Sonntag, 26. Oktober 2014

Jetzt reicht es! - Ich und die "Diva" (D 800) - Teil 3 (Update vom 06.11.2014)


Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen Post zu einem wirklich tollen Shooting von gestern veröffentlichen, aber leider hatte die "Diva" etwas dagegen...also gegen das Shooting! 

Aber rekapitulieren wir die Zeit mit meiner geliebten "Diva": 

Ich habe am 17.03.2014 bei der Foto-Kino-Video Lambertin GmbH in Köln eine D800 zum Preis von € 2.147,00 gekauft. Zusätzlich kaufte ich auch noch den passenden Batteriegriff zum Preis von € 297,00 und eine 32GB-CF-Speicherkarte der Firma Hama zum Preis von € 97,00.

Als ich Ende April 2014 bei einer Motorsportveranstaltung auf dem Nürburgring mehrere hundert Aufnahmen gemacht habe, spielte plötzlich der Autofokus verrückt. Wie bei „Tetris" wechselte der Fokuspunkt durch die vorhandenen Messfelder. Er lief von links nach rechts und ließ sich auch nicht durch Aus- und Anschalten der Kamera und Entfernen der Akkus von dieser „Spielart“ abbringen.


Eine Anfrage beim Nikon-Support-Service am 27.04.2014 brachte keine Klärung des Problems, da, nachdem ich es noch einmal telefonisch erklären musste, der Servicemitarbeiter sagte, er könne sich nicht vorstellen, was ich meine und seine Empfehlung lautete, dass ich die Kamera zur Überprüfung schicken müsse.


Da im "Normalbetrieb" der Autofokus nur ab und an "Mucken" machte und da ich die Kamera unbedingt lieber nutzen wollte, als sie zum Service zu geben, sah ich zunächst von der Überprüfung ab.

Leider häuften sich dann die Probleme und zuletzt ließ sich der Autofokus nicht mehr beherrschen. Zusätzlich dazu fiel mir auf, dass die CF-Speicherkarte nicht erkannt wurde und somit nicht zur Verfügung stand. Drei Tage vor der Abreise zu meinem zweiwöchigen Jahresurlaub, in dem ich selbstverständlich auch fotografieren wollte, habe ich die D800 schweren Herzens zum Nikon-Service geschickt (1. Nachbesserung). Mit einer E-Mail wurde mir am 10.06.2014 das Eintreffen bestätigt und ich war doch sehr erstaunt, als ich am 11.06.2014 erfuhr, dass meine Kamera wieder zuhause eingetroffen sei...



Eine E-Mail an den Nikon-Service (Albrecht Kamera Service GmbH in Köln) aus dem Urlaub am gleichen Tag mit der Frage, ob wirklich beide Fehler (Autofokus und CF-Karte) der Kamera behoben seien, blieb unbeantwortet...



Ich konnte nicht ganz glauben, dass beide Probleme so schnell geklärt bzw. beseitigt worden wären und war schon gespannt, die Kamera am 21.06.2014 auszupacken und in Funktion zu setzen.

Was soll ich sagen!?. Der Autofokus schien wieder zu funktionieren, aber das Speicherkartenproblem war nicht behoben worden! - Das bestätigte auch mein Anruf beim Nikon-Service am 23.06.2014. Am Telefon wurde mir gesagt, dass es „wohl übersehen worden sein muss".

Am 24.06.2014 bin ich nach Köln gefahren und habe die D800 und die betreffende CF-Karte zu erneuten Überprüfung abgegeben (2. Nachbesserung). Ein paar Tage später erhielt ich die Kamera zurück und staunte nicht schlecht, als ich auf dem Rückschein las, dass der von mir beschriebene Fehler nicht feststellbar gewesen wäre. 

Mehr durch Zufall stellte ich selbst fest, dass die CF-Karte von Hama wohl selbst das Problem darstellte, denn nach Erwerb einer anderen CF-Karte der Firma Sandisk wurde diese ohne Probleme erkannt und ich konnte wie gewohnt mit zwei Speicherkarten arbeiten. 

In diesem Zusammenhang möchte ich aber auch erwähnen, dass es mir große Probleme bereitete, die fehlerhafte CF-Karte bei Foto Lambertin in Köln am 05.09.2014 umzutauschen. Es war sehr irritierend für mich zu sehen, dass man zunächst versuchte mich vom Gegenteil zu überzeugen, da die Karte ja schließlich in einer Canonkamera funktionierte!!!. Ich war gezwungen dem Verkäufer praktisch zu beweisen, dass es eben kein Benutzer- oder Einstellungsfehler sei und konnte nur mit Mühe verhindern, dass man zum Beweis das Menu meiner Kamera zurücksetzte auf die Werkseinstellungen... Nach einigem Hin- und Her bekam ich wortlos eine andere CF-Karte übergeben.

Gestern habe ich dann ein dreistündiges Model-Shooting und Coaching gehabt und nach etwa einer Stunde traten erneut die oben genannten Probleme mit dem Autofokus auf. 

Super! Jetzt reicht´s !!!


Meine D800 hat offenkundig einen klaren Produktionsfehler, der bereits zweimal eine Überprüfung und Instandsetzung erforderte und nun erneut Probleme bereitet bzw. wieder auftritt. Die Umstände der Fehlerbearbeitung spotten jeder Beschreibung.


Aus diesem Grund habe ich heute einen freundlichen Brief an die Firma Nikon geschrieben und fordere die Wandlung meiner jetzigen D800 in eine neue D810. 

Ich bin mal gespannt, was jetzt passiert! - Sollte man dem nicht zustimmen, trete ich vom Kaufvertrag zurück und fordere den Kaufpreis meiner D800 zurück (§§ 433 ff BGB).

Leb´wohl meine "Diva"! 

Update vom 06.11.2014: 
Gestern habe ich per E-Mail beim Nikon-Customerservice einen "Zwischenstand" abgefragt und heute bekam ich dann eine Antwort, die ich echt "aus den Socken gehauen" hat. Sinngemäß informierte man mich, dass die Voruntersuchung der Kamera abgeschlossen sei und man nicht sicher ausschließen könne, dass die verwendeten Objektive den Fehler hervorgerufen haben. Ich wurde daher gebeten, die oder das Objektiv einzuschicken, mit denen bzw. dem der Fehler aufträte. Erst nach Überprüfung der Kamera-Objektiv-Kombination könne eine abschließende Beurteilung erfolgen. ...

 "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!"

Auf meine Frage nach der Adresse erhielt ich die Antwort, dass ich die Objektive, obwohl nicht dort gekauft, über Foto Lambertin in Köln einreichen müsste, da dieser der Auftraggeber für die Reklamation sei.   Selbstverständlich war um 15:00 Uhr die dortige Reklamationsbearbeitung nicht mehr besetzt und man bot mir einen Rückruf für den nächsten Tag an. Ich bekomme so langsam eine Ahnung, warum auf dem Reklamationsschein stand, dass diese Vorgänge ca. drei Wochen in Anspruch nehmen. 

Ich bin jetzt echt stinksauer! Nach dem ersten Fehler der D 800 mit dem Autofokus, der mir erst nicht geglaubt wurde, einem zweiten mit dem Nicht-Erkennen der CF-Speicherkarte, der nicht vom Nikonservice erkannt wurde und vom Fotofachhandel völlig undiskutabel gemanaget wurde, habe ich jetzt das Gefühl, dass man sich alle Mühe gibt, den Fehler nicht bei der Kamera zu finden, um so zu erreichen, dass es sich bloss nicht um die dritte Reklamation handelt, die mir gestattet, vom Kaufvertrag zurückzutreten. 

 


 


Sonntag, 5. Oktober 2014

Heute mal anderes Licht - oder auch: "Harte Zeiten!"


Nach dem Wochenende mit Lichtkunst hatte ich eigentlich mal wieder Lust darauf Menschen zu fotografieren. Leider platzten aber die Verabredungen kurz vor dem verlängerten Wochenende und so entschloss ich mich wieder etwas zu probieren...

Ich muss aber vielleicht noch einen Schritt zurückgehen. Wie ich Euch schon einmal geschrieben habe, bin ich vor einiger Zeit auf den Fotografen Robert Maschke gestoßen. Ich fand seine Arbeiten sehr faszinierend und mir gefiel der Bildstil sofort. Ach, was soll ich sagen...Die Bilder sind einfach der "Hammer"!!! und ich kann Euch nur dringend raten, sie Euch anzusehen!

Davon mal abgesehen, dass er den Bildern seine Aussage und Signatur gibt, finde ich den Stil sehr schön und passend für die jeweilige Idee oder das Motiv. Ich wollte einfach mehr darüber erfahren, um es in mein Wissen aufzunehmen und bei der entsprechenden Gelegenheit anzuwenden.

Leider gab es bisher keine Gelegenheit ihn bei der Arbeit zu sehen, aber dann erfuhr ich, dass er auf der Photokina sein würde. Ich habe es leider nicht geschafft zu den Aufritten zu gehen, aber es gab Berichte darüber und er hat in einem Beitrag auf Facebook sein Vorgehen beim Fotografieren gezeigt.

Als ich dann gelesen habe, dass er anbietet über entsprechende Bilder zu schauen, war für mich sonnenklar, dass ich diese Gelegenheit nutzen wollte.

Okay, kein Model! - also "Selfie"- Check!, kein Studio gemietet! also "Homestudio" und alles nutzen, was da ist! - Check!... Ach, Mist! Irgendwas ist ja immer, aber der "Teufel sollte noch tiefer im Detail stecken"!...

Prinzipiell geht es um ein Bild mit Blitz. Das heißt Kamera auf´s Stativ und mit Funkauslöser versehen und dann den Systemblitz in den Oktaboxschirm und ebenfalls auf ein Stativ gestellt. 

Jetzt wurde es langsam kompliziert. Ich brauchte einen dunkel "Tunnel", damit das Licht nicht ungerichtet auf mich als Model fällt. In Ermangelung an Stellwände habe ich auf der einen Seite den langen dunklen Vorhang des Schlafzimmerfensters genutzt und auf der anderen Seite aus einem Galgenstativ, dass ich mit einer dunkelroten Wolldecke abgedeckt habe, die andere Seite erstellt. 

Jetzt kam das richtige Problem! Die Wand hinter mir, war hell gestrichen und viele dunkle Überzüge und Decken gibt es bei uns nicht! Also fand ich wenigstens noch einen Bettbezug, der halbwegs dunkel war, wenn auch gemustert und nagelte ihn an die Wand. 

Nächstes Problem! Blitz von oben gibt starke Schatten, muss also mit einem Reflektoren ausgeglichen werden. Schön, wenn man dann nur die Riesenteile hat, um Outdoor das ganze Model zu beleuchten. 

Ach, komm! Was soll´s! Los ging es! Das Bild, dass Ihr oben seht, obwohl es schon bearbeitet ist, zeigt die ersten Tests ohne die rückseitige Abschirmung. 


Hier kam ich schön näher an mein gewünschtes Ziel heran. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was das für ein Geeiere ist, wenn man erst einmal alles halbwegs eingestellt hat und dann kontrollieren will, wie das Licht ist, wie es fällt, auf welcher Höhe der Reflektor das beste Ergebnis bringt, das man guckt, dass die Brillengläser nicht spiegeln und, und, und... 

Das Ganze dann zwischen Bett und Zimmerwand! Echt ein Traum! Bei den Bildern sah ich aber noch ein anderes Problem. Ich konnte immer noch die Rückwand sehen bzw. es fiel Licht darauf. Okay, das sah aus, als würde ich bei Tante Minchen auf der Couch sitzen, aber das Ganze wollte ich bei der Nachbearbeitung ändern. Merke: nehme nie nie nie gemusterte Hintegründe, wenn Du nur Lightroom zur Verfügung hast...


Okay, da steht man vor der eigenen Kamera, hat den (Riesen-) Reflektor auf den Armen und versucht darunter den Fernauslöser zu betätigen. Das macht keine Freude! Nein, ist natürlich Quatsch. Es machte sehr viel Spaß, aber ich fand im Nachhinein, dass Lächeln oder freundlich gucken hier nicht wirklich passte und daher erspare ich Euch den Anblick. 


So und das ist dann das letzte Bild, das ich auch schon so bearbeitet habe, wie es mir gefällt. 

Ich habe das Bild bzw. das davor dann auch in der Diskussiongruppe auf Facebook eingestellt und netterweise schnell von Robert Maschke eine Nachricht erhalten, die mir für die Zukunft helfen wird. 

"Der Teufel steckt im Detail". Das ist zum einen, die Tatsache, dass man das Ausgleichen von Blitz und Reflektion eben nur nach Gefühl und nicht nach Ergebnis machen kann. Da ist zum anderen das Problem, dass Lightroom hier an seine Grenze stößt, wenn man gemusterte Hintergründe maskieren will. 

Egal, ich fand es hochspannend und freue mich schon darauf, das Erlernte bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit einzusetzen.



Mittwoch, 1. Oktober 2014

Review des Workshops "Lichtkunstfotografie für Fortgeschrittene" von JanLeonardo Wöllert...und was sonst so war!...


Ich habe Euch ja noch den Bericht zum Workshop an diesem Wochenende versprochen und was würde sich als Einleitung besser eignen, als das letzte Foto, das wir als Gruppe gemeinsam mit JanLeonardo Wöllert gestaltet haben...

"Mein Gott!" war das früh an diesem Freitagmorgen! Gerade erst ins Bett gegangen und dann war es schon 12:00 Uhr als der Zimmerservice trotz "Do not disturb"-Schild "in der Hütte" stand und parallel die Rezeption anrief!..

Naja, eigentlich ganz gut, denn ich wollte ja die Zeit in Hamburg gut nutzen. Also in den Wagen und ab an die Ostsee nach Timmendorfer Strand und dann nach Scharbeutz!...Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie an der Ostsee war und mich beim Anblick des kleinen Städtchen Scharbeutz auch fragte, warum nicht?...

Warum war ich aber hier!?  Nun ich hatte eigentlich vorgehabt, mit einem Model (wenn Ihr bei Facebook seid, freut sie sich sicher über ein "Gefällt mir"!) mit dem schon mein lieber Freund Olaf Trautmann wirklich tolle Fotos gemacht hatte, ein Shooting zu machen. Ich fand Ihr Portfolio einfach klasse und mir gefielen die klassischen Schwarzweißfotos genauso gut, wie die etwas ausgefalleneren Bildideen. Ich kann nur allen Fotografen in der Nähe raten, sich ihre Arbeiten einmal anzusehen! Es lohnt sich!

Naja, am Ende habe ich mich aber doch entschieden kein Shooting zu planen, weil ich schon ahnte, dass ich nicht früh genug "aus der Kiste kommen" würde. Ich wollte mir aber dennoch die Ostsee ansehen und fuhr deshalb hin! Ich schlenderte also den Strand entlang und schoß ein paar Fotos...(Memo an mich: Was sollten Kamera-Akkus sein!?...Richtig aufgeladen!!!) Also war nach zwei Bildern Schluss und ich ging zur Mole um ein paar Fotos zum Abschied zu knipsen... 

"Facebook-sei-Dank" sah "Bella" meine Meldungen und so trafen wir uns zumindest auf einen Kaffee und konnten ein mögliches Shooting verabreden. 

Um 18:00 Uhr traf ich dann bei der FF-Fotoschule ein, wo der erste Teil des zweitägigen Workshops "Lichtkunstfotografie für Fortgeschrittene" beginnen sollte. Ich habe Euch ja schon in einem anderen Post vom ersten Workshop berichtet und so war ich natürlich gespannt, was mich erwarten würde. 

Was stand alles auf der Agenda!?: 
  • Einweisung in die Trunken-Boy Technik
  • Einführung in die Flexible Light Control (FLC) Technik
  • Ausleuchten mit Pyrotechnik
  • Personen einblitzen mit der Led Lenser M7
  • Die Scaning Technik
  • Die Choreographische Fotografie
  • Gestalten von szenischen Fotografien
  • Konzeption mit EL-Wire
  • Performance mit elektronischen Drehhilfen
  • Der perfekte Aufbau eines Ufos
  • Arbeiten mit dem PROAIM Viewfinder
Wow! Was für ein Programm und ich war echt gespannt, was mich alles erwarten würde.


Der Ablauf war wie beim letzten Mal. Die Teilnehmer erhielten umfangreiche Informationen zu technischen Details, Ausrüstung und Performances. Das einzig Negative war vielleicht, dass doch ein paar "Anfänger" dabei waren und so Grundlagen wiederholt wurden, die ich schon im letzten Workshop gehört habe, aber das war zu verschmerzen...

Als es dunkel geworden war, fuhren wir gemeinsam zur ersten Location und ließen uns in die "Portable-Light-Photography" und verschiedene Scanningtechniken einweisen. Hier konnte ich viele Fragen loswerden, die sich aus meinen Einsätzen bei Nacht ergeben hatten und JanLeo beantwortete sie geduldig und umfänglich!

Besonders spannend fand ich die Einführung in die Flexible Light Control (FLC) Technik! Also die Möglichkeit die Gestaltung der Helligkeit und Details des Bildes mit Hilfe der Blendeverstellung manuell zu beeinflussen. Glücklicherweise stand ein sehr netter und erfahrener Fotografenkollege neben mir, an dessen Kamera ich die direkte Auswirkung beobachten konnte!

Ich bin jetzt echt hin- und hergerissen, ob ich mir einen Superweitwinkelzoom oder doch eine Festbrennweite mit manueller Blende kaufen soll, aber das ist eine andere Geschichte!...

Ja, und am zweiten Tag, dem Samstag, trafen wir uns bereits um 14:00 Uhr und bekamen die volle Ladung des Wissens verpasst! Ich war echt überwältigt von den Informationen zu Equipment und Durchführung, die JanLeo uns vermittelte. Das sollte nur noch getopt werden von den Performances, die wir am Abend mit seiner Hilfe entwickelten und fotografierten, aber schaut selbst:








Die sind doch wohl der Hammer, oder!?...

Seid mir bitte nicht böse, dass ich Euch nicht erzähle, wie die Performances gemacht werden oder wie sie fotografiert werden. Ich kann Euch echt nur empfehlen diese supergeilen Workshops zu besuchen, wenn Euch das Thema interessiert!

Ich selbst bin jedenfalls wieder oder noch mehr "entflammt" für diese Art der Fotografie. Ich werde jetzt erst einmal meine Ausrüstung überprüfen und anpassen und mich dann wirklich mal um eine Location kümmern, um die eine oder andere Performance umzusetzen. Ich fand den Workshop außerdem für mich wichtig, um Fehler auszumerzen und meinen Kenntnissen den "Feinschliff" zu geben. 

Ich bedanke mich an dieser Stelle für den wirklich erstklassigen Workshop bei: 

und bei Dieter Bethke, der uns neben JanLeo als Fototrainer beim Workshop zur Seite stand. Hochprofessionell, versiert und immer freundlich hat uns Dieter bei unseren Aufgaben unterstützt und es hat einfach Spaß gemacht, mit ihm die Zeit zu verbringen.

Sehr viel Spaß gemacht hat mir auch die gemeinsame Zeit mit den anderen sieben Teilnehmern des Workshops, die ich als sehr angenehm empfand. Es war ein wirkliches Glück, denn häufig bedeutet gerade die Zusammensetzung der Gruppe, ob der Workshop "sehr gut" oder eben "klasse" ist...

Vielen Dank Euch allen! Ich hoffe, dass wir in Kontakt bleiben und uns irgendwann wiedersehen!

" Gut Licht!" 



Montag, 29. September 2014

Lightart-Performance-Photography - "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" oder "Der Teufel steckt im Detail!"...


Wie bereits angekündigt, war ich an diesem Wochenende in Hamburg zu einem weiteren Workshop mit JanLeonardo Wöllert bei der FF-Fotoschule in Hamburg.

In diesem Post geht es aber nicht um den Workshop ( zu dem wird es einen eigenen Post geben), sondern um eine Aktion am Donnerstag und welche Lehre ich für mich daraus ziehe! 

Für den Donnerstag hatte ich die Anreise geplant. Wie schon beim letzten Mal wollte ich gerne die Zeit nutzen. Da traf es sich sehr gut, dass mir die Fotografin Karin Brodowsky vorschlug nach Elmshorn zu kommen,  um eine LAPP-Session mit ihr zu machen.

Ich schätze Karins Arbeiten sehr und kann Euch nur einladen, ihre Seite über den Link aufzusuchen und die Bilder anzusehen. Das Tolle war, dass Karin auch direkt eine interessante Location in petto hatte und so musste ich nicht lange überlegen!

Wir trafen uns vor Ort gegen 22:30 Uhr und nahmen erst einmal die Location in Augenschein. Danach schleppten wir die Kisten und Kasten in den ersten Stock des Gebäudes und ich wunderte mich nicht schlecht, was Karin alles aus ihrem Wagen hervorzauberte! 

Was sind für mich jetzt die wichtigsten Bausteine einer Performance und hat zugleich das Potential für Schwierigkeiten!?...
  • Planung ist das halbe Leben! - Wir hatten uns zwar im Vorfeld einige Gedanken gemacht, was wir beide gerne für Performances machen wollen, aber das Ganze dann doch nicht vom Ablauf her festgelegt oder strukturiert. Das mag jetzt nach einem starren Muster klingen, aber es kann helfen, wenn, wie wir gleich sehen werden, technische Probleme oder andere Dinge dazu führen, dass die Performance oder das resultierende Bild nicht gefällt. 
  • Es kommt auf die Technik an! - Ich hatte geplant mit meinem Performance-Stick Bilder mit "Orbs" zu machen. Bei der Performance stellte sich das Problem ein, dass aufgrund des verzogenen Haltebolzens der Stick "unrund" lief und ich keinen sauberen Verlauf der Lichtspur hinbekam. Es war dann nur Karins Erfahrung zu verdanken, dass wir die einzelnen Runden fotografierten, um so halbwegs auf das gewünschte Ergebnis zu kommen. Halbwegs deswegen, dass sie nicht verhindern konnte, dass ich mir bei der Durchführung den Stick gegen den Kopf haue und damit eine Lampe abschalte! ...Irgendwas ist ja immer! ;)
Alles in allem war das Ganze doch sehr zeitintensiv und hätte mit einem "Plan B" an Performances und besseres Vorbereitung meinerseits zu mehr Ergebnissen geführt.  Ich werde mir das eine Lehre sein lassen und außerdem die Gelegenheit nutzen den Stick zu überarbeiten.

Die Session hat dennoch sehr großen Spaß gemacht und es war schön und inspirierend mit Karin und ihrer guten Freundin zu arbeiten. Ich beendete die Aktion in den frühen Morgenstunden nur ungern, weil ich wusste, dass die nächsten Tage auch länger werden würden!...


Sonntag, 21. September 2014

Photokina 2014 - Rückblick oder "It´s time for a revolution!?"...


" Die Foto (-grafen)-Szene feiert sich selbst" - "Sterben der Dinosaurier und Beginn der Neuzeit" - "Alles ist erlaubt und und der Ausgang ist offen!"...

Das sind die Überschriften, die mir zu meinem persönlichen Rückblick auf die diesjährige Photokina einfallen und meine Eindrücke zusammenfassen!.

Ich möchte diesen Post aber in zwei Abschnitte teilen. Der erste Abschnitt erzählt Euch von meiner zweitägigen Wanderung und erzählt, ob ich mit meinem Plan zurecht gekommen bin. Der zweite und letzte Abschnitt fasst dann meine Eindrücke zusammen und versucht die vielleicht provokanten Thesen zu erklären .

Wie ich Euch im letzten Post erzählt habe, wollte ich die zwei geplanten Tage auf der Photokina in Köln etwas systematischer gestalten. Ich wollte ganz gezielt Hersteller von Produkten aufsuchen, die ich entweder in Gebrauch habe oder die mich für die Zukunft interessieren, um "Feedback" zu geben und / oder mich beraten zu lassen. Außerdem sollte die Photokina dazu dienen, Gleichgesinnte und Freunde zu treffen und auch den einen oder anderen Vortrag zu genießen. 

Auf meinem Weg über die Photokina hat sich im Übrigen die App für das Smartphone voll bewährt. Das Einzige was nicht geklappt hat, war die "Matchmaking"-Funktion, aber das liegt wohl daran, dass ich a) sehr spät Anfragen für Gespräche gestellt habe und b) glaube, dass das Ganze nur im professionellen Umgang Erfolg hat. Naja, egal!...

Ich kann schon vorausschicken, dass ich Punkt 2 am meisten genossen habe. Es war wirklich klasse, Menschen wie Sven Schomburg von Photo-Schomburg das erste Mal zu treffen oder auch andere wie Frank Fischer von der FF-Fotoschule und Thomas Soddemann von echromatique-Fotografie wiederzusehen. Das waren aber nicht die einzigen und ich habe alle Gespräche sehr genossen und mich gefreut, neue Gesichter zu sehen und die alten Bekannten zu treffen. 

Beim ersten Punkt oder den, nennen wir es mal Produkten, waren meine Eindrücke doch schon sehr gemischt in Bezug auf meine kleine und persönliche Agenda. Ich habe mich sehr gut gefühlt bei der Firma Feisol, wo ich namentlich begrüßt wurde (alle Achtung!) und die Gelegenheit hatte, dem Repräsentanten "Löcher in den Bauch" zu fragen, mir Hilfe zu holen, aber auch das Gefühl hatte, meine Eindrücke vom praktischen Einsatz des Statives mit allen Stärken und kleineren Schwächen verstanden zu sehen! 

Das Gleiche gilt auch für die Vertretung von ThinkTank. Hier konnte ich Feedback zu meiner Lieblingsschultertasche, der Retrospective 20 genauso los werden, wie ich über neue Produkte informiert wurde, hier waren die Fototrolleys für mich von Interesse, wobei meine Ansprechpartnerin sich trotz hohem Aufkommen am Stand jede Zeit der Welt für mich nahm. Großes Dankeschön dafür!

Genau das Gegenteil erlebte ich aber auch bei zwei Anbietern. Okay, bei dem einen Anbieter bin ichja nach meinen Tests auch nur "teilüberzeugt" von den geprüften Produkten aber bei anderen, blieb mir schlichtweg "die Spucke weg"! Beim ersten Hersteller, sprach ich mit einem, ich denke mal "Promoter" und schilderte ihm meine Erfahrungen und erzählte von meinen "Tests". Im Augenwinkel konnte ich sehen, dass eine Frau und ein Mann in Anzügen interessiert zuhörten, aber keiner von beiden kam auf die Idee, das Gespräch zu suchen. Das empfand ich als nicht sehr kundenfreundlich und hätte mir einen anderen Umgang gewünscht...

Der "Knaller" war aber Stand des Anbieters meiner zwei Kameragurte. In meinen Augen dient diese Messe auch zum Austausch mit dem Kunden und nicht zum reinen Verkauf. Leider verlief das Gespräch hierzu doch sehr einseitig. Angesprochen auf die "Schwachstellen" der Gurte wurde nur auf erfolgte Änderungen verwiesen, wobei Fragen nach der Notwendig- oder Sinnhaftigkeit von Neuerungen nicht wirklich beantwortet wurden...Ich drücke das hier jetzt sehr sehr freundlich aus, aber die Enttäuschung, insbesondere wegen meiner positiven Einstellung für das Produkt, kann ich nicht in Worte fassen!...

Lassen wir es dabei bewenden! Wie ich erzählt habe, hatte ich noch andere Anbieter auf dem Plan und hier machte ich ganze gute Erfahrungen und konnte genau dass erzielen, was ich mir vorgenommen habe. 

In Bezug auf die angebotenen Vorträge und davon gab es viiiiiiele während der einzelnen Messetage, brach ich mein Vorhaben nach einigen Minuten ab. Der Fotograf, dessen Präsentation ich mir an einem kleineren Messestand ansehen wollte, hatte leider akustisch nicht die geringste Chance gegen die parallel stattfindende Großveranstaltung eines großen Herstellers und die "Zweiseiten-Beschallung" war einfach zu nervig...

Was ich aber festgestellt habe, ist, dass die Anbieter von was auch immer, die etwas erreichen wollen, die derzeitigen Stars der Fotoszene bei sich auftreten lassen und dabei lässt mich das Gefühl nicht los, dass es der Wunsch vieler Fotografen ist, (war es früher die gleiche Kamera oder Ausrüstung zu besitzen) jetzt genauso fotografieren und nachbearbeiten zu können wie ihre "Idole". Da hilft es natürlich, die Nähe "zum Volk" zu suchen und sich für Fotos zur Verfügung zu stellen, denn so etwas verbindet!

Im Gegenteil dazu scheint sich bei der "Hardware" ein Trend- bzw. Generationenwechsel anzudeuten. Lassen wir mal die etwas bigotte Äußerung manches "Szeneanführers" außer Acht, man solle sich nicht so sehr auf Kameras und Ausrüstung, sondern mehr auf das eigene (!?) Fotografieren konzentrieren (siehe Anmerkung oben!), dann stelle ich doch fest, dass die zwei großen Hersteller von DSLRs doch stark zu kämpfen hatten. So voll wie es noch vor zwei Jahren an deren Ständen war, so voll war es in diesem Jahr bei den Herstellern von spiegellosen Kameras. 

Auch ganz nüchtern betrachtet, in Bezug auf neue Produkte wie Kameras und Objektive, war diese Entwicklung zu beobachten. Den Besuchern der Messe entlockten die spärlichen Neuerungen im Portfolio von Canon oder Nikon nur ein müdes Lächeln und es zauberte ein "Leuchten in die Augen" wenn man von Fuji, Sony oder Olympus sprach...

Aber noch etwas anderes fiel auf. Während oben in den großen Messehallen, die neuen Sieger gefeiert wurden und die alten ihre Wunden lecken, schlendert man im unteren Bereich einer Halle an Dutzend Ständen asiatischer Anbieter vorbei, die den Markt in den kommenden Jahren, angefangen mit Systemblitzen bis hin neuerdings zu Objektiven für das MFT-System, weiter beeinflussen werden, denn ich war echt erstaunt bei welchen Produkten sie mittlerweile eine Konkurrenz darstellen. Ausgehend davon, dass die Produkte, die früher nur als schlechte Kopien belächelt wurden, immer besser werden, die Anbieter immer mehr Bereiche besetzen und sich das Ganze auch auf den Preis auswirkt, kann man dieser Entwicklung nur mit Spannung und Neugier entgegen sehen.

Mittwoch, 17. September 2014

Photokina 2014 - Ich komme!...oder " I am what I am!"


Mensch, für dieses Mal hatte ich mir sooo viel vorgenommen!

Das ist jetzt meine zweite Photokina, denn wir Ihr seht, habe ich mich 2012 schon ins Getümmel gestürzt und daraus gelernt!?...Richtig! es anders zu machen! 

Damals habe ich mir ein Zwei-Tage-Ticket gekauft, mich nicht informiert, was eigentlich geboten wird und hatte hinterher dicke Füße und einen leeren Kopf. Ich war einfach erschlagen von den riesigen Firmenauftritten, die zum Teil ganze Hallen füllten und wenn ich mich erinnerte, dass ich den einen oder anderen kleinen Anbieter für Systemblitze oder Belichtungsmesser besuchen will, dann war das nur mit "Tagesmärschen" verbunden! 

Mein erster Ansatz war, dass ich schließlich Blogger bin und deshalb wollte ich unbedingt die entsprechenden Veranstaltungen besuchen, um über Highlights des Marktes und neue Innovationen zu berichten!...Erstens bekam ich aber keinen Urlaub für die Woche und zweitens habe ich mich gefragt warum!?...

 " I am what I am!" und daher habe ich mir überlegt, was ich sehen und machen will: 

  1. Produkte, Neuerungen und Hardware - Ich werde die Photokina nutzen, um genau die Produkte und Neuerungen anzusehen, die zu meiner Fotografie und meinen Interessen passen. Ich möchte daher  den Stand von Olympus (Halle 2.2) besuchen, um mir die neuen Objektive der PRO-Serie anzusehen, werde mich an den Ständen der Hersteller herumtreiben, die lichtstarke Teleobjektive anbieten, zu den Herstellern von Filtern (Lee, Format Hightech usw.) und sicher auch zu Yongnuo und ThinkTank gehen, weil ich hier noch Produkte auf dem Wunschzettel habe!
  2. Vorträge und Wissen: Ich habe keine Lust auf ein Shooting, das sicher besser im Rahmen eines Workshops ablaufen würde und mehr bringt, aber ich finde, dass die Photokina und natürlich auch FotoTV (die geben dieses Jahr echt Gas!!! - Also schaut vorbei!) gute Fotografen und spannende Themen anbieten, die man sonst kaum zu Gesicht bekommt oder die Vorträge anbieten, die eher selten präsent sind. Gute Beispiele hierfür sind zum Beispiel der britische Fotograf Karl Taylor oder Robert Maschke. Bei letzterem bin ich allerdings sehr betrübt, dass ich ihn nicht "live" erleben kann, aber seine Fotografien sind einfach klasse!!!
  3. Socialising und Netzwerken: Was ich beim letzten Mal so gar nicht auf dem Screen hatte und worauf ich mich besonders freue, ist das Treffen von anderen Fotografen. Das sind jene, die meinen Weg beeinflusst haben, wie Frank Fischer, JanLeonardo Wöllert oder Thomas Leuthard und andere, die ich kennenlernen durfte und die ich menschlich und wegen ihrer Arbeit schätze und inspirierend finde.
Okay, wie setze ich das Ganze jetzt um: 

Vorausschicken möchte ich schon einmal, dass ich mich im Vorfeld bei allen Möglichkeiten um freie Tickets "bemüht" habe. Facebook bot dort entsprechende Möglichkeiten und so hatte ich das Glück zwei Karten "geschenkt" zu bekommen bzw. zu gewinnen. Besonders froh war ich, dass einer meiner "Sponsoren" die Firma Feisol ist, deren Stativ, das CT 3441S, ich immer noch für das beste "Immer-dabei-" und Reisestativ halte und die ich sicher an ihrem Stand in Halle 4.1 - Stand A39 besuchen werde!

Bleiben wir bei der Planung! Ja auch dabei bieten die sozialen Medien eine große Hilfe. Anstatt auf den Firmenseiten zu suchen oder sich durch alle möglichen Untermenus der offiziellen Seite der Photokina 2014 zu fräsen, habe ich mir im Vorfeld und auch jetzt die entsprechenden Informationen zur Lage der Stände und der täglich wechselnden Veranstaltungen als Termine auf meiner Facebook-Seite markiert und kann mich daran orientieren.

Wer nicht so sehr auf Facebook steht, dem sei die sehr gute Übersicht von Michael Omori Kirchner auf seiner Seite "fotografr.de" ans Herz gelegt. Hier findet Ihr eine sehr gute Aufstellung über die Firmen, die Euch interessieren könnten oder die Veranstalter, die ein Bühnenprogramm haben. Schaut doch einfach mal ´rein!

Was ich auch sehr hilfreich und gut fand, ist eine Applikation, die es für Smartphones gibt und die mir verschiedene Möglichkeiten bietet: 
  • Ausstellerverzeichnis mit persönlicher Merkliste
  • Produktverzeichnis
  • Interaktiver Hallenplan mit Routenplaner zum Messestand
  • Rahmenprogramm der Messe
  • Informationen zu dem Messegelände, zu den Öffnungszeiten,usw.
  • Shops & Services
  • Integrierter Zugang zu Matchmaking365, mit dem Sie bereits vor Messebeginn Ihre Anfragen an die Aussteller stellen können.
  • Synchronisierung mit der Kalender- und Adressbuchfunktion Ihres Smartphones
Vorbei sind also (hoffentlich) die Zeiten, wo ich mit Ausdrucken in der Tasche unterwegs war, um mir die entsprechenden Stellen zu suchen. Ich bin sehr gespannt, ob die Funktion des "Matchmakings"  wirklich so einfach funktioniert und werde sicher den Versuch starten meinen Besuch bei den Herstellern auf diesem Weg "anzukündigen". 

Was habe ich noch vergessen!? - Ach, ja! Das Thema: "Ich packe meinen Koffer und nehme mit...": 
Wir reden nicht von bequemen Schuhen und Kleidung, aber so wie auf dem Bild werde ich wohl auch nicht mehr herumlaufen. 

Ich werde vielleicht einen Kamerabody zum Testen von Objektiven mitnehmen, aber vor allem etwas zu schreiben, Visitenkarten, einen USB-Stick mit Bildern, die ich ausdrucken lassen kann (Thema - Portfolio) und das alles in einer großen Tasche, die Platz für "Mitbringsel" bietet und sich gut einige Stunden tragen lässt!...

Ja, und wenn der Messetag zu Ende ist, dann ist vielleicht auch noch Zeit für ein gutes Gespräch und ein kühles Bier bei einer Aftershow-Party!

Vielleicht sieht man sich! 

Stay tuned!