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Samstag, 24. Oktober 2015

Quickreview - Kameraholster der Firma "Andoer" - Oder: "Zieh´Fremder!"


In diesem Posting geht es mal wieder um Eins meiner Lieblingsthemen. Wie transportiere ich meine Kamera, wenn ich sie nicht die ganze Zeit in der Hand halten möchte, sie aber auch griffbereit halte!? 
Wie Ihr aus einem früheren Posting wisst, habe ich in den Zeiten der DSLRs die Gurte der Firma Carryspeed geschätzt und auch viel genutzt. Ich hatte den Gurt für eine und für zwei Kameras und fand besonders gut, dass die Verbindung zur Kamera mit einer Platte erfolgte, die Arca-Swiss-kompatibel war und die Kamera bei Bedarf so ganz einfach auf meine Stativköpfe gesetzt werden konnte, ohne die Halterung auszutauschen. 


Als ich dann auf das spiegellose System von Olympus umstieg, erschienen mir die Gurte von Carryspeed doch reichlich überdimensioniert und unpraktisch. Ich begab mich also erneut auf die Suche nach einer Alternative. Schnell wurde klar, dass ein Nacken- oder Schultergurt eigentlich nicht in Frage kommt, aus den eben genannten Gründen. Systemplatten, die an den Hosengürtel oder die Riemen von Taschen oder Rucksäcken montiert werden, gefielen mir ebenfalls nicht!...

Ein Gürtel- oder Holstersystem schien daher die Alternative zu sein, aber das einzige Gurtsystem, das es bis dahin auf dem Markt gab und das ich mir auch schon auf der letzten Photokina angesehen hatte, hielt ich schlicht und einfach für überteuert! 

Da traf es sich sehr gut, dass ich regelmäßig die Videos der FF-Fotoschule aus Hamburg bei YOUTUBE verfolge! Hier wurde im Sommer der Kameragürtel der Firma Andoer vorgestellt! Was soll ich sagen, bei dem Preis-Leistungsverhältnis musste ich bei Amazon einfach zuschlagen und bestellte mir direkt beide angebotenen Versionen! 


Ich hatte das System jetzt schon mehrfach im Einsatz und bin, nach einer Eingewöhnungsphase, echt begeistert. 
Der Gürtel lässt sich in der Länge verstellen (zum negativen Punkt diesbezüglich komme ich noch!) und das Gurtschloss hat eine zusätzliche Arretierung, die gedrückt werden muss, um das Gurtschloss zu öffnen und so kann das Schloss nicht aufspringen oder geöffnet werden, wenn oben und unten Druck auf das Gurtschloss besteht...
Der Kugelkopf der Carryspeed-Platte, die ich weiterhin verwende (Nein, ich benutze nicht den vorgesehenen Adapter !) passt genau in die Halterung am Gurt. Ein Schloss verhindert, dass die Kamera aus Versehen nach Oben herausgedrückt oder von jemand herausgenommen werden kann, denn zum Lösen muss eine Arretierung geöffnet werden. 


Ich habe die Gurte jetzt schon mehrfach mit einer oder zwei Kameras im Einsatz gehabt und bin sehr zufrieden. Zwei Dinge stören mich aber "leicht"! Die eigentlich Kamerahalterung ist auf der Rückseite mit zwei kleinen Schrauben fixiert, die offenliegen. Ich habe so etwas Bedenken, dass sie Kratzer oder Löcher an darunterliegendem Stoff machen können, obwohl ich das bisher nicht beobachten konnte. 
Das Zweite und das hat schon Frank Fischer in seinem Video erwähnt, ist, dass bei einer entsprechenden Verstellung des Gürtels kein Klettstoff der einen Seite des Gürtels mehr auf den Hakenstoff der anderen Gurtfläche trifft. Hier hat mir Frank netterweise mit einem Klettstück ausgeholfen, dass ich auch zwischen die beiden Gurthälften stecke!...
Ich denke mal, dass ich bei der Photokina im kommenden Jahr mal gucke, ob ich den Anbieter treffen kann, um ihn von einer "Anpassung" seines Produktes zu überzeugen. Bis dahin werde ich aber sicher noch einige Touren mit dem Gurtsystem hinter mich bringen und gucken, ob es hält, was es bisher verspricht! 
Mich würde jetzt wirklich mal interessieren, was den Preis des bisherigen "Marktführers" rechfertigt. Vielleicht hat der Eine oder Andere ihn im Einsatz und schreibt mir seine Meinung als Kommentar unter das Posting. Ich bin gespannt!

Vielen Dank an dieser Stelle für den Hinweis von #bestefotoschulevonwelt !!! Wenn Ihr vorhabt, den oder die Gurte zu kaufen, dann folgt doch bitte dem Link unter dem Video! So gibt es einen kleinen Bonus für die Fotoschule und sicher in Zukunft weitere tolle Tipps! 

Sonntag, 5. Oktober 2014

Heute mal anderes Licht - oder auch: "Harte Zeiten!"


Nach dem Wochenende mit Lichtkunst hatte ich eigentlich mal wieder Lust darauf Menschen zu fotografieren. Leider platzten aber die Verabredungen kurz vor dem verlängerten Wochenende und so entschloss ich mich wieder etwas zu probieren...

Ich muss aber vielleicht noch einen Schritt zurückgehen. Wie ich Euch schon einmal geschrieben habe, bin ich vor einiger Zeit auf den Fotografen Robert Maschke gestoßen. Ich fand seine Arbeiten sehr faszinierend und mir gefiel der Bildstil sofort. Ach, was soll ich sagen...Die Bilder sind einfach der "Hammer"!!! und ich kann Euch nur dringend raten, sie Euch anzusehen!

Davon mal abgesehen, dass er den Bildern seine Aussage und Signatur gibt, finde ich den Stil sehr schön und passend für die jeweilige Idee oder das Motiv. Ich wollte einfach mehr darüber erfahren, um es in mein Wissen aufzunehmen und bei der entsprechenden Gelegenheit anzuwenden.

Leider gab es bisher keine Gelegenheit ihn bei der Arbeit zu sehen, aber dann erfuhr ich, dass er auf der Photokina sein würde. Ich habe es leider nicht geschafft zu den Aufritten zu gehen, aber es gab Berichte darüber und er hat in einem Beitrag auf Facebook sein Vorgehen beim Fotografieren gezeigt.

Als ich dann gelesen habe, dass er anbietet über entsprechende Bilder zu schauen, war für mich sonnenklar, dass ich diese Gelegenheit nutzen wollte.

Okay, kein Model! - also "Selfie"- Check!, kein Studio gemietet! also "Homestudio" und alles nutzen, was da ist! - Check!... Ach, Mist! Irgendwas ist ja immer, aber der "Teufel sollte noch tiefer im Detail stecken"!...

Prinzipiell geht es um ein Bild mit Blitz. Das heißt Kamera auf´s Stativ und mit Funkauslöser versehen und dann den Systemblitz in den Oktaboxschirm und ebenfalls auf ein Stativ gestellt. 

Jetzt wurde es langsam kompliziert. Ich brauchte einen dunkel "Tunnel", damit das Licht nicht ungerichtet auf mich als Model fällt. In Ermangelung an Stellwände habe ich auf der einen Seite den langen dunklen Vorhang des Schlafzimmerfensters genutzt und auf der anderen Seite aus einem Galgenstativ, dass ich mit einer dunkelroten Wolldecke abgedeckt habe, die andere Seite erstellt. 

Jetzt kam das richtige Problem! Die Wand hinter mir, war hell gestrichen und viele dunkle Überzüge und Decken gibt es bei uns nicht! Also fand ich wenigstens noch einen Bettbezug, der halbwegs dunkel war, wenn auch gemustert und nagelte ihn an die Wand. 

Nächstes Problem! Blitz von oben gibt starke Schatten, muss also mit einem Reflektoren ausgeglichen werden. Schön, wenn man dann nur die Riesenteile hat, um Outdoor das ganze Model zu beleuchten. 

Ach, komm! Was soll´s! Los ging es! Das Bild, dass Ihr oben seht, obwohl es schon bearbeitet ist, zeigt die ersten Tests ohne die rückseitige Abschirmung. 


Hier kam ich schön näher an mein gewünschtes Ziel heran. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was das für ein Geeiere ist, wenn man erst einmal alles halbwegs eingestellt hat und dann kontrollieren will, wie das Licht ist, wie es fällt, auf welcher Höhe der Reflektor das beste Ergebnis bringt, das man guckt, dass die Brillengläser nicht spiegeln und, und, und... 

Das Ganze dann zwischen Bett und Zimmerwand! Echt ein Traum! Bei den Bildern sah ich aber noch ein anderes Problem. Ich konnte immer noch die Rückwand sehen bzw. es fiel Licht darauf. Okay, das sah aus, als würde ich bei Tante Minchen auf der Couch sitzen, aber das Ganze wollte ich bei der Nachbearbeitung ändern. Merke: nehme nie nie nie gemusterte Hintegründe, wenn Du nur Lightroom zur Verfügung hast...


Okay, da steht man vor der eigenen Kamera, hat den (Riesen-) Reflektor auf den Armen und versucht darunter den Fernauslöser zu betätigen. Das macht keine Freude! Nein, ist natürlich Quatsch. Es machte sehr viel Spaß, aber ich fand im Nachhinein, dass Lächeln oder freundlich gucken hier nicht wirklich passte und daher erspare ich Euch den Anblick. 


So und das ist dann das letzte Bild, das ich auch schon so bearbeitet habe, wie es mir gefällt. 

Ich habe das Bild bzw. das davor dann auch in der Diskussiongruppe auf Facebook eingestellt und netterweise schnell von Robert Maschke eine Nachricht erhalten, die mir für die Zukunft helfen wird. 

"Der Teufel steckt im Detail". Das ist zum einen, die Tatsache, dass man das Ausgleichen von Blitz und Reflektion eben nur nach Gefühl und nicht nach Ergebnis machen kann. Da ist zum anderen das Problem, dass Lightroom hier an seine Grenze stößt, wenn man gemusterte Hintergründe maskieren will. 

Egal, ich fand es hochspannend und freue mich schon darauf, das Erlernte bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit einzusetzen.



Sonntag, 21. September 2014

Photokina 2014 - Rückblick oder "It´s time for a revolution!?"...


" Die Foto (-grafen)-Szene feiert sich selbst" - "Sterben der Dinosaurier und Beginn der Neuzeit" - "Alles ist erlaubt und und der Ausgang ist offen!"...

Das sind die Überschriften, die mir zu meinem persönlichen Rückblick auf die diesjährige Photokina einfallen und meine Eindrücke zusammenfassen!.

Ich möchte diesen Post aber in zwei Abschnitte teilen. Der erste Abschnitt erzählt Euch von meiner zweitägigen Wanderung und erzählt, ob ich mit meinem Plan zurecht gekommen bin. Der zweite und letzte Abschnitt fasst dann meine Eindrücke zusammen und versucht die vielleicht provokanten Thesen zu erklären .

Wie ich Euch im letzten Post erzählt habe, wollte ich die zwei geplanten Tage auf der Photokina in Köln etwas systematischer gestalten. Ich wollte ganz gezielt Hersteller von Produkten aufsuchen, die ich entweder in Gebrauch habe oder die mich für die Zukunft interessieren, um "Feedback" zu geben und / oder mich beraten zu lassen. Außerdem sollte die Photokina dazu dienen, Gleichgesinnte und Freunde zu treffen und auch den einen oder anderen Vortrag zu genießen. 

Auf meinem Weg über die Photokina hat sich im Übrigen die App für das Smartphone voll bewährt. Das Einzige was nicht geklappt hat, war die "Matchmaking"-Funktion, aber das liegt wohl daran, dass ich a) sehr spät Anfragen für Gespräche gestellt habe und b) glaube, dass das Ganze nur im professionellen Umgang Erfolg hat. Naja, egal!...

Ich kann schon vorausschicken, dass ich Punkt 2 am meisten genossen habe. Es war wirklich klasse, Menschen wie Sven Schomburg von Photo-Schomburg das erste Mal zu treffen oder auch andere wie Frank Fischer von der FF-Fotoschule und Thomas Soddemann von echromatique-Fotografie wiederzusehen. Das waren aber nicht die einzigen und ich habe alle Gespräche sehr genossen und mich gefreut, neue Gesichter zu sehen und die alten Bekannten zu treffen. 

Beim ersten Punkt oder den, nennen wir es mal Produkten, waren meine Eindrücke doch schon sehr gemischt in Bezug auf meine kleine und persönliche Agenda. Ich habe mich sehr gut gefühlt bei der Firma Feisol, wo ich namentlich begrüßt wurde (alle Achtung!) und die Gelegenheit hatte, dem Repräsentanten "Löcher in den Bauch" zu fragen, mir Hilfe zu holen, aber auch das Gefühl hatte, meine Eindrücke vom praktischen Einsatz des Statives mit allen Stärken und kleineren Schwächen verstanden zu sehen! 

Das Gleiche gilt auch für die Vertretung von ThinkTank. Hier konnte ich Feedback zu meiner Lieblingsschultertasche, der Retrospective 20 genauso los werden, wie ich über neue Produkte informiert wurde, hier waren die Fototrolleys für mich von Interesse, wobei meine Ansprechpartnerin sich trotz hohem Aufkommen am Stand jede Zeit der Welt für mich nahm. Großes Dankeschön dafür!

Genau das Gegenteil erlebte ich aber auch bei zwei Anbietern. Okay, bei dem einen Anbieter bin ichja nach meinen Tests auch nur "teilüberzeugt" von den geprüften Produkten aber bei anderen, blieb mir schlichtweg "die Spucke weg"! Beim ersten Hersteller, sprach ich mit einem, ich denke mal "Promoter" und schilderte ihm meine Erfahrungen und erzählte von meinen "Tests". Im Augenwinkel konnte ich sehen, dass eine Frau und ein Mann in Anzügen interessiert zuhörten, aber keiner von beiden kam auf die Idee, das Gespräch zu suchen. Das empfand ich als nicht sehr kundenfreundlich und hätte mir einen anderen Umgang gewünscht...

Der "Knaller" war aber Stand des Anbieters meiner zwei Kameragurte. In meinen Augen dient diese Messe auch zum Austausch mit dem Kunden und nicht zum reinen Verkauf. Leider verlief das Gespräch hierzu doch sehr einseitig. Angesprochen auf die "Schwachstellen" der Gurte wurde nur auf erfolgte Änderungen verwiesen, wobei Fragen nach der Notwendig- oder Sinnhaftigkeit von Neuerungen nicht wirklich beantwortet wurden...Ich drücke das hier jetzt sehr sehr freundlich aus, aber die Enttäuschung, insbesondere wegen meiner positiven Einstellung für das Produkt, kann ich nicht in Worte fassen!...

Lassen wir es dabei bewenden! Wie ich erzählt habe, hatte ich noch andere Anbieter auf dem Plan und hier machte ich ganze gute Erfahrungen und konnte genau dass erzielen, was ich mir vorgenommen habe. 

In Bezug auf die angebotenen Vorträge und davon gab es viiiiiiele während der einzelnen Messetage, brach ich mein Vorhaben nach einigen Minuten ab. Der Fotograf, dessen Präsentation ich mir an einem kleineren Messestand ansehen wollte, hatte leider akustisch nicht die geringste Chance gegen die parallel stattfindende Großveranstaltung eines großen Herstellers und die "Zweiseiten-Beschallung" war einfach zu nervig...

Was ich aber festgestellt habe, ist, dass die Anbieter von was auch immer, die etwas erreichen wollen, die derzeitigen Stars der Fotoszene bei sich auftreten lassen und dabei lässt mich das Gefühl nicht los, dass es der Wunsch vieler Fotografen ist, (war es früher die gleiche Kamera oder Ausrüstung zu besitzen) jetzt genauso fotografieren und nachbearbeiten zu können wie ihre "Idole". Da hilft es natürlich, die Nähe "zum Volk" zu suchen und sich für Fotos zur Verfügung zu stellen, denn so etwas verbindet!

Im Gegenteil dazu scheint sich bei der "Hardware" ein Trend- bzw. Generationenwechsel anzudeuten. Lassen wir mal die etwas bigotte Äußerung manches "Szeneanführers" außer Acht, man solle sich nicht so sehr auf Kameras und Ausrüstung, sondern mehr auf das eigene (!?) Fotografieren konzentrieren (siehe Anmerkung oben!), dann stelle ich doch fest, dass die zwei großen Hersteller von DSLRs doch stark zu kämpfen hatten. So voll wie es noch vor zwei Jahren an deren Ständen war, so voll war es in diesem Jahr bei den Herstellern von spiegellosen Kameras. 

Auch ganz nüchtern betrachtet, in Bezug auf neue Produkte wie Kameras und Objektive, war diese Entwicklung zu beobachten. Den Besuchern der Messe entlockten die spärlichen Neuerungen im Portfolio von Canon oder Nikon nur ein müdes Lächeln und es zauberte ein "Leuchten in die Augen" wenn man von Fuji, Sony oder Olympus sprach...

Aber noch etwas anderes fiel auf. Während oben in den großen Messehallen, die neuen Sieger gefeiert wurden und die alten ihre Wunden lecken, schlendert man im unteren Bereich einer Halle an Dutzend Ständen asiatischer Anbieter vorbei, die den Markt in den kommenden Jahren, angefangen mit Systemblitzen bis hin neuerdings zu Objektiven für das MFT-System, weiter beeinflussen werden, denn ich war echt erstaunt bei welchen Produkten sie mittlerweile eine Konkurrenz darstellen. Ausgehend davon, dass die Produkte, die früher nur als schlechte Kopien belächelt wurden, immer besser werden, die Anbieter immer mehr Bereiche besetzen und sich das Ganze auch auf den Preis auswirkt, kann man dieser Entwicklung nur mit Spannung und Neugier entgegen sehen.

Mittwoch, 17. September 2014

Photokina 2014 - Ich komme!...oder " I am what I am!"


Mensch, für dieses Mal hatte ich mir sooo viel vorgenommen!

Das ist jetzt meine zweite Photokina, denn wir Ihr seht, habe ich mich 2012 schon ins Getümmel gestürzt und daraus gelernt!?...Richtig! es anders zu machen! 

Damals habe ich mir ein Zwei-Tage-Ticket gekauft, mich nicht informiert, was eigentlich geboten wird und hatte hinterher dicke Füße und einen leeren Kopf. Ich war einfach erschlagen von den riesigen Firmenauftritten, die zum Teil ganze Hallen füllten und wenn ich mich erinnerte, dass ich den einen oder anderen kleinen Anbieter für Systemblitze oder Belichtungsmesser besuchen will, dann war das nur mit "Tagesmärschen" verbunden! 

Mein erster Ansatz war, dass ich schließlich Blogger bin und deshalb wollte ich unbedingt die entsprechenden Veranstaltungen besuchen, um über Highlights des Marktes und neue Innovationen zu berichten!...Erstens bekam ich aber keinen Urlaub für die Woche und zweitens habe ich mich gefragt warum!?...

 " I am what I am!" und daher habe ich mir überlegt, was ich sehen und machen will: 

  1. Produkte, Neuerungen und Hardware - Ich werde die Photokina nutzen, um genau die Produkte und Neuerungen anzusehen, die zu meiner Fotografie und meinen Interessen passen. Ich möchte daher  den Stand von Olympus (Halle 2.2) besuchen, um mir die neuen Objektive der PRO-Serie anzusehen, werde mich an den Ständen der Hersteller herumtreiben, die lichtstarke Teleobjektive anbieten, zu den Herstellern von Filtern (Lee, Format Hightech usw.) und sicher auch zu Yongnuo und ThinkTank gehen, weil ich hier noch Produkte auf dem Wunschzettel habe!
  2. Vorträge und Wissen: Ich habe keine Lust auf ein Shooting, das sicher besser im Rahmen eines Workshops ablaufen würde und mehr bringt, aber ich finde, dass die Photokina und natürlich auch FotoTV (die geben dieses Jahr echt Gas!!! - Also schaut vorbei!) gute Fotografen und spannende Themen anbieten, die man sonst kaum zu Gesicht bekommt oder die Vorträge anbieten, die eher selten präsent sind. Gute Beispiele hierfür sind zum Beispiel der britische Fotograf Karl Taylor oder Robert Maschke. Bei letzterem bin ich allerdings sehr betrübt, dass ich ihn nicht "live" erleben kann, aber seine Fotografien sind einfach klasse!!!
  3. Socialising und Netzwerken: Was ich beim letzten Mal so gar nicht auf dem Screen hatte und worauf ich mich besonders freue, ist das Treffen von anderen Fotografen. Das sind jene, die meinen Weg beeinflusst haben, wie Frank Fischer, JanLeonardo Wöllert oder Thomas Leuthard und andere, die ich kennenlernen durfte und die ich menschlich und wegen ihrer Arbeit schätze und inspirierend finde.
Okay, wie setze ich das Ganze jetzt um: 

Vorausschicken möchte ich schon einmal, dass ich mich im Vorfeld bei allen Möglichkeiten um freie Tickets "bemüht" habe. Facebook bot dort entsprechende Möglichkeiten und so hatte ich das Glück zwei Karten "geschenkt" zu bekommen bzw. zu gewinnen. Besonders froh war ich, dass einer meiner "Sponsoren" die Firma Feisol ist, deren Stativ, das CT 3441S, ich immer noch für das beste "Immer-dabei-" und Reisestativ halte und die ich sicher an ihrem Stand in Halle 4.1 - Stand A39 besuchen werde!

Bleiben wir bei der Planung! Ja auch dabei bieten die sozialen Medien eine große Hilfe. Anstatt auf den Firmenseiten zu suchen oder sich durch alle möglichen Untermenus der offiziellen Seite der Photokina 2014 zu fräsen, habe ich mir im Vorfeld und auch jetzt die entsprechenden Informationen zur Lage der Stände und der täglich wechselnden Veranstaltungen als Termine auf meiner Facebook-Seite markiert und kann mich daran orientieren.

Wer nicht so sehr auf Facebook steht, dem sei die sehr gute Übersicht von Michael Omori Kirchner auf seiner Seite "fotografr.de" ans Herz gelegt. Hier findet Ihr eine sehr gute Aufstellung über die Firmen, die Euch interessieren könnten oder die Veranstalter, die ein Bühnenprogramm haben. Schaut doch einfach mal ´rein!

Was ich auch sehr hilfreich und gut fand, ist eine Applikation, die es für Smartphones gibt und die mir verschiedene Möglichkeiten bietet: 
  • Ausstellerverzeichnis mit persönlicher Merkliste
  • Produktverzeichnis
  • Interaktiver Hallenplan mit Routenplaner zum Messestand
  • Rahmenprogramm der Messe
  • Informationen zu dem Messegelände, zu den Öffnungszeiten,usw.
  • Shops & Services
  • Integrierter Zugang zu Matchmaking365, mit dem Sie bereits vor Messebeginn Ihre Anfragen an die Aussteller stellen können.
  • Synchronisierung mit der Kalender- und Adressbuchfunktion Ihres Smartphones
Vorbei sind also (hoffentlich) die Zeiten, wo ich mit Ausdrucken in der Tasche unterwegs war, um mir die entsprechenden Stellen zu suchen. Ich bin sehr gespannt, ob die Funktion des "Matchmakings"  wirklich so einfach funktioniert und werde sicher den Versuch starten meinen Besuch bei den Herstellern auf diesem Weg "anzukündigen". 

Was habe ich noch vergessen!? - Ach, ja! Das Thema: "Ich packe meinen Koffer und nehme mit...": 
Wir reden nicht von bequemen Schuhen und Kleidung, aber so wie auf dem Bild werde ich wohl auch nicht mehr herumlaufen. 

Ich werde vielleicht einen Kamerabody zum Testen von Objektiven mitnehmen, aber vor allem etwas zu schreiben, Visitenkarten, einen USB-Stick mit Bildern, die ich ausdrucken lassen kann (Thema - Portfolio) und das alles in einer großen Tasche, die Platz für "Mitbringsel" bietet und sich gut einige Stunden tragen lässt!...

Ja, und wenn der Messetag zu Ende ist, dann ist vielleicht auch noch Zeit für ein gutes Gespräch und ein kühles Bier bei einer Aftershow-Party!

Vielleicht sieht man sich! 

Stay tuned!