Samstag, 24. Oktober 2015

Quickreview - Kameraholster der Firma "Andoer" - Oder: "Zieh´Fremder!"


In diesem Posting geht es mal wieder um Eins meiner Lieblingsthemen. Wie transportiere ich meine Kamera, wenn ich sie nicht die ganze Zeit in der Hand halten möchte, sie aber auch griffbereit halte!? 
Wie Ihr aus einem früheren Posting wisst, habe ich in den Zeiten der DSLRs die Gurte der Firma Carryspeed geschätzt und auch viel genutzt. Ich hatte den Gurt für eine und für zwei Kameras und fand besonders gut, dass die Verbindung zur Kamera mit einer Platte erfolgte, die Arca-Swiss-kompatibel war und die Kamera bei Bedarf so ganz einfach auf meine Stativköpfe gesetzt werden konnte, ohne die Halterung auszutauschen. 


Als ich dann auf das spiegellose System von Olympus umstieg, erschienen mir die Gurte von Carryspeed doch reichlich überdimensioniert und unpraktisch. Ich begab mich also erneut auf die Suche nach einer Alternative. Schnell wurde klar, dass ein Nacken- oder Schultergurt eigentlich nicht in Frage kommt, aus den eben genannten Gründen. Systemplatten, die an den Hosengürtel oder die Riemen von Taschen oder Rucksäcken montiert werden, gefielen mir ebenfalls nicht!...

Ein Gürtel- oder Holstersystem schien daher die Alternative zu sein, aber das einzige Gurtsystem, das es bis dahin auf dem Markt gab und das ich mir auch schon auf der letzten Photokina angesehen hatte, hielt ich schlicht und einfach für überteuert! 

Da traf es sich sehr gut, dass ich regelmäßig die Videos der FF-Fotoschule aus Hamburg bei YOUTUBE verfolge! Hier wurde im Sommer der Kameragürtel der Firma Andoer vorgestellt! Was soll ich sagen, bei dem Preis-Leistungsverhältnis musste ich bei Amazon einfach zuschlagen und bestellte mir direkt beide angebotenen Versionen! 


Ich hatte das System jetzt schon mehrfach im Einsatz und bin, nach einer Eingewöhnungsphase, echt begeistert. 
Der Gürtel lässt sich in der Länge verstellen (zum negativen Punkt diesbezüglich komme ich noch!) und das Gurtschloss hat eine zusätzliche Arretierung, die gedrückt werden muss, um das Gurtschloss zu öffnen und so kann das Schloss nicht aufspringen oder geöffnet werden, wenn oben und unten Druck auf das Gurtschloss besteht...
Der Kugelkopf der Carryspeed-Platte, die ich weiterhin verwende (Nein, ich benutze nicht den vorgesehenen Adapter !) passt genau in die Halterung am Gurt. Ein Schloss verhindert, dass die Kamera aus Versehen nach Oben herausgedrückt oder von jemand herausgenommen werden kann, denn zum Lösen muss eine Arretierung geöffnet werden. 


Ich habe die Gurte jetzt schon mehrfach mit einer oder zwei Kameras im Einsatz gehabt und bin sehr zufrieden. Zwei Dinge stören mich aber "leicht"! Die eigentlich Kamerahalterung ist auf der Rückseite mit zwei kleinen Schrauben fixiert, die offenliegen. Ich habe so etwas Bedenken, dass sie Kratzer oder Löcher an darunterliegendem Stoff machen können, obwohl ich das bisher nicht beobachten konnte. 
Das Zweite und das hat schon Frank Fischer in seinem Video erwähnt, ist, dass bei einer entsprechenden Verstellung des Gürtels kein Klettstoff der einen Seite des Gürtels mehr auf den Hakenstoff der anderen Gurtfläche trifft. Hier hat mir Frank netterweise mit einem Klettstück ausgeholfen, dass ich auch zwischen die beiden Gurthälften stecke!...
Ich denke mal, dass ich bei der Photokina im kommenden Jahr mal gucke, ob ich den Anbieter treffen kann, um ihn von einer "Anpassung" seines Produktes zu überzeugen. Bis dahin werde ich aber sicher noch einige Touren mit dem Gurtsystem hinter mich bringen und gucken, ob es hält, was es bisher verspricht! 
Mich würde jetzt wirklich mal interessieren, was den Preis des bisherigen "Marktführers" rechfertigt. Vielleicht hat der Eine oder Andere ihn im Einsatz und schreibt mir seine Meinung als Kommentar unter das Posting. Ich bin gespannt!

Vielen Dank an dieser Stelle für den Hinweis von #bestefotoschulevonwelt !!! Wenn Ihr vorhabt, den oder die Gurte zu kaufen, dann folgt doch bitte dem Link unter dem Video! So gibt es einen kleinen Bonus für die Fotoschule und sicher in Zukunft weitere tolle Tipps! 

Mittwoch, 16. September 2015

"Non Photae sed vitae" - Oder auch Photoshop für Doofe - Teil 1




Dieses wird der erste Post zu einem neuen Kapitel, vielleicht zu einer neuen Welt... und ich weiß genau, dass der Weg mal wieder "steinig" werden wird!

Ich habe in den vergangenen Jahren zur Katalogisierung und Bearbeitung Lightroom von Adobe genutzt. Das war leicht zu lernen, denn ich brauchte kein Anleitungsbuch in der Stärke des Telefonbuchs von New York, sondern einfach ein hervorragendes Buch "MEIN LIGHTROOM ALLTAG" von Patrick Ludolph, um prima zurechtzukommen... (Ja, auch wenn das Buch die Version 3 betraf, konnte ich alle Funktionen der Version 4 verstehen!).

Ich habe mich immer gesträubt, Programme wie Photoshop zu erlernen, weil ich nie das Gefühl hatte, die ganzen Möglichkeiten nutzen zu müssen oder zu wollen. Ich wollte nie umfangreiche Composing basteln oder das Bild komplett verändert...Äh, optimieren! Der Lernaufwand war mir einfach zu groß! 

 Ihr seht aber schon an den Bildern, worauf ich hinauswill!?...

Ich habe spätestens nach meinem letzten Shooting festgestellt, dass der Bildbearbeitung mit dem geliebten Lightroom von Adobe Grenzen gesetzt sind. Genauer gesagt! Ich habe da einen fiesen schwarzen Schlafsack, auf dem das Model sitzt...kein Foto ohne Model gemacht und jetzt ein Problem!!!

Wie (VERDAMMT NOCH MAL!!!) bekomme ich den schwarzen Schlafsack wegretouchiert!!! 

Ich habe echt stuuundenlang mit den zwei (!) Werkzeugen von Lightroom "repariert" und "gestempelt", aber Ihr könnt Euch vorstellen, dass das nicht sooo richtig der "Burner" war!...

Okay, dachte ich mir! Du lernst das Ganze "nicht für ein Foto, sondern für´s (Fotografen-) Leben" und deshalb mache ich mich auf den Weg, Photoshop zu erlernen! *Seufz*

Wie es der Zufall wollte, habe ich mich beim letzten Update von Lightroom dazu entschlossen, mir die "Abonnement-Version" - "CC" (Creative Cloud) in Verbindung mit Photoshop zu besorgen. Ich musste also keinen Kredit für die Software ausgeben und die erste Hürde war genommen. 

Ich werde Euch in lockerer Folge die nächsten Schritte auf meinem Weg erzählen. Was heißt das? Okay, in der grooooßen Stadt Bonn habe ich kein 24/7-Angebot für Workshops gefunden...Spaß beiseite! ich habe mich zunächst informiert, ob und welche Video-Tutorials eine Möglichkeit sind, das Programm zu erlernen...

Aber davon mehr in einem der nächsten Posts!...

Öhm! Tipps und Hinweise sind natürlich HÖCHST!!! willkommen!...


Sonntag, 6. September 2015

"Fließend Posieren - Michael Zelbel" oder "Yps für Fotografen!"...


"Ja, gib mir ein "Y"!...

Nein, so sollten die Anweisungen an das Model sicher nicht lauten. Was es aber beim Thema "Modelposen" mit Buchstaben auf sich hat und dass es hilfreich ist, wenn man sich als Fotograf einmal selbst in "Szene" setzt, erfahrt Ihr im folgenden Post!

Dieses Mal geht es nicht um die Idee zum Bild, sondern um die Umsetzung. Bei Shootings kommt es letzlich auch auf die Arbeit mit und natürlich die Posen des Models an. Ich fange nicht wieder die Diskussion an, was der beste Weg ist. Ich stelle aber bei mir selbst fest, dass ich nur manchmal eine Pose beim Model von Grund auf "aufbaue", sondern eher ein Posing variiere. 

Jetzt kann es natürlich dem Anfänger passieren, dass er / sie gerne mal wissen und lernen möchte, ob es nicht andere Varianten gibt und hier bin ich auf eine sehr gute Methode von Michael Zelbel gestoßen. 

Nur kurz, ich war vor zwei Jahren auf die Arbeiten von Michael Zelbel aufmerksam geworden,  als es darum ging, mit Systemblitzen (also kleinem Budget...) im Studio zu fotografieren und besonders, als ich Mode bzw. Kleidung fotografieren wollte, die später "freigestellt" werden sollte, um sie auf Internetseiten oder Katalogen anzubieten. Wenn das Thema interessiert, den verweise ich auf folgende Seite

Aber kommen wir zurück zum Thema! 
Ich recherchiere oft im Internet auf der Suche nach Bildideen und stoße dabei auch immer auf gute und interessante Posings. Kleiner Quicktipp!: Ich speichere Bilder, die mir gefallen ab, die einen in einem Ordner für "Bildideen" und die anderen in einem Ordner "Modelposen"...

Es geht mir aber oft so, dass ich mir eben nicht alle guten Posen merken kann und ich will auch nicht Ausdrucke oder ein Tablett mit zum Shooting nehmen, die mir die "Vorlagen" zeigen. Das limitiert eher, als das es hilft...aber! ich hätte gerne schon ein paar Posen im Kopf und hier kam das E-Book von Michael Zelbel genau richtig!  - Das Buch heißt: "Fließend Posieren - System für 30 heiße Posen in 30 Minuten"...

Ich finde die Idee einfach und genial! Er stellt ca. dreißig Posen vor und merkt sich diese Posen, in dem er ihnen Buchstaben zuordnet und sich aus den Buchstaben eine kleine Geschichte ausdenkt! Dabei spart er nicht mit vielen vielen Bildern und zwei hervorragenden Übersichten, die das Vorgehen illustrieren.

Ich habe mir das ca. sechzig Seiten starke Buch besorgt und durchgelesen. Wie gewohnt, werden auch die drei "Sets", an denen fotografiert wird, beschrieben und lassen sich prinzipiell zuhause durchführen. Außerdem werden auch Blitz- und Kameraeinstellungen beschrieben. Ich war sehr beeindruckt. 

Gestern habe ich dann mal das Setup durchgeführt und die Posen selbst durchgespielt. Nein, liebe Blogleser! Ich habe keine Bilder von mir in Markenunterwäsche gemacht! Glaubt mir, das wolltet Ihr nicht sehen!!!


 Um mal meine (saublöden) Gesichtsausdrücke zu erklären, das Einnehmen der Posen und das Auslösen mit Selbstauslöser (dann diesen schnell zur Seite werfen!) bedurfte meiner völligen Konzentration! 

Ich zolle jedem Model Respekt! Manche Posen, so hatte ich den Eindruck, konnte ich rein anatomisch einfach nicht einnehmen und dabei auf alles Achten UND noch gut aussehen!... Ich kann jedem Fotografen raten, das mal zu probieren!!!

Darum geht es aber auch nicht! Die Bilder sollen nur als Beispiel dienen! Das erste Bild steht für den Buchstaben "Y" und das zweite für "A". Jetzt kann man sich z.B. "Yeti" und "Anker" als Wort wählen und sich eine Geschichte ausdenken: "Der "Yeti" springt an einem heißen Tag in den Pool und findet einen "Anker"..."

Ich finde den Ansatz und die Methode klasse! Vielleicht ist das auch für den Einen oder anderen von Euch eine gute Idee, sich verschiedenste Posen zu merken!?...Probiert es aus!






Sonntag, 30. August 2015

"Tücke des Objekts" - Oder: "Sie haben doch so eine tolle Kamera!...


Beim Satz: Sie haben doch so eine tolle Kamera, da könnten Sie doch..." sollte man am besten sofort das Weite suchen! Oh, Mann! und ich Trottel hätte es sowieso besser wissen müssen. Habe ich nicht schon einmal diese Erfahrung gemacht, dass man nicht alle Genres bedienen kann, nur weil man gerne fotografiert...

Aber mal der Reihe nach! 
Die Aufgabe bestand daran, dass verschiedene "Trophäen", fast ausschließlich aus Glas, fotografiert werden sollten, damit die Bilder auf der Internetseite oder zu sonstigen Werbe- und Informationszwecken verwendet werden können. - Also Objekte vor weißem Hintergrund, kein großer Schattenwurf, usw....

Ich konnte verhindern, dass man die Dinger auf einem weißen Tisch mit dem Handy ablichtet, also erklärte ich mich bereit, sie zu fotografieren. - Selbst schuld! 

Nachdem ich eins der Videos von Eberhard Schuy auf Foto-TV (das Abonnement kann ich nur wärmstens empfehlen!!!) über "Objektfotografie" gesehen habe, hätte ich mir am liebsten links und rechts eine reingehauen für meine Dämlichkeit! Wie sollte ich das nur anstellen!?...

Gut! Ich habe meine Systemblitze! - Check!. Ich habe einen Belichtungsmesser!-Check!. Ich habe kein Fotostudio!- Check!. Ich habe keine Ahnung!!! - Check!. 

Dennoch wollte ich systematisch vorgehen und das Beste draus machen. Ich verwarf die Idee mit Pappe eine Hohlkehle zu bauen, weil ich schon mit bloßem Auge auf den Glasskulpturen die Spiegelungen des Raumes sehen konnte. Ich bestellte mir also ein "Lichtzelt" bzw. diesen "Quader". 

Nachdem ich das Ding aufgebaut hatte, stellte ich fest, dass die "Unterlagen" die man im Quader befestigen kann, starke Falten hatten. Ich nahm also ein großes weißes Kalenderblatt und klebte dieses in das Lichtzelt. 

Die Kamera kam auf ein Stativ, um die Bilder immer von gleicher Stelle aus aufznehmen und der Einfachheit halber. Jetzt kamen die Einstellungen dran. Weißabgleich auf 5500 K?!...Nee, also auf "Blitz". Manuelle Einstellung auf Blende 8 und Belichtungszeit auf 1/125 s bei ISO 200. 

Damit war klar und das wollte ich auch so, dass das Licht nur durch die Blitze erzeugt werden würde, die ich, wie man auf dem Bild oben sehen kann, um das Lichtzelt herum positionierte. Die Blitze wurde "weitwinkelig" fokussiert und nach Ausmessen durch den Belichtungsmesser ergab sich eine einzustellende Stärke von 1/64, die mir auch am besten gefiel. 


"Der Teufel steckt im Detail" - War die Belichtung für weiße Schrift zu hell, war sie für schwarze Schrift zu dunkel. Brannte der Hintergrund auf dem einen Bild aus, wirkte er bei dem anderen grau und fahl!...

Stellt man die Trophäe gerade, sieht sie aus wie ein Schild, stellt man sie etwas seitlich, sieht es "schief und krumm" aus! 

Ach, Mist! Ich werde jetzt mal gucken, was ich in der Nachbearbeitung noch "rausholen" kann...

Was hättet Ihr anders gemacht? - Freue mich auf Eure Postings und Kommentare!


Er ist wieder da!...


So, meine lieben Blogleser!

Der Sommer ist (fast) vorüber und es wird wieder Zeit, zu erzählen, was es Neues gab und gibt...
Ich habe ein neues Profilfoto! - Nein, das ist natürlich nicht alles! Aber ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Fotografen-Buddy Joerg Kampers für das Bild bedanken, das ich aber noch etwas altersgerecht bearbeitet habe...

Jetzt geht es aber los!

  1. Die "Diva" hat mich verlassen! - Naja, ich habe sie eigentlich nur verkauft. Damit hat das Kapitel "Nikon" ein definitives Ende gefunden und mehr möchte ich darüber auch nicht erzählen...
  2.  Ich habe einen kleinen Ausflug in die Welt der Objektfotografie gemacht, wenn man das so nennen darf!?...Darüber werde ich im nächsten Post berichten. 
  3. Auf dem Gebiet der Hardware gibt es auch etwas Neues! Ich habe einen neuen Hersteller für Verlaufsfilter gefunden, dessen Produkte ich in nächster Zeit etwas unter die Lupe nehmen werden und bin seit gestern nicht mehr soooo ganz positiv gestimmt, was meinen alternativen Filterhalter angeht, aber davon werde ich bald berichten. 
  4. "Man lernt nie aus!" - Ich habe in den letzten Monaten zwei Video-Tutorials von Paddy Ludolph gesehen und bin von einem begeistert und vom anderen nicht!
  5. "Wie geht es weiter?" - Ich habe schon die nächsten Termine und Shootings geplant! Was ich aber auch erwähnen möchte, weil es für mich ein ganz besonderes "Highlight" ist! Die FF-Fotoschule aus Hamburg führt in diesem Jahr wieder ein Sommerevent mit Peoplefotografie am Strand durch. Geil! - Das ist für mich die Gelegenheit, liebe Freunde wiederzusehen und auch meine Kenntnisse beim Fotografieren von Menschen zu vertiefen. 
Ihr seht also, es gibt viele neue Geschichten. Bleibt also dran und empfehlt meinen Blog weiter! Ich freue mich auf Eure Kommentare und dann fangen wir mal an!...


Dienstag, 30. Juni 2015

Von der Idee zum Bild - Oje!


Hatte ich erzählt, dass ich jetzt endlich, endlich Lightroom und Photoshop im Abo bestellt habe?!...

Aber ich schweife ab! 

Ich habe Euch aber gesagt, dass ich mich in diesem Jahr vermehrt mit der Model- bzw. People-Fotografie  beschäftigen wollte...Da liegt aber schon das eigentliche Probleme oder der Grund für diesen Post! 

Ich habe mich vor einiger Zeit mit meinem guten Freund Dieter Bethke unterhalten und wir waren uns einig, dass das Bild eines Menschen immer (auch) eine "Geschichte erzählen" sollte. Das kann schon eine bestimmte Stimmung sein, die das Bild transportiert, aber spätestens bei Einbeziehung von Location und Kleidung sollte das Gesamtkonzept "schlüssig" sein! 

Klar, habe ich auch Bilder von tollen Models (in Workshops) gemacht, aber eigentlich habe ich in diesen Fällen nur Aufnahmen angefertigt und sonst nichts! Ich will das bestimmt nicht abwerten, denn es kann etwas sehr Erfüllendes sein, etwas Schönes darzustellen, so wie ich es sehe! Das kann eine Landschaft oder eben auch auch ein Mensch sein! 


Es kann aber auch den Ansatz, eine "Bildidee" geben. Bei meinem letzten Shooting ging es um die Idee der "Broken Doll" ( Zerbrochene Puppe). Ich fand die Idee sehr interessant und möchte Euch in diesem Post meine Herangehensweise erzählen!

Ich sprühe jetzt auch nicht Ideen, aber ich lasse mich gerne inspirieren! Daher habe ich es mir angewöhnt viel zu recherchieren und vor allem! Bilder, die mich faszinieren, zu speichern! Das waren zunächst nur Bilder für Posen, die ich ausdrucksstark oder interessant fand und anfangs z.B. zum Thema"Portrait" passten!...

So bin ich auf die Bildidee "Broken Doll" gekommen! - Check! Jetzt sieht man also verschiedene Bilder und stellt sich die Umsetzung vor. Welches Model könnte passen? Was braucht sie für Klamotten und welches Make-up? 

Dann kommt die nächste Frage. Wo soll das Bild entstehen und wie soll das Foto aussehen? Bin ich jetzt der Typ für Bildbearbeitung, kann ich die Bilder im Studio machen und ein "Composing" zaubern oder möchte ich eine bestimmte Location haben, die zur Bildidee passt!?...

Jetzt sind wir schon bei den "Variablen"! Die Location, das Model und ggf. mitgebrachte Kleidung und Accessoires können natürlich dazu führen, dass sich ganz neue Motive oder Bildideen ergeben. 


Ich stelle immer wieder fest, wenn die "Nervosität" der ersten Stunde verschwunden ist, dass sich sehr kreativ arbeiten lässt und sich immer neue und neue Ideen ergeben! 

Aber bleiben wir bei der Sache! Ich hatte die Idee! Jetzt brauchte ich nur noch ein Model und da habe ich auf den einschlägigen Seiten gesucht. Irgendwann passte es dann! Das Model war klasse und konnte sich auch die Umsetzung vorstellen. Hier ist es natürlich von Bedeutung, dass es sich um ein erfahrenes Model handelt. Es scheiden sich hier natürlich die Geister! Ich denke aber, dass sowohl bei der eigentlichen Umsetzung, als auch bei weiteren Bildideen auf ein Model zurückgegriffen werden sollte, dass schon Shootingerfahrung besitzt, auch wenn es dafür bezahlt werden muss! - Check!

Bei dieser sehr speziellen Idee hatte ich Vorstellungen von der Kleidung und mir war schnell klar, dass das nicht ins Porfolio der meisten Models passt. Also kaufte ich ein entsprechendes Kleid, aber das ist sicher nicht der Regelfall! - Check!

Dann ging es an die Location! Hier half mir wieder ein Mal mein lieber Fotofreund Jörg Kampers!  Wir spotteten gemeinsam verschiedene Locations und besprachen Spots, die für das Shooting in Frage kommen. Ich fand es sehr hilfreich von Jörg´s Erfahrung zu profitieren! - Check! 



Dann kam der Tag des Shootings!  Mann, an was man alles denken muss! Vor allem, wenn man allein arbeitet! Damit sind wir bei einem ganz ganz wichtigen Punkt! Man kann nicht Hilfe genug haben!!! Muss der Blitz gehalten, dem Model geholfen oder irgendwas geholt werden?!...

Hat das Model eine Begleitperson dabei!? Okay, beschäftigt! Ansonsten, nehmt Euch einen "Buddy" mit, der Euch helfen kann! Ihr habt genug mit Euch!!! und der eigentlich Umsetzung zu tun! Da ist es schön, wenn Euch jemand unterstützen kann! - Check!

Summa-summarum war es ein ganz tolles Shooting und es gab viele viele Bilder! Ich habe meine Bildidee umgesetzt!...Dann am Rechner habe ich gesehen, dass ich doch einmal Kenntnisse bei Photoshop erwerben sollte!!!

Damit wären wir bei meinem Eingangsstatement! 

Wie sind denn Eure Erfahrungen? Wie geht Ihr an Eure Shootings heran? 

Bis bald! 

Euer 

Helmut







Donnerstag, 4. Juni 2015

"Nicht mein Tag, und der auch nicht!"...oder 5. und 6.Tag der "Mallorca-Fotoreise für besonders ambitionierte Fotografen"!


Ja, Ihr könnt Euch denken, dass wir nach der langen Nacht nicht soooo schnell wieder auf Touren waren und so ging es am 5. Tag etwas später an den Start. 

An diesem Tag stand auch wieder die "People-Fotografie" im Vordergrund und wir begaben uns erneut zu einer alten Militäranlage, wo wir jeweils zu zweit unsere Bildideen umsetzten. 


Auch dieser Teil hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich gerne darauf eingelassen, entsprechende Szenen zu planen und half auch gerne meinem "Teamgefährten" bei seinen Arbeiten. Was mich aber zum Ende hin irritierte, war das zum Teil sehr "unentspannte" Verhalten derjenigen, die unbedingt (noch) eine Bildidee umsetzen wollten, denen die Zeit nicht schnell genug verging und sich dann lautstark an unserem Set über alles und jedes beschwerten!..

Mir ist danach einfach die Lust vergangen! Ich habe dann die Zeit genutzt, um mir für die LAPP-Sessions, die wir für die nächsten Tage noch geplant hatten und für die ich extra für meine Bildideen Accessoires besorgt hatte, entsprechende Locations zu "spotten"...

Am Abend ging es dann in eine Tapas-Bar und ich sage nur: "Muttertag in Afrika!"...

Okay, am nächsten dem 6. Tag unserer Reise war ich morgens nicht wirklich fit! War ich tot??! Lag ich mit Schwindsucht in einem Hotel in Bangkok?...Nein, ich war in meinem Hotelzimmer in Paguera! Ja, die Balkontür zu schließen, war eine gute Idee gewesen! Mein Gott war das stickig hier!...Aua! Kopf! und warum klebt die Softshell-Jacke ekelig und riecht so streng! 

So, oder so ähnlich sind meine ersten Gedanken gewesen. Naja, an diesem Morgen war schnell klar, dass ich bei dem geplanten Bootsausflug sicher nicht mitfahren würde und nach ein paar Litern Kaffee und etwas zu Essen kehrten auch meine Lebensgeister zurück!...


Dann kam der Teil des Tages und eigentlich der Reise, auf den ich hätte verzichten können! Dennoch habe ich dabei DAS Bild gemacht...

Die zweite Station an diesem Tag sollte das "Cap Formentor" werden. Wir wollten Bilder von einer ausgewählten Position mit der Lichtstimmung des Abendhimmels machen. Auf dem Weg trennte sich die Gruppe und ich stieg mit einem weiteren Reiseteilnehmer auf die Spitze des Berges. 

Wir fotografierten und fotografierten, sahen und hörten nichts von den anderen oder von um uns herum und fragten uns nur, wieviel Zeit uns wohl noch blieb und waren der festen Meinung, dass alle auf die "blaue Stunde" warten würden...

Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, war, dass die Gruppe schon viel früher im Hellen aufgehört hatte und sich jetzt immer mehr und immer größere Sorgen machte, weil man uns nicht erreichen konnte bzw. wir die Suche und Kontaktaufnahme nicht erwiderten. Man ging davon aus, dass uns etwas zugestoßen sein musste...

Man muss kein Psychologe sein, um zu wissen, dass tief empfundene Sorge oder Angst sich schnell ins Gegenteil kehren kann, wenn der Betreffende plötzlich gut gelaunt oder zumindest wohlbehalten auftritt...

Ich konnte oder wollte die Reaktionen meiner Reisegefährten nicht verstehen, hielt das Ganze für ein Missverständnis und zeigte sogar, dass ich die Reaktion für übertrieben oder unverhältnismäßig hielt. 

"Lange Rede - kurzer Sinn!" - Für mich war die Reise an diesem Abend vorbei! 

Es ist schon fast eine Ironie des Schicksals, dass dieses Bild das Letzte ist, das ich an diesem Abend gemacht habe. Dass die Lichtspuren vom Bus unserer Gruppe herrühren, die auf der Suche nach uns zum Leuchtturm fuhren...und dass ich für dieses Bild soviel Anerkennung bekommen habe, wie noch mit keinem anderen...

Freuen kann ich mich nicht darüber! - Es war einfach nicht mein Tag!...