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Samstag, 6. Februar 2021

Projekt 2021 - "Lighten between statt Sunny 16!"

 


Liebe Blogleser! 

Das Projekt ist angelaufen und ich habe es wirklich geschafft jede Woche einen Film zu belichten! Und damit sind wir auch schon beim Thema. Viele alte analoge Kameras haben keinen oder einen nicht mehr funktionierenden Belichtungsmesser. Das trifft auch für die meisten meiner alten "Schätzchen" zu! 

Neben des Arbeitens mit dem Zonenfokus (dazu komme ich noch einem weiteren Blogposting) wollte ich das Projekt nutzen vermehrt "frei nach Schnauze" oder besser gesagt nach der "Sunny 16-Regel" zu belichten. Wer nicht weiß, was das bedeutet, möge sich bitte an anderer Stelle informieren. 


Wer beim ersten Foto noch dachte, dass die Verzweiflung unbegründet sei, dem hilft dieses Bild weiter, das ich nach eben dieser Regel zu belichten versucht habe. In meiner analogen Kamera hatte ich einen Film mit ISO 400 und habe eine Blende von f5.6 und eine Belichtungszeit von 1/500 Sekunde eingestellt.


 Da ich aber von dem vorherigen Fotowalk wusste, dass das (vor allem in der dunklen Jahreszeit) bei mir nicht klappen würde, habe ich etwas experimentiert und verschiedene Belichtungsreihen gemacht. Am Anfang traute ich mir nicht so recht zu und veränderte nur minimal auf Blende f4 und eine Belichtungszeit von 1/250 Sekunde. Wie man sieht, ist es immer noch zu dunkel und es bestätigt sich wirklich, dass der Schwarzweißfilm echt "lichthungrig" ist und man nicht viel verkehrt machen kann. 

Beim ersten Bild, das ich allerdings erst nach oder aufgrund der Messwerte aus einer Belichtungsmesser- App vom Smartphone mit einer Belichtungszeit von 1/60 Sekunde gemacht hab, lässt sich das bestätigen. 

Was heißt das jetzt? Bedeutet das frei nach der Regel: "Zwischen Januar und Mai hat der Fotograf frei!", dass hier nicht nach der "Sunny 16-Regel" gearbeitet werden kann?! Aber woran orientiert man sich dann oder kann man jetzt doch nur einen Belichtungsmesser zur Hand nehmen?!...

Was sagt Ihr dazu?

Bleibt mir gewogen. 

Euer 

Doc Minten


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Howdy Filmshootas! 

Dankenswerterweise hat mir Steffen Schüngel, den viele von Euch von seinen Arbeiten her, aber auch von seinem YOUTUBE-Kanal kennen, mir diese Antworten auf meine Fragen geschickt. Ich werde sie hier einfügen und hoffe, dass sie auch anderen nutzen: 

Der Sinn der "Sunny-16-Regel" ist nicht, sich an die  Regeln zu halten, sondern vielmehr das Auge zu schulen. Schauen wir uns Dein Motiv an, so stellen wir fest, dass große Teile davon sich im tiefen Schatten befinden. Das Ziel der Aufnahme kann daher nicht sein, eine Ausgewogenheit zwischen dem hellen Himmel und dem Schatten zu erreichen, sondern der Schatten ist das Motiv und sollte daher noch Zeichnung enthalten. 

Das führt zu der Erkenntnis, dass es sich um ein Motiv mit extrem hohen Kontrasten handelt, dessen größter Teil in einem relativ geschlossenen Schatten liegt. Da diesem Bildabteil aber das Hauptinteresse gilt, muss die Überlegung zwangsläufig die sein, einzuschätzen, welches Licht dort herrscht.

Vergleicht man das mit dem Licht, das an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit herrscht, kann man zu der Ansicht gelangen, dass die Lichtverhältnisse in den Schatten in etwas denen entsprechen könnten, die in einer offenen Szene Um die Abendzeit herrschen würden. Am ehesten käme in diesem Fall für die Belichtung der bildwichtigen Stellen eine Belichtungszeit von 1/500 bei einer Blende von f2.8 in Betracht.

Es kommt jetzt aber eine weitere Komponente zum tragen: Die Schatten sollen ja DAS Motiv sein. Man würde sie daher nicht zu dunkel belichten, eben nicht in dem Maß der normalen Schatten in einer "normalen" Tageslichtaufnahme, sondern tendenziell eher wie bei einer Nachtaufnahme. Auch im Bezug auf den Kontrastumfang würden dabei die ggf. überstrahlenden Lichter von Laternen gegen den im Motiv vorliegenden Himmel getauscht werden.

Der Anspruch an die Detailwiedergabe ist vergleichbar und man würde vermutlich eine Kombination aus einer Blende von f5.6 oder f8 (wegen der Schärfe) mit einer Belichtungszeit von 1/60 wählen müssen.

Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass um den Kontrast in den Griff zu bekommen, die kräftige Belichtung ggf. mein einer kürzeren PULL-Entwicklung kombiniert werden sollte. Das könnte die ideale Lösung sein, da so die Kontraste im Negativ "gestaucht" und der Himmel vor dem "Ausbrennen" geschützt werden könnte. Bei weniger Entwicklung würden ja die dichten Stellen gemildert, während die stärkere Belichtung den Schatten mehr "Wumms" verleiht.

Fazit: Bei "Sunny.16" nicht nur den Himmel beobachten, sondern das Gesamtmotiv und VOR ALLEM die bildwichtigen Anteile betrachten, dann klappt das schon!



Vielen vielen Dank, Steffen! 

Das hilft mir weiter! 

Doc Minten

Samstag, 23. Januar 2021

Projekt 2021 - "52 Wochen auf analogem Film" oder auch" "Heute habe ich kein Foto für Dich!"


 
Liebe Blogleser! 

Das neue Jahr mit Vorsätzen zu beginnen, die man dann aber doch nicht durchhält, das kann ich! Projekte anzukündigen, die dann "im Sande verlaufen", auch! Aus Fehlern zu lernen, eher weniger! 

Was liegt also näher, als diese Vorraussetzungen des Erfolges zu kombinieren und froh und hoffnungsvoll das Jahr 2021 zu beginnen!?...

Ich hätte Euch wahrscheinlich ein anderes Posting schreiben sollen, dass meine Gedanken der letzten Monate in Bezug auf den fotografischen Werdegang erklären, aber dieses hier ist mir wichtiger. Nach langem Hin und Her habe ich mich entschieden, dass ich meinen Schwerpunkt auf die Streetfotografie legen will. 
Zweitens möchte ich meine Passion für die Portraitfotografie eher auf das lenken, was man "Enviromental Portraits" nennt. Will sagen, wenn ich einen interessanten Menschen sehe, zu entscheiden, ob ich meine Komfortzone verlasse und diesen Menschen, um ein Portrait "bitte". 
Drittens werde ich in den kommenden Monaten einen "digitalen Detox" machen. Was bedeutet das? Ich werde einen Großteil meiner Ausrüstung verkaufen, denn ich habe für mich entschieden, dass ich in Zukunft mit EINER digitalen und einer analogen Kamera arbeiten möchte. 
Ich bin der festen Überzeugung, dass ich nicht mehr als eine digitale Kamera benötige und kann gleichzeitig die Freude an der analogen Fotografie genießen, die in den letzten Jahren entstanden ist. 




Projekt 2021 - "52 Wochen auf analogem Film"

Howdy Film-Shootas! 

Was hat es mit meinem Projekt auf sich?! - ich habe mir vorgenommen, dass ich in jeder Woche des Jahres 2021 eine Rolle Film belichten werde. Ich habe meine Kamera, wenn ich das Haus verlasse, dabei oder nehme mir extra vor, dass ich fotografieren möchte. Ich lege mich nicht fest darauf, ob ich in Farbe oder Schwarzweiß fotografiere bzw. welchen Film ich verwende, sondern mache das von Situation und Motiv abhängig...oder überlasse es dem Zufall, wenn ich gerade den XY-Film eingelegt habe. 

Are you ready?


  • Woche 1: ... Okay! Das war schon mal nix! - lasst es mich erklären! Ich hatte eine analoge Kamera dabei und eine Kamera, die für Infrarotaufnahmen umgebaut wurde (anderes Thema!). Ich suchte mir eine schöne Location aus und machte mit beiden Kameras verschiedene Aufnahmen....Als ich mich fragte, wann der Film wohl verschossen wäre, stellte ich fest, dass sich die Filmspule beim Transportieren nicht bewegte und öffnete todesmutig die Kamera! - Richtig! es war KEIN Film eingelegt...
  • Woche 2: Das Foto seht Ihr oben. Ich habe einen Fotowalk durch das "Bundesviertel" gemacht und den Kiosk fotografiert, der Geschichte geschrieben hat...
  • Woche3: ... War im Wald unterwegs und habe außerdem das Schätzen von Längen und von Belichtungszeiten geübt...
Bilder findet Ihr in dieser Galerie

Seid gespannt! Habt Ihr auch Projekte am Start!?...

Bleibt mir gewogen! 

Euer 

Doc Minten 


Donnerstag, 7. Januar 2016

Projekt 52 - Man muss sich Ziele setzen...


Liebe Blogleser!
Ich hoffe, Ihr habt Sylvester gut überstanden!? - Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr! 

Nein, es folgt an dieser Stelle nicht das Posting über meinen "Workflow" bei der Langzeitbelichtung, sondern wiiiiieder so ein "abgehobenes" Thema!

Ich habe in diesen Post etwas über die fotografische Weiterentwicklung geschrieben und wann würde es besser passen, als zu Sylvester, um sich Ziele zu setzen oder neue Projekte anzugehen!?...

Da sprachen mich Frank Fischer und Dieter Bethke mit ihrem Podcast "Fotophonie" doch direkt an: "Mach´et zu Deinen Projekt!" und ich habe mir vorgenommen, für 2016 ein Projekt durchzuführen. 

Es macht irre Spaß und ich finde es auch spannend, wenn ich mir beim Fotografieren "Aufgaben" stelle. Waren es bei manchen Streifzügen bei der Streetfotografie einfach nur Vorgaben, so habe ich mir für 2016 jetzt ein 52-Wochen-Projekt vorgenommen! 

Unter dem Motto "Unterwegs" werde ich im laufenden Jahr jede Woche ein Bild zum Thema "Unterwegs" machen. Ich finde es deswegen schön, weil es Situationen des täglichen Lebens (Wir sind alle auf einer Reise! ;)) genauso umfasst, wie es Meilensteine des Jahres umfasst, die einfach mein Leben darstellen oder wichtige Momente festhält...

Ich werde die entstandenen Bilder in dieser Sammlung auf "500px" zusammenstellen!  Wie Ihr schon am ersten Bild erkennen könnt, geht es mir primär um die Aussage und nicht um technische Finessen oder mit welcher Kamera, das Bild gemacht wurde. Die Bilder sollen jedoch alle im 1x1-Format angefertigt oder ausgelegt werden, um eine Einheitlichkeit zu gewährleisten und (tadaah!) um sie auf Plattformen, wie "Instagram" veröffentlichen zu können. 

Was haltet Ihr von der Idee? 

Habt Ihr Euch auch Ziele oder Projekte überlegt?

Ich freue mich auf Eure Kommentare!