Dienstag, 13. Juni 2017

Bericht über den Workshop "Die Fliegende Kamera!" - Oder: "Pilot auf Knopfdruck!"...


"Meine Herren! Sobald Sie den Startknopf gedrückt haben, sind Sie nicht länger Fotograf! Sie führen ein Luftfahrzeug und nehmen damit an der allgemeinen Luftfahrt teil. Sie sind jetzt Pilot!"...

Ich sitze am 09. und 10.06. 2017 auf dem Oberstdorfer Fotogipfel im Workshop "Die Fliegende Kamera" von und mit Paul Eschbach, kann nur erahnen, was mich in den kommenden zwei Tagen erwartet und frage mich, ob es wirklich eine gute Idee war, dass ich mich näher mit dem Fliegen und Fotografieren mit einem Multicopter befassen wollte...

Ich kann Euch aber an dieser Stelle schon einmal sagen, dass ich darauf noch keine endgültige Antwort habe (#warumhabeichmirkeinmakroobjektivgekauft?!), aber dass ich nach diesem guten und intensiven Workshop ein kleines bisschen "schlauer" bin...


Wie wahrscheinlich mancher andere habe ich mir gedacht, dass Fotografieren und Filmen aus der Luft eine neue Perspektive, ja neue Möglichkeiten geben. Dass man sich einfach so einen Multicopter kauft, das Ding in der Walachei aufsteigen lässt und sich nicht großartig darum schert, was passieren könnte und schon gar nicht darüber nachdenkt, ob das da, wo ich gerade bin, überhaupt gestattet ist. 

Da sitze ich nun in dem Workshop und das Gefühl, dass Deutschland an Reglementierungen "erstickt", will zwar nicht direkt verschwinden, weicht aber mehr und mehr der Einsicht, dass ich mir ohne Training, einem Führerschein und schon gar ohne Versicherung, auch keinen Porsche Carrera kaufe, um zuallererst mit 300 km/h über die nächste Autobahn zu jagen. 

Na, gut! Es fällt schon schwer, die ganze Vorschriften und Begriffe zu verstehen, aber Paul Eschbach versteht es, die trockene Materie gut zu erklären. Er erläutert Schritt für Schritt die wesentlichen Rahmenbedingungen, erklärt welche fünf wichtigen Fragen(!) man sich vor jeden Flug stellen sollte und wie man sie beantwortet und dann geht es zum ersten Flug! 

Okay, wir sitzen zunächst am Simulator! Aber seien wir doch mal ehrlich! In der Regel fliegt da oben irgendwann ein ordentlicher Geldbetrag herum!? Oder etwa nicht? - Anders ausgedrückt! Den Porsche Carrera fahre ich auch nicht beim ersten Mal auf dem Nürburgring!...Und ein paar Videos aus dem Internet bestätigen wieder einmal, dass kein Fehler so dumm ist, dass ihn nicht irgendein "Pilot" auch schon gemacht hat. 

Nachmittags (ich hatte mir in der Mittagspause dann doch mal ein gutes Makroobjektiv zum Testen ausgeliegen!) ging es dann nach draußen für die ersten praktischen Erfahrungen. Auch hier wies uns Paul Eschbach sehr professionell ein und führte uns die wichtigsten Dinge erst einmal selbst vor. Danach durften wir, die Teilnehmer, die ersten Erfahrungen mit dem Umgang des Copters machen. 

WOW! Wie geil ist das denn! Es macht richtig viel Spaß so einen Copter zu fliegen und es ergeben sich wirklich ganz neue Perspektiven. Ach, ich kann es eigentlich nicht beschreiben! 

Tja! Jetzt sitze ich zuhause und lasse die Eindrücke Revue passieren! Hat es sich gelohnt den Workshop zu machen? Definitiv! Ich bin froh, dass ich auf diese Weise einen Überblick erhalten habe und den kommenden gesetztlichen Änderungen mit "Copter-Führerschein" relativ gelassen entgegen. 

Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass ich mehr über die einzelnen Multicopter erfahre, die sich auf dem Markt befinden und auch mehr über die so genannten "smarten" bzw. zusätzliche Funktionen lerne, aber das ist Leiden auf hohem Niveau!

Ob ich mir jetzt einen Multicopter kaufe? Das werde ich mir überlegen müssen. Ich fühle mich aber für diese Entscheidung deutlich besser informiert, als ich es vorher war. 

Jetzt sehe ich mir Videos an, die mit Multicoptern gemacht wurden und muss bei manchen "die Luft durch die Zähne ziehen"! Um bei meinem Beispiel zu bleiben, nur weil ich mir einen Carrera kaufen kann, muss mir klar sein, dass ich nicht allein auf der Welt bin. Das Wort heißt "Verantwortung" und die hat uns Paul Eschbach übergeben!

Wie steht Ihr zu dem Thema? 

Schreibt mir Eure Kommentare!

Bis bald! 

Euer 

Doc Minten


Montag, 12. Juni 2017

Oberstdorfer Fotogipfel 2017 - "Licht und Schatten"...


Liebe Blogleser!

Jetzt bin ich gerade wieder einen Tag vom Fotogipfel in Oberstdorf zurück und meine Erinnerungen sind noch so frisch, dass ich Euch meine Eindrücke schildern kann. 

In diesem Posting werde ich nicht über den zweitägigen Workshop berichten, den ich während des Fotogipfels besucht habe. Das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen und daher geht es hierund jetzt über die Veranstaltung im Allgemeinen. Ich kann leider auch nix zu den tollen Ausstellungen sagen, denn ich hatte einfach keine Zeit, aber dazu später mehr...

Der diesjährige Fotogipfel war die fünfte Auflage und stand bei der Planung für 2017, muss ich ehrlich gestehen, in Konkurrenz zu Veranstaltungen wie dem "Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2017" oder der "Photo + Adventure" in Duisburg. 

Ich habe jetzt keine direkten Vergleichsmöglichkeiten, aber der Fotogipfel in Oberstdorf"wirkt "klein" und überschaubar! Das täuscht aber, denn obwohl die Stände der kommerziellen Anbieter mehr oder weniger in das Foyer des Veranstaltungscenters passen, verteilen sich die Veranstaltungen und Ausstellungen auf das ganze Stadtgebiet und die Umgebung, einschließlich der Berge! 

Ich denke mal, man muss diese Region, das Ambiente und auch das eigentliche Konzept des Fotogipfels mögen und das tue ich auch!. Bin ich im letzten Jahr vor allem hinfahren, weil es das allererste Mal war, dass eins meiner Fotos (#boahichkanndasfotonichtmehrsehen) auf einer Veranstaltung wie dieser gezeigt wurde, war es in diesem Jahr, dass ich unbedingt mehr über die Fotografie mit Drohnen oder Multicoptern erfahren wollte und wusste, dass es einen zweitägigen Workshop zum Thema geben würde. 

Überhaupt gab es in der Zeit vom 07. bis 11. Juni eine Vielzahl höchstspannender Workshops von tollen und zum Teil hochkarätigen Fotografen. Ich habe allerdings, wie im letzten Jahr, den Fehler gemacht, erst am Vorabend meines Workshops anzureisen und so hatte ich kaum bis gar keine Zeit oder Gelegenheit, die Ausstellungen und Workshops dieser Fotografen zu besuchen. 

Gelegenheiten zum Austausch gab es aber dennoch, was ich dem fast schon familliären Ambiente des Fotogipfels zuschreibe. Ich fand es klasse und inspirierend am Abend auf der Plaza vor dem Oberstdorfhaus mit Fotografinnen und Fotografen quatschen und fachsimpeln zu können, ihnen "Löcher in den Bauch" zu fragen oder einfach den Geschichten zu lauschen und mit ihnen zu lachen. 

Das war jedoch eher ein "Zufallsprodukt" und führt mich zum einzigen Kritikpunkt, den ich habe! Wo bitte schön, war das "Konzept" oder der Plan für die Gestaltung der Abende!? Als ich am ersten Abend auf der Plaza saß, dachte ich noch, dass die gute Bergluft die Teilnehmer der Workshops um 20:30 Uhr in´s Bett zwingt, aber zumindest am Samstag stellte ich fest, dass meine Vermutung falsch war! Hatte ich mich als Teilnehmer eines Workshops noch am Vortag bei einer guten Veranstaltung der Firma Olympus gut unterhalten gesehen, war das "Hauptabend" der Woche nicht mehr der Fall! 

Ja, natürlich hätte ich der "Einladung" folgen können, eine Veranstaltung mit Fotoausstellung im Oberstdorfhaus zu besuchen, aber das wollte ich nicht! Es war ein wunderschöner und warmer Sommerabend und ich wollte lieber draußen sein! Wo war das Alternativprogramm? Die "Würdigung" der Workshops und deren Teilnehmer, die am gleichen Tag stattgefunden hatten? Wo war das Programm an der Plaza? An der ein großer Bierstand, eine Grillstation und eine leere Bühne einen aussichtslosen Kampf bestritten? 

Ich spreche nicht von "Frontal-Bespassung", aber ich hätte mir (als Kunde und Teilnehmer) etwas mehr Beachtung gewünscht und da hätten ein oder zwei kleinere Beträge zu Schwerpunkthemen des Tages bzw. den stattgefundenen Workshops sicher eine Bereicherung zu den gezeigten Bildern auf der LED-Wand bedeutet...

Fazit: Ich habe die Veranstaltung sehr genossen und muss mir unbedingt mehr Zeit für das ganze Angebot nehmen. Ich glaube fest an das gute Grundkonzept des Fotogipfels und würde mir die angesprochenen Anpassungen wünschen um zu sagen: "I´ll be back!" 

Euer 

Doc Minten


Sonntag, 21. Mai 2017

"Per Camera ad Astra" - Teil 2 - Oder: "Irgendwas ist ja immer!"


Liebe Blogleser!

Ich wollte nicht einfach einen Nachtrag zum letzten Post schreiben, sondern nehme die "Erfahrung" der letzten Nacht zum Anlass einen eigenen Post zu schreiben. Es geht dabei aber nicht nur um negative Dinge, sondern auch darum, was ich eigentlich erst jetzt richtig verstanden habe. 

Fangen wir mir den positiven Erkenntnissen an. Ich hatte gesehen, dass die "Vorzeichen" gut stehen würden, die Milchstraße auch in Nordrhein-Westfalen sehen zu können, gut standen und mir einen Punkt mit relativ weniger Lichtverschmutzung gesucht.

Bei der Belichtung oder besser der Belichtungszeit hatte ich mir irgendwas von einer "500 / Brennweite = Belichtungszeit"-Regel gemerkt. Das war mir bei meinem ersten Versuch allerdings zu mühsam, also habe ich einfach experimeniert. 
Was ich jetzt erst gelernt habe, dass es für das MFT-System eine andere Formel gibt, nämlich "250 / Brennweite = Belichtungszeit"! Wären also bei der kleinsten Brennweite, die mein Arsenal hergibt, bei 7 mm entsprechend ca. 35,72 Sekunden. Okay, da würden die Sterne erfahrungsgemäß beginnen erste Bewegungsspuren zu bilden, aber es zu wissen ist schon mal gut! 

Der zweite Punkt, den ich verstanden habe, betrifft den ISO-Wert. Normalerweise versuche ich bei den Belichtungen diesen Wert zu niedrig wie möglich zu halten. Nach dem Tutorial habe ich die anfänglichen ISO 3200 immer schnell heruntergedreht, um das Bildrauschen möglichst gering zu halten...Warum eigentlich? Gewöhnungssache! - Ist bei der Sternenfotografie natürlich nicht sehr hilfreich! Ich möchte ja möglichst viele davon auf meinem Bild haben und als ich mir die Histogramme der Bilder mit niedrigeren ISO-Werten angesehen habe, fiel mir auf, dass sie allesamt zu dunkel gewesen wären...Also demnächst schön auf´s Histogramm achten und keine Angst vor hohen bzw. höheren ISO-Werten haben! 


Kommen wir aber jetzt zu den "schmerzhaften" Erfahrungen! Die Rede ist vom Fokussieren bei Nacht! - Ich stand also im Stockdunklen und konnte weder durch den Sucher noch mit dem Display auf irgendetwas fokussieren. 

Ich wendete alle meine "Tricks" an, habe etwas in der Entfernung mit der Taschenlampe angeleuchtet und gleichzeitig versucht manuell zu fokussieren. Klappte natürlich nicht! Dann habe ich hinter mir die Straßenlichter eines Dorfes gesehen, habe mit der Fokuslupe und dem -peaking auf diese Lichter scharfgestellt und dachte, dass das reichen würde...Zwischendurch habe ich die fertigen Bilder immer mal auf dem Display vergrößert und war der Meinung, dass alles okay sei!...Wie ich dann zuhause feststellte und wie Ihr an den obigen Bildern sehen könnt, war es das aber nicht!!!

Die etwa 100 Bilder, die ich gemacht habe, sind durch die Bank unscharf und das liegt an der mangelhaften Fokussierung! Dabei haben die OM-Ds von Olympus doch ein Feature neben Fokuslupe und -peaking an das ich leider nicht gedacht habe: Die Live-View-Erweiterung! Man findet sie im "Zahnrad-Menu" unter "D2" und ich konnte mich heute daran erinnern, dass ich bisher im Kopf hatte, dass ich die Anpassung meiden sollte, um keine Verfälschungen der Helligkeit der Bilder zu riskieren, aber bei diesem Aufnahmen hätte ich sie definitiv nutzen können!

Wie hätte ich also vorgehen sollen?! - Gut! Die Kamera ist bei einer Brennweite von 7 mm im manuellen Modus auf die größtmögliche Offenblende von f.2.8 eingestellt, die Belichtungszeit liegt bei 25 Sekunden und der ISO-Wert steht auf 3200. 

Auf dem Display werde ich wohl nichts erkennen!...Jetzt gehe ich ins "Zahnradmenu" unter "D2", stelle für den manuellen Modus die Anpassung auf "An2" und sollte dann Lichtquellen, wie Lampen oder Sterne deutlicher sehen können. Ich lege mir dann den Fokuspunkt bzw. das Fokusquadrat manuell auf einen dieser hellen Punkte und schalte die Fokuslupe an, die bei mir standardmäßig auf einer Funktionstaste liegt. Bei einer 10-fachen Vergrößerung drehe ich am Fokusring und beobachte, was passiert. Wenn ich "auf dem richtigen Weg bin", sollten die Lichtpunkte kleiner werden und das heißt scharfgestellt werden. Sollten sie wieder größer werden, heißt das unscharf und ich müsste den Fokusring zurückdrehen. 

Ob mir das Fokuspeaking an dieser Stelle bzw. bei so kleinen Lichtquellen wie Sternen helfen kann, vermag ich nicht zu sagen! Gestern Nacht (ohne die eben genannten Schritte) war es mir jedenfalls keine große Hilfe! 

Ach, so! Kleiner Tipp noch am Rande! Da ich dummerweise meinen Fernauslöser vergessen hatte, habe ich im "Kamera-Menu 2", die "Anti-Schock"-Funktion auf "2 Sekunden" eingestellt, man kann ja auch mit dem Timer arbeiten, aber zumindest das hätte funktioniert...Naja! Wie gesagt, irgendwas ist ja immer! 

Stimmt das so? Wie macht Ihr das? Habt Ihr noch Tipps für mich? 

Bis bald!

Euer

Doc Minten

Nachtrag!

Langsam wird es!?...

 

Samstag, 13. Mai 2017

"Per Camera ad Astra!" oder Review vom Tutorial "Die Milchstrasse fotografieren lernen" von Stephan Wiesner


Ich habe mich in den letzten Wochen ja vermehrt mit dem Thema "Panoramafotografie" beschäftigt und bin auf der Suche nach entsprechenden Bildern und in Frage kommenden Locations irgendwann auf Fotos von Sternen allgemein und der Milchstraße im Besonderen gekommen...

Jetzt werdet Ihr Euch sicher fragen, was das eine mit dem anderen zu tun hat, aber wenn Ihr mal nach solchen Bildern sucht, werdet Ihr feststellen, dass sich zum Beispiel die Milchstraße in ihrem Verlauf ähnlich wie beim Bild eines Regenbogens nicht anders darstellen lässt oder zumindest viel verloren gehen würde...

Das soll aber nicht der Inhalt dieses Blogposts, sondern ich habe mich gefragt, was man bei Aufnahmen von der Milchstraße beachten sollte, was man für Ausrüstung braucht und vor allem! Wie um alles in der Welt fotografiert man sie! 

Bei meiner Suche stieß ich auf das Tutorial von Stephan Wiesner. Da ich bereits schon früher Videos von ihm gesehen habe und mir die Art gefällt, wie er den Zuschauer mit einfachen Mitteln Details erklärt und zum Teil auch seine eigenen Erfahrungen und sein Lernen einer Technik schildert, griff ich zu! 

Nach einem Einführungsvideo, das schon neugierig macht, folgen diese Kapitel: 

  1. Idee und Planung
  2. Detailplanung mit der App "PhotoPills" 
  3. Tipps für die Ausrüstung
  4.  Kameraeinstellungen 
  5. Nachbearbeitung in Lightroom
  6. Trainingsprogramm
  7. Bonuskapitel: Timelapse der Milchstraße
 Die einzelnen Kapitel sind je nach Inhalt bis zu zwanzig Minuten lang und erfüllten perfekt meine Erwartungen. Ohne großes "Hin und Her" wurde ich durch die einzelnen Abschnitte bis zum fertigen Bild geführt. Wie finde ich die geeignete Location? Welcher Bildaufbau macht Sinn? Was sollte ich beachten? Gibt es "Lichtverschmutzung"? Wann und wo ist die Milchstraße überhaupt zu sehen und wie kann ich das herausfinden? Was brauche ich, um solche Bilder zu machen? Welche Ausrüstung ist erforderlich? Wie stelle ich meine Kamera ein? - Wenn ich dann meine Aufnahmen im Kasten habe, wie und womit sollte ich sie nachbearbeiten? 

All diese Fragen werden sehr verständlich beantwortet und am Ende gibt es sogar die Möglichkeit,besser gesagt, den Ansporn das Gelernte in die Praxis umzusetzen! Das fängt damit an und so ist es auch bei mir, da ich ja noch keine eigenen Bilder von der Milchstraße habe, dass man Bilder zur Verfügung gestellt bekommt, die man nachbearbeiten kann. Aber es gibt noch mehr, denn Stephan Wiesner gibt noch sehr wertvolle Tipps für die Praxis. Mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten! 

Über den oben eingefügten Link kommt man auch auf die entsprechenden Seiten im Web, wo die angesprochenen Programme, Hilfsmittel und Ausrüstungsgegenstände zu finden sind. 

Ich fand das Tutorial wirklich klasse! Das "Preis-Leistungsverhältnis" ist angesicht der genannten Punkte nicht zu toppen und der Lerneffekt geht weit über die üblichen, wenn auch kostenlosen, Video zum Beispiel auf YOUTUBE hinaus. 

Was mir persönlich fehlte, war der am Anfang erwähnte Punkt der Panoramen bei der Fotografie der Milchstraße. Obwohl in den einzelnen Kapiteln zum Teil darauf eingegangen wird, hätte ich mir eine detailiertere Erläuterung, ähnlich der erstklassigen Art bei den Einzelaufnahmen, gewünscht. Insbesondere hätte mich interessiert, was ich etwa bei den Belichtungen der Boden- und Himmelsaufnahmen zu beachten oder einzustellen habe und wie ich das Ganze in der Nachbearbeitung zusammensetzte oder vorgehe, wenn´s Probleme gibt. 

Wer mehr über Stephan Wiesner erfahren möchte, der findet hier seine Homepage und er hat auch eine Facebook-Seite, bei der er sich sicher freut, wenn Ihr ihm folgt oder ein "Gefällt mir" schenkt! 

Ich habe mir schon einmal die eine oder andere Location angeguckt und freue mich schon riesig darauf, dass Gelernte in die Tat umzusetzen. 

Bis bald!

Euer 

DocMinten

Nachtrag! 


Gestern abend habe ich dann direkt die erste praktische Umsetzung machen wollen. Ich hatte mir eine Location gesucht. Die Möglichkeit, die Milchstraße zu sehen, war prinzipiell gegeben....Aber irgendwas ist ja immer! 
Als ich vor Ort ankam, war es am regnen! Gut! Memo an mich! Demnächst dann doch das Wetter- bzw. Wolkenradar für den Ort prüfen. 
Als der Regen nachließ und glaubt mir, vor Ort war es stockdunkel, habe ich ein paar Testaufnahmen gemacht! Mist! Nur Wolken! Keine Milchstraße! Und "Holla-die-Waldfee!" Was für eine Lichtverschmutzung! Es war blendend hell bei ISO 3200! 
Was soll´s! Ich habe zwei Stunden gewartet und ein paar Aufnahmen gemacht, aber leider kam nur so etwas dabei heraus. Naja! Zumindest konnte ich die Nachbearbeitung mal trainieren und mir ein Basic-Preset dafür anlegen. Ist ja auch was!
















Dienstag, 11. April 2017

Datenmanagement für Dummies - Oder:" Spieglein, Spieglein..."


Liebe Blogleser!

Ich könnte jetzt "blöd aus der Wäsche gucken!" - Die Rede ist heute vom Datenmanagement und der Datensicherung. 

Ich will Euch einfach mal erzählen, was mir passiert ist und vielleicht erkennt sich der eine oder andere wieder UND kann mir vielleicht raten oder erzählen, wie er / sie es gemacht hat!?

Wie Ihr wisst, fotografiere ich jetzt so knappe fünf Jahre. Für die Bildbearbeitung und -verwaltung habe ich mich relativ schnell mit dem Programm Lightroom von Adobe angefreundet.  Von Seiten der Hardware greife ich zuhause auf einen "ältlichen" PC (mit sage und schreibe 4!!! GB Arbeitsspeicher) zurück und 2013 habe ich mir zusätzlich einen Laptop gekauft, um unterwegs u.a. meine Bilder archivieren und bearbeiten zu können.

"DAS ist aber noch nicht das Problem!..."

Ihr ahnt es vielleicht schon! Es sind die vielen Bilder, die sich im Laufe der Zeit anhäufen und die Frage wohin damit und wie schütze ich sie vor Verlust?!...

Als ich mit dem Fotografieren anfing, hatte ich kein richtiges Programm und archivierte meine geknipsten Bilder über den Explorer von Windows einfach auf einer externen 1-TB-Platte, die mich davor schützen sollte, wenn der PC "abraucht", die Bilder zu verlieren. Im Laufe der Jahre sammelten sich alle möglichen Bilder an und am Ende waren es ca. 6000 Bilder und etwa eine Datenmenge von 33 Gigabyte.
Anfang 2013 wollte ich dann ganz schlau sein! Ich hatte mich gerade mit Lightroom vertraut gemacht und beschaffte mir, in Anbetracht meiner Ausgangslage (ich wollte auf zwei Rechnern arbeiten können und habe mir "hol´s der Teufel!" keine weiteren Gedanken gemacht!) eine zweite (!) externe 1-TB-Festplatte an! 

Auf diese (neue) Platte kamen alle Bilder und auch der Lightroom-Katalog!!! Auweia! Jetzt sehe ich, wie sich bei den ersten Lesern schon die Augen verdrehen!  Ja, ich habe Backups durchgeführt. Die, die Windows einem Dummy eben empfiehlt und dann noch eine Sicherungsdatei auf meiner ersten Festplatte...

"Es kam, was kommen musste!..."

Nein, zum Glück kein Datenverlust und die Erkenntnis, dass die Sicherungen "keinen Pfifferling" taugen. Beim letzten Import von Bildern weigerte sich Lightroom auf einmal meine Bilder einzulagern. Ich guckte in den Explorer und staunte nicht schlecht! In den letzten vier Jahren hatte ich ca. 60.000 Bilder in *RAW- und *jpg-Format auf meinen kleinen 1-TB-Muli geladen und der war "VOLL"!!!

"Guter Rat ist teuer!..."

Wer sich damit auskennt, weiß natürlich, dass es nicht nur die Bilder sind, sondern auch viele-viele anderen Daten und Dateien, die der Platte "den Rest gegeben" haben! 

Was macht man in so einem Fall? Ich entschied mich für ein (-e Art von) NAS, also einen nezwerkgebundenen Speicher bzw. eine private Cloud! Ich erspare Euch die Details, warum und wieso!? Ich wollte meine Daten zuhause haben, brauchte schon ein etwas größeres Volumen, wollte von unterwegs darauf zugreifen können und nicht Unsummen dafür ausgeben! 

Meine Wahl fiel auf die "MyCloud" mit 8 Terrabyte von Western Digital. Mir ist schon klar, dass ich damit nicht direkt auch eine Sicherung, etwa durch Spiegeln der Festplatten, durchführen kann, aber das Problem habe ich erst einmal zurückgestellt...

"Wer nicht hören will, muss fühlen!..."

Bis die Platte geliefert wurde, kam der erste "Job", den ich jedem empfehlen kann und dennoch schmerzt mich dieser Rat! Die ersten Tage war ich abends damit beschäftigt, alle meine Ordner und Fotos durchzusehen und konsequent Bilder, Serien und ganze Ordner zu löschen! Wenn man es noch nicht besser weiß (vor allem, was noch kommt!) dann ist es bei einem Glas Wein fast schon schön, in Erinnerungen zu schwelgen, lachen zu müssen, wenn man das eine oder andere Bild erneut betrachtet UND...den ganzen Summs dann LÖSCHT! - Auf diesem Weg habe ich locker aus knapp 66.000 Bilder von ca. 55.000 Bilder übrig behalten! ;) 

Ich sagte eben, was soll noch kommen!? - Ja, der Datenexport!!! Den macht man bekanntlich auch nur über Lightroom, in dem man die Ordner "verschiebt". Klasse! Das ist echt eine Arbeit für jemanden, der "Mutter und Vater erschlagen hat!!!" - Der "ältliche" Rechner mit seinen pfeilschnellen 4-GB-Arbeitsspeicher müht sich jetzt jede Nacht ab und tuckert einen Ordner nach dem anderen von Festplatte zu NAS...

Yiiiipppiiie! Heute ist "Bergfest"!!! - Ich habe nur noch knapp 30.000 Bilder die ich verschieben muss!...

Naja! Okay, dann muss ich die Probleme mit schon vorhandenen Ordner beseitigen, die das Verschieben verhindert haben, die fehlenden Bilder suchen, die mir wichtig wären UND mich um ein ordentliches Backup kümmern! 

Ihr seht also, ich habe zu tun!

Vielleicht habt Ihr wertvolle Hinweise für mich!? Dann postet sie doch bitte als Kommentare!

Und bis dahin!?

Bleibt mir gewogen!

Euer 

Doc Minten



Montag, 3. April 2017

Review der Panoramakopfes "Gobi" von Bushman - oder "I´m gettin´paronamanoid!" (Teil 7)


Was soll ich Euch sagen, liebe Blogleser!?

Ich bin mit dem Panoramakopf von Rollei, den ich Euch im Dezember vorgestellt habe, doch nicht so recht glücklich gewesen. Bei den ersten praktischen Einsätzen, wenn ich ihn denn wegen der Größe und des Gewichtes überhaupt mitgenommen habe (1. Manko!), hat es mir persönlich keinen Spaß gemacht, damit zu arbeiten. 

Das Kriterium, mich nach einer Alternative umzusehen, stellte ich aber erst bei einem Workshop fest, wo ich die Gelegenheit hatte, andere Panoramaköpfe zu testen. Es war der Rotator (2. Manko)! Was ich auch anstellte, ich schaffte es einfach nicht, die Rastschritte so einzustellen, wie ich es mir gewünscht hätte und so war es Zeit sich nach einer Alternative umzusehen! 


Ich fand diese Alternative in Bezug auf Preis-Leistungsverhältnis, Qualität des Rotators, Verarbeitung, Praktikabilität und richtigem Größenverhältnis zur spiegellosen Kamera im "Gobi" der tschechichen Firma Bushman. Wer sich einen schnellen Überblick über das Gerät verschaffen möchte, dem verlinke ich an dieser Stelle das Produktvideo des Herstellers

Das Ding ist einfach der Hammer! Er ist relativ klein, so dass man ihn gerne in der schicken Tasche in seinem Rucksack oder der Fototasche mitnimmt, er besteht gerade mal aus drei Teilen gefrästem und beschichteten Aluminium und bringt trotz der Stabilität in der Anwendung nur etwa 320 g auf die Waage. 
Der Multiclick-Rotator namens "Yetti", den man wahlweise dazubestellen kann, wirkt gut verarbeitet und alle Schrauben lassen sich einwandfrei drehen bzw. einstellen. Der Rotator kann so eingestellt werden, dass er sich fixiert gut auf dem Stativ befestigen lässt, er frei dreht oder fünf verschiedene satte Rastungen in verschiedenen Schritten zulässt. 
Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass die Zahlenangaben nicht für mögliche Brennweiten, sondern für die Rastschritte stehen (Mea Culpa!), ist es kein Problem mehr, die Einstellungen je nach verwendeter Brennweite des Objektivs vorzunehmen. 




Der Rotator und der horizontale Arm sind rasch montiert und können mit der eingesetzten Wasserwaage gut "ins Wasser" gestellt werden. Danach kann schnell und leicht der vertikale Arm mit dem oberen Rotator montiert werden. 

Hier finden sich auch große rote Schrauben, die gut zu greifen sind, um die Kameraplatte zu befestigen und später den Neigungswinkel am oberen Rotator zu verändern. Keine kleines Schräubchen, das noch einen Schraubendreher, eine Münze oder Imbus braucht! Gute Idee!

Wo wir schon bei guten Ideen sind oder es mancher Fotograf von teurern Köpfen erwartet!? Wenn man festgestellt hat, welche Position für die eigene Kamera passt, kann ein kleiner "Schieber" montiert werden, um diese Stelle für den vertikalen Arm zu markieren. 


Zur Befestigung der Kamera kann man eine einfach Schnellwechselplatte oder eine Arca-Swiss-kompatible Platte bestellen. Diese wirkt zwar für die spiegellose Kamera etwas groß, kann aber auch wegen angebrachter Markierungen gut und genau am Gehäuse der Kamera fixiert werden. 
Trotz einer kleinen Lippe am Ende der Platte kann das Dreh-Schwenkdisplay der E-M1 Mark II auch nach der Montage problemlos heraus- und wieder zugeklappt werden und muss nicht vor der Montage der Kameraplatte offenbleiben. 

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass man die Kamera für Aufnahmen im Querformat auch direkt auf dem horizontalen Arm fixieren kann, wenn es z.B. mal "schnellgehen" muss oder man eben auch noch eine Aufnahme im Querformat wünscht und nicht erst alles wieder umbauen möchte...


Als weitere gute Idee besteht die Möglichkeit für die Nadir-Aufnahme bei einem 360-Grad-Panorama, den vertikalen Arm zu lösen und nach "Außen" zu drehen. Freihandaufnahmen für das oder die Bodenbilder erübrigen sich also...


Ja, ich weiß!!! Ich muss noch viiiel üben, was die Aufnahme und Erstellungen von guten Panoramen angeht, aber dieser Panoramakopf macht mir die Arbeit leichter und ich werde ihn jetzt öfter dabeihaben, damit mir kein Motiv mehr durch die Lappen geht! 



Bis bald!

Euer

Doc Minten

Samstag, 18. März 2017

Olympus OM-D EMI-II - Erste Schritte! - oder: "Mark 2, I love U!" (Teil 1)


Die neue Generation der EM1 von Olympus hat jetzt auch bei mir Einzug gehalten und ich freue mich riesig darüber. Ich hatte die Erweiterung meines Arsenals schon im letzten Jahr überlegt, aber darüber nachgedacht, ob es diese hier oder die Pen-F werden würde...

Die Entscheidung darüber fiel letztlich sehr subjektiv aus! Ich habe die Pen-F ein paar Mal ausprobiert und sie lag einfach nicht gut in der Hand, war mir einfach zu klein, um mich wirklich damit wohl zu fühlen. Das war schlicht und einfach der Grund für meine Entscheidung. 


Nun gut! Dann packt man die neue Kamera aus. Ja! Sie liegt auch ohne Batteriegriff gut in der Hand und das liegt wohl am ehesten an der neu-geformten Griffmulde. Wenn man beide Kameras von oben ansieht, fällt es so nicht direkt auf, was die zusätzliche Wölbung im unteren Bereich des Griffs für einen Unterschied macht. 

Der (große) neue Akku ist geladen und man wundert sich erst einmal, wie schnell das ging! Dann die Kamera eingeschaltet und mit der Mischung der Gefühle, "was erkenne ich wieder ?" und "Wow!" oder "Ach, was ist das denn alles?" dreht an den Knöpfen und klickt man sich durch die Menus!

Was ich als erstes ausprobiere, in dem ich auf den OK-Knopf drücke, ist zu prüfen, ob das "Mega-Menu" (was Ihr auf dem Display sehen könnt!) direkt aktivert ist oder ob ich es erst wieder einstellen muss. Nein, es ist sofort vorhanden! Das ist ein gutes Gefühl.

Dann wird man die Blendenvorwahl aktiviert und die verschiedenen Fokuseinstellungen getestet. Besonders beim kontinuierlichen Fokus erscheint die Mark II wesentlich schneller und präziser als ihr Vorgänger. Prima! Das hatte ich schon immer etwas genervt.   

Beim Durchklicken des Menus mit seinen nicht endenwollenden Unterabschnitte mache ich ein paar Einstellungen nach dem Motto "was erkenne ich wieder!" und "das möchte ich haben, wie ich es gewohnt bin!"...

Weiter geht´s! Klasse! Zwei SD-Kartenslots. Das ist super und führt direkt dazu, dass man erahnend, dass man großvolumige neue Karten braucht, direkt eine Bestellung aufgibt. 



Das Programmrad scheint größer, die Szeneprogramme sind weggefallen, aber dafür gibt es drei editierbare Wahlstellungen! 

Ich hatte mir vorgenommen, mir auf diese drei Einstellungen meine persönlichen Programme für "Streetfotografie" und "Sportfotografie" zu legen. Als ich dann man nachlese, sehe ich, dass sie "voreditiert" sind. C1 trägt die Einstellungen für bewegte Objekte, C2 ist für den "Pro-Capture-Modus" eingerichtet und C3 kann man unter schlechten Lichtverhältnissen einsetzen. 

Nachdem ich "Pro-Capture" mal ausprobiert habe, bin ich echt baff, was man da herausholen kann und entscheide mich dafür, die Einstellungen der Programme erst einmal so zu belassen. Vielleicht werde ich mir C3 mal für die "Streetfotografie" einrichten, aber das werde ich nach den weiteren "Erkundungen" entscheiden...

So, das soll es erst einmal gewesen sein! Was habt Ihr, falls Ihr die Mark II habt, für Erfahrungen und Entdeckungen gemacht? Habt Ihr Euch Programme angelegt? 

Ich freue mich auf Eure Kommentare! 

Bis bald!