Samstag, 2. August 2014

Von Projekt zu Projekt...


Gaaanz am Anfang meines fotografischen "Leidensweges" habe ich mir selbst Aufgaben gestellt, die ich in ein kleines Buch geschrieben habe.  Das diente dazu, dass ich als Anfänger das Fotografieren dadurch lerne, dass ich mich fokussiere...

Heute, über zwei Jahre später, geht es mir manchmal so, dass ich zwar den Wunsch habe Bilder zu machen, aber dann vor Ort bin und mich entweder frage, was ich fotografieren soll oder wie ich das Motiv fotografieren soll...

Durch das Online-Training von Thomas Leuthard wurde ich an die Herangehensweise erinnert, auch bei der Streetfotografie immer wieder mal mit Projekten zu arbeiten. Das heißt, dass ich mir Aufgaben stelle, die ich gezielt bei einem Fotowalk umsetzen will. 

Die "Puristen" werden jetzt aufjaulen, aber das Projekt des heutigen Tages lautete "Artfilter".  Bevor aber jetzt wieder die Sätze kommen, dass das kein Mensch braucht und das es reine Zeitverschwendung sei, hört Euch erst einmal an, warum ich diese Aufgabe so interessant fand. 

Es ging bei diesem Projekt nicht einfach um das Fotografieren in schwarzweiß, sondern um die weiteren Rahmenkriterien, die nach Meinung on Thomas Leuthard dazu führen, dass man sich auf die Aufgabe konzentriert. Ich habe als erste Komponente eine Festbrennweite für die E-M10 gewählt und zwar das 17mm, 1.8, also 35 mm umgerechnet auf Kleinbildformat. 

Was waren aber die eigentlichen "Bausteine"? Ausgehend davon, dass ich keine Veränderungen mehr durch die Nachbereitung mache, war die wichtigste Vorgabe Bilder "out of the cam" zu produzieren. Ich wählte also das *jpg-Format mit dem Bildformat 16:9, den monochromen Artfilter Nr. II (der etwas flauer ist) und einen Rahmen um das Bild. All das macht am Ende eine Serie, die wie Screenshots aus einem alten Film wirken und das sind meine Ergebnisse: 












 Was mir gerade auffiel und mich wirklich fasziniert, ist die Tatsache, dass ich von manchen Touren heimkomme und am Ende nur ca. 5-10% der Bilder wirklich "zeigenswert" finde. Heute habe ich insgesamt nur 46 Bilder gemacht und knapp die Hälfte finde ich interessant oder sogar richtig gut!

Ich bin wirklich froh, dieses Experiment oder Projekt gemacht zu haben und hoffe, dass ich mich daran erinnere, wenn ich mal irgendwo stehen sollte und mich frage, "was um alles in der Welt" soll ich jetzt fotografieren???

Was mich jetzt natürlich interessiert! Was habt Ihr denn für interessante Projekte, die Ihr gemacht habt oder die Ihr empfehlen könntet! 

Ich freue mich auf Eure Kommentare!