dann wäre meine Lernkurve vielleicht etwas anders verlaufen...

Und mit Geld bezahlen, meine ich nicht die "Miezen", die meinen, dass gutes Aussehen und zwei Staffeln "GNTM" ausreichend sind, dass Fotografen für ihre Arbeit bezahlen! 

Aber weiter im Text! Wie läuft das nun ab!? Da "Klein-Helmi" also kein berühmter Fotograf ist und somit nicht von Anfragen überschüttet wird oder sich haufenweise Models auf seine eigenen Anfragen in den sozialen Netzwerken melden, hat er sich einen Account in der "Modelkartei" zugelegt! 

Das "Was" und das "Wie" in der "Modelkartei" zu beschreiben, würde sicher den Rahmen des Postings sprengen, aber hier kann ich "Jobauschreibungen" aufgeben oder auf welche antworten. Mit der Zeit bekommt man so eine Ahnung, ob der Preis in Ordnung ist bzw. ich entscheide, ob mein Budget für die Umsetzung meiner Idee ausgegeben wird oder nicht...

Das soll es an dieser Stelle mal gewesen sein! 

Ich möchte mich an dieser Stelle aber bei den Models, mit denen ich schon arbeiten durfte und mit denen ich noch arbeiten werde, bedanken. Ich habe Hochachtung und Respekt vor Eurer Arbeit und hoffe, dass es noch viele schöne und produktive Shootings gibt....

Und vielleicht kann ich iiiirgendwann mal davor etwas essen! ;) 

Samstag, 16. April 2016

Bericht zur "PROVOCATIVE KUETTNERSTYLE WORKSHOP-TOUR APRIL 2016" - Oder: "Rocking Grandma´s House!"


Michael Kuettner ist ein Fotograf, den ich schon einige Zeit "auf dem Schirm habe"! Mir gefallen seine Arbeiten sehr und natürlich hat mich die Frage beschäftigt, wie er seine Aufnahmen macht. Da war es natürlich genial, als ich erfuhr, dass auf er auf seiner Workshoptour auch hier in der Nähe Station macht...


In einem "kleinen Kaff" zwischen Bonn und Köln traf ich um zwei Uhr zunächst die anderen fünf Teilnehmer des Workshops und Michael selbst. Ich kann Michael nur als sympathisch und sehr autentisch bezeichnen und so erzählte er uns auch von sich und seiner Art der Fotografie. Es gibt keine große "Kamerawaffe" oder ein ausgefeiltes "Blitzgewitter" und dennoch hat er es geschafft, einen Stil zu entwickeln, der einem entweder gefällt oder nicht...

 Als wir in die "Location" gingen, dachte ich, mich trifft der Schlag! Die Hütte war sooo retro, dass es schon wieder cool war! In dieser Location gab es dann mehrere "Sets", an denen uns zwei ebenfalls sehr sympathische und hoch professionelle Models zur Verfügung standen, so dass wir nach der entsprechenden Einleitung durch Michael genügend Zeit hatten, Bilder im "Kuettnerstyle" mit vorhandenem Licht und Dauerlicht zu machen. Zwischendurch stand uns Michael immer wieder mit Rat und Tat zur Seite, gab wertvolle Hinweise oder lud zum Experimentieren ein. Es machte einfach einen Riesenspaß!!!

Ich muss sagen, dass mein größtes Aha-Erlebnis in den kleinen Tipps lag, die mir Michael gab und im Einsatz einer Dauerlichtlampe. Das habe ich noch nie gemacht und gerade das doch sehr einfache Arbeiten, wenn es um die Setzung von Lichtakzenten ging, machte das Fotografieren wieder zum Mittelpunkt und nicht das Haddern mit zu viel oder zu wenig Licht...


Die Models leisteten wirklich "Schwerstarbeit" und blieben dennoch immer präsent. Ich kann den Beiden nur meine Achtung und Bewunderung aussprechen. Nachdem wir Fotografen eine Pause eingelegt hatten und die Models das Outfit wechselten, ging es dann mit Systemblitzen und einer Videoleuchte an die nächsten Szenen. 

Ich denke mal, dass es vielen Fotografen so geht, dass das, was wir Im "Kuettnerstyle" ausprobierten, auf gaaar keinen Fall gemacht werden sollte! BULLSHIT! Mir gefiel, was ich sah und das ist schließlich die Hauptsache! 

Das einzig "Doofe" ist, dass ich jetzt wieder ein paar Dinge unbedingt haben musste, um das Gelernte demnächst mal wieder umzusetzen. Nein, im Ernst! Darauf freue ich mich schon sehr! 

Wem die Arbeiten von Michael Kuettner gefallen und wer auch einmal etwas über seine Arbeit erfahren möchte, dem kann ich nur dringend raten einen seiner Workshops oder Shootingtouren zu besuchen!. Es lohnt sich auf jeden Fall! 




Samstag, 5. März 2016

"Der Freischwimmer" - Oder: Praktische Aktfotografie


"Mutti, hol die Kinder rein!"...
Denn jetzt kommt ein Thema, das unter der Leserschaft, ob nun Fotograf oder nicht, unterschiedlich gesehen wird, was ich eigentlich schon sehr spannend finde, aber das würde jetzt zu weit führen. Ihr könnt aber gerne in den Kommentaren Eure Meinung dazu äußern!

Es handelt sich die Aktfotografie und ich werde Euch an dieser Stelle einfach erzählen, warum ich dieses Shooting gemacht habe. Ganz einfach?! Mir gefällt die Schönheit des weiblichen Körpers eben auch in Aktaufnahmen. Da macht es keinen Unterschied, ob es klassische oder figurative Umsetzungen sind oder eher provokante. Der zweite Grund war, dass ich meine eigenen Erfahrungen machen wollte! Viel zu oft und das ist auch in dem obigen Bild der Fall kommt man aus Workshops und denkt sich: "Wow! Das kann ich jetzt!", aber wie viele von Euch wissen, ist das natürlich nicht der Fall!

Ich möchte in diesem Posting also über meine praktische Herangehensweise sprechen und auch berichten, was ich gelernt habe und wo die "Stolperstellen" waren...

Um es einfacher zu machen, werde ich meine Schilderungen in drei Kapitel einteilen: Die eigentliche Vorbereitung (Bildidee, Model, Planung, usw.), das eigentliche Shooting und die Nachbereitung. 


  • Vorbereitung 
Im Kopf hatte ich zwei Bildideen. Die Eine sollte "Drama" oder "Film Noir" sein. Bilder, die eher in Schwarzweiß wirken, kontrastreich wirken können und vom Posing und Ausdruck eher etwas "härter" sein können... Die Zweite war "Soft Sadness" sollte eher weich sein und so ein wenig an "Desperate Housewife" erinnern. 


Als zweiten Schritt habe ich mich auf die Bildersuche begeben. Dazu habe ich einfach "gegooglet" und vor allem Pinterest genutzt. Hier kann man sich auch Pinwände anlegen, um Bilder, die zu entsprechenden Suchbegriffen passen, abzuspeichern. Neben der Tastatur lag dabei ein Storyboard, also letztlich ein "Spickzettel" auf den ich mir zu meinen Bildern Notizen zu Setup, Belichtung, Licht, Makeup, Kleidung usw. gemacht habe. Das sind letztlich alles Gedanken, die mir bei der Vorbereitung durch den Kopf gegangen sind...
Der dritte Schritt war dann ein passendes Model zu finden bzw. das Shooting dann auch zu planen. Hier bin ich über die Modelkartei gegangen. Hier kann ich Shootings annoncieren oder Models direkt anschreiben, was ich sehr praktisch finde. Es war mir aber auch klar, dass ich eher ein erfahrenes und posingsicheres Model brauchen würde und eines, dass ich auch auf das Genre einlässt. Somit war mir natürlich bewusst, dass ich u.a. auch wegen meines "Anfängerstatus" auf dem Gebiet, also wenig nachzuweisender Referenzen für den Modeljob bezahle (Nix TfP - PAY!), was ich auch völlig in Ordnung fand. 
Gesagt - Getan! Ich fand ein Model und wir besprachen die Bildideen, die Umsetzung und die Abwicklung (Vertrag usw.) und einigten uns auf einen Termin. 


  • Shooting
Mein Storyboard diente mir am Tag des Fotoshootings als Checkliste. Den Transport von Foto-. Blitz- und sonstiger Ausrüstung dann zu stemmen, ist ohne Hilfe dann schon eine Sache für sich!  
Im Homestudio angekommen, ging es dann erst einmal darum ein bisschen zu quatschen und mit dem Model über die nächsten bzw. geplanten Dinge zu sprechen. Die nächste Zeit ist nämlich Teamwork angesagt und dazu gehört einerseits, dass man die Sets miteinander bespricht, die Kleidung und das Makeup abstimmt, usw. Dann machte jeder erst einmal "sein Ding". Das hieß für mich wo möchte ich fotografieren? Kann ich meine Idee da umsetzen? Wie ist das Licht? Brauche ich zusätzliche Lichtquellen?...- "In der Ruhe liegt die Kraft!"
Wenn das Model dann ans Set kommt und die ganzen oben genannten Dinge gut funktionieren, dann kann das ein richtig entspanntes und sehr produktives Shooting geben und so war es dann auch! Wir haben an diesem Nachmittag ein paar Hundert Bilder an vier verschiedenen Sets und drei verschiedenen Licht-Setups gemacht und Spaß hat es am Ende auch gemacht!   
Dann war das "De-Brief"! Wir haben bei einem Kaffee die nächsten Schritte besprochen.  Die einzelnen Dinge aus dem Vertrag wurden noch einmal durchgegangen (z.B. wann sind die Bilder fertig? usw.) und die Verträge unterschrieben. 


  • Nachbereitung
Da saß ich nun zuhause und habe die Bilder erst einmal gesichtet und mir die herausgesucht, die ich abschließend bearbeiten wollte und auch bearbeitet habe. Das Model bekam natürlich direkt einen Dropbox-Link, um sich die fertigen Bilder anzusehen und ich habe sie auch um ihre Meinung gefragt, weil mir das wichtig war...
Wer möchte, kann sich diese Bilder auf "500px" ansehen! Ich möchte an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass es nicht um jugendfreie Bilder handelt und jeder selbst entscheiden sollte, ob er sich die Bilder ansieht! 
Eher lustig in diesem Zusammenhang ist die für mich neue Situation, dass ich für die "jugendfreie" Version der Bilder diese Sternchen und Symbole irgendwie auf meine Bilder bekommen musste, was ich auch noch nie gemacht habe!

  • Fazit
Der Exkurs in die Aktfotografie hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass noch weitere Shootings folgen. Nachdem ich mir zwei oder drei Bildideen ausgedacht habe, fand ich es sehr hilfreich mir eine kleine Checkliste anzulegen. Das Shooting steht und fällt aber mit der Interaktion mit dem Model und wie die Stimmung am Set ist, das Posing aussieht und letztlich die Bilder werden liegt in meiner Verantwortung! 
 
Jetzt bin ich gespannt auf Eure Kommentare!
 
Bis bald! 
 
Euer 
 
DocMinten