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Sonntag, 4. August 2019

Von der Idee zum Bild - Oder was bei einem Shooting alles daneben gehen kann!


Liebe Blogleser, 

Jetzt kann ich darüber schmunzeln, aber das Wochenende mit geplanten Shootings hat mich fast um den Verstand gebracht. 

Ich hatte immer mal im Kopf, im Sommer ein Fotoshooting zu machen mit dem Motto "Hippie-Style". Dabei wollte ich einen alten VW-Bus und ein paar Models in entsprechender Klamotte an einem See oder Strand in Szene setzen. Soweit der Plan! 

Mit meinem lieben Freund und Fotokumpel Norbert habe ich mir einen guten Partner für diese Idee gesucht und gefunden. Er war von der Idee angetan und so begannen wir mit den Vorbereitungen: 

  • VW-Bus - Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was es für eine Mühe macht, für ein paar Tage oder ein verlängertes Wochenende einen alten VW-Bus, egal welcher Baureihe, im Köln-Bonner-Raum oder Ruhrgebiet zu mieten. Die Dinger sind monatelang im Voraus vergeben oder es kommt nur eine Langzeitmiete in Frage. - Am Ende hatten wir Glück, aber dafür musste das Shooting leider nach Berlin verlegt werden!!! 
  • Location - Ja, Ihr habt richtig gelesen. Das Shooting musste wegen der Verfügbarkeit des Busses in und um Berlin stattfinden. Ich langweile Euch nicht mit Kleinigkeiten, wo zum Beispiel fahrtechnisch gut gelegen, das Hotel zu buchen ist oder wo man sich ggf. mit den Models treffen kann, um zum Shooting zu fahren. Nein! Es ware die Locations selbst! Weder Norbert noch ich hatten Ortskenntnisse und so verging viel Zeit damit, befreundete und bekannte Fotografen zu fragen oder selbst in Kleinarbeit mögliche Spots zu finden. Aus beiden Bereichen haben wir uns dann die jeweilige Orte für die zwei geplanten Tage zusammengestellt. 
  • Models - Manchmal denke ich, naiv wie ich bin, dass eine gute Idee und der gebotene Aufwand so interessant für Fotomodelle sein könnte, dass sich aufgrund der Erweiterung des Portfolios eine Zusammenarbeit mit "TfP"-Rahmen ergibt!? - HAHA! Wir haben weder auf die Anzeigen in entsprechen Gruppen der sozialen Netzwerke noch auf Anzeigen auf gängigen Internetseiten auch nur eine Antwort bzw. Bewerbung erhalten! ZERO! NADA! NIX!!! Das war schon sehr enttäuschend. - Nachdem wir bereit waren, auch hierfür Geld in die Hand zu nehmen, hatten wir genug Bewerberinnen, um drei Shootings zu planen. 
  • Dies-und-das - Technisch gab es zum Glück keine Schwierigkeiten. Aufgrund von Norberts Erfahrungen und seinem Bestand an Licht- und Blitztechnik waren wir auf alle Lichtsituationen vorbereitet. - Da unsere Models aber die Hippie-Zeit nur aus Erzählungen kennen, war der Bestand an Kleidung und Accessoires doch eher spärlich bis nicht vorhanden. Hier habe ich für einen kleinen Taler verschiedene Sachen aus Fernost ersteigert und besitze jetzt einen Koffer voller Klamotten in Damengröße 36!!!
Die Tage bis zum Wochenende des Trips nach Berlin (aus dem mittlerweile eine 4-Tage-Tour geworden war) vergingen wie im Flug. Letzte Abstimmungen über Ideen und Klamotten, das Hin- und Herschicken der Verträge usw. und so fort...

Ein paar Tage vor dem Termin dann die große Schreckensnachricht! Der schöne Bulli hatte einen Motorschaden und der Verleih war geplatzt. Kein Ersatz, schon garnicht in der Kürze der Zeit beschaffbar. Nach dem ersten Schock entschlossen wir uns mit dem Thema "Cruel-Summer" ein altes Cabriolet zu mieten und die Ideen dennoch irgendwie umzusetzen. Allerdings hatten wir den Wagen nur einen Tag und somit waren auch die Grundidee und die Locations für den ersten Shootingtag hinfällig. 

Hier bewundere ich Norberts Gelassenheit. Hätte ich fast das ganze Wochenende am liebsten komplett abgesagt, blieb er völlig gelassen und weil er dennoch glaube, dass es eine tolle Zeit werden würde, wollte er das Ganze durchziehen und das haben wir dann auch gemacht! 

Nach einer entspannten Anreise am Vortag konnten wir uns am Freitag ins Getümmel stürzen, was in Anbetracht der tropischen Temperaturen in Berlin nicht die größte Freude war. Wir zogen durch die Stadt und machten ein paar Bilder, aber eigentlich waren wir noch auf der Suche nach einer Location. Wir hatten zwar die Hilfe eines ortsansässigen Fotografen, entschieden uns aber dann für zwei Spots, die wir beide selbst im Kopf hatten. Den Sacrower See und die Glienecker Brücke. Hier haben wir dann sehr gut und toller Stimmung Bilder gemacht. Das sollte am nächsten Tag schwieriger werden! 

Am Samstagmorgen, später als uns lieb war, holten wir das Cabriolet irgendwo in Berlin ab und mussten dann "Gas Geben", denn wir wollten um 12:00 Uhr an unserer Location sein. Das scheiterte aber leider an zwei Dingen. Erstens konnte und wollte der Verwalter des Geländes uns erst um 13:00 Uhr einlassen und zweitens verfuhren wir uns tüchtig. 

Damit war die Planung dahin! Unsere geplante Pause am Mittag gestrichen und ich musste im fliegenden Wechsel zum Bahnhof nach Oranienburg rasen, um das zweite Model abzuholen, während Norbert allein weiter shooten konnte bzw. musste. 

Als ich gerade am Bahnhof wartete, hatte ich zwei Anrufe auf meiner Mailbox. Der Verwalter beschwerte sich, dass ich Besuch hätte und er nicht meine Empfangsdame sei und der zweite Anrufer war ein befreundeter Fotograf aus Berlin, dessen Besuch ich völlig verdrängt hatte. 

Am Ende wird alles gut! Nur dazwischen kann es echt Sch... sein! Wir haben noch in die späten Abendstunden fotografiert und waren danach echt platt. Es war dennoch eine tolle Zeit und ich hoffe, dass Euch die Ergebnisse der "Cruel-Summer-Tour 2019" gefallen. Das lag unter anderem auch an unseren Modellen, bei denen ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanke. Es war lustig und toll mit Euch! 

Ja, das war der Bericht zum Fotoshooting mit all seinen Tücken. Habt Ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?! 

Bleibt mir gewogen! 

Euer 

Doc Minten


Samstag, 19. Dezember 2015

"PotzBlitz" - Teil 5 - "Neun Kostbarkeiten" oder der Bericht zum "Lightsphere Collapsible Kit: Fashion & Commercial" von Gary Fong


Ja, Ihr seht mich nachdenklich! Das ist richtig! 
Es sollte in diesem Posting eigentlich nur um Lichtformer und Farbfolien von Gary Fong gehen, deren Einsatz ich beim Workshop am letzten Wochenende kennengelernt hatte, aber die Sache gestaltete sich eeeetwas komplizierter, als ich gedacht habe...

Aber schön der Reihe nach
Ich muss vielleicht weiter ausholen...
Ich fand die Idee sehr spannend, Bildern, die mit Blitzlicht gemacht werden, durch die Veränderung des Weißabgleichs einen anderen Look zu geben, wobei durch den Einsätz von Farbfolien oder Filtern, die Wirkung "neutralisiert" wird und Menschen, die fotografiert werden, relativ natürlich ausgeleuchtet sind. Jedenfalls deren Haut nicht den "Farbstich"...Ähm! -Look haben wir der Rest des Bildes. Okay, wer verstehen will, wovon ich eigentlich rede, dem sei dieses Video empfohlen!

Zuhause habe ich dann gedacht, dass ich den Weißabgleich der Kamera mittels einer blauen Folie manuell anpasse. Das sollte dann dazu führen, dass (ich will hier nicht weiter in die Tiefe gehen), das Bild rot wird. 

Das war der erste Schritt und an dem bin ich schon verzweifelt! Die OM-D E-M1 von Olympus ließ sich nicht auf solch aberwitzige  Werte einstellen! Und ich dachte, dann muss ich mir mal das Kit von Gary Fong kaufen, um zu sehen, ob es damit klappt! 


Ich habe mir das Set aber auch bestellt, weil ich für das entfesselte Blitzen ein paar Lichtformer haben wollte, mit denen ich etwas varieren kann und so habe ich "zwei Fliegen mit eine Klappe geschlagen!"

Das so genannte "Fashion & Commercial Kit" beinhaltet die Teile, die man auf dem Foto sehen kann. Zusätzlich gibt es noch eine DVD mit entsprechenden Erläuterungen und ein paar handliche Karten, die man als Gedankenstütze für den Einsatz der einzelnen Teile vewenden kann. 




Gut, nachdem das Vorhaben mit den Filtern also "gescheitert" war, habe ich mir die Lichtformer angesehen. Das schwarze Ding, der "Snoot" kann mit Wabenvorsatz verwendet werden und man kann mit Belichtung des Motivs und des Hintergrunds spielen! Okay, wenn man nicht zuu nahe an einer weißen Wand steht! *Grins*



Stimmungsvoll!? Oder?
Mich hat das zwar sehr an Bollywood erinnert, aber den Test, dass man den Hintergrund farbig ausleuchtet wollte ich Euch (gerade zur Weihnachtszeit) nicht vorenthalten! 



Am Ende kommen jetzt noch die Bilder mit dem berühmten "Lightsphere Collapsible". Beim oberen Bild habe ich den Blitz gegen die Zimmerdecke gerichtet und den Lichtformer offengelassen und beim unteren Bild (so wie es beschrieben wird) mit dem weißen Dome abgedeckt und nach vorne gerichtet. 

Nur am Rande sei erwähnt, dass man neben dem weißen Dome auch noch einen gelben und einen grauen im Set hat. Der gelbe Dome dient zum Ausgleich des weißen Blitzlichtes bei Aufahmen in künstlichem Licht von Innenräumen und der graue Dome kann Weißabgleich mit Neutralgrau verwendet werden. 

Fazit: Es macht sicher Sinn, verschiedene Lichtformer für Systemblitze zu haben, wenn man oft und gerne mit ihnen arbeitet und verschiedenste Setups aufbauen will. 
Der nicht unerhebliche Preis ist sicher zu diskutieren, da es alternative Produkte auf dem Markt gibt und man vielleicht doch nicht sooo oft damit arbeitet, wie man sich vorher einredet. 
Das Arbeiten mit den Farbfiltern und -folien macht nur Sinn, wenn die Kamera sich beim Weißabgleich auf diese extremen Werte einstellen lässt. Davon abgesehen, ist es natürlich auch eine Geschmacksache.

Sonntag, 13. Dezember 2015

"PotzBlitz" - Teil 4 - Bericht über Teilnahme an Podcast bei "Fotophonie" und "Blitzgedönse" am Samstag!

    (Fotograf: Michael Klingler) 

Wow! Was war das für eine Woche! 
Nach den letzten Postings über "Blitzen" bekam ich erstens die Gelegenheit meine Erfahrungen in einem Podcast zu erzählen und zweitens war ich auf einem Workshop bei meinem geschätzten Fotografenkollegen Joerg Kampers von joerg kampers photography. 

Aber mal der Reihe nach! 
In einer der letzten Folgen der Podcasts von Fotophonie hatte ich gehört, dass Frank Fischer und Dieter Bethke, die diese Podcasts mit "viel Herzblut" betreiben und es schaffen viele interessante Themen rund um die Fotografie in kurzweilige Unterhaltung zu verwandeln, vorhaben, mich in einer neuen Folge zu meinen Erfahrungen zu befragen...

Am vergangenen Dienstagabend war es dann soweit! Wer eher auf das gesprochene Wort steht und neben meinen Postings auch noch viele viele andere Dinge über Technik, Ausrüstung und Tipps erfahren möchte, dem kann ich nur ans Herz legen, sich die Folge anzuhören.  

Ich war natürlich mächtig stolz, dass ich teilnehmen durfte und habe außerdem aus erster Hand erfahren (bzw. kann es nur erahnen!), wieviel Arbeit in solch einem Podcast steckt! 
Mann-oh-Mann! Allein meine ganzen "Ich sag mal..." "Äh´s" und Öhm´s" herauszuschneiden, die ich auf meiner Backup-Aufnahme am Tag danach noch einmal gehört habe, herauszuschneiden, verlangt mir einen großen Respekt gegenüber den Machern ab! 

Das und die Tatsache, dass ich allein in diesem Podcast wieder auf viele neue Dinge hingewiesen wurde, die das Fotografenherz höherschlagen lassen (MUSS ICH HABEN!!!), ist der Grund, dass ich ein paar (!) Bestellungen bei Amazon über die Affiliate-Links getätigt habe, die Ihr in den "Shownotes" auf dieser Seite findet!!! 

Also, wer die Jungs unterstützten möchte, nutzt bitte die Links, wenn man eh über Amazon bestellt! 

                           (Fotograf: Michael Klingler)

Danke, Jungs! Dafür, dass ich dem Reiz vieler neuer und hilfreicher Gadgets nicht widerstehen konnte! Ich habe mir die alternative Akkus und das tolle Ladegerät von HÄHNEL direkt bestellt und werde sicher über meine Erfahrungen (über überzogene Dispo´s...) Ähm! ...berichten!!! ;)

Am Samstag fand dann ein Workshop zum Thema "Blitzen" statt, den mein geschätzter Fotografenkollege Joerg Kampers ausgeschrieben hatte. Joerg, dessen Erfahrung als People-Fotograf, ich sehr bewundere, hatte sich nach meinen Erfahrungen beim Zombiewalk entschlossen einen Workshop in Bonn anzubieten.  

Beim Workshop, der unter dem prägnanten Begriff "Blitzgedönse" stand, verstand es Joerg aufgrund seiner großen Erfahrung und der sehr vermittelnden Art, kurz und knapp die wichtigsten Möglichkeiten und Mittel zu erläutern. 
Nach diesem theoretischen Teil, in dem ich leider NOCH MEHR! schöne Dinge gezeigt bekam, die ich gerne haben möchte, gab es drei typische Situationen, die es zu meistern galt und Teilnehmer konnte "nach Herzens Lust" das Erlernte umsetzen!

     (Fotografin: Silvia Reemen)

Da ich auch mal ein paar Bilder von mir haben wollte, die mal nicht mit dem Selbstauslöser gemacht sind, habe ich mich gerne als Model zur Verfügung gestellt und möchte mich an dieser Stelle bei den Fotografinnen und Fotografen bedanken! Überhaupt war es eine ganz "tolle Truppe" und ich habe mich gefreut "alte Bekannte" und viele neue Menschen kennenzulernen....

Wenn ich neben dem (von vielen verpönnten) Einsatz des TT-L-Modus bei den entsprechenden Situationen eins mitgenommen habe, so sind es die Merksätze, der mir sicher auch beim Zombiewalk geholfen hätte: 

  • Die Blende steuert die Helligkeit des vom Blitz beleuchteten Motivs!
  • Die Belichtungszeit steuert die Intensität des Umgebungslichtes! 
  • ISO steuert die "virtuelle Leitzahl" des Blitzes


Ich habe sowohl beim Podcast als auch beim Workshop ganz interessante Dinge über den Weißabgleich und den Einsatz von Folien gelernt, was sowohl zum Ausgleich von "Färbungen" der mit Blitz gemachten Bilder, als auch deren gezielten Einsatz betrifft...
Das werde ich mir aber noch einmal in Ruhe ansehen!...

 



 

Dienstag, 24. November 2015

Bericht über den Foto-Workshop "Akt-LowKey" bei Torsten Brandt Photography


"PotzBlitz!"...Nein, dieses Mal nicht! - Oder doch?!

Gaaanz zu Anfang habe ich, wie ich Euch erzählt habe, mal zwei Tage im Studio verbracht, um mir verschiedenste Dinge der Studiofotografie grundlegend erläutern zu lassen. Damals fand ich gerade die Themen "High-und LowKey" besonders spannend...

Ich habe und das lege ich Euch auch ans Herz in den vergangenen Jahren für die Peoplefotografie Bildideen gesammelt, die ich sehr spannend fand und irgendwann mal umsetzen wollte!. 

Darunter waren auch Motive, die zum Bereich "LowKey" gehören. Insbesondere die Umsetzung in Verbindung mit Aktfotografie fand ich sehr spannend und griff zu, als ein Workshop von Torsten Brandt in der Nähe angeboten wurde. 

Neben der, von Anfang an bestehenden, zuvorkommenden und professionellen Betreuung fand ich es eine ganz tolle Idee, dass wir uns im Vorfeld über Bildideen gedanken machen sollten, die wir während des Workshops umsetzen wollten.  

Auch das System, mit dem Torsten Brandt den Teilnehmern ein strukturiertes und wiederholbares Arbeiten bzw. das Erlernen desssen beibringen wollte, hörte sich zumindest spannend an und ich war sehr neugierig auf den Workshop. 

Im ersten Teil des Workshops wurde uns die oben genannte Systematik erläutert und ich war gespannt, ob und sich die Umsetzung in die Praxis gestalten würde. Was ich sehr gut fand, dass man zu zweit entsprechende Lichtsetups aufbaute, wobei man sich an zuvor angefertigten "Plänen" orientierte. Das schaffte auch einen Lerneffekt, wenn man nicht selbst fotografierte!

Wie Ihr auf dem ersten Foto oben sehen könnt, war das Ergebnis nicht sooo schlecht, obwohl ich doch noch Hilfe bei der Umsetzung benötigte. 


Bei der zweiten Runde wollte ich dann nach einem eher "plastischen" Bild noch ein Portrait machen und die Arbeit ging, auch wegen des wirklich tollen Models viel leichter von der Hand! 

In der Nachbearbeitung habe ich dann, einem Instinkt folgend, die eher klassische Bearbeitung verlassen, weil mir die Version, wie Ihr sie seht einfach besser gefiel. 

Die "Teams" konnten dann so gut arbeiten, dass wir alle noch eine dritte Bildidee umsetzen konnten. Hier habe ich mich wieder an eine etwas schwierigere Idee "herangewagt", aber auch das gelang! Ich war von den Ergebnissen seeeehr begeistert! 

Die Teilnahme am Workshop von Torsten Brandt hat sich definitiv gelohnt! Tolle Betreung, klasse Model, nette Teilnehmer! - Ein lustiger und gelungener Workshop-Tag!!!




Donnerstag, 19. November 2015

"PotzBlitz" - Teil 3 - Einstellungen des Nissin i40 - Oder: "Wenn´s mal schnell gehen muss!"...


Ich habe Euch im letzten Post versprochen, dass ich etwas zu den Einstellungen des "i40" erzähle. 

Wer jetzt allerdings eine Erklärung aller Schalter und Knöpfe und deren Funktion erwartet, wird enttäuscht sein, denn das werde ich nicht machen, da es hierzu schon genug Berichte und Tutorials zum Beispiel auf "YOUTUBE" gibt! 

Ich werde in diesem Post nur drei Dinge erzählen und das dient mir gleichzeitig als Gedankenstütze, wie man mit dem "i40" im TTL-Modus arbeitet, wenn er auf der Kamera im Blitzschuh sitzt, wie man im TTL-Modus arbeitet, wenn er entfesselt eingesetzt wird und wie er im manuellen Modus als entfesselter Blitz eingesetzt wird. 

Wer den Blitz besitzt, bekommt aber eine gute Kurzanleitung mit, die ihm die Schalter und Funktionen erläutert, insbesondere wird bei der Nutzung an einer "Micro-Four-Third"-Kamera das Umschalten auf die Kurzzeit-Synchronisation erklärt. 

Was allerdings in der Kurzanleitung fehlt und daher erläutere ich es hier schnell, ist die Einstellung des Zooms des Blitzes. Wenn der Blitz manuell gesteuert wird oder als entfesselt bzw. kabellos gezündet wird, kann der Blitz von 24-105 mm "gezoomt" werden (das entspricht bei MFT 12 bis 53 mm). Das geschieht, in dem man die Ein- / Ausschalttaste jeweils für drei Sekunden drückt. Die Farben der Kontroll-LED bzw. Testblitztaste zeigen an, in welchem Zoombereich man sich befindet. Unter dem Aufhellreflektor an der Oberseite des Blitzes befindet sich eine Tabelle, in der die jeweiligen Farben den Zoombereichen zugeordnet sind. 

Was man noch wissen sollte, ist die Einstellung für die Kurzzeit- bzw. HSS-Synchronistation, wenn der Blitz (im A / M oder TTL-Modus) an einer "Micro-Four-Third"-Kamera betrieben wird! - Mit Drücken der Testblitztaste / Anzeige-LED für 3 Sekunden aktiviert man am Blitz diese Funktion. Das ist daran zu erkennen, dass die kleine weiße Lampe neben dem linken Wählrad zu Blinken beginnt. Erst jetzt kann die Belichtungszeit an der Kamera auf Werte unter 1/250s eingestellt werden (die OM-D E-M1 bis auf 1/8000s). 

Es folgen meine drei wichtigsten bzw. die von mir präferierten Einstellungen:

Benutzung des "i40" im TTL-Modus, wenn er auf der Kamera sitzt: 
  1. Stell den "i40" mit dem linken Wahlrad auf "TTL" 
  2. Wenn im HSS-Modus fotografiert werden soll, drücke die Testblitztaste und aktiviere diese Funktion
  3. Im "Kamera-Menu 2" stelle den RC-Modus auf "Aus"
  4. Die gewünschte Belichtungskorrektur stelle am rechten Wahlrad an der Hinterseite des Blitzes direkt ein. Die Blitz-Belichtung kann jeweils vier Stufen herauf- oder heruntergeregelt werden. 
  5. Im "Super-Menu" der Kamera kann ich auswählen, ob der Blitz aus- oder angeschaltet ist, ob ein Vorblitz erfolgt, um "Rote Augen" zu vermeiden oder auf den zweiten Vorhang belichtet wird. 
  
 (Brennweite 40 mm, Blende f 2.8, Belichtungszeit 1/250s, ISO 200, Blitzkopf gegen die Decke gerichtet, Aufhellreflektor ausgefahren, TTL +2EV)



Benutzung des "i40" im TTL-Modus, wenn er entfesselt eingesetzt wird:
  1.  Setze den kleinen externen Blitz der E-M1 auf die Kamera
  2. Im "Kamera-Menu 2" stelle den RC-Modus auf "Ein", um gleichzeitig den TTL-Modus für den Kanal A im nächsten Schritt zu aktivieren. 
  3. Drücke jetzt "Ok" und dann ist man im Steuerungsmenu für den oder die Blitze!
  4. Stelle den Blitz im Blitzschuh im unteren linken Menupunkt auf "Aus", um sicherzustellen, dass er nicht aktiv ist! 
  5. Im Steuerungsmenu kann jetzt die Belichtungskorrektur herauf- oder heruntergeregelt werden.
Gedankennotiz an mich! - Beachte, dass der Blitz auf der Kamera (trotz "Aus" im RC-Modus bzw. dem Steuerungsmenu für den oder die Blitze)  noch einen Blitz aussendet, der aber keine Auswirkung auf das Motiv hat, sondern lediglich zur Ansteuerung des externen Blitzes dient! 


 

  (Brennweite 40 mm, Blende f 2.8, Belichtungszeit 1/250s, ISO 200, Blitzkopf gegen die Decke gerichtet, Aufhellreflektor ausgefahren, TTL +2EV)



Benutzung des "i40" im manuellen Modus, wenn er entfesselt eingesetzt wird:
  1.  Am "i40" stelle das linke Wahlrad auf "A" (Nein, nicht das Grüne!!!)
  2.  Im "Kamera-Menu 2" stelle den RC-Modus auf "Ein", um gleichzeitig das erste Feld neben dem ausgewählten Blitz  (z.B. Kanal A) im nächsten Schritt zu aktivieren. 
  3. Ändere die Aktivierung in diesem Menupunkt auf "M" (Manual), um die Stärke des Blitzes manuell zu steuern. 
  4. Wähle das Feld daneben aus, um die Stärke des Blitzes (von 1/1 bis 1/128) einzustellen. Die Einstellung am Blitz kann dabei ignoriert werden, da er über die Kamera gesteuert wird! 
 

  (Brennweite 40 mm, Blende f 2.8, Belichtungszeit 1/250s, ISO 200, Blitzkopf gegen die Decke gerichtet, Aufhellreflektor ausgefahren, Blitzstärke 1/32)


 Wie gesagt, es musste schnellgehen!
Ich bin jedenfalls ganz zufrieden, dass ich mir die wichtigsten Einstellungen mal verdeutlicht habe.
Ich freue mich, wenn ich dem einen oder anderen damit helfen kann und natürlich auch über Eure Kommentare!

Bis bald!

Euer

Doc Minten

Sonntag, 8. November 2015

"PotzBlitz" - Teil 2 - Quick-Review des Nissin i40 oder "Wenn Haben Wollen mal wieder über Brauchen Tun siegt!"


Nach dem letzten Posting (Tadaaa! Es war übrigens das 275.!!!) habe ich mir meine Gedanken gemacht, welchen Blitz ich mir für meine OM-Ds kaufen will. 

Nach einigen Recherchen im Internet "rauchte" mir echt der Kopf! Nachdem ich meine Suche letzlich auf die Produkte von Metz, Nissin und Olympus eingegrenzt hatte, schaute ich als typischer Mann natürlich nach den "technischen" Werten! Welche Leitzahl hat der Blitz? Ist er HSS-tauglich? Kann man entfesselt blitzen und wie wird der Blitz dabei angewählt? usw. und so fort...
Interessanter Weise fand ich weder im deutsch- noch im englischsprachigen Raum Vergleichstests und stellte außerdem traurigerweise fest, dass mein Aufruf an die Hersteller, mir entsprechende Geräte für einen Praxistest zu schicken, leider auch nicht erhört worden war!...

Bei all dem Lesen von Berichten und Ansehen von Videos erinnerte ich mich an die Zeit, als ich mir die ersten Systemblitze kaufte und dann noch ein "Arbeitstier" meines Kamerahersteller. Warum hatte ich mir die Geräte ausgesucht?, weil ich sie am besten bedienen konnte!...

Es standen somit zwei Dinge für mich fest. Erstens sollte der Blitz nicht zu groß für die Kamera (insbesondere die E-M 10!) sein und zweitens sollte er sich einfach, vielleicht sogar intuitiv, bedienen lassen. 


Nachdem ich die Auswahl auf den FL-600R von Olympus und den i40 von Nissin eingegrenzt hatte, ging ich in ein Fotogeschäft, um mir die beiden "Aspiranten" auf den Platz in meiner Fototasche einmal aus der Nähe anzusehen. 


Als ich die beiden Geräte vorgeführt bekam und sie dann auch an meiner Kamera testen konnte, haben die genannten Kriterien zur Kaufentscheidung geführt. Der "i40" ließ sich einfach verstehen, bietet alle technischen Vorzüge, die ich mir gewünscht habe (Okay, man kann auf der Kamera nicht andere Blitze "ansteuern, aber "Who cares!") und er ist ungefähr halb so teuer wie sein Konkurrent! 

Nur so nebenbei bemerkt, verfügt der "i40" über eine Kontaktplatte aus Metall und nicht (wie der "FL-600R) über eine Bodenplatte aus Plastik, auch die Arretierung machte einen solideren Eindruck! 

Der Punkt war aber dann die Bedienung des Blitzes! Als es der Fachberater nur mit Mühe schaffte, per Scrollen durch die Menus, einzelne Dinge, wie das Zoomen oder ähnliches, zu verändern, stöhnte ich im Innersten schon auf! Parallel dazu hatte ich die gewünschten Veränderungen am "i40" in "Null-Komma-Nix" vorgenommen! 

Im nächsten Posting gehe ich dann auf die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten und die Bedienung etwas genauer ein. Der erste Eindruck ist jedoch sehr gut und der Blitz hat jetzt einen festen Platz in meiner Fototasche!

Montag, 2. November 2015

"PotzBlitz" - Wie ich im Dunkeln mit Blitz arbeiten wollte... oder "Irgendwas ist ja immer!"


Oje! Das hatte ich mir eigentlich nicht sooo schwer vorgestellt!!!
Was war die Ausgangssituation? Ich hatte gelesen, dass es in Bonn zu Halloween einen "Zombie-Walk" geben sollte und hatte Lust dort Bilder zu machen. 

Okay, es würde dunkel sein und ich habe zwei Kamera-Bodies zur Verfügung. Den einen wollte ich mit meinem Teleobjektiv bestücken, in Blenden-Automatik und ISO-Automatik arbeiten und "draufhalten"!...

Den zweiten Body wollte ich mit dem 12-40mm, 2.8-Objektiv ausstatten und (das hielt ich für eine ganz tolle Idee!) mit einem Blitz betreiben, um "Reportage-ähnliche" Fotos zu bekommen! Genauer gesagt, sollte das Licht eher im "Paparazzi-Stil" einen Spot auf mein Motiv legen und gleichzeitig das Umgebungslicht, falls vorhanden, nicht überstrahlen oder zum Verschwinden bringen...

Jetzt muss ich vorausschicken, dass meine Erfahrung aus den Zeiten der DSLR herrührte und ich bei meiner damaligen Kamera einen Blitz hatte, der im TTL-Modus betrieben werden konnte. Beim Fotografieren habe ich damals, je nach Wunsch, einfach die Intensität des Blitzes in Stufen herauf- oder heruntergeregelt, weil, wie der Name schon sagt, die Belichtung "durch das Objektiv" gemessen wurde...

Das Problem war jetzt, dass ich keinen TTL-fähigen Blitz für die OM-D´s besitze und so dachte ich, dass ich das Ganze auch manuell mit einem Systemblitz von Yongnuo ohne TTL-Modus hinbekomme!...denn ich habe nur die Modelle YN560 I und II!!!. 

Gut, ich erspare Euch den Exkurs meiner ersten Überlegung. Das war die Idee, dass Ganze mit dem Ringlicht des Portys zu machen. Ich stellte aber auch bei der niedrigsten Stufe fest, dass die Bilder so aussahen, als hätte ich mein Motiv im Flutlicht fotografiert, also verwarf ich diese Idee...

Grau ist alle Theorie...

Was habe ich mir denn vorgestellt!?...Nun ich wollte im manuellen Modus fotografieren. Die ISO-Empfindlichkeit stellte ich auf 200 ein. Bei Blende f5.6 und einer Blitzstärke von 1/8 stellte ich die Belichtungszeit soweit runter (oder eben hoch!?), dass sie bei etwa 1/80 Sek. lag. So hatte ich, wie auf dem obigen Bild zu sehen, eine "ausgewogene Beleuchtung meines Motivs (ich habe den Blitz auf 50mm fokussiert und auch mit einem Wabenvorsatz gearbeitet!) und sah noch Licht oder etwas von der Umgebung...

 
Was schiefgehen kann, geht auch schief!...
Ich kann Euch sagen, es war, wie bei den Geisterjägern, aber die Waffen "funktionieren nicht"!...
Der Autofokus der E-M10 "pumpte trotz kontinuierlichem Modus fröhlich vor sich hin und hatte Mühe scharfzustellen. Da ich die Auslösepriorität aber entsprechend eingestellt hatte, kamen Bilder einem "Glückstreffer" gleich!...


Was beim "statischen" Testen in meiner Wohnung noch geklappt hatte, wollte bei sich bewegenden Objekten nicht mehr funktionieren! Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich am Blitz herumgeschraubt habe, weil ich ja sah, welchen "Murks" ich da produzierte...

Ja, sicher! Ich könnte jetzt behaupten, dass der Bildlook genau der war, den ich erzielen wollte und er sieht auch interessant, aber eben auch etwas skurril aus! Nein! Ich hätte mir schon gewünscht, dass sehr viel "Verschwommenes" im Bild zu sehen ist, aber die Personen etwas "knackiger" abgelichtet werden...

Im Nachhinein frage ich mich, ob ich bessere Ergebnisse mit einem TTL-fähigen Blitz erzielt hätte!?...

Ich habe mich dann, nur nebenbei bemerkt, auf die Recherche begeben, welche Blitze für meine Kameras geeignet sind und war doch erschreckt, wie wenig sich finden lässt. Es gibt keine Tests (schon garnicht in Grenzbereichen) und auch keine Vergleiche von Tests von Blitzgeräten, die für die OM-Ds geeignet sind. Na, klar kann man Berichte über den FL-600R von Olympus oder den i40 von Nissin finden. Das sind wohl die gängigsten Modelle für spiegellose Kameras, wenn man von Anbietern wie Metz oder anderen absieht...

Neben dem "Pro und Contra" der jeweiligen Blitzgeräte würden mich eben auch Situationen interessieren, die eben nicht mit jedem x-beliebigen Systemblitz im Studio "nachgestellt" werden könnten...

Also!...

Liebe Hersteller! Das wäre doch einmal ein Grund verschiedene Einsatzgründe der Blitzgeräte testen zu lassen (Ich biete mich da auch gerne an!) 
Liebe Foto-Profis! Wie wäre es mal mit Vergleichtests von Blitzgeräten für spiegellose Kameras und bitte nicht nur das Standard-Portrait im Studio!
Liebe User! Was habe ich falsch gemacht? Was wäre Eure Herangehensweise gewesen? Was sind Eure Erfahrungen???

Schreibt mir Kommentare! Schickt mir Links! Ich bin sehr gespannt!!!