Sonntag, 21. Mai 2017

"Per Camera ad Astra" - Teil 2 - Oder: "Irgendwas ist ja immer!"


Liebe Blogleser!

Ich wollte nicht einfach einen Nachtrag zum letzten Post schreiben, sondern nehme die "Erfahrung" der letzten Nacht zum Anlass einen eigenen Post zu schreiben. Es geht dabei aber nicht nur um negative Dinge, sondern auch darum, was ich eigentlich erst jetzt richtig verstanden habe. 

Fangen wir mir den positiven Erkenntnissen an. Ich hatte gesehen, dass die "Vorzeichen" gut stehen würden, die Milchstraße auch in Nordrhein-Westfalen sehen zu können, gut standen und mir einen Punkt mit relativ weniger Lichtverschmutzung gesucht.

Bei der Belichtung oder besser der Belichtungszeit hatte ich mir irgendwas von einer "500 / Brennweite = Belichtungszeit"-Regel gemerkt. Das war mir bei meinem ersten Versuch allerdings zu mühsam, also habe ich einfach experimeniert. 
Was ich jetzt erst gelernt habe, dass es für das MFT-System eine andere Formel gibt, nämlich "250 / Brennweite = Belichtungszeit"! Wären also bei der kleinsten Brennweite, die mein Arsenal hergibt, bei 7 mm entsprechend ca. 35,72 Sekunden. Okay, da würden die Sterne erfahrungsgemäß beginnen erste Bewegungsspuren zu bilden, aber es zu wissen ist schon mal gut! 

Der zweite Punkt, den ich verstanden habe, betrifft den ISO-Wert. Normalerweise versuche ich bei den Belichtungen diesen Wert zu niedrig wie möglich zu halten. Nach dem Tutorial habe ich die anfänglichen ISO 3200 immer schnell heruntergedreht, um das Bildrauschen möglichst gering zu halten...Warum eigentlich? Gewöhnungssache! - Ist bei der Sternenfotografie natürlich nicht sehr hilfreich! Ich möchte ja möglichst viele davon auf meinem Bild haben und als ich mir die Histogramme der Bilder mit niedrigeren ISO-Werten angesehen habe, fiel mir auf, dass sie allesamt zu dunkel gewesen wären...Also demnächst schön auf´s Histogramm achten und keine Angst vor hohen bzw. höheren ISO-Werten haben! 


Kommen wir aber jetzt zu den "schmerzhaften" Erfahrungen! Die Rede ist vom Fokussieren bei Nacht! - Ich stand also im Stockdunklen und konnte weder durch den Sucher noch mit dem Display auf irgendetwas fokussieren. 

Ich wendete alle meine "Tricks" an, habe etwas in der Entfernung mit der Taschenlampe angeleuchtet und gleichzeitig versucht manuell zu fokussieren. Klappte natürlich nicht! Dann habe ich hinter mir die Straßenlichter eines Dorfes gesehen, habe mit der Fokuslupe und dem -peaking auf diese Lichter scharfgestellt und dachte, dass das reichen würde...Zwischendurch habe ich die fertigen Bilder immer mal auf dem Display vergrößert und war der Meinung, dass alles okay sei!...Wie ich dann zuhause feststellte und wie Ihr an den obigen Bildern sehen könnt, war es das aber nicht!!!

Die etwa 100 Bilder, die ich gemacht habe, sind durch die Bank unscharf und das liegt an der mangelhaften Fokussierung! Dabei haben die OM-Ds von Olympus doch ein Feature neben Fokuslupe und -peaking an das ich leider nicht gedacht habe: Die Live-View-Erweiterung! Man findet sie im "Zahnrad-Menu" unter "D2" und ich konnte mich heute daran erinnern, dass ich bisher im Kopf hatte, dass ich die Anpassung meiden sollte, um keine Verfälschungen der Helligkeit der Bilder zu riskieren, aber bei diesem Aufnahmen hätte ich sie definitiv nutzen können!

Wie hätte ich also vorgehen sollen?! - Gut! Die Kamera ist bei einer Brennweite von 7 mm im manuellen Modus auf die größtmögliche Offenblende von f.2.8 eingestellt, die Belichtungszeit liegt bei 25 Sekunden und der ISO-Wert steht auf 3200. 

Auf dem Display werde ich wohl nichts erkennen!...Jetzt gehe ich ins "Zahnradmenu" unter "D2", stelle für den manuellen Modus die Anpassung auf "An2" und sollte dann Lichtquellen, wie Lampen oder Sterne deutlicher sehen können. Ich lege mir dann den Fokuspunkt bzw. das Fokusquadrat manuell auf einen dieser hellen Punkte und schalte die Fokuslupe an, die bei mir standardmäßig auf einer Funktionstaste liegt. Bei einer 10-fachen Vergrößerung drehe ich am Fokusring und beobachte, was passiert. Wenn ich "auf dem richtigen Weg bin", sollten die Lichtpunkte kleiner werden und das heißt scharfgestellt werden. Sollten sie wieder größer werden, heißt das unscharf und ich müsste den Fokusring zurückdrehen. 

Ob mir das Fokuspeaking an dieser Stelle bzw. bei so kleinen Lichtquellen wie Sternen helfen kann, vermag ich nicht zu sagen! Gestern Nacht (ohne die eben genannten Schritte) war es mir jedenfalls keine große Hilfe! 

Ach, so! Kleiner Tipp noch am Rande! Da ich dummerweise meinen Fernauslöser vergessen hatte, habe ich im "Kamera-Menu 2", die "Anti-Schock"-Funktion auf "2 Sekunden" eingestellt, man kann ja auch mit dem Timer arbeiten, aber zumindest das hätte funktioniert...Naja! Wie gesagt, irgendwas ist ja immer! 

Stimmt das so? Wie macht Ihr das? Habt Ihr noch Tipps für mich? 

Bis bald!

Euer

Doc Minten

Nachtrag!

Langsam wird es!?...

 

Samstag, 13. Mai 2017

"Per Camera ad Astra!" oder Review vom Tutorial "Die Milchstrasse fotografieren lernen" von Stephan Wiesner


Ich habe mich in den letzten Wochen ja vermehrt mit dem Thema "Panoramafotografie" beschäftigt und bin auf der Suche nach entsprechenden Bildern und in Frage kommenden Locations irgendwann auf Fotos von Sternen allgemein und der Milchstraße im Besonderen gekommen...

Jetzt werdet Ihr Euch sicher fragen, was das eine mit dem anderen zu tun hat, aber wenn Ihr mal nach solchen Bildern sucht, werdet Ihr feststellen, dass sich zum Beispiel die Milchstraße in ihrem Verlauf ähnlich wie beim Bild eines Regenbogens nicht anders darstellen lässt oder zumindest viel verloren gehen würde...

Das soll aber nicht der Inhalt dieses Blogposts, sondern ich habe mich gefragt, was man bei Aufnahmen von der Milchstraße beachten sollte, was man für Ausrüstung braucht und vor allem! Wie um alles in der Welt fotografiert man sie! 

Bei meiner Suche stieß ich auf das Tutorial von Stephan Wiesner. Da ich bereits schon früher Videos von ihm gesehen habe und mir die Art gefällt, wie er den Zuschauer mit einfachen Mitteln Details erklärt und zum Teil auch seine eigenen Erfahrungen und sein Lernen einer Technik schildert, griff ich zu! 

Nach einem Einführungsvideo, das schon neugierig macht, folgen diese Kapitel: 

  1. Idee und Planung
  2. Detailplanung mit der App "PhotoPills" 
  3. Tipps für die Ausrüstung
  4.  Kameraeinstellungen 
  5. Nachbearbeitung in Lightroom
  6. Trainingsprogramm
  7. Bonuskapitel: Timelapse der Milchstraße
 Die einzelnen Kapitel sind je nach Inhalt bis zu zwanzig Minuten lang und erfüllten perfekt meine Erwartungen. Ohne großes "Hin und Her" wurde ich durch die einzelnen Abschnitte bis zum fertigen Bild geführt. Wie finde ich die geeignete Location? Welcher Bildaufbau macht Sinn? Was sollte ich beachten? Gibt es "Lichtverschmutzung"? Wann und wo ist die Milchstraße überhaupt zu sehen und wie kann ich das herausfinden? Was brauche ich, um solche Bilder zu machen? Welche Ausrüstung ist erforderlich? Wie stelle ich meine Kamera ein? - Wenn ich dann meine Aufnahmen im Kasten habe, wie und womit sollte ich sie nachbearbeiten? 

All diese Fragen werden sehr verständlich beantwortet und am Ende gibt es sogar die Möglichkeit,besser gesagt, den Ansporn das Gelernte in die Praxis umzusetzen! Das fängt damit an und so ist es auch bei mir, da ich ja noch keine eigenen Bilder von der Milchstraße habe, dass man Bilder zur Verfügung gestellt bekommt, die man nachbearbeiten kann. Aber es gibt noch mehr, denn Stephan Wiesner gibt noch sehr wertvolle Tipps für die Praxis. Mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten! 

Über den oben eingefügten Link kommt man auch auf die entsprechenden Seiten im Web, wo die angesprochenen Programme, Hilfsmittel und Ausrüstungsgegenstände zu finden sind. 

Ich fand das Tutorial wirklich klasse! Das "Preis-Leistungsverhältnis" ist angesicht der genannten Punkte nicht zu toppen und der Lerneffekt geht weit über die üblichen, wenn auch kostenlosen, Video zum Beispiel auf YOUTUBE hinaus. 

Was mir persönlich fehlte, war der am Anfang erwähnte Punkt der Panoramen bei der Fotografie der Milchstraße. Obwohl in den einzelnen Kapiteln zum Teil darauf eingegangen wird, hätte ich mir eine detailiertere Erläuterung, ähnlich der erstklassigen Art bei den Einzelaufnahmen, gewünscht. Insbesondere hätte mich interessiert, was ich etwa bei den Belichtungen der Boden- und Himmelsaufnahmen zu beachten oder einzustellen habe und wie ich das Ganze in der Nachbearbeitung zusammensetzte oder vorgehe, wenn´s Probleme gibt. 

Wer mehr über Stephan Wiesner erfahren möchte, der findet hier seine Homepage und er hat auch eine Facebook-Seite, bei der er sich sicher freut, wenn Ihr ihm folgt oder ein "Gefällt mir" schenkt! 

Ich habe mir schon einmal die eine oder andere Location angeguckt und freue mich schon riesig darauf, dass Gelernte in die Tat umzusetzen. 

Bis bald!

Euer 

DocMinten

Nachtrag! 


Gestern abend habe ich dann direkt die erste praktische Umsetzung machen wollen. Ich hatte mir eine Location gesucht. Die Möglichkeit, die Milchstraße zu sehen, war prinzipiell gegeben....Aber irgendwas ist ja immer! 
Als ich vor Ort ankam, war es am regnen! Gut! Memo an mich! Demnächst dann doch das Wetter- bzw. Wolkenradar für den Ort prüfen. 
Als der Regen nachließ und glaubt mir, vor Ort war es stockdunkel, habe ich ein paar Testaufnahmen gemacht! Mist! Nur Wolken! Keine Milchstraße! Und "Holla-die-Waldfee!" Was für eine Lichtverschmutzung! Es war blendend hell bei ISO 3200! 
Was soll´s! Ich habe zwei Stunden gewartet und ein paar Aufnahmen gemacht, aber leider kam nur so etwas dabei heraus. Naja! Zumindest konnte ich die Nachbearbeitung mal trainieren und mir ein Basic-Preset dafür anlegen. Ist ja auch was!
















Dienstag, 11. April 2017

Datenmanagement für Dummies - Oder:" Spieglein, Spieglein..."


Liebe Blogleser!

Ich könnte jetzt "blöd aus der Wäsche gucken!" - Die Rede ist heute vom Datenmanagement und der Datensicherung. 

Ich will Euch einfach mal erzählen, was mir passiert ist und vielleicht erkennt sich der eine oder andere wieder UND kann mir vielleicht raten oder erzählen, wie er / sie es gemacht hat!?

Wie Ihr wisst, fotografiere ich jetzt so knappe fünf Jahre. Für die Bildbearbeitung und -verwaltung habe ich mich relativ schnell mit dem Programm Lightroom von Adobe angefreundet.  Von Seiten der Hardware greife ich zuhause auf einen "ältlichen" PC (mit sage und schreibe 4!!! GB Arbeitsspeicher) zurück und 2013 habe ich mir zusätzlich einen Laptop gekauft, um unterwegs u.a. meine Bilder archivieren und bearbeiten zu können.

"DAS ist aber noch nicht das Problem!..."

Ihr ahnt es vielleicht schon! Es sind die vielen Bilder, die sich im Laufe der Zeit anhäufen und die Frage wohin damit und wie schütze ich sie vor Verlust?!...

Als ich mit dem Fotografieren anfing, hatte ich kein richtiges Programm und archivierte meine geknipsten Bilder über den Explorer von Windows einfach auf einer externen 1-TB-Platte, die mich davor schützen sollte, wenn der PC "abraucht", die Bilder zu verlieren. Im Laufe der Jahre sammelten sich alle möglichen Bilder an und am Ende waren es ca. 6000 Bilder und etwa eine Datenmenge von 33 Gigabyte.
Anfang 2013 wollte ich dann ganz schlau sein! Ich hatte mich gerade mit Lightroom vertraut gemacht und beschaffte mir, in Anbetracht meiner Ausgangslage (ich wollte auf zwei Rechnern arbeiten können und habe mir "hol´s der Teufel!" keine weiteren Gedanken gemacht!) eine zweite (!) externe 1-TB-Festplatte an! 

Auf diese (neue) Platte kamen alle Bilder und auch der Lightroom-Katalog!!! Auweia! Jetzt sehe ich, wie sich bei den ersten Lesern schon die Augen verdrehen!  Ja, ich habe Backups durchgeführt. Die, die Windows einem Dummy eben empfiehlt und dann noch eine Sicherungsdatei auf meiner ersten Festplatte...

"Es kam, was kommen musste!..."

Nein, zum Glück kein Datenverlust und die Erkenntnis, dass die Sicherungen "keinen Pfifferling" taugen. Beim letzten Import von Bildern weigerte sich Lightroom auf einmal meine Bilder einzulagern. Ich guckte in den Explorer und staunte nicht schlecht! In den letzten vier Jahren hatte ich ca. 60.000 Bilder in *RAW- und *jpg-Format auf meinen kleinen 1-TB-Muli geladen und der war "VOLL"!!!

"Guter Rat ist teuer!..."

Wer sich damit auskennt, weiß natürlich, dass es nicht nur die Bilder sind, sondern auch viele-viele anderen Daten und Dateien, die der Platte "den Rest gegeben" haben! 

Was macht man in so einem Fall? Ich entschied mich für ein (-e Art von) NAS, also einen nezwerkgebundenen Speicher bzw. eine private Cloud! Ich erspare Euch die Details, warum und wieso!? Ich wollte meine Daten zuhause haben, brauchte schon ein etwas größeres Volumen, wollte von unterwegs darauf zugreifen können und nicht Unsummen dafür ausgeben! 

Meine Wahl fiel auf die "MyCloud" mit 8 Terrabyte von Western Digital. Mir ist schon klar, dass ich damit nicht direkt auch eine Sicherung, etwa durch Spiegeln der Festplatten, durchführen kann, aber das Problem habe ich erst einmal zurückgestellt...

"Wer nicht hören will, muss fühlen!..."

Bis die Platte geliefert wurde, kam der erste "Job", den ich jedem empfehlen kann und dennoch schmerzt mich dieser Rat! Die ersten Tage war ich abends damit beschäftigt, alle meine Ordner und Fotos durchzusehen und konsequent Bilder, Serien und ganze Ordner zu löschen! Wenn man es noch nicht besser weiß (vor allem, was noch kommt!) dann ist es bei einem Glas Wein fast schon schön, in Erinnerungen zu schwelgen, lachen zu müssen, wenn man das eine oder andere Bild erneut betrachtet UND...den ganzen Summs dann LÖSCHT! - Auf diesem Weg habe ich locker aus knapp 66.000 Bilder von ca. 55.000 Bilder übrig behalten! ;) 

Ich sagte eben, was soll noch kommen!? - Ja, der Datenexport!!! Den macht man bekanntlich auch nur über Lightroom, in dem man die Ordner "verschiebt". Klasse! Das ist echt eine Arbeit für jemanden, der "Mutter und Vater erschlagen hat!!!" - Der "ältliche" Rechner mit seinen pfeilschnellen 4-GB-Arbeitsspeicher müht sich jetzt jede Nacht ab und tuckert einen Ordner nach dem anderen von Festplatte zu NAS...

Yiiiipppiiie! Heute ist "Bergfest"!!! - Ich habe nur noch knapp 30.000 Bilder die ich verschieben muss!...

Naja! Okay, dann muss ich die Probleme mit schon vorhandenen Ordner beseitigen, die das Verschieben verhindert haben, die fehlenden Bilder suchen, die mir wichtig wären UND mich um ein ordentliches Backup kümmern! 

Ihr seht also, ich habe zu tun!

Vielleicht habt Ihr wertvolle Hinweise für mich!? Dann postet sie doch bitte als Kommentare!

Und bis dahin!?

Bleibt mir gewogen!

Euer 

Doc Minten



Montag, 3. April 2017

Review der Panoramakopfes "Gobi" von Bushman - oder "I´m gettin´paronamanoid!" (Teil 7)


Was soll ich Euch sagen, liebe Blogleser!?

Ich bin mit dem Panoramakopf von Rollei, den ich Euch im Dezember vorgestellt habe, doch nicht so recht glücklich gewesen. Bei den ersten praktischen Einsätzen, wenn ich ihn denn wegen der Größe und des Gewichtes überhaupt mitgenommen habe (1. Manko!), hat es mir persönlich keinen Spaß gemacht, damit zu arbeiten. 

Das Kriterium, mich nach einer Alternative umzusehen, stellte ich aber erst bei einem Workshop fest, wo ich die Gelegenheit hatte, andere Panoramaköpfe zu testen. Es war der Rotator (2. Manko)! Was ich auch anstellte, ich schaffte es einfach nicht, die Rastschritte so einzustellen, wie ich es mir gewünscht hätte und so war es Zeit sich nach einer Alternative umzusehen! 


Ich fand diese Alternative in Bezug auf Preis-Leistungsverhältnis, Qualität des Rotators, Verarbeitung, Praktikabilität und richtigem Größenverhältnis zur spiegellosen Kamera im "Gobi" der tschechichen Firma Bushman. Wer sich einen schnellen Überblick über das Gerät verschaffen möchte, dem verlinke ich an dieser Stelle das Produktvideo des Herstellers

Das Ding ist einfach der Hammer! Er ist relativ klein, so dass man ihn gerne in der schicken Tasche in seinem Rucksack oder der Fototasche mitnimmt, er besteht gerade mal aus drei Teilen gefrästem und beschichteten Aluminium und bringt trotz der Stabilität in der Anwendung nur etwa 320 g auf die Waage. 
Der Multiclick-Rotator namens "Yetti", den man wahlweise dazubestellen kann, wirkt gut verarbeitet und alle Schrauben lassen sich einwandfrei drehen bzw. einstellen. Der Rotator kann so eingestellt werden, dass er sich fixiert gut auf dem Stativ befestigen lässt, er frei dreht oder fünf verschiedene satte Rastungen in verschiedenen Schritten zulässt. 
Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass die Zahlenangaben nicht für mögliche Brennweiten, sondern für die Rastschritte stehen (Mea Culpa!), ist es kein Problem mehr, die Einstellungen je nach verwendeter Brennweite des Objektivs vorzunehmen. 




Der Rotator und der horizontale Arm sind rasch montiert und können mit der eingesetzten Wasserwaage gut "ins Wasser" gestellt werden. Danach kann schnell und leicht der vertikale Arm mit dem oberen Rotator montiert werden. 

Hier finden sich auch große rote Schrauben, die gut zu greifen sind, um die Kameraplatte zu befestigen und später den Neigungswinkel am oberen Rotator zu verändern. Keine kleines Schräubchen, das noch einen Schraubendreher, eine Münze oder Imbus braucht! Gute Idee!

Wo wir schon bei guten Ideen sind oder es mancher Fotograf von teurern Köpfen erwartet!? Wenn man festgestellt hat, welche Position für die eigene Kamera passt, kann ein kleiner "Schieber" montiert werden, um diese Stelle für den vertikalen Arm zu markieren. 


Zur Befestigung der Kamera kann man eine einfach Schnellwechselplatte oder eine Arca-Swiss-kompatible Platte bestellen. Diese wirkt zwar für die spiegellose Kamera etwas groß, kann aber auch wegen angebrachter Markierungen gut und genau am Gehäuse der Kamera fixiert werden. 
Trotz einer kleinen Lippe am Ende der Platte kann das Dreh-Schwenkdisplay der E-M1 Mark II auch nach der Montage problemlos heraus- und wieder zugeklappt werden und muss nicht vor der Montage der Kameraplatte offenbleiben. 

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass man die Kamera für Aufnahmen im Querformat auch direkt auf dem horizontalen Arm fixieren kann, wenn es z.B. mal "schnellgehen" muss oder man eben auch noch eine Aufnahme im Querformat wünscht und nicht erst alles wieder umbauen möchte...


Als weitere gute Idee besteht die Möglichkeit für die Nadir-Aufnahme bei einem 360-Grad-Panorama, den vertikalen Arm zu lösen und nach "Außen" zu drehen. Freihandaufnahmen für das oder die Bodenbilder erübrigen sich also...


Ja, ich weiß!!! Ich muss noch viiiel üben, was die Aufnahme und Erstellungen von guten Panoramen angeht, aber dieser Panoramakopf macht mir die Arbeit leichter und ich werde ihn jetzt öfter dabeihaben, damit mir kein Motiv mehr durch die Lappen geht! 



Bis bald!

Euer

Doc Minten

Samstag, 18. März 2017

Olympus OM-D EMI-II - Erste Schritte! - oder: "Mark 2, I love U!" (Teil 1)


Die neue Generation der EM1 von Olympus hat jetzt auch bei mir Einzug gehalten und ich freue mich riesig darüber. Ich hatte die Erweiterung meines Arsenals schon im letzten Jahr überlegt, aber darüber nachgedacht, ob es diese hier oder die Pen-F werden würde...

Die Entscheidung darüber fiel letztlich sehr subjektiv aus! Ich habe die Pen-F ein paar Mal ausprobiert und sie lag einfach nicht gut in der Hand, war mir einfach zu klein, um mich wirklich damit wohl zu fühlen. Das war schlicht und einfach der Grund für meine Entscheidung. 


Nun gut! Dann packt man die neue Kamera aus. Ja! Sie liegt auch ohne Batteriegriff gut in der Hand und das liegt wohl am ehesten an der neu-geformten Griffmulde. Wenn man beide Kameras von oben ansieht, fällt es so nicht direkt auf, was die zusätzliche Wölbung im unteren Bereich des Griffs für einen Unterschied macht. 

Der (große) neue Akku ist geladen und man wundert sich erst einmal, wie schnell das ging! Dann die Kamera eingeschaltet und mit der Mischung der Gefühle, "was erkenne ich wieder ?" und "Wow!" oder "Ach, was ist das denn alles?" dreht an den Knöpfen und klickt man sich durch die Menus!

Was ich als erstes ausprobiere, in dem ich auf den OK-Knopf drücke, ist zu prüfen, ob das "Mega-Menu" (was Ihr auf dem Display sehen könnt!) direkt aktivert ist oder ob ich es erst wieder einstellen muss. Nein, es ist sofort vorhanden! Das ist ein gutes Gefühl.

Dann wird man die Blendenvorwahl aktiviert und die verschiedenen Fokuseinstellungen getestet. Besonders beim kontinuierlichen Fokus erscheint die Mark II wesentlich schneller und präziser als ihr Vorgänger. Prima! Das hatte ich schon immer etwas genervt.   

Beim Durchklicken des Menus mit seinen nicht endenwollenden Unterabschnitte mache ich ein paar Einstellungen nach dem Motto "was erkenne ich wieder!" und "das möchte ich haben, wie ich es gewohnt bin!"...

Weiter geht´s! Klasse! Zwei SD-Kartenslots. Das ist super und führt direkt dazu, dass man erahnend, dass man großvolumige neue Karten braucht, direkt eine Bestellung aufgibt. 



Das Programmrad scheint größer, die Szeneprogramme sind weggefallen, aber dafür gibt es drei editierbare Wahlstellungen! 

Ich hatte mir vorgenommen, mir auf diese drei Einstellungen meine persönlichen Programme für "Streetfotografie" und "Sportfotografie" zu legen. Als ich dann man nachlese, sehe ich, dass sie "voreditiert" sind. C1 trägt die Einstellungen für bewegte Objekte, C2 ist für den "Pro-Capture-Modus" eingerichtet und C3 kann man unter schlechten Lichtverhältnissen einsetzen. 

Nachdem ich "Pro-Capture" mal ausprobiert habe, bin ich echt baff, was man da herausholen kann und entscheide mich dafür, die Einstellungen der Programme erst einmal so zu belassen. Vielleicht werde ich mir C3 mal für die "Streetfotografie" einrichten, aber das werde ich nach den weiteren "Erkundungen" entscheiden...

So, das soll es erst einmal gewesen sein! Was habt Ihr, falls Ihr die Mark II habt, für Erfahrungen und Entdeckungen gemacht? Habt Ihr Euch Programme angelegt? 

Ich freue mich auf Eure Kommentare! 

Bis bald!








Samstag, 11. Februar 2017

Zweiter Teil des Reviews der Theta S von Ricoh - oder "I´m gettin´paronamanoid!" (Teil 6)


Ich hatte die Theta S von Ricoh jetzt vier Wochen in Gebrauch und mein Fazit lautet: "Man liebt sie oder man hasst sie!" 

Man wird sie lieben, wenn man eine kleine und kompakte 360°-Kamera sucht, die man immer dabei hat und die sich leicht und intuitiv bedienen lässt. Vollsphärische Bilder und Videos lassen sich, wie der Hobbyknipser weiß, ansonsten nur mit größerem Aufwand herstellen und der Spaß und vielleicht auch die Szene, die so nicht wieder zurückkehrt, bleiben dabei auf der Strecke.


Man wird sie lieben, wenn man Szenen oder eher Erlebnisse und Augenblicke als virtuelle Realität darstellen möchte; wenn man seine Eindrücke mit der Welt oft und viel über die sozialen Netzwerke teilt und nicht müde wird, diese zu kleinen Planeten zusammenzusetzen und es schön oder zumindest lustig zu finden...



Man hasst sie!?...

Nein, eigentlich nicht, aber man muss eben mit ein paar "Eigenheiten" leben!.


Wer an technischen Daten der Theta S interessiert ist, den verweise ich auf die Produktseite. Leben muss man einfach damit, dass die Kamera am besten bei guten Lichtverhältnissen arbeitet und mit der allgemeinen Qualität der Bilder und deren Auflösung. In der Mitte ist alles noch ganz okay, aber zu den Rändern hin...naja!. 

Wenn man sich nun vor Augen führt, wie die Bilder entstehen, dann lernt man auch mit möglichen Verzerrungen am Rand der Bilder und den unweigerlich auftretenden chromatischen Aberrationen zu leben. 

Kommen wir aber zu den Bildergebnissen! Dass es sich um *jpgs handelt und keine RAW-Dateien zur Verfügung stehen, möchte ich hier nur kurz erwähnen. Womit man ebenfalls lernen muss zu leben, sind die Resultate und der Workflow bei der Bearbeitung der Bilder. Wie ich schon im ersten Post geschrieben habe und was sich auch an dem obigen Bild erkennen lässt, braucht man eine Software bzw. Anwendung des Herstellers um die Bilder und Videos "zusammenzusetzen". 

Die 360°-Panoramen lassen sich dann am einfachsten auf einer entsprechenden Seite darstellen oder in den sozialen Medien anschauen. "Standbilder" wirken am besten als kleine Planeten und lassen sich ebenfalls am besten mit der entsprechenden Anwendung auf einem Smartphone oder Tablet erstellen. Hier nimmt man dann noch entsprechende Korrekturen vor und fertig ist das ganze Bild! 

Eine Optimierung der einzelnen Bilder oder die Anpassung einer Reihe in entsprechenden Programmen wie Photoshop oder Lightroom von Adobe ist nicht möglich. Was vielleicht auch bei der ausgegebenen Dateigröße nicht wirklich Sinn machen würde...

Fazit: Liebe ich sie oder hasse ich sie?!...

Beides! - Ich finde es genial, von einer Szene oder einem Erlebnis einen kurzen Schnappschuss als 360°-Panorama machen zu können. In "Null-Komma-Nix" habe ich die Bilder auf meinem Smartphone oder Tablet und kann sie veröffentlichen und die Betrachter somit praktisch an meine Seite holen! Cool!
Ich denke mal, dass wir auf dem Gebiet der virtuellen Realität noch viel erleben werden und diese kleine Kamera ist ein guter Schritt in die richtige Richtung! Ob man ihn geht, muss man selbst entscheiden...
Wer die Qualität der Bilder sucht, die man mit der "klassischen Weise" der Erstellung eines 360°-Panoramas erreicht, wird von der Theta S sicher enttäuscht sein und ob man in Abschätzung des Für und Widers bereit ist, zwischen 300 und 400€ auszugeben, bleibt auch eine Frage, die sich nur jeder selbst beantworten kann. 

Ich werde jetzt wohl man überlegen müssen!

Wie seht Ihr das? Habt Ihr diese Kamera oder eine ähnliche mal ausprobiert? 

Ich freue mich auf Eure Kommentare! 

Sonntag, 15. Januar 2017

Erster Teil des Reviews der Theta S von Ricoh - oder "I´m gettin´paronamanoid!" (Teil 5)


Liebe Blogleser!

Im ersten Posting des Jahres soll es um eine Produktvorstellung gehen und zwar um die 360-Grad-Kamera "Theta S" der Firma Ricoh. Die Kamera ist mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden und ich möchte Euch meine Erfahrungen damit schildern. 

Wer von Euch jetzt einen "knallharten" technischen Test erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Es gibt an anderen Stellen sicher genug Berichte zu finden.  Mir geht es in erster Linie um die praktischen Erfahrungen. Vollsphärenkamera sollen, vergleichbar mit Actionscams, die Erstellung von Bildern und Bilderwelten einfach machen, die sonst nur mit größerem technischen Aufwand und spezieller Nachbearbeitung möglich sind.

Ich war neugierig, ob und wie man mit dieser Kamera 360°-Panoramen erstellen kann und wie man die "Dinger" bedient.

Ich werde den Bericht in zwei Teilen erstellen. In diesem ersten Posting berichte ich Euch von meinen ersten Erfahrungen, wie ich die Kamera einrichte und benutze und im zweiten Posting werde ich Euch etwas zum praktischen Einsatz erzählen. 


Die Kamera wird zusammen mit einem gut gepolsterten Futeral, einem USB auf Micro-USB-Kabel sowie einer gut verständlichen Bedienungsanleitung geliefert. 

Die Kamera, die ca. 13 cm lang ist, liegt gut in der Hand und fühlt sich dank der mattierten Oberfläche sehr hochwertig an und hat nur vier Knöpfe zur Bedienung. Auf der Vorderseite findet sich der eigentliche Auslöser und auf der Seite sind drei weitere Knöpfe zum An- und Ausschalten, zum Aktivieren der Funkverbindung und zum Umschalten von der Foto- auf die Videofunktion. 


Auf der Oberseite der Kamera finde sich sechs Öffnungen, die zum Mikrofon der Kamera führen und auf der Unterseite der Kamera finden sich zwei Anschlussbuchsen und das Stativgewinde. Ich bin mir nicht sicher, ob das aus Plastik oder Metall ist...
Neben einer Mikro-USB-Buchse, die zur Datenübertragung und zum Laden dient, ist noch ein HDMI-Anschluss vorhanden, über den die Bilder und Videos auf einen Monitor oder Fernseher übertragen werden können. 


Okay! So weit, so gut! 
Ich habe ja vorhin schon den Vergleich zu den Actionkameras gemacht und der passt hier eigentlich auch! Da die Kamera keinen Sucher oder ein Display hat, könnte man sie jetzt anschalten, Fotos und Vidoes machen, aber nicht sehen, was man aufnimmt oder wie die Ergebnisse sind. Davon abgesehen, können die möglichen Einstellungen an der Kamera nicht verändert werden, was zum Beipsiel Belichtungszeit oder ISO-Wert angeht.

Jetzt kommen also das eigene Smartphone und entsprechende Apps ins Spiel! Man braucht mindestens eine App, um die Kamera zu "steuern" und eine, um die Bilder am Computer zu verwalten bzw. sich die fertigen Werke anzusehen.

Vorausschicken möchte ich, dass man für den eigenen Computer zunächst eine "Basis-App" braucht.  Hier musste ich als Windows-Nutzer lernen bzw. recherchieren, dass ich "Adobe AIR" brauche, weil ich die App sonst nicht installieren bzw. nutzen kann. 
Man kann noch eine weitere App zum Live-Streaming herunterladen, aber das habe ich nicht gemacht!

Auf meinem Smartphone habe ich allerdings vier (!) Apps und werde Euch auch sagen warum!  

Zunächst ist da die Basis-App "Theta S" mit der man, wie oben beschrieben, die Kamera steuern kann und auch sieht, was man fotografiert oder filmt. Dann gibt es eine Bearbeitungs-App "Theta+" und "Theta+ Video", mit der lassen sich die Bilder und Filme bearbeiten, etwas "kleine Planeten" bauen, Bilder teilen oder Zeitraffer-Videos erstellen. Diese zwei Apps sind also schon einmal das Grundgerüst!

Nachdem ich etwas recherchiert hatte, fand ich noch zwei weitere Apps gut, die ich ebenfalls auf meinem Smartphone installiert habe. Die eine App ist "RollWorld", die die Erstellung und Bearbeitung der "kleinen Planeten" aus meiner Sicht einfacher macht und die zweite App ist "VANISH360", mit der man sich bewegende Objekte (also auch den sich bewegenden Fotografen) "verschwinden lassen kann. 

So gerüstet, ging es auf meine erste Tour! - Aber davon werde ich im nächsten Posting berichten!