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Dienstag, 7. Mai 2019

Ein Kessel Buntes...


Ach, Leute! 
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Es gibt ein paar Sachen, die mich in letzter Zeit beschäftigt haben, die ich Euch gerne erzählen möchte, die aber keinen Blogpost allein füllen. Daher habe ich mir überlegt, die einzelnen Sachen in diesem Blogpost zu berichten. 

I think, I'm polaroid!...
Wie vielleicht einige wissen, bin ich auf Instagram aktiv und liebe es kurze Eindrücke dort zu posten. Die meisten Fotos dort schieße ich mit dem Smartphone und bearbeite sie nach. Dazu benutze ich App "Pixlromatic", was "quick & dirty" verschiedene Looks und Rahmen erlaubt. Cut!
Zu Weihnachten habe ich eine Art Polaroid-Kalender geschenkt bekommen, der sich "Photodarium" nennt! Eine wirklich tolle Sache (Vielleicht eine Geschenkidee für einen Fotografen?!) und ich war (und bin) von den Bildern echt begeistert. Cut! 
Da drängte sich natürlich der Gedanke auf, dass ich das mit einer richtigen Polaroidkamera (mal wieder) probiere. Mal wieder deswegen, weil ich mit 12 Jahren schon einmal eine besessen habe, die ich aber gerne irgendwann gegen eine Agfa-Pocket eintauschte. Aber das ist eine andere Geschichte! 
Gut! Nach einigen Recherchen (einer der besten Kanäle zu dem Thema!) stellte ich fest, dass ich keinen dreistelligen Betrag für eine Polaroidkamera ausgeben wollte, aber auch nicht den letzten Schrott nehmen würde. Also entschied ich mich für eine Kamera aus der 600-erter Serie, genauer gesagt für die "SUPERCOLOR 635CL" . Boah! Das klingt wie die Betaversion eines Lichtschwertes!?  Ist aber nur eine idiotensichere Kamera, die es für kleines Geld in fast Fabrikneuem Zustand gibt! Cut!
Die Filme allerdings kosten (auf den ersten Blick) ein "kleines Vermögen und man fragt sich, ob das gerechtfertigt ist. Nein! Ist es nicht! Ich hatte vergessen, was für erbärmliche Qualität bei diesen Bildern herauskommt. Man muss erst einmal auf die Klangschale hauen und sich selbst zur Ruhe rufen, um den Look ertragen zu können oder zu wollen. Cut!
Das Schlimmste ist, wenn Du erst einmal "angefixt" bist, möchtest Du weitermachen und daher werde ich berichten, was meine nächsten Erfahrungen sind...

Aufrecht stehen! 
Habe ich Euch von dem Problem mit einem Reisestativ berichtet?! Ist dem aufmerksamen Leser das vielleicht in den letzten Postings selbst aufgefallen?! - Ich denke nicht! 
ALSO! Bei der Fotoreise nach Berchtesgaden hatte ich mich schon nach einem "würdigen" Nachfolger für mein geliebtes Stativ von "Feisol" umgesehen. Ich konnte damals schon erahnen, dass der Stativkopf bald Probleme machen würde. 
In Hongkong bin ich dann fast verzweifelt und es war klar, dass ich für die Fotoreisen in 2019 ein neues Stativ oder zumindest einen neuen Stativkopf brauchen würde. 
Mann-oh-Mann! Ich bin so ein schlaues Kerlchen! Nach Probieren und Studieren dachte ich dass das "Rock Solid Beta" und der "T5S-Mark2" von "Rollei" für mich die optimale Lösung wären. Leider war dem nich so! Der Stativkopf ist über jeden Zweifel erhaben, aber das Stativ war gegenüber meinen "Feisol" viel zu groß, also ging es nach Portugal mit neuem Stativkopf und altem Stativ. Warum nicht gleich so!? 

Alter Wein in neuen Schläuchen...
Ich liebe es, über neue Ausrüstung nachzudenken und wenn es das Budget gestattet, mir diese zu kaufen. Wer diesen Blog verfolgt, wird sich sicher denken können, in welche "Misere" ich geraten bin. Auf der einen Seite liebe ich mein Olympus-System, weil es kompakt und leicht ist und weil es eine Funktion wie das "Live-Composite" hat. Cut!
Denke ich über meine Art der Fotografie nach, dann war die aktuell vorgestellte EM1X nicht für mich gedacht. Sie stellte kein wesentliches Upgrade zur Mark 2 dar und daher kam ein Kauf nicht in Frage. Cut!
Auf der anderen Seite war dort die Neugier und das Interesse für Kameras von "Leica" und natürlich stellte ich mir die Frage, ob neben der analogen (oder einem entsprechenden Upgrade) auch eine digitale Leica in Frage käme. Wenn ja, welche? 
Nach langem Hin und Her, der Frage, was besser zur Passion Analog / Digital passen würde, was meiner Art der Fotografie entspricht ohne dass sich die Systeme kannibalisieren, was kein entweder oder bedeutet und viele Gedanken mehr, habe ich mich für eine Q2 von Leica entschieden und freue mich auf neue Erlebnisse! 

Es war nicht alles schlecht!...
Bei meiner Recherche ist mir aufgefallen, dass die Zeit nicht stehengeblieben ist. Damit will ich beispielsweise meine Hut vor dem Blog von "Qimago" ziehen, in dem über Fotografie im Allgemeinen und Dingen des Lebens im Besonderen geschrieben wird. Da denke ich aber auch an den Blog und die Seite von Stefan Groenveld, die mich als Fotograf und Blogger beeindruckt haben. Wenn auch nur Beispiele, dann zeigen mir diese beiden Blogs, dass es unterschiedliche Ligen gibt und spornen mich an, nicht zuletzt nach dem Untergang von Google+ mein Konzept zu überdenken. 

Flasche leer, habe fertig! Freue mich über Eure Kommentare und Anregungen! 

Bleibt mir gewogen! 

Euer 

DocMinten 


Sonntag, 31. März 2019

Bericht zur Fotoreise nach Portugal - Oder auch: " Einen Ablaufplan gibt´s für das Schuhwerk" (Teil 2)


Mittwoch, der 20.03.2019
Weiter geht die wilde Fahrt. Für uns geht es an diesem Tag mit einer dreistündigen Zugfahrt in den Süden Portugals, nach Lissabon. Die Hauptstadt des Landes ist etwa doppelt so groß wie Porto und ich bin sehr froh, dass auch das "Hotel Florida", in dem wir die nächsten Tage residieren, größer ist und wir schöne und geräumige Zimmer haben. 


Nachdem wir eingecheckt haben, geht es auch schon zur ersten Location. Der Ostbahnhof oder auch Gare do Oriente bietet  viele Möglichkeiten Architekturaufnahmen zu machen oder Szenen des täglichen Lebens. 
Die vom Fototrainer gestellte Aufgabe, einen Agenturauftrag von zehn Szenen des Bahnhofs zu erledigen, scheitert schon beim ersten Spot! Mit den Worten, dass Fotografieren verboten sei, werden Norbert und ich schon am ersten Take von der Security verscheucht. Bei der Frage nach dem Grund, weist man auf Norberts neue spiegellose Kamera von Nikon und sagt: "Professional Camera!!!" - Mich und meine OMD von Olympus würdigen sie keines Blickes, aber "Mitgegangen - Mitgefangen!"....


Okay, dann eben ohne Stativ. Es entstehen noch ein paar schöne Aufnahmen! 


Die zweite und letzte Location an diesem Tag ist die "Vasco-de-Gama-Brücke", die längste Strassenbrücke Europas. Das Bauwerk ist schon imposant! Alle Fotografen machen Panos oder Filterfotografie. Der Fototrainer gibt dabei wertvolle Tipps und unterstützt die Arbeiten. 


Die blaue geht in die goldene Stunde über und wir können uns nicht sattsehen. Obwohl die Ebbe kommt, gibt es immer neue Spots, die sich für Aufnahmen eignen. Das hat echt Spaß gemacht! 



Donnerstag, der 21.03.2019
Heute steht ein weiteres Highlight auf dem Programm. Wir wollen das Viertel "Alfama" besuchen und das mit der berühmten alten elektrischen Strassenbahn No. 28. Auch dieses Mal macht sich die Erfahrung unseres Fototrainers aus zehn Besuchen in Portugal bezahlt und wir besteigen die Bahn an der Endstation am alten Friedhof von Lissabon, der auch einen Besuch wert ist. 



Die Alfama bei besten "T-Shirt-Wetter" zu durchstreifen und nach immer neuen Motiven zu suchen, macht einfach einen Riesen-Spaß! Es gibt tolle Orte, die alten Straßenbahnen oder die Menschen aufzunehmen. Die zwei Stunden, die wir geplant haben, vergehen wie im Flug und ich bin von Lissabon echt fasziniert. 


So ursprünglich die Alfama auch ist, so interessant ist auch das Zentrum, das im 18-en Jahrhundert fast völlig zerstört wurde und somit Platz für neue Bauten gab. die ebenfalls sehr interessant sind. Wir sind hier am Tag hauptsächlich zum Locationspoting unterwegs, denn abends warten noch die "Elevatoren" und andere Überraschungen. 


Nachdem wir im Hotel die Stative geholt haben, umgehen wir auch am "Elevator de Santa Justa" die Touristenströme, in dem wir ihn von Oben betreten und die blaue Stunde auf der obersten Plattform erleben. Danach kann ich aber nicht anders, als auch noch ein Foto vom unteren Eingang zu machen. 



Dann kommt das Highlight des Abends! Es war schon tagsüber toll mit der Seilbahn "Ascensor de Gloria" zu fahren, aber Nachts ist es noch einmal ein ganz anderes Erlebnis. Wir fahren nach Oben und laufen dann den Weg wieder zurück. Im letzten Drittel des Weges habe ich mein Bild bereits im Kopf und für diese Aufnahmen im "Live-Composite" der OMD liebe ich meine Kamera! 



Freitag, der 22.03.2019
Der heutige Tag beginnt in Belém. Hier findet sich der bekannte Turm, das Seefahrer-Denkmal und ein schönes Kloster. Man darf aber auch nicht die Bäckerei vergessen, wo angeblich die "Wiege" der "Pasteis de Nata". Suchtfaktor! Café Americano und diese kleinen Törtchen mit Pudding. Ein Gedicht! 


An dieser Stelle möchte ich noch zwei brandheiße Tipps geben! Der erste ist, dass man beachten sollte, wann die Gezeiten sind. Sowohl beim Leuchtturm in Porto als auch am Turm von Belém waren wir leider als Ebbe war. Will man schöne Fotos, sollte man darauf achten. Ansonsten sind, wie bei vergleichbaren Motiven, die frühen Morgenstunden oder die Abendstunden eher geeignet, Fotos zu machen. Ja, oder man "cropt" eben, wie ich das hier gemacht habe...

Der zweite Tipp betrifft einen "Life-Hack"! Auch wenn man gewohnt ist, bei Fotoreise viel zu laufen, gibt es in Lissabon eine tolle Alternative. Tretroller mit Elektromotor, die man leihen kann. Was in Deutschland noch an Regularien scheitert, ist in Lissabon schon möglich. Einfach klasse, auf kleinen Distanzen mit diesem kleinen Flitzern dahinzugleiten! 


Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir dann auf der anderen Seite des Tejo. Zunächst ging es zum "Cristo Rei", der siebtgrößten Christus-Statue der Welt. Wie Ihr auf dem ersten Foto des Postings sehen könnt, hat man einen wunderbaren Blick auf die zweite atemberaubende Brücke in Lissabon, die "Brücke vom 25 April". Einfach klasse! Was war ich froh, dass der Panoramakopf und der neue Stativkopf funktionierten. Bin mal gespannt, ob die High-Resolution-Aufnahmen auch geklappt haben!? Das MacBook gibt auch bei den einfachen Panoramen schon "White-Flags"!!!


Am späten Nachmittag ging es dann zu einem "Lost-Place". Vielen Dank, lieber Hans! Du hast uns Stellen gezeigt, die wir allein sicher nie gefunden hätten. Für die meisten unserer Gruppe stand dann Model-Fotografie auf dem Programm, aber ich streifte lieber durch die große Anlage und machte meine Bilder. 
Danach ging es zur goldenen Stunde noch auf einen Anleger und der tolle Tag ging zu Ende. Ich war richtig überrascht, dass wir nur ein paar Gehminuten entfernt noch zwei gute Restaurants fanden und in einem haben wir den schönen Abend beendet. 



Samstag, der 23.03.2019
Heute ist Abreisetag! Aber es wäre nicht der Reiseanbieter meines Vertrauens, wenn die begleitenden Trainer nicht auch noch an diesem Tag ein Programm aus dem Ärmel schüttelt. So ist es auch heute! Wir verabreden uns, dass wir auf den Wochenmarkt bzw. die Fressmeile am Mercado da Ribeira. 
Ich hatte das große "Besteck" schon im Rucksack verpackt und zog an diesem Tag nur mit einer alten EM-!0-Mark I los. Mann, wie liebe ich diese Perspektive! Man hat die Kamera an einem Nackenband, den Monitor ausgeklappt und läuft durch die Szene. Einfach klasse, was sich aus diesem Winkel für Bilder ergeben! 




Zusammenfassung: 

Es war vollkommen richtig, diese Reise zu machen. Portugal und besonders Porto und Lissabon sind eine Reise wert. Ich würde mir wünschen, dass es eine "Advanced-Version" gibt oder dass ich noch die Gelegenheit für weitere Besuche habe. 
Ich fand die Reihenfolge genau richtig! Porto war gut zum Ankommen, aber Lissabon hat mich mehr in seinen Bann gezogen. Ich bin mit 3700 Bildern wiedergekommen und mit vielen Eindrücken, die erst einmal verarbeitet werden müssen. 
Ich mag den Fado, bin ein Fan des Portwein geworden und fasziniert von der Kultur der Ginjinha-Kneipen. Ich mag den Stockfisch und die Sardellen aus der Dose, die hier perfektioniert wurden. Und, und, und...
Fotografisch haben sich auf dieser Reise zwei Dinge gefestigt. Ich brauche ein "kleines" und ein "großes" Set. So langsam habe ich meine Versionen gefunden! Wenn Ihr möchtet, dann kann ich Euch gerne darüber erzählen. 

Jetzt werde ich noch einen Tawny trinken und freue mich auf Eure Fragen und Kommentare! 

Bleibt mir gewogen!

Euer 

Doc Minten

Samstag, 18. März 2017

Olympus OM-D EMI-II - Erste Schritte! - oder: "Mark 2, I love U!" (Teil 1)


Die neue Generation der EM1 von Olympus hat jetzt auch bei mir Einzug gehalten und ich freue mich riesig darüber. Ich hatte die Erweiterung meines Arsenals schon im letzten Jahr überlegt, aber darüber nachgedacht, ob es diese hier oder die Pen-F werden würde...

Die Entscheidung darüber fiel letztlich sehr subjektiv aus! Ich habe die Pen-F ein paar Mal ausprobiert und sie lag einfach nicht gut in der Hand, war mir einfach zu klein, um mich wirklich damit wohl zu fühlen. Das war schlicht und einfach der Grund für meine Entscheidung. 


Nun gut! Dann packt man die neue Kamera aus. Ja! Sie liegt auch ohne Batteriegriff gut in der Hand und das liegt wohl am ehesten an der neu-geformten Griffmulde. Wenn man beide Kameras von oben ansieht, fällt es so nicht direkt auf, was die zusätzliche Wölbung im unteren Bereich des Griffs für einen Unterschied macht. 

Der (große) neue Akku ist geladen und man wundert sich erst einmal, wie schnell das ging! Dann die Kamera eingeschaltet und mit der Mischung der Gefühle, "was erkenne ich wieder ?" und "Wow!" oder "Ach, was ist das denn alles?" dreht an den Knöpfen und klickt man sich durch die Menus!

Was ich als erstes ausprobiere, in dem ich auf den OK-Knopf drücke, ist zu prüfen, ob das "Mega-Menu" (was Ihr auf dem Display sehen könnt!) direkt aktivert ist oder ob ich es erst wieder einstellen muss. Nein, es ist sofort vorhanden! Das ist ein gutes Gefühl.

Dann wird man die Blendenvorwahl aktiviert und die verschiedenen Fokuseinstellungen getestet. Besonders beim kontinuierlichen Fokus erscheint die Mark II wesentlich schneller und präziser als ihr Vorgänger. Prima! Das hatte ich schon immer etwas genervt.   

Beim Durchklicken des Menus mit seinen nicht endenwollenden Unterabschnitte mache ich ein paar Einstellungen nach dem Motto "was erkenne ich wieder!" und "das möchte ich haben, wie ich es gewohnt bin!"...

Weiter geht´s! Klasse! Zwei SD-Kartenslots. Das ist super und führt direkt dazu, dass man erahnend, dass man großvolumige neue Karten braucht, direkt eine Bestellung aufgibt. 



Das Programmrad scheint größer, die Szeneprogramme sind weggefallen, aber dafür gibt es drei editierbare Wahlstellungen! 

Ich hatte mir vorgenommen, mir auf diese drei Einstellungen meine persönlichen Programme für "Streetfotografie" und "Sportfotografie" zu legen. Als ich dann man nachlese, sehe ich, dass sie "voreditiert" sind. C1 trägt die Einstellungen für bewegte Objekte, C2 ist für den "Pro-Capture-Modus" eingerichtet und C3 kann man unter schlechten Lichtverhältnissen einsetzen. 

Nachdem ich "Pro-Capture" mal ausprobiert habe, bin ich echt baff, was man da herausholen kann und entscheide mich dafür, die Einstellungen der Programme erst einmal so zu belassen. Vielleicht werde ich mir C3 mal für die "Streetfotografie" einrichten, aber das werde ich nach den weiteren "Erkundungen" entscheiden...

So, das soll es erst einmal gewesen sein! Was habt Ihr, falls Ihr die Mark II habt, für Erfahrungen und Entdeckungen gemacht? Habt Ihr Euch Programme angelegt? 

Ich freue mich auf Eure Kommentare! 

Bis bald!