Sonntag, 18. Mai 2014

Quickreview vom Olympus M.Zuiko Digital ED 14-42mm f3.5-5.6 EZ - "Gemischte Gefühle"


In diesem Post geht es um eine kurze Einschätzung des Objektives, das ich zusammen mit der E-M 10 als Kit bekommen habe.


Ich finde, dass der Begriff "Gemischte Gefühle" es treffend umschreibt. 

Einerseits ist es ein schmales Pancake-Objektiv und liefert eine scharfe Bildqualität bis zu den Bildfeldrändern. Andererseits ist es mit einer minimalen Blende von 3.5 bzw. 5.6 eben auch nicht das lichtstärkste Objektiv und man würde entweder eine Festbrennweite benötigen, die keinen Spielraum bei der Brennweite bietet oder ein "schnelleres" aber auch deutlich größeres und schwereres Objektiv haben, was den Größen- und Gewichtsvorteil dieser Kombination aufheben würde...


Ich habe das Objektiv heute ganz bewusst auf meine Streetfotografie-Tour mitgenommen, bin zwar stolz, dass ich die "Komfortzone" von 70-200mm verlassen habe, komme aber mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Wie Ihr an dem Bild oben seht, finde ich gut, dass ich den Spielraum hatte mit einer Brennweite von 14 mm oder 28 mm bezogen auf Kleinbild zu arbeiten. Ich kann auch relativ zufrieden sein, dass bei den Lichtverhältnissen die maximale Blende von f 3.5 zur Verfügung steht. Es ist allerdings nur dem Motiv zu verdanken, dass die Belichtungszeit von 1/20 Sek. ausgereicht hat...


Bei diesem Bild wird es schon krasser! Bei der maximalen Brennweite von 42 mm (bzw. 84 mm) ist dann die größte Blende 5.6 und genau hier würde ich mir eine offenere Blende wünschen, um weniger Schärfentiefe zu haben.

Die "Eier-legende Woll-Milch-Sau" gibt es nicht...

Das Objektiv ist schmal und leicht und es bietet einen interessanten Brennweitenbereich. Für die Streetfotografie ist aber problematisch, dass der elektronische Zoom auch einige Zeit braucht bis die jeweilige Brennweite eingestellt ist.Hier wäre ich mit einem manuellen Zoom schneller, aber dann habe ich wieder so einem großen "Remmel" an der Kamera...

Bei der Gesamtschau der Bilder gefallen mir diejenigen im Bereich von 42 mm am besten und genau da würde ich mir eine offenere Blende wünschen...

Aber irgendwas ist ja immer!...
 
Fazit: Das Objektiv ist ein guter Einstieg! Wenn ich nicht den Anspruch habe beim gesamten Spielraum der Brennweite eine geringe Schärfentiefe zu haben und eher ein geringes Gesamtgewicht der Kombination Kamera und Objektiv bei guter Schärfe und durchgehender Schärfentiefe suche, dann liege ich mit diesem Objektiv richtig!

Somit ist das Objektiv erst einmal meine "Immer-drauf-Linse", ob das so bleibt oder ich doch bald eher auf eine offenblendigere Festbrennweite wechsele, wird sich zeigen!