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Montag, 27. Januar 2014

Quicktip: Langzeitbelichtung mit Berechnung...


Ich wollte es echt einmal wissen!

Und muss gleichzeitig zugeben, dass ich nicht immer an meine guten Vorsätze halte!

Die Rede ist von der Berechnung der Belichtungszeit in Relation mit dem benutzen Graufilter.

Ich habe in einem Post im November bzw. schon im Oktober etwas zu diesem Thema geschrieben. 

Wenn ich aber ehrlich bin, habe ich bei vielen späteren Bildern mit dem deutlichen Überschreiten der errechneten Belichtungszeit Ergebnisse erzielt, die mir viel besser gefallen haben.

Dieser Post soll einfach noch einmal den theoretischen Ablauf darstellen:


Ihr seht hier das "Ausgangsbild" meiner gestrigen Fototour.

Zunächst einmal laufe ich mit der Kamera in der Hand an der Location herum, sehe mir verschiedene Blickwinkel an und mache Probeaufnahmen.

Ist der Punkt gefunden, von dem ich fotografieren will, beginnen die eigentlichen Vorbereitungen. Die Kamera wird auf dem Stativ befestigt und ich stelle sie auf den Bildauschnitt ein, den ich mir vorstelle. Eine große Hilfe ist dabei die "Wasserwaage", die sich im Live-View auf dem Display der D 7000 anzeigen läßt. Aber das nur am Rande...

Die Kamera wird dann noch mit dem Fernauslöser verbunden und dann wird einerseits fokussiert und andererseits die Belichtungszeit gemessen. Bleiben wir aber beim Fokussieren. Ich habe bei ISO 100 und automatischem Weißabgleich eine Blende von f16 gewählt, will also eine durchgehende Schärfentiefe erreichen und nicht allzu viel Licht auf den Sensor fallen lassen. In Bezug auf die Schärfentiefe fokussiere ich auf einen Punkt auf etwa 1/3 der Strecke bis zum "Bildende". Danach schalte ich den Autofokus ab, damit die Kamera nicht bei jedem Bild erneut fokussiert, was sie ja später mit dem Graufilter auch kaum schaffen würde!

Beim Fokussieren habe ich auch gleichzeitig die Belichtungszeit gemessen. Sie lag bei meinem Bild bei 0,5 Sekunden. Mit Hilfe der App auf meinem Smartphone oder den genialen Karten von Ronny Ritschel(!!!) kann ich jetzt die Belichtungszielzeit berechnen, wenn ich z.B. einen 1000-er ND-Filter verwenden will. Es ergiebt sich also eine Zeit von 480 Sekunden bzw. 8 Minuten. Prima ist, dass ich mit dem Fernauslöser, der einen integrierten Timer hat, diese Belichtungen elegant steuern kann. Mich nervt es nämlich kolossal in einer Hand den Auslöser und in der anderen Hand das Smartphone mit angezeigter Stoppuhr zu halten...

Das Ergebnis seht Ihr auf dem ersten Bild! Das Bild ist vielleicht etwas zu dunkel, aber das ließe sich bei der Nachbearbeitung regeln. Die Wasseroberfläche gefällt mir sehr gut, den Himmel finde ich nicht so prickelnd, aber das kann man sich an einem Januartag auch nicht aussuchen!...


Ich habe nun das Bild etwas mehr belichtet und lieber in schwarz-weiß konvertiert, aber sonst noch keine wesentlichen bzw. weiteren Bearbeitungen vorgenommen. Es ist jedenfalls keine Hexerei zu guten Ergebnissen zu kommen.


Freitag, 3. Januar 2014

Light Art Performance Photography - ...than we took Hamm!


Ich hoffe, dass Ihr alle einen guten Rutsch ins neue Jahr hattet!

Ich beginne das Jahr mit einem Post über eine weitere LAPP-Session, die ich gestern mit einem Teilnehmer der Fotoreisen nach Mallorca am Wasserschloss Oberwerries in Hamm gemacht habe.

Mein Fotokumpel hatte die Location schon in Augenschein genommen und Aufnahmen gemacht, so war die Szenerie schon einmal gesetzt. Diese Art der Fotografie, ich habe es schon einmal erwähnt, geht zu zweit natürlich einfacher. Einer kann die Performance machen, während der andere die Kameras bis dahin abdeckt und man kann sich bei den Beleuchtungen ergänzen bzw. abwechseln.
Ein weiterer Punkt ist natürlich auch die Kreativität, denn es ergeben sich immer neue Gedanken von Inszenierungen bei zwei oder mehr Fotografen, die dann auch leichter umzusetzen sind.

Ein Vorteil ist natürlich auch, wenn beide schon etwas Ahnung von der Materie haben und auch mehr Equipment "zusammenbringen". Wie ich gestern mal wieder gesehen habe, kommt dabei schon eine Menge an Ausrüstung (die auch getragen werden will) zusammen. Kamerarucksäcke und -taschen, Stative, Kisten mit Lampen und Leuchten usw. und so fort...


Zunächst aber haben wir nur mit den Kameras "bewaffnet" die Anlage erkundet und uns einen Punkt für das Aufstellen der Stative gesucht, der einen guten Blick auf das Motiv, aber auch genug Platz für die Lichtperformances bot.

Danach ging es an die Vorbereitungen der Kameras. Fotografiert wird im manuellen Modus, da es sich um Langzeitbelichtungen handelt, bei denen wir auf die wechselnden Lichtverhältnisse reagieren wollten. Die Belichtungszeit wird auf "Bulb" gestellt und bei der Blende begannen wir zunächst mit f 22 mussten aber dann immer weiter bis auf f8 aufblenden.

In diesem Zusammenhang kommt hier wieder ein Techniktipp! Ich musste beim LAPP und auch bei anderen Nachtfotografien feststellen, dass ich am besten mit einem Kabel-Fernauslöser mit Timer arbeiten kann. Das Problem, das ich bisher hatte, war, dass ich entweder den Kabelauslöser in der einen Hand und das Mobiltelefon in der anderen Hand hatte oder, dass mein geliebter "Aion" im Dunkeln den Fokus einfach nicht fand! 

Davon abgesehen, ist es im Dunkeln auch besonders nervig, wenn man den Funkempfänger auf der Kamera anbringen, mit einem Kabel mit der Kamera verbinden muss und das Ganze dann nicht "funzt"!

Aus diesem Grund habe ich mir von Phottix auch noch den Kabel-Fernauslöser mit Timer geholt und hatte ihn gestern im Einsatz. Ich werde Euch bei Gelegenheit noch einen Test des TR-90 vorstellen, aber an dieser Stelle sei schon einmal bemerkt, dass er seine "Feuertaufe" bestanden hat!


Oje, ich sehe gerade, dass die Bilder hier völlig "verändert" werden. Wer also bessere Versionen sehen möchte, der gehe bitte auf meine "500px-Seite"

Okay, wo war ich?! - Ja, die ersten Versuche. Wieder was gelernt! Versuche nie auf einem Gefälle einen Orb zu "produzieren! Davon abgesehen, hatte ich auch nur zwei Lichtfarben dabei.
Mein Fotokumpel stellte sich a) außerdem geschickter an und war konzentrierter und b) hatte mehrere Lichtfarben im Angebot, so dass er die "Orbs" baute. - Ich bediente primär die Kameras und führte die farbige Nachbelichtung durch. Hier waren meine Lichthülsen mit verschiedenen Folien eine große Hilfe!



Mit den Ergebnissen waren wir eigentlich sehr zufrieden, besonders wenn man bedenkt, dass wir das bisher noch nicht sooo häufig gemacht haben! - Zwischendurch fing es an zu regnen, aber davon ließen wir uns nicht abhalten.

Wen es interessiert, die Belichtungszeit bei den gezeigten Bildern fing so bei 320 Sekunden an und war am Ende über 450 Sekunden lang. Wenn ich ehrlich bin, hätten wir etwas abblenden können, aber weder bei der Bildkontrolle der Spitzlichter noch im Histogramm hatten wir Hinweise für die, im Bild doch vermehrt ausgefressenen, Lichter der hinteren Gebäude gesehen. Wieder was gelernt!



Am Ende habe wir noch etwas experimentiert! Wir haben zunächst Bilder mit Stahlwolle gemacht und dann wollten wir einen "Tunnel" graben, wobei sich zeigte, dass dieses Mal meine Lichter und mein Vorgehen ein besseres Ergebnis brachte. Dann versuchten wir uns an einem "Ufo", wobei ich auch wieder etwas Pyrotechnik einsetzte...Hier machten wir allerdings den "Fehler" das Schloss am Ende zu stark zu beleuchten, wodurch das Ufo doch etwas in "Mitleidenschaft" gezogen wurde...

Nächster Lernpunkt!



Um 21.00 Uhr verabschiedeten wir uns vom Schloss mit einem etwas krummen Orb "à la Helmut" und packten unsere Sachen zusammen...

Es hat tierisch Spaß gemacht, auch wenn ich wieder gestunken habe, als würde ich in einer Gießerei arbeiten und freue mich schon auf die nächste Gelegenheit!

Sonntag, 3. November 2013

Filter-Fiasko-Teil 3 oder "Die dunkle Seite..."


Nach meinem gestrigen Post kommt hier nur ein kleiner Nachtrag.

Ich wollte doch nun wirklich ausprobieren, wie sich die Verwendung von zwei Graufiltern auswirkt.

Ich hatte eigentlich vor Architekturaufnahmen zu machen, aber wer konnte schon ahnen, dass in Bonn verkaufsoffener Sonntag ist und daher in der Stadt einfach "die Hölle los war"...

Also ging es auf die anderen Rheinseite, wo ich mir von dem alten Baum am Wegesrand und einem schönen herbstlichen Wolkenhimmel ein gutes Motiv versprach.

Nach der mehrfach beschriebenen Vorgehensweise habe ich bei der Belichtung den ND 3.0- und den 0.9-Filter zusammen vewendet, was mir eine Belichtungszeit von sechzig Sekunden ermöglichte.

Ich glaube, dass ich jetzt die einzelnen Schritte einer Langzeitbelichtung im Kopf habe und ich freue mich auf die kommende Zeit auf Mallorca, wo ich hoffentlich noch mehr darüber erfahre und vor allem noch ein paar schöne Bilder einfangen kann...

Sonntag, 27. Oktober 2013

"Ohne Fleiß kein Preis!" - Langzeitbelichtung am Tag (Teil 2)


Ich könnte auch schreiben, "ohne Schweiß...". Denn nachdem ich an diesem letzten warmen Tag im Oktober mit meiner Arbeit fertig war, wo ich nicht genug Arme hatte, für Smartphone mit App für die Berechnung der Belichtungszeit, für Filter an- und abschrauben und für die Bedienung des "Aion", war ich echt "platt" aber glücklich!!!

Nach den Erlebnissen des letzten Males habe ich zwei Dinge gemacht: Zum Einen habe ich mir zwei neue Graufilter gekauft. Einen, der 10 Blenden "schluckt" und einen der 3 Blenden "schluckt". Ich hatte mit meinem geliebten "Slider" doch echt Probleme die Belichtungszeiten richtig steuern zu können bzw. fand mich eigentlich die ganze Zeit im "Trial and Error"-Modus wieder, in dem ich nach Histogramm die Belichtungszeiten herauf- und herunterregelte.

Zum Anderen habe ich mir das Buch von Ronny Ritschel noch einmal zuden Themen "Filter" und  "Aufnahmeprozesse" durchgelesen. Übrigens gibt es in diesem hervorragenden Werk auch sehr gute Beschreibungen des "Workflows" der späteren Bildbearbeitung in Lightroom. Aber das wird vielleicht mal ein eigener Post...

"Gesagt - Getan" Am gestrigen Samstag bin ich dann bei schönem Wolkenhimmel  und Sonne zu einer ehemaligen Tongrube in Bonn gefahren, die jetzt ein malerischer See in einem kleinen Wäldchen ist.

Nachdem ich einen Platz für ein entsprechendes Bild gefunden hatte, folgten die üblichen Schritte zur Vorbereitung. Beim eigentlichen Fotografieren habe ich dieses Mal Aufnahmen in A-Modus gemacht und mir die Belichtungszeit gemerkt. Dann habe ich über die oben genannte App, die Zeiten abgelesen, die ich beim Einsatz der jeweiligen Filter im manuellen Modus als Belichtungszeit an der Kamera einstellen wollte.

Am Beispiel des Fotos ergaben sich bei ISO 100 und Blende f9 eine Belichtungszeit von 1/125s. Beim stärkeren Filter wurden daraus 8s...Voilà! Das Ergebnis seht Ihr oben!


Ich habe dann noch weitere Belichtungen mit anderen Blenden- und Belichtungszeiten-Einstellungen gemacht, aber leider fielen bei diesen hinterher die beschriebenen Sensorflecken auf!

Ich bin zufrieden, dass ich das jetzt so halbwegs gut wieder "auf die Reihe bekommen" habe und freue mich schon auf die neuen Motive und Aufgaben der Fotoreise in zwei Wochen.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Filter-Fiasko oder "Langzeitbelichtungen am Tag"


Nachdem ich im letzten Post von meinem "Freund Aion" berichtet habe, ging es gestern darum, dass er seine Fähigkeiten einmal im Außeneinsatz beweist. Es bewieß sich, dass man sich  intensiv mit seiner Ausrüstung beschäftigen sollte, wenn sie eine Hilfe sein soll. Ich muss sagen, dass ich von dem Auslöser nun völlig überzeugt bin und froh, dass ich ihn erworben habe...

Aber das zu den positiven Erfahrungen des gestrigen Tages!...

Die eigentliche Idee war, nachdem ich von den Ergebnissen meiner Langzeitbelichtungen in der Dunkelheit sehr zufrieden war, jetzt das Thema "Langzeitbelichtungen am Tag" anzugehen.

Mein Ziel war es dieses Mal ganz strukturiert vorzugehen...

  1. Motivwahl - Ich suchte mir ganz bewusst eine Stelle in Bonn aus, von der ich mir vorstellte, dass ein "Blickfang" in Verbindung mit viel Himmel und einem fließenden Gewässer (Rhein) einen guten Ausgangspunkt für Bilder liefern könnte. 
  2. Ausrüstung - Da es um Langzeitbelichtungen geht, ist klar, dass ich also mit Stativ und einem Fernauslöser arbeiten würde. Bei den Objektiven habe ich sowohl das Weitwinkelobjektiv, als auch eine mittlere und eine Tele-Brennweite mitgenommen. Filter sind natürlich auch "Pflicht", aber dazu später...
  3. Kameraeinstellungen - Klar, ISO auf 100 und dann?! Um auch die letzten Erschütterungen der Kamera auszuschließen, mit der Spiegelvorauslösung (MUP) arbeiten. (Ja ich weiß! Zweimal drücken! Der erste Druck klappt den Spiegel herunter, der zweite löst die Belichtung aus!) Dann habe ich bei der Blendenvorwahl (A-Modus) eine Blende von f16 gewählt und zwei Dinge getan. Erstens vorfokussiert, um später den Autofokus deaktivieren zu können und zweitens die Belichtungszeit gemessen, um später die entsprechenden Belichtungszeiten entweder rechnerisch oder anhand des Histogramms einstellen zu können (Klar, im M-Modus!)
  4. Filter - Ja, ich wollte es mir einfach machen, habe zwar die Plattenfilter von Cokin eingepackt, war aber fest entschlossen wieder mit meinem Slider zu arbeiten. 
Okay, hier verlasse ich `mal den strukturierten Verlauf, denn ich verließ ihn auch gestern!
Nach Anbringen des Sliders (mit den gemerkten Werten für Blende und Belichtungszeit) versuchte ich die jeweiligen Steigerungen der Belichtungszeit unter Berücksichtigung des Filters, den ich zu diesem Zeitpunkt auf die höchste Stärke gestellt hatte, zu bemessen und einzustellen.

Oje, was ich auch an Belichtungszeiten wählte, es war entweder zu lang oder zu kurz. Ich musste mir eingestehen, dass ich nicht verstand, wie ich eine gute Kombination von Blende und Zeit erreichen sollte...Also ging ich dazu über allein nach dem Histogramm zu arbeiten, was natürlich die Wasser- und Wolkenbewegungen völlig "plattbügelte"!

Zu allem Überfluss stellte ich bei der Kontrolle der Bilder fest (natürlich hatte ich es vermieden bzw. es ist garnicht möglich mit "Live-View" zu arbeiten), dass  in den Bildern bzw. deren Ecken hässliche schwarze Rundungen zu sehen waren.

Auf dieses Phänmomen konnte ich mir echt keinen Reim machen, wie ich hinterher von Frank von  "beste Fotoschule von Welt" erfuhr, muss ich beim Anschrauben des Sliders bzw. später diesen wohl "überdreht" haben...Auch wieder ´was gelernt!

Ich ging also zu "Plan B" über und versuchte mit den Plattenfiltern zu arbeiten. Aber was schon nicht beim Slider funktionierte, klappte natürlich auch nicht bei diesen! Ich schaffte es einfach nicht, die Belichtungen so hinzubekommen, dass z.B. die Wasseroberfläche "beruhigt" wirkte und zugleich die Wolken eine Spur von Bewegung bekamen...Echt frustig!

"Man lernt nie aus!" Also werde ich mich wohl noch  einmal damit beschäftigen müssen und bin natürlich froh und dankbar, dass das Thema auf der kommenden Fotoreise intensiv behandelt wird!...

Wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Bis bald!




Sonntag, 13. Oktober 2013

Fernbeziehung - Teil 2 - Bericht über den Phottix Aion


Ich habe im Mai bereits meine ersten Eindrücke über den Aion der Firma Phottix gepostet.

Jetzt ist es an der Zeit einen kleinen Bericht zu diesem Gerät zu schreiben.

Ich habe mir diesen Fernauslöser gekauft, weil ich ihn (natürlich) für meine Langzeitbelichtungen verwenden wollte, aber er sollte auch eine Serienbildfunktion haben, damit ich die entsprechenden Bilder für HDR-Aufnahmen erstellen kann.

Das und vor allem die Haptik des Gerätes waren die ausschlaggebenden Kaufentscheidungen, denn ich war es bei den Langzeitbelichtungen im Dunkeln echt leid, in einer Hand den Kabelauslöser und in der anderen Hand mein Smartphone mit der Stoppuhr-Funktion zu halten...

Ja, aber wie in jeder guten Beziehung mussten der Aion und ich uns, nach der ersten Euphorie, erst einmal an einander gewöhnen... Was er mir zu bieten hatte, erschloß sich nicht direkt!

Aber schön der Reihe nach! Nach Montage des Empfängers und Verbinden desselben auf und mit der Kamera, kann es nach Anschalten beider Geräte auch schon losgehen.

 Wie man sehen kann, sind Knöpfe und Display sehr übersichtlich.  Ich erspare mir hier die einzelnen Funktionen (wer das wissen möchte, folgt bitte diesem Link), sondern gehe nur auf einzelne Dinge ein.

Was man als erstes und wohl auch am meisten macht, ist mit der "Modustaste" oben links, durch die einzelnen Auslösefunktionen zu gehen. "S" für Single also eine Auslösung, "C" für Continous in diesem Fall eine Serienaufnahme von fünf Bildern, "B" wie Bulb also die Langzeitbelichtung, wenn die Kamera auch auf diese Funktion eingestellt ist(!), "2s" mit Auslösung eines Bildes nach zwei Sek. und schließlich die eigentliche "Timer2-Funktion...


 Soweit so gut! Als Erstes wollte ich mich nun genau mit diesem Funktionen beschäftigen und blieb schon bei der Zweiten, der Serienbildfunktion hängen bzw. verzweifelte daran!...

Egal, was ich für ein Objektiv verwendete, welche Bedingungen herrschten oder was ich auch einstellte, ich konnte dem Empfänger nur ein gelangweiltes "Piepen" entlocken und die Kamera löste kein einziges Bild aus! - Erst eine Email an die "Service-Hotline" brachte Klarheit, dass wenn die Kamera keinen Fokus findet oder das Objekt zu nah ist, die Auslösung dieser Funktion verweigert wird. Nachdem ich das verstanden hatte, klappte die Funktion hervorragend!

Die Bulb-Funktion funktionierte dahingegen direkt ( wenn die Kamera auch auf diese Funktion eingestellt ist!) und ich bin echt zufrieden mit dem Auslöser, denn ich kann jetzt auf dem schön hell zu erleuchtenden Display ablesen, wie lange die Belichtung dauert und sie beenden, wann ich will.

Diese Funktion kann sicher umfangreicher im eigentlichen Timer-Menu eingestellt werden, wie ich schon im anderen Post geschrieben habe, aber aus lauter Bequemlichkeit habe ich mich damit noch nicht beschäftigt.

Das trifft auch auf die weiteren Programme und Möglichkeiten zu. Intervallaufnahmen mache ich nicht und für die HDR-Bilder nutze ich entweder die reine Serienbildfunktion oder steuere die einzelnen Aufnahmen selbst, als die Belichtungszeiten vorzuberechnen und einzuprogrammieren.

Also Ihr seht, der kleine Aion und ich sind doch noch Freunde geworden und ich hoffe, dass diese Freundschaft noch lange halten wird!..

Bis bald!



Samstag, 12. Oktober 2013

Ich steh´im Regen und warte... - Langzeitbelichtung Teil 4

Das war eigentlich eine gute Gelegenheit.

Ich hatte gehört, das der Post Tower am gestrigen Abend mal nicht im "klassischen" Gelb, sondern in Pink oder Lila iluminiert werden sollte und entschloß mich daher dazu, ein paar Bilder davon zu machen.

Bei 12° C und REGEN! machte ich mich also mit "kleinem Besteck" auf den Weg. Ich bin bei diesen Gelegenheit immer echt froh, dass ich mir dieses tolle und leichte Stativ von Feisol gekauft habe. Wer möchte kann sich gerne noch einmal meine Berichte dazu durchlesen, aber ich bin insbesondere wegen des niedrigen Transportgewichtes, des kleinen Packmaßes und der Stabiliät immer wieder "hin und weg" und lasse seitdem mein schwereres Stativ zuhause...

Wo, wir gerade von den Vorbereitungen sprechen! Ich war in dieser Woche ein bisschen genervt, weil mein Fernauslöser, den ich mir extra für diese Gelegenheit gekauft habe, "Zicken" machte...
Das heißt, er löst bei Serienaufnahmen nicht aus, wenn die Kamera immer wieder den Fokus verliert und im "Bulb-Modus" löste er dann `mal zwischendurch eine Serie aus!...
Ich muss mich mit dem Ding noch einmal intensiver beschäftigen, aber an diesem Abend habe ich mich dann lieber auf den "klassischen" Kabelauslöser verlassen!...

An der Location angekommen, habe ich im Auto schon das Weitwinkelobjektiv auf die Kamera geschraubt. Ich bin dann zu der Stelle gegangen, an der ich meine Fotos machen wollte, habe ein paar Probeaufnahmen aus der Hand und in der Blendenvorwahl geschossen und dann die Kamera auf´s Stativ gesetzt.

Okay, mit welchen Einstellungen habe ich dann am Ende fotografiert?! - Die Kamera wird auf ISO 100 eingestellt und fotografiert wird selbstverständlich im manuellen (M-) Modus. Da ich lange belichten wollte und den schönen "Sterneffekt" um die Lichter haben wollte, stellte ich die Blende auf f22. Die Belichtungszeit habe ich auf "Bulb" gestellt und konnte so die Belichtungszeiten frei wählen und zwar mit dem Fernauslöser und der Stopuhr auf meinem Mobiltelefon. Bei dem obigen Bild kam dabei eine Belichtungszeit von 95 Sek. heraus und mir gefiel das Resultat, auch wegen der Lichtspuren am Rand, gut.

Ich habe dann noch zweimal die Position gewechselt, aber bei der ersten habe ich nicht mehr daran gedacht, dass ich zwischenzeitlich das Glas des Objektives abwischen sollte und so habe ich leider unbemerkt Aufnahmen mit Tropfen gemacht.


Bei der dritten und letzten Location hatte der Regen "Gott-sei-Dank" nachgelassen und wenn das Bild auch nicht sehr spektakulär ist, hat es für mich eine besondere Bedeutung! Es hat einfach riesig viel Spaß gemacht die Bilder zu schießen!!!

Montag, 8. Juli 2013

Langzeitbelichtung - Man muss warten können!


Liebe Blogleser!
Wie bekommt man eine vielbefahrene Autobahn wie die A3 an einem Sonntagnachmittag leer?!

Ganz einfach, man ruft den Regierungspräsidenten an, sagt dass man Geburtstag hat, der lässt durch mehrere Fahrzeuge der Autobahnpolizei die Autobahn in beide Fahrtrichtungen sperren und man kann in aller Ruhe seine Fotos schießen!...

Spaß beiseite! Es geht um das Thema "Langzeitbelichtung" und den "Einsatz von Graufiltern"!

Ich habe schon ganz zu Anfang die "ersten Versuche" mit Graufiltern beschrieben und in einem anderen Post ein paar Tipps zum Arbeiten mit Graufiltern gegeben.  

Ich finde diese Art des Fotografierens ziemlich spannend und daher zog es mich gestern auch wieder hinaus, um ein paar Aufnahmen zu machen. Okay, ich war leider nicht immer erfolgreich! Aber "Übung mach bekanntlich den Meister!"

Location: Wie ich bei meinem anderen Versuch gelernt hatte, eignen sich keine Strassen oder Wege, die gerade vom Fotografen weglaufen oder im Bildausschnitt so groß sind, dass die Fahrzeuge nach der Belichtungszeit nicht aus dem Bild verschwinden. Die Gefahr von "Geisterbildern" ist in diesem Fall extrem groß und sollte daher beachtet werden.

Ein zweiter Grund für die Wahl dieser Autobahnbrücke in der Nähe war außerdem, dass ich auch auf der Suche nach einer geeigneten Stelle für das Aufnehmen von "Lichtspuren" war und von daher diente der Ausflug auch einem "Location-Scouting".

Ausrüstung: Jeder Fotograf hat für die Durchführung von Langzeitbelichtungen sicher seine "Lieblinge" an Filtern. Ich muss sagen, seit ich nach der genialen Fotoreise im Februar voll auf einen "Fader" stehe. Ein "Fader" ist ein variabler Graufilter, der auf das Objektiv geschraubt wird und mittels eines Einstellringes um bis zu 10 Blendenstufen angepasst bzw. abgedunkelt werden kann.

Weitere wichtige Utensilien sind natürlich ein Stativ und ein Fernauslöser, denn wir reden hier von Belichtungszeiten zwischen fünf und zwanzig Sekunden.

Fotografieren: Angefangen habe ich damit, dass ich mir eine Stelle auf der Brücke suchte, von der mit das Motiv am besten gefiel. Okay, es war die zweite Wahl, denn die erste Stelle war genau über der Fahrspur, wo der Verkehr mir entgegenkam und ich wollte niemanden "irritieren"...

Dann Position für das Stativ finden (in meinem Fall ca. 60 cm über dem Boden), Filter auf´s Objektiv und Kamera auf dem Stativ befestigen.

Fotografiert habe ich im manuellen Modus. Zunächst habe ich aber auf einen Punkt etwa in der Mitte des Bildes fokussiert und das Bild scharf gestellt. Dann habe ich auch am Objektiv auf "M" gestellt, damit sich der Fokus nicht mehr verändert bzw. wenn der "Fader" auf Maximum steht, die Kamera nicht den Fokus verliert.

Im manuellen Modus habe ich eine Blende von 22 eingestellt, den Fader auf die höchste Stufe gestellt und mich in den Belichtungszeiten bis auf zehn bis 15 Sekunden gesteigert. Die Zeit hatte ich vorher abgeschätzt, die ein Auto ungefähr braucht, um das Bild zu "durchfahren".

So ein Mist! Wieso werden die Bilder so hell??? - Richtig! Ich hatte vergessen eine wichtige Sache ebenfalls einzustellen! - Den ISO-Wert!!! - So habe ich schön die ersten Bilder mit ISO 400 gemacht und mich gewundert...


Nach einigen Bilderreihen habe ich dann die Brückenseite gewechselt und hier war leider der Fluchtpunkt der Strasse nicht ideal. Es resultierten viele "Geisterbilder", wobei ich hier noch mit Hilfe von Lightroom 4 das Beste d´raus gemacht habe...Wohlgemerkt die Aufnahmen wurden bei strahlendstem Sonnenschein um 16.00 Uhr nachmittags gemacht!

Beim nächsten Mal muss ich daran denken, dass es das "magische Dreieck" aus Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert gibt...
Und ich sollte mir noch einmal Gedanken über den Bildaufbau machen!

Bis dann!

Euer Helmut




Sonntag, 26. Mai 2013

Fernbeziehung - erster Eindruck des Phottix Aion


Nein, es geht natürlich nicht um Fernbeziehungen sondern um Fernauslöser!

Genauer gesagt, möchte ich Euch die ersten Eindrücke meines neuen "Schätzchens" schildern, es handelt sich dabei um den Aion der Firma Phottix

Wozu brauche ich eigentlich einen Fernauslöser? Ich brauche ihn für verschiedene Einsätze: Da wären zunächst meine Selbstportraits. Okay, das mag jetzt dämlich klingen, aber gerade bei der Studio- oder Blitzfotografie probiere ich Einstellungen und Setups erst einmal alleine aus. Dabei will ich natürlich nicht andauernd mit dem Timer arbeiten und ständig zur Kamera rennen, um ihn neu zu starten...

Das zweite und natürlich wichtigste Einsatzgebiet sind Langzeitbelichtungen und genau das war der Grund, warum ich mir einen ordentlichen Funk-, Fernauslöser gekauft habe. Mir ging nämlich am meisten auf die Nerven, dass ich besonders bei Nachtaufnahmen neben dem Auslöser (den ich mehr intuitiv als gezielt bediente) auch noch mein Handy oder meine Uhr brauchte, um die Belichtungszeit zu messen...

Warum nun genau diesen Fernauslöser? Okay, das ist einfach Geschmacksache. Es sollte ein Auslöser mit verschiedenen Funktionen sein und auch per Funk arbeiten. Das Gute beim Aion ist allerdings, dass man den Sender auch mittels Kabel direkt mit der Kamera verbinden kann.
Ansonsten kommt eigentlich nur der Giga T Pro II von Hähnel in Frage. Ich habe mich eigentlich wegen der Haptik für den Aion entschieden und wegen der in meinen Augen besseren Beleuchtung, aber wie gesagt, das ist persönliche Geschmacksache...

Kommen wir nun zu den eigentlichen Eigenschaften bzw. Funktionen des Aion. Einschalten muss man Sender und Empfänger separat und auch das Ausschalten muss man bei beiden Teilen durchführen. Jeweils eine kleine Leuchte signalisiert, dass die Geräte in Funktion sind.

Der unterste Knopf ist der "Auslöser" mit dem sich bei halben Durchdrücken fokussieren lässt und dann beim vollen Drücken ausgelöst wird. Das Fokussieren musste ich erst ein wenig üben aber dann klappte es problemlos. Die eben beschriebenen Leuchten zeigen die jeweilige Funktion an, das ist natürlich schön, wenn man sich etwas entfernt von der Kamera aufhält. Die LED am Sender leuchtet beim Fokussieren grün und beim Auslösen rot. Am Empfänger blinkt sie beim Einschalten grün, leuchtet ebenfalls grün beim Fokussieren und rot beim Auslösen.

Zwischen Display und Auslöser befinden sich die anderen Einstellknöpfe. In der Mitte ein "Cursor" und links oben die "Modustaste" die gleichzeitig den Signalton für verschiedene Funktionen aktiviert oder deaktiviert. Darunter findet sich die Beleuchtungstaste, die auch zur Aktivierung der Tastensperren dient. Rechts ist dann oben der An- /Aus-Schalter und darunter der "Startknopf" für die verschiedenen Funktionen (Intervall, Timelapse usw.)

Beim Einschalten des Auslöser erscheint im Display zunächst einfach ein "S", das bedeuttet, dass eine einzelne Auslösung erfolgen kann. Mit dem Cursor kann man diese Funktion auf "C" = Continous stellen, als Gruppen von fünf Fotos machen. - Das hat bei mir nicht auf Anhieb geklappt, aber ich übe ja noch!...

Dann gibt es noch die "B" = Bulb-Einstellung und eine Einstellung bei der mit zwei Sekunden Verzögerung fotografiert wird.

Jetzt erst wird es etwas schwieriger - die Timerfunktionen!

Mit der oberen linken "Modus-Taste" kann man zwischen verschiedenen Modi wählen:
  • DELAY - Aufnahme-Verzögerung also Selbstauslöser mit Zeitwahl
  • LONG - Langzeitbelichtung also programmierbare Langzeitbelichtung wenn die Kamera in den Bulb-Modus versetzt wurde
  • INTL - Intervall: Der Timer nimmt Fotos in programmierten Abständen auf
  • N - Anzahl: Anzahl der Fotos, die während des Programms ausgelöst werden. Dabei können 1-199 oder unendliche Aufnahmen eingestellt werden
  • BKLN- Bracketing: Hiermit können Belichtungsreihen erzeugt werden, wobei allerdings einige Rechnerei erfolgen muss...
Fazit: Ich bin von dem Ding total begeistert. Er kann als Kabel- oder Funkauslöser benutzt werden, ist robust, liegt gut in der Hand und das Diplay ist sehr gut beleuchtet. Einfache Auslösung und Timerfunktion sind getrennt. Die Timereinstellungen erschließen sich nach einmaligen Lesen der wenigen Seiten im Handbuch von allein...

Ich werde weiter berichten!