Sonntag, 21. April 2013

Eine gute Wahl


Ja, das war es wirklich! Aber dennoch heißt es jetzt "Abschied nehmen"!

Die Rede ist vom meiner "Immer-drauf-Linse", dem 28-75mm 2,8-er von Tamron. Ich habe es im September 2012 als Ersatz für mein Kit-Objektiv gekauft, vor allem wegen seiner Lichtstärke, den guten Testergebnissen und dem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. 

Was natürlich ein Grund war, war die Tatsache, dass ich mir das Nikkor 24-70mm 1:2,8G einfach nicht leisten konnte. Doch das war mein heimlicher Favorit und weil ich in diesem Jahr wieder etwas Geld für eine Neuanschaffung hatte (und der Umstieg auf kameramäßiges Vollformat budgetechnisch nicht in Frage kam), habe ich es mir jetzt geleistet. 

Ich höre die Technikfreaks schon "aufheulen". Was willst Du mit einer FX-Linse an einem DX-Body!? Ist mir aber egal, denn neben der Qualiät des Objektivs, ist es eben die (zukünftige) Vollformattauglichkeit die auch ein Argument war...

Ach, was! Ich wollte es einfach haben. Punkt! Es ist wunderschön, liegt gut in der Hand (Okay, es ist einiges schwerer als das Tamron) und macht einen wertigen Eindruck. 

Die ersten Bilder machen schon einmal einen Super-Eindruck! 

Ich werde weiter berichten.

Auftragsarbeit - oder was man besser nicht machen sollte...

Man lernt nie aus, soviel kann ich schon einmal sagen...und ich bin froh, dass ich nicht von der Fotografie leben muss...

Nun einmal der Reihe nach! Im Familienkreis stand die Kommunion an. Hier trat bereits der Kardinalfehler auf! - "Helmut, Du hast doch so eine tolle Kamera und Du fotografierst doch so gerne!" - Nein, hier hätte ich bereits "Stop" sagen müssen...habe es aber nicht getan.

Eine Kommunion ist ein wichtiges Ereignis, die Situationen lassen sich nicht wiederholen und daher verlangt es Expertise, gute Vorbereitung, ein professionelles Vorgehen und erstklassige Logistik!
Tja, und das war das Problem!

Im Nachhinein muss ich sagen, dass fast alles schief gelaufen ist und ich froh sein kann, dass die Kirchengemeinden einen professionellen Fotografen engagiert hatten, der nun sicherstellt, dass die klassischen Bilder, die später die Fotoalben schmücken sollen und werden, gemacht wurden.

Expertise und gute Vorbereitung. Hier war schon die erste Lücke. Ich habe mir keine Gedanken gemacht, wie die Zeremonie abläuft. Ich habe keine Vorgespräche mit der Familie geführt, habe nicht in der Kirche gefragt, ob Fotografieren (von mir) gewünscht und erlaubt ist. Ich habe auch nicht überlegt, welche Ausrüstung ich brauchen würde um unter den Lichtverhältnissen zu arbeiten und ob ich Zeit haben würde, Objektive zu wechseln oder eine zweite Kamera vorgehalten. Also: "Zero points!"

Also kam der große Tag! Es stand die Kommunion von über dreißig Kindern aus vier Pfarreien an. Rucki-zucki, war die Kirche brechend voll! Damit gab es schon das erste Problem! Wo am besten aufstellen? Ich entschloß mich erst einmal mit der 28-75mm-Linse ein paar Eindrücke von der Kirche zu sammeln. Mist! Typische Kirchenbeleuchtung! Also ISO rauf, sonst gibt es nur matschige Bilder!...

Danach fand ich am Seitenschiff eine gute Positon. Nun musste ich aber auf das 70-200 mm, 2.8 von SIGMA wechseln. Damit bekam ich zwar entsprechende Fotos, aber konnte keine Bilder mehr machen, die "normale" Brennweite oder Weitwinkel gebraucht hätten (Prima, keine zweite Kamera dabei und auch kein Telezoom!)...

Dann kamen die Kinder und dutzende von Müttern und Vätern mit IPhones und kleinen Knipsen strömten wie die Paparazzi ins Mittelschiff, um ihre Liebsten beim Einmarsch zu fotografieren. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich hier nicht die besten Bilder gemacht habe. Zu diesem Zeitpunkt sah ich aber den Fotografen von dem ich annahm, dass er der "Profi" sei und war etwas beruhigter.

Naja, eigentlich nicht! Denn ich musste meinen Rucksack im Auge behalten, wollte dennoch von der Kommunion etwas mitbekommen und Fotos von UNSEREM Kommunionskind machen. Der pure Stress! Beim zweiten oder dritten "Vorstoss" hatte ich plötzlich eine Mitarbeiterin der Gemeinde neben mir stehen, die mir und anderen "Hobbyknispern" zuzischte, dass wir das Fotografieren bzw. das Stören zu unterlassen hätten...Ich wusste ja, dass die Fotos (nicht von mir) gemacht werden würden und so trat ich "den Rückzug" an. 

Puuh, das wird mir eine Lehre sein! Erst einmal ist das nicht meine Art der Fotografie und wenn sollte ich mehr darüber wissen und mich darauf besser vorbereiten. Zweitens ist die Vorbereitung auf das Event an sich, eine Sache, die ebenfalls vollste Konzentration und strategisches Vorgehen verlangt. Drittens muss die Technik zur Aufgabe passen und sollte entsprechend zur Verfügung stehen.

Was habt Ihr denn für Erfahrungen mit diesen Situationen gemacht?

Freue mich über Eure Kommentare.

Helmut



Sonntag, 14. April 2013

Portraits mit Fensterlicht und andere Weisheiten - Teil 2


Wow, ich muss echt sagen, dass ich Portraits mit Fensterlicht immer mehr liebe. Gerade heute, wo es das erste Mal wieder sonnig ist, ergab sich eine erstklassige Gelegenheit wieder schöne Fotos von meinem Model mit der "größten Softbox der Welt" zu machen.

Ja, den Fokus habe ich vorher umgestellt, denn die ersten Versuche waren einfach übel! Unscharf bis zum "Geht-nicht-mehr" und deshalb habe ich wieder ganz klassisch den Auslöser halb durchgedrückt und so den Fokus fixiert und dann das Bild gestaltet.

Worauf ich aber richtig stolz bin, ist die Haltung des Models und die Hinweise, die ich ihr gegeben habe. Mir gefällt die nach unten zeigende vordere Schulter, weil es die Körperlinie bei Portraits schön verstärkt und das Model näher zur Kamera bringt. Die zweite Anleitung betrifft die Haltung des Kopfes. Das Model soll "die Ohren zur Kamera richten". Das klingt komisch und die Haltung wirkt auch ungewohnt, hat aber den Vorteil, dass sich das Kinn besser abzeichnet und so ein natürlicherer Übergang entsteht.

Was sind Eure Erfahrungen oder Eure Tipps für gelungene Portraits?
Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Back-Button-Focussing...

In meinem letzten Post hatte ich Euch von meinem Vorsatz berichtet, in Zukunft vermehrt mit dieser Methode zu fotografieren...

Was soll ich sagen: "Was kümmert mich das Geschwätz von letzter Woche!". Es hat leider nicht funktioniert. Entweder bin ich zu doof, meine Hände zu groß, die D7000 zu klein!? ...Ich weiß auch nicht!

Ich hatte die meisten Probleme, wenn es schnell gehen soll, wenn ich mit geringer Schärfentiefe arbeiten wollte und am Ende hat es mich nur noch genervt!...

Ich finde, das Hauptproblem, neben des Erlernens einer neuen Technik, war, dass der Knopf zum Einlocken des Fokus direkt neben dem Sucher liegt. Das heißt, dass die Nase permanent auf dem Rücken des Daumens liegt.

Davon abgesehen, locke ich ein, bin dann doch unsicher und nehme das Auge vom Sucher oder noch schlimmer, gucke mit etwas Abstand durch den Sucher. All das führt dazu, dass die Bilder schnell unscharf werden und misslingen.

Wie seht Ihr das? Hinterlasst mir Eure Meinungen und Kommentare, sonst ist das "Back-Button-Focussing" für mich "Geschichte"!

Sonntag, 31. März 2013

Portraits mit Fensterlicht und anderes...

Was soll man zu Ostern schon machen, wenn es Karfreitag noch schneit und der Himmel grau ist!?
Richtig man beschäftigt sich zuhause mit dem Fotografieren und probiert neue Dinge aus.

Ich habe zwei Sachen ausprobiert. Zu einen habe ich mich dazu durchgerungen zum Fokussieren jetzt nicht mehr nur den Auslöser zu benutzen, sondern das Fokussieren mit der "umprogrammierten" AF-ON-Taste auf der Rückseite meiner Kamera zu üben. Ich hatte ja schon verschiedene Male darüber nachgedacht, aber jetzt habe ich es umgesetzt. Bisher bin ich, von der Umgewöhnung abgesehen, damit ganz zufrieden.

Die Fixierung des Fokus geschieht also mit dem Druck auf die "umprogrammierte" AE-L/AF-L-Taste (jetzt also im "AF-ON"-Modus). Durch das Halbdurchdrücken des Auslösers wird jetzt noch die Belichtung fixiert und beim Hinunterdrücken des Auslösers das Foto gemacht.

Ich habe dazu die Kamera in den "AF-C-Modus" mit 3-D-Tracking gestellt. So kann ich meinen Fokus festlegen und die Kamera verschwenken, um das Bild so zu gestalten, wie es mir gefällt. Das Fokusfeld "wandert mit" und ich muss es nicht erst manuell dorthinlegen, wo mein Objekt im Bild abgelichtet werden soll.

Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens ist, dass ich beim Fotografieren, wenn plötzlich ein sich bewegendes Motiv auftaucht, nicht immer zwischen dem einfachen und dem kontinuierlichen Autofokus umstellen muss. Ich werde weiter berichten...

Ja, und sonst!? Ich hatte einfach Lust ein paar Bilder mit einfachem Fensterlicht zu machen und mich dazu als Model selbst vor die Kamera gestellt. Kamera auf´s Stativ. Av-Modus und Blende 8 eingestellt. Die Kamera mit dem Funkfernauslöser ansteuern und los geht´s!
 Ist schon irre, was man mit ganzen einfachem Setting erreichen kann.

Dabei fiel mir auf, dass die Vorderseite unseres Kleiderschranks auch eine sehr interessante Struktur hat und den Hintergrund nehme ich mir das nächste Mal vor...


Samstag, 30. März 2013

Der Fotograf auf Reisen - Bericht über den Lowepro Vertex 300 AW

Ich habe in einem anderen Post über den Fotorucksack geschrieben, den ich mir für die Fotoreise nach Mallorca gekauft habe. Nein, natürlich nicht nur für diese eine Reise, sondern für die weiteren Reisen auch, zu denen ich meine Ausrüstung mitnehmen will...



Warum habe ich mir gerade den Vertex 300 AW von Lowepro gekauft, was habe ich für erste Erfahungen damit gemacht. In diesen Videos bekommt Ihr die Antworten...




Montag, 25. März 2013

Paddy´s Workshop - "Wie ich Menschen fotografiere!"

 Am Sonntag war ich nun beim Workshop von Patrick Ludolph und ich war sehr gespannt, wie der Workshop sein würde. Ich kann jetzt schon sagen, dass genau das besprochen wurde, was ich mir gewünscht habe und ich völlig begeistert bin. 

Am Sonntagmorgen um 10:00 Uhr fand ich mich mit zehn anderen Teilnehmern im Studio von Paddy ein. Nachdem uns seine Frau mit leckerem Kaffee versorgt hatte und wir uns einander vorgestellt hatten, begann Paddy seinen Vortrag. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt, er ging auf die Punkte ein, die ihm bei der Erstellung seiner Fotos von Menschen wichtig sind. 

Der erste Teil des Vortrages handelte von der eingesetzten Technik und dann ging es weiter mit dem unterschiedlichen Einsatz von Licht. Alle Themenbereiche wurden anhand von Beispielen seiner Fotos genauer erklärt oder es folgten sogar praktische Vorführungen. Wissend das dieser Bereich in der (seiner) Fotografie einen hohen Stellenwert hat, kam mir der Teil im Wechsel zwischen natürlichem und künstlichen Licht doch etwas lang vor ohne dass es mich wirklich störte. Das lag vielleicht daran, dass er uns immer an seiner Sicht, seiner "Philosophie" teilnehmen ließ ohne uns diese aufzudrängen...

Der zweite Teil fesselte mich aber umso mehr. Es ging um das, was ich mich auch von seinem Vortrag gewünscht hatte, seinen Bildaufbau, seine Inhalte, seine Art die Fotos zu machen. Einfach klasse! 

Nach einer Mittagspause und leckerem Brunch folgten weitere Beispiele und dann kam der dritte und letzte Teil, der mit einer kleinen praktischen Übung endete. Es ging hier um den Umgang mit den Modellen. Es wurden dabei auch Dinge besprochen, an die Fotografen nicht direkt denken und auch hier wurden wertvolle Tipps gegeben. 
Die praktische Übung bestand dann im gegenseitigen Fotografieren und Paddy "coachte" die Teilnehmer mit Hinweisen und Ratschlägen. Ich habe ihn dann fotografiert, was mich sehr freut!

Wow! Das war ein erstklassiger Workshop, der genau den Inhalt hatte, den ich mir gewünscht habe. Vielleicht wären noch ein paar Bildideen aus der "Sammelkiste" schön gewesen, aber das ist nun einmal Fleißarbeit, die ich selbst leisten muss...