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Sonntag, 13. Dezember 2015

"PotzBlitz" - Teil 4 - Bericht über Teilnahme an Podcast bei "Fotophonie" und "Blitzgedönse" am Samstag!

    (Fotograf: Michael Klingler) 

Wow! Was war das für eine Woche! 
Nach den letzten Postings über "Blitzen" bekam ich erstens die Gelegenheit meine Erfahrungen in einem Podcast zu erzählen und zweitens war ich auf einem Workshop bei meinem geschätzten Fotografenkollegen Joerg Kampers von joerg kampers photography

Aber mal der Reihe nach! 
In einer der letzten Folgen der Podcasts von Fotophonie hatte ich gehört, dass Frank Fischer und Dieter Bethke, die diese Podcasts mit "viel Herzblut" betreiben und es schaffen viele interessante Themen rund um die Fotografie in kurzweilige Unterhaltung zu verwandeln, vorhaben, mich in einer neuen Folge zu meinen Erfahrungen zu befragen...

Am vergangenen Dienstagabend war es dann soweit! Wer eher auf das gesprochene Wort steht und neben meinen Postings auch noch viele viele andere Dinge über Technik, Ausrüstung und Tipps erfahren möchte, dem kann ich nur ans Herz legen, sich die Folge anzuhören.  

Ich war natürlich mächtig stolz, dass ich teilnehmen durfte und habe außerdem aus erster Hand erfahren (bzw. kann es nur erahnen!), wieviel Arbeit in solch einem Podcast steckt! 
Mann-oh-Mann! Allein meine ganzen "Ich sag mal..." "Äh´s" und Öhm´s" herauszuschneiden, die ich auf meiner Backup-Aufnahme am Tag danach noch einmal gehört habe, herauszuschneiden, verlangt mir einen großen Respekt gegenüber den Machern ab! 

Das und die Tatsache, dass ich allein in diesem Podcast wieder auf viele neue Dinge hingewiesen wurde, die das Fotografenherz höherschlagen lassen (MUSS ICH HABEN!!!), ist der Grund, dass ich ein paar (!) Bestellungen bei Amazon über die Affiliate-Links getätigt habe, die Ihr in den "Shownotes" auf dieser Seite findet!!! 

Also, wer die Jungs unterstützten möchte, nutzt bitte die Links, wenn man eh über Amazon bestellt! 

                           (Fotograf: Michael Klingler)

Danke, Jungs! Dafür, dass ich dem Reiz vieler neuer und hilfreicher Gadgets nicht widerstehen konnte! Ich habe mir die alternative Akkus und das tolle Ladegerät von HÄHNEL direkt bestellt und werde sicher über meine Erfahrungen (über überzogene Dispo´s...) Ähm! ...berichten!!! ;)

Am Samstag fand dann ein Workshop zum Thema "Blitzen" statt, den mein geschätzter Fotografenkollege Joerg Kampers ausgeschrieben hatte. Joerg, dessen Erfahrung als People-Fotograf, ich sehr bewundere, hatte sich nach meinen Erfahrungen beim Zombiewalk entschlossen einen Workshop in Bonn anzubieten.  

Beim Workshop, der unter dem prägnanten Begriff "Blitzgedönse" stand, verstand es Joerg aufgrund seiner großen Erfahrung und der sehr vermittelnden Art, kurz und knapp die wichtigsten Möglichkeiten und Mittel zu erläutern. 
Nach diesem theoretischen Teil, in dem ich leider NOCH MEHR! schöne Dinge gezeigt bekam, die ich gerne haben möchte, gab es drei typische Situationen, die es zu meistern galt und Teilnehmer konnte "nach Herzens Lust" das Erlernte umsetzen!

     (Fotografin: Silvia Reemen)

Da ich auch mal ein paar Bilder von mir haben wollte, die mal nicht mit dem Selbstauslöser gemacht sind, habe ich mich gerne als Model zur Verfügung gestellt und möchte mich an dieser Stelle bei den Fotografinnen und Fotografen bedanken! Überhaupt war es eine ganz "tolle Truppe" und ich habe mich gefreut "alte Bekannte" und viele neue Menschen kennenzulernen....

Wenn ich neben dem (von vielen verpönnten) Einsatz des TT-L-Modus bei den entsprechenden Situationen eins mitgenommen habe, so sind es die Merksätze, der mir sicher auch beim Zombiewalk geholfen hätte: 

  • Die Blende steuert die Helligkeit des vom Blitz beleuchteten Motivs!
  • Die Belichtungszeit steuert die Intensität des Umgebungslichtes! 
  • ISO steuert die "virtuelle Leitzahl" des Blitzes


Ich habe sowohl beim Podcast als auch beim Workshop ganz interessante Dinge über den Weißabgleich und den Einsatz von Folien gelernt, was sowohl zum Ausgleich von "Färbungen" der mit Blitz gemachten Bilder, als auch deren gezielten Einsatz betrifft...
Das werde ich mir aber noch einmal in Ruhe ansehen!...

 



 

Sonntag, 8. November 2015

"PotzBlitz" - Teil 2 - Quick-Review des Nissin i40 oder "Wenn Haben Wollen mal wieder über Brauchen Tun siegt!"


Nach dem letzten Posting (Tadaaa! Es war übrigens das 275.!!!) habe ich mir meine Gedanken gemacht, welchen Blitz ich mir für meine OM-Ds kaufen will. 

Nach einigen Recherchen im Internet "rauchte" mir echt der Kopf! Nachdem ich meine Suche letzlich auf die Produkte von Metz, Nissin und Olympus eingegrenzt hatte, schaute ich als typischer Mann natürlich nach den "technischen" Werten! Welche Leitzahl hat der Blitz? Ist er HSS-tauglich? Kann man entfesselt blitzen und wie wird der Blitz dabei angewählt? usw. und so fort...
Interessanter Weise fand ich weder im deutsch- noch im englischsprachigen Raum Vergleichstests und stellte außerdem traurigerweise fest, dass mein Aufruf an die Hersteller, mir entsprechende Geräte für einen Praxistest zu schicken, leider auch nicht erhört worden war!...

Bei all dem Lesen von Berichten und Ansehen von Videos erinnerte ich mich an die Zeit, als ich mir die ersten Systemblitze kaufte und dann noch ein "Arbeitstier" meines Kamerahersteller. Warum hatte ich mir die Geräte ausgesucht?, weil ich sie am besten bedienen konnte!...

Es standen somit zwei Dinge für mich fest. Erstens sollte der Blitz nicht zu groß für die Kamera (insbesondere die E-M 10!) sein und zweitens sollte er sich einfach, vielleicht sogar intuitiv, bedienen lassen. 


Nachdem ich die Auswahl auf den FL-600R von Olympus und den i40 von Nissin eingegrenzt hatte, ging ich in ein Fotogeschäft, um mir die beiden "Aspiranten" auf den Platz in meiner Fototasche einmal aus der Nähe anzusehen. 


Als ich die beiden Geräte vorgeführt bekam und sie dann auch an meiner Kamera testen konnte, haben die genannten Kriterien zur Kaufentscheidung geführt. Der "i40" ließ sich einfach verstehen, bietet alle technischen Vorzüge, die ich mir gewünscht habe (Okay, man kann auf der Kamera nicht andere Blitze "ansteuern, aber "Who cares!") und er ist ungefähr halb so teuer wie sein Konkurrent! 

Nur so nebenbei bemerkt, verfügt der "i40" über eine Kontaktplatte aus Metall und nicht (wie der "FL-600R) über eine Bodenplatte aus Plastik, auch die Arretierung machte einen solideren Eindruck! 

Der Punkt war aber dann die Bedienung des Blitzes! Als es der Fachberater nur mit Mühe schaffte, per Scrollen durch die Menus, einzelne Dinge, wie das Zoomen oder ähnliches, zu verändern, stöhnte ich im Innersten schon auf! Parallel dazu hatte ich die gewünschten Veränderungen am "i40" in "Null-Komma-Nix" vorgenommen! 

Im nächsten Posting gehe ich dann auf die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten und die Bedienung etwas genauer ein. Der erste Eindruck ist jedoch sehr gut und der Blitz hat jetzt einen festen Platz in meiner Fototasche!

Montag, 2. November 2015

"PotzBlitz" - Wie ich im Dunkeln mit Blitz arbeiten wollte... oder "Irgendwas ist ja immer!"


Oje! Das hatte ich mir eigentlich nicht sooo schwer vorgestellt!!!
Was war die Ausgangssituation? Ich hatte gelesen, dass es in Bonn zu Halloween einen "Zombie-Walk" geben sollte und hatte Lust dort Bilder zu machen. 

Okay, es würde dunkel sein und ich habe zwei Kamera-Bodies zur Verfügung. Den einen wollte ich mit meinem Teleobjektiv bestücken, in Blenden-Automatik und ISO-Automatik arbeiten und "draufhalten"!...

Den zweiten Body wollte ich mit dem 12-40mm, 2.8-Objektiv ausstatten und (das hielt ich für eine ganz tolle Idee!) mit einem Blitz betreiben, um "Reportage-ähnliche" Fotos zu bekommen! Genauer gesagt, sollte das Licht eher im "Paparazzi-Stil" einen Spot auf mein Motiv legen und gleichzeitig das Umgebungslicht, falls vorhanden, nicht überstrahlen oder zum Verschwinden bringen...

Jetzt muss ich vorausschicken, dass meine Erfahrung aus den Zeiten der DSLR herrührte und ich bei meiner damaligen Kamera einen Blitz hatte, der im TTL-Modus betrieben werden konnte. Beim Fotografieren habe ich damals, je nach Wunsch, einfach die Intensität des Blitzes in Stufen herauf- oder heruntergeregelt, weil, wie der Name schon sagt, die Belichtung "durch das Objektiv" gemessen wurde...

Das Problem war jetzt, dass ich keinen TTL-fähigen Blitz für die OM-D´s besitze und so dachte ich, dass ich das Ganze auch manuell mit einem Systemblitz von Yongnuo ohne TTL-Modus hinbekomme!...denn ich habe nur die Modelle YN560 I und II!!!. 

Gut, ich erspare Euch den Exkurs meiner ersten Überlegung. Das war die Idee, dass Ganze mit dem Ringlicht des Portys zu machen. Ich stellte aber auch bei der niedrigsten Stufe fest, dass die Bilder so aussahen, als hätte ich mein Motiv im Flutlicht fotografiert, also verwarf ich diese Idee...

Grau ist alle Theorie...

Was habe ich mir denn vorgestellt!?...Nun ich wollte im manuellen Modus fotografieren. Die ISO-Empfindlichkeit stellte ich auf 200 ein. Bei Blende f5.6 und einer Blitzstärke von 1/8 stellte ich die Belichtungszeit soweit runter (oder eben hoch!?), dass sie bei etwa 1/80 Sek. lag. So hatte ich, wie auf dem obigen Bild zu sehen, eine "ausgewogene Beleuchtung meines Motivs (ich habe den Blitz auf 50mm fokussiert und auch mit einem Wabenvorsatz gearbeitet!) und sah noch Licht oder etwas von der Umgebung...

 
Was schiefgehen kann, geht auch schief!...
Ich kann Euch sagen, es war, wie bei den Geisterjägern, aber die Waffen "funktionieren nicht"!...
Der Autofokus der E-M10 "pumpte trotz kontinuierlichem Modus fröhlich vor sich hin und hatte Mühe scharfzustellen. Da ich die Auslösepriorität aber entsprechend eingestellt hatte, kamen Bilder einem "Glückstreffer" gleich!...


Was beim "statischen" Testen in meiner Wohnung noch geklappt hatte, wollte bei sich bewegenden Objekten nicht mehr funktionieren! Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich am Blitz herumgeschraubt habe, weil ich ja sah, welchen "Murks" ich da produzierte...

Ja, sicher! Ich könnte jetzt behaupten, dass der Bildlook genau der war, den ich erzielen wollte und er sieht auch interessant, aber eben auch etwas skurril aus! Nein! Ich hätte mir schon gewünscht, dass sehr viel "Verschwommenes" im Bild zu sehen ist, aber die Personen etwas "knackiger" abgelichtet werden...

Im Nachhinein frage ich mich, ob ich bessere Ergebnisse mit einem TTL-fähigen Blitz erzielt hätte!?...

Ich habe mich dann, nur nebenbei bemerkt, auf die Recherche begeben, welche Blitze für meine Kameras geeignet sind und war doch erschreckt, wie wenig sich finden lässt. Es gibt keine Tests (schon garnicht in Grenzbereichen) und auch keine Vergleiche von Tests von Blitzgeräten, die für die OM-Ds geeignet sind. Na, klar kann man Berichte über den FL-600R von Olympus oder den i40 von Nissin finden. Das sind wohl die gängigsten Modelle für spiegellose Kameras, wenn man von Anbietern wie Metz oder anderen absieht...

Neben dem "Pro und Contra" der jeweiligen Blitzgeräte würden mich eben auch Situationen interessieren, die eben nicht mit jedem x-beliebigen Systemblitz im Studio "nachgestellt" werden könnten...

Also!...

Liebe Hersteller! Das wäre doch einmal ein Grund verschiedene Einsatzgründe der Blitzgeräte testen zu lassen (Ich biete mich da auch gerne an!) 
Liebe Foto-Profis! Wie wäre es mal mit Vergleichtests von Blitzgeräten für spiegellose Kameras und bitte nicht nur das Standard-Portrait im Studio!
Liebe User! Was habe ich falsch gemacht? Was wäre Eure Herangehensweise gewesen? Was sind Eure Erfahrungen???

Schreibt mir Kommentare! Schickt mir Links! Ich bin sehr gespannt!!!