Sonntag, 6. September 2015

"Fließend Posieren - Michael Zelbel" oder "Yps für Fotografen!"...


"Ja, gib mir ein "Y"!...

Nein, so sollten die Anweisungen an das Model sicher nicht lauten. Was es aber beim Thema "Modelposen" mit Buchstaben auf sich hat und dass es hilfreich ist, wenn man sich als Fotograf einmal selbst in "Szene" setzt, erfahrt Ihr im folgenden Post!

Dieses Mal geht es nicht um die Idee zum Bild, sondern um die Umsetzung. Bei Shootings kommt es letzlich auch auf die Arbeit mit und natürlich die Posen des Models an. Ich fange nicht wieder die Diskussion an, was der beste Weg ist. Ich stelle aber bei mir selbst fest, dass ich nur manchmal eine Pose beim Model von Grund auf "aufbaue", sondern eher ein Posing variiere. 

Jetzt kann es natürlich dem Anfänger passieren, dass er / sie gerne mal wissen und lernen möchte, ob es nicht andere Varianten gibt und hier bin ich auf eine sehr gute Methode von Michael Zelbel gestoßen. 

Nur kurz, ich war vor zwei Jahren auf die Arbeiten von Michael Zelbel aufmerksam geworden,  als es darum ging, mit Systemblitzen (also kleinem Budget...) im Studio zu fotografieren und besonders, als ich Mode bzw. Kleidung fotografieren wollte, die später "freigestellt" werden sollte, um sie auf Internetseiten oder Katalogen anzubieten. Wenn das Thema interessiert, den verweise ich auf folgende Seite

Aber kommen wir zurück zum Thema! 
Ich recherchiere oft im Internet auf der Suche nach Bildideen und stoße dabei auch immer auf gute und interessante Posings. Kleiner Quicktipp!: Ich speichere Bilder, die mir gefallen ab, die einen in einem Ordner für "Bildideen" und die anderen in einem Ordner "Modelposen"...

Es geht mir aber oft so, dass ich mir eben nicht alle guten Posen merken kann und ich will auch nicht Ausdrucke oder ein Tablett mit zum Shooting nehmen, die mir die "Vorlagen" zeigen. Das limitiert eher, als das es hilft...aber! ich hätte gerne schon ein paar Posen im Kopf und hier kam das E-Book von Michael Zelbel genau richtig!  - Das Buch heißt: "Fließend Posieren - System für 30 heiße Posen in 30 Minuten"...

Ich finde die Idee einfach und genial! Er stellt ca. dreißig Posen vor und merkt sich diese Posen, in dem er ihnen Buchstaben zuordnet und sich aus den Buchstaben eine kleine Geschichte ausdenkt! Dabei spart er nicht mit vielen vielen Bildern und zwei hervorragenden Übersichten, die das Vorgehen illustrieren.

Ich habe mir das ca. sechzig Seiten starke Buch besorgt und durchgelesen. Wie gewohnt, werden auch die drei "Sets", an denen fotografiert wird, beschrieben und lassen sich prinzipiell zuhause durchführen. Außerdem werden auch Blitz- und Kameraeinstellungen beschrieben. Ich war sehr beeindruckt. 

Gestern habe ich dann mal das Setup durchgeführt und die Posen selbst durchgespielt. Nein, liebe Blogleser! Ich habe keine Bilder von mir in Markenunterwäsche gemacht! Glaubt mir, das wolltet Ihr nicht sehen!!!


 Um mal meine (saublöden) Gesichtsausdrücke zu erklären, das Einnehmen der Posen und das Auslösen mit Selbstauslöser (dann diesen schnell zur Seite werfen!) bedurfte meiner völligen Konzentration! 

Ich zolle jedem Model Respekt! Manche Posen, so hatte ich den Eindruck, konnte ich rein anatomisch einfach nicht einnehmen und dabei auf alles Achten UND noch gut aussehen!... Ich kann jedem Fotografen raten, das mal zu probieren!!!

Darum geht es aber auch nicht! Die Bilder sollen nur als Beispiel dienen! Das erste Bild steht für den Buchstaben "Y" und das zweite für "A". Jetzt kann man sich z.B. "Yeti" und "Anker" als Wort wählen und sich eine Geschichte ausdenken: "Der "Yeti" springt an einem heißen Tag in den Pool und findet einen "Anker"..."

Ich finde den Ansatz und die Methode klasse! Vielleicht ist das auch für den Einen oder anderen von Euch eine gute Idee, sich verschiedenste Posen zu merken!?...Probiert es aus!