Samstag, 16. April 2016

Bericht zur "PROVOCATIVE KUETTNERSTYLE WORKSHOP-TOUR APRIL 2016" - Oder: "Rocking Grandma´s House!"


Michael Kuettner ist ein Fotograf, den ich schon einige Zeit "auf dem Schirm habe"! Mir gefallen seine Arbeiten sehr und natürlich hat mich die Frage beschäftigt, wie er seine Aufnahmen macht. Da war es natürlich genial, als ich erfuhr, dass auf er auf seiner Workshoptour auch hier in der Nähe Station macht...


In einem "kleinen Kaff" zwischen Bonn und Köln traf ich um zwei Uhr zunächst die anderen fünf Teilnehmer des Workshops und Michael selbst. Ich kann Michael nur als sympathisch und sehr autentisch bezeichnen und so erzählte er uns auch von sich und seiner Art der Fotografie. Es gibt keine große "Kamerawaffe" oder ein ausgefeiltes "Blitzgewitter" und dennoch hat er es geschafft, einen Stil zu entwickeln, der einem entweder gefällt oder nicht...

 Als wir in die "Location" gingen, dachte ich, mich trifft der Schlag! Die Hütte war sooo retro, dass es schon wieder cool war! In dieser Location gab es dann mehrere "Sets", an denen uns zwei ebenfalls sehr sympathische und hoch professionelle Models zur Verfügung standen, so dass wir nach der entsprechenden Einleitung durch Michael genügend Zeit hatten, Bilder im "Kuettnerstyle" mit vorhandenem Licht und Dauerlicht zu machen. Zwischendurch stand uns Michael immer wieder mit Rat und Tat zur Seite, gab wertvolle Hinweise oder lud zum Experimentieren ein. Es machte einfach einen Riesenspaß!!!

Ich muss sagen, dass mein größtes Aha-Erlebnis in den kleinen Tipps lag, die mir Michael gab und im Einsatz einer Dauerlichtlampe. Das habe ich noch nie gemacht und gerade das doch sehr einfache Arbeiten, wenn es um die Setzung von Lichtakzenten ging, machte das Fotografieren wieder zum Mittelpunkt und nicht das Haddern mit zu viel oder zu wenig Licht...


Die Models leisteten wirklich "Schwerstarbeit" und blieben dennoch immer präsent. Ich kann den Beiden nur meine Achtung und Bewunderung aussprechen. Nachdem wir Fotografen eine Pause eingelegt hatten und die Models das Outfit wechselten, ging es dann mit Systemblitzen und einer Videoleuchte an die nächsten Szenen. 

Ich denke mal, dass es vielen Fotografen so geht, dass das, was wir Im "Kuettnerstyle" ausprobierten, auf gaaar keinen Fall gemacht werden sollte! BULLSHIT! Mir gefiel, was ich sah und das ist schließlich die Hauptsache! 

Das einzig "Doofe" ist, dass ich jetzt wieder ein paar Dinge unbedingt haben musste, um das Gelernte demnächst mal wieder umzusetzen. Nein, im Ernst! Darauf freue ich mich schon sehr! 

Wem die Arbeiten von Michael Kuettner gefallen und wer auch einmal etwas über seine Arbeit erfahren möchte, dem kann ich nur dringend raten einen seiner Workshops oder Shootingtouren zu besuchen!. Es lohnt sich auf jeden Fall! 




Sonntag, 3. April 2016

"Filter-Fiasko-Teil 10: "Ein Ring sie alle zu knechten" - Oder Adapter für das Olympus M.Zuiko 7-14mm f2.8 - UPDATED!!!


Hurra! Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines supertollen Weitwinkelobjektives von Olympus...
und schon stellt sich in meiner beliebten Reihe "Filter-Fiasko" die Frage, wie und womit ich ggf. bei diesem Objektiv ND-Filter verwenden soll...
Der Ausgangspunkt war, dass ich zunächst einmal meine 10 x 10 cm Plattenfilter und den Filterhalter von Lee weiterverwenden wollte. Bei meiner Suche stieß ich schließlich auf folgendes Produkt, das genau das versprach! 


 Ich habe mir diesen Ring bzw. das entsprechende Kit bestellt und da die Herstellung und Lieferung aus den Niederlanden erfolgt, wurden die Sachen auch schnell geliefert. Zusätzlich erhielt ich noch einen (ich denke mal) Moosgummiring, den ich nach Anleitung in den Adapter einklebte.


Soweit so gut! Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, kann man beim Anbringen eigentlich nichts falschmachen und der Ring sitzt ziemlich fest auf dem Objektiv. Lediglich der Moosgummiring kann sich verschieben, aber das liegt wohl eher an meinem grobmotorischen Vorgehen beim Anbringen! 


Als nächsten Schritt habe ich dann die zum Kit gehörenden Halterungen an meinem Filterhalter montiert. Der Filterhalter wird von Hause aus mit kürzeren und längeren Schrauben geliefert und so war es kein Problem die kleinen Schrauben zu nutzen. 

Ja und jetzt kam der spannende Moment! Wird es durch den Ring oder durch den Filterhalter Abschattungen im Randbereich geben oder nicht?! - Die folgenden drei Bilder zeigen die Einstellungen bei 7, 8 und 9 mm Brennweite (also 14, 16 und 18 mm bezogen auf das KB). 




Wie Ihr sehen könnt, zeigen sich (auch wenn man den Filterhalter rotiert) bei 7 und 8 mm leichte Abschattungen in den Ecken. Ich denke mal, dass man mit diesem Ergebnis leben kann. 


Was man aber leider sagen muss und das kann man auf diesem Bild halbwegs erkennen, dass es aufgrund des Schlitzes zwischen ND-Filter und Halter, insbesondere bei 7 mm, wenn die Frontlinse am weitesten vornesteht, zu Streulicht und damit zu ordentlichen Reflexen auf den Bildern kommen kann. Ob sich das Ganze durch eine Abschirmung, etwa mit einer Tülle oder einem Schlauchschal verhindern lässt, müssen die praktischen Einsätze zeigen...

Fazit: Ich denke mal, ohne dass ich umfangreiche Praxiseinsätze gemacht habe, dass das System als "Übergangslösung" ganz in Ordnung ist. Würde ich es weiterverwenden wollen, müsste ich mir aber wohl einen zweiten Filterhalter kaufen, denn ich habe keine Lust, mit einem Uhrmacher-Schraubendreher jedes Mal die Halterungen zu tauschen, wenn ich diese Kombination verwende und dann bei einem anderen Objektiv drei Einschübe brauche oder den Polfilter-Aufsatz. 
Ich warte ab, wie die Bildergebnisse sind. Davon mache ich es abhängig, ob der zweite Filterhalter gekauft wird oder ob ich auf ein System mit 15cm-Platten- bzw. Haltersystem umsteige...

UPDATE vom 11.04.2016: 




Liebe Blogleser!

Gestern hatte ich die Gelegenheit den Filterhalter mit dem 7-14, 2.8PRO zu testen. Das Ergebnis war ziemlich enttäuschend! Das erste Bild wurde mit 8 mm aufgenommen (f16, 1/200s, ISO200). Beim zweiten Bild habe ich den Adapter und den Lee-Filterhalter aufgesetzt und war mir sicher, dass er richtig sitzen würde. Zusätzlich kam dann der ND 3.0-Filter von "Haida" zum Einsatz und siehe da! Vielleicht saß der Adapter nicht richtig und der Plattenfilter daher gekippt in der Halterung...Egal! Das (zweite) Bild sah aus, wie aus einer Lochkamera! Unscharf und verschwommen trotz gleicher Einstellungen und lediglich verlängerter Verschlusszeit von 18 Sekunden. Das Ganze wurde natürlich auch auf dem dritten Bild nicht besser, wo ich mit "Life-Composite" gearbeitet habe und mehrere Minuten belichtet habe...

Nur nebenbei sei bemerkt, dass ich dieses Mal keinen Schlauchschal oder ähnliches dabei hatte, um das Streulicht zwischen Filterhalter und -platten abzuschirmen. Holla, die Waldfee! Die "Flares", wenn man nett ist, waren echt unansehnlich!...

So ein Mist! Ich werde mir wohl doch das andere System zulegen müssen!  

Samstag, 5. März 2016

"Der Freischwimmer" - Oder: Praktische Aktfotografie


"Mutti, hol die Kinder rein!"...
Denn jetzt kommt ein Thema, das unter der Leserschaft, ob nun Fotograf oder nicht, unterschiedlich gesehen wird, was ich eigentlich schon sehr spannend finde, aber das würde jetzt zu weit führen. Ihr könnt aber gerne in den Kommentaren Eure Meinung dazu äußern!

Es handelt sich die Aktfotografie und ich werde Euch an dieser Stelle einfach erzählen, warum ich dieses Shooting gemacht habe. Ganz einfach?! Mir gefällt die Schönheit des weiblichen Körpers eben auch in Aktaufnahmen. Da macht es keinen Unterschied, ob es klassische oder figurative Umsetzungen sind oder eher provokante. Der zweite Grund war, dass ich meine eigenen Erfahrungen machen wollte! Viel zu oft und das ist auch in dem obigen Bild der Fall kommt man aus Workshops und denkt sich: "Wow! Das kann ich jetzt!", aber wie viele von Euch wissen, ist das natürlich nicht der Fall!

Ich möchte in diesem Posting also über meine praktische Herangehensweise sprechen und auch berichten, was ich gelernt habe und wo die "Stolperstellen" waren...

Um es einfacher zu machen, werde ich meine Schilderungen in drei Kapitel einteilen: Die eigentliche Vorbereitung (Bildidee, Model, Planung, usw.), das eigentliche Shooting und die Nachbereitung. 


  • Vorbereitung 
Im Kopf hatte ich zwei Bildideen. Die Eine sollte "Drama" oder "Film Noir" sein. Bilder, die eher in Schwarzweiß wirken, kontrastreich wirken können und vom Posing und Ausdruck eher etwas "härter" sein können... Die Zweite war "Soft Sadness" sollte eher weich sein und so ein wenig an "Desperate Housewife" erinnern. 


Als zweiten Schritt habe ich mich auf die Bildersuche begeben. Dazu habe ich einfach "gegooglet" und vor allem Pinterest genutzt. Hier kann man sich auch Pinwände anlegen, um Bilder, die zu entsprechenden Suchbegriffen passen, abzuspeichern. Neben der Tastatur lag dabei ein Storyboard, also letztlich ein "Spickzettel" auf den ich mir zu meinen Bildern Notizen zu Setup, Belichtung, Licht, Makeup, Kleidung usw. gemacht habe. Das sind letztlich alles Gedanken, die mir bei der Vorbereitung durch den Kopf gegangen sind...
Der dritte Schritt war dann ein passendes Model zu finden bzw. das Shooting dann auch zu planen. Hier bin ich über die Modelkartei gegangen. Hier kann ich Shootings annoncieren oder Models direkt anschreiben, was ich sehr praktisch finde. Es war mir aber auch klar, dass ich eher ein erfahrenes und posingsicheres Model brauchen würde und eines, dass ich auch auf das Genre einlässt. Somit war mir natürlich bewusst, dass ich u.a. auch wegen meines "Anfängerstatus" auf dem Gebiet, also wenig nachzuweisender Referenzen für den Modeljob bezahle (Nix TfP - PAY!), was ich auch völlig in Ordnung fand. 
Gesagt - Getan! Ich fand ein Model und wir besprachen die Bildideen, die Umsetzung und die Abwicklung (Vertrag usw.) und einigten uns auf einen Termin. 


  • Shooting
Mein Storyboard diente mir am Tag des Fotoshootings als Checkliste. Den Transport von Foto-. Blitz- und sonstiger Ausrüstung dann zu stemmen, ist ohne Hilfe dann schon eine Sache für sich!  
Im Homestudio angekommen, ging es dann erst einmal darum ein bisschen zu quatschen und mit dem Model über die nächsten bzw. geplanten Dinge zu sprechen. Die nächste Zeit ist nämlich Teamwork angesagt und dazu gehört einerseits, dass man die Sets miteinander bespricht, die Kleidung und das Makeup abstimmt, usw. Dann machte jeder erst einmal "sein Ding". Das hieß für mich wo möchte ich fotografieren? Kann ich meine Idee da umsetzen? Wie ist das Licht? Brauche ich zusätzliche Lichtquellen?...- "In der Ruhe liegt die Kraft!"
Wenn das Model dann ans Set kommt und die ganzen oben genannten Dinge gut funktionieren, dann kann das ein richtig entspanntes und sehr produktives Shooting geben und so war es dann auch! Wir haben an diesem Nachmittag ein paar Hundert Bilder an vier verschiedenen Sets und drei verschiedenen Licht-Setups gemacht und Spaß hat es am Ende auch gemacht!   
Dann war das "De-Brief"! Wir haben bei einem Kaffee die nächsten Schritte besprochen.  Die einzelnen Dinge aus dem Vertrag wurden noch einmal durchgegangen (z.B. wann sind die Bilder fertig? usw.) und die Verträge unterschrieben. 


  • Nachbereitung
Da saß ich nun zuhause und habe die Bilder erst einmal gesichtet und mir die herausgesucht, die ich abschließend bearbeiten wollte und auch bearbeitet habe. Das Model bekam natürlich direkt einen Dropbox-Link, um sich die fertigen Bilder anzusehen und ich habe sie auch um ihre Meinung gefragt, weil mir das wichtig war...
Wer möchte, kann sich diese Bilder auf "500px" ansehen! Ich möchte an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass es nicht um jugendfreie Bilder handelt und jeder selbst entscheiden sollte, ob er sich die Bilder ansieht! 
Eher lustig in diesem Zusammenhang ist die für mich neue Situation, dass ich für die "jugendfreie" Version der Bilder diese Sternchen und Symbole irgendwie auf meine Bilder bekommen musste, was ich auch noch nie gemacht habe!

  • Fazit
Der Exkurs in die Aktfotografie hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass noch weitere Shootings folgen. Nachdem ich mir zwei oder drei Bildideen ausgedacht habe, fand ich es sehr hilfreich mir eine kleine Checkliste anzulegen. Das Shooting steht und fällt aber mit der Interaktion mit dem Model und wie die Stimmung am Set ist, das Posing aussieht und letztlich die Bilder werden liegt in meiner Verantwortung! 
 
Jetzt bin ich gespannt auf Eure Kommentare!
 
Bis bald! 
 
Euer 
 
DocMinten



Mittwoch, 2. März 2016

"Kleiner Freund!" - Erster Eindruck vom CAMBOFOTO-Stativ M225


Sagte ich nicht zuletzt: "Man soll niemals nie sagen!?" - Jetzt ist es wieder an der Zeit über diesen Spruch nachzudenken. 

Dieses Mal geht es um Stative! Wie Ihr wisst, habe ich seit 2012 für Ausflüge und Reisen ein Stativ der Firma Feisol. Meinen Erfahrungsbericht von damals habe ich Euch noch einmal verlinkt. 



Bei allem "Für und Wider", wenn man über Stative spricht, ist es in aller Regel doch die Größe und das Gewicht, das mich letztlich bewegt, dass Stativ mitzunehmen oder doch zuhause zu lassen. Es waren nicht die bodennahen Makroaufnahmen oder irgendwas anderes sondern genau dieses! 

Als ich im Frühjahr 2015 dann diesen Bericht über Ministative von der FF-Fotoschule gesehen habe, war ich fast schon soweit mir das gelobte Stativ, das M225 von CAMBOFOTO zu bestellen, aber erst die kürzliche Reise nach Venedig hat mich gänzlich überzeugt! 

Obwohl der Kaufpreis einfach unschlagbar war, nervte doch etwas die Dauer von über drei Wochen zwischen Bestellung und der Auslieferung. 

Jetzt ist das gute Stück da und schildere Euch meine ersten Eindrücke. Wie gesagt, wer einen ausführlichen und guten Bericht über alle Funktionen und Besonderheiten haben möchte, den verweise ich auf den oben genannten Test.
In der Box, in der das Stativ geliefert wird, befinden sich neben dem Stativ selbst noch eine Arca-Swiss-kompatible Schnellwechselplatte für die Halterung, ein ungepolsterter Transportbeutel, eine einschraubbare Verlängerung für die Mittelsäule, eine Kurzanleitung und ein Imbus-Schlüssel zum Nachstellen der Gelenke an den Stativbeinen. 
Was mich beim Auspacken und Lesen wundert, dass auf der Box eine Belastbarkeit des Stativ selbst von 5 kg und in der Kurzanleitung eine Belastbarkeit des Kopfes von 3 kg angegeben wird. Egal! 
Das Stativ ist wirklich klein, macht aber einen sehr wertigen Eindruck. Der Stativkopf CK 30 hat und das war auch ein Kaufargument, eine Arca-Swiss-kompatible Halterung. so kann ich die Schnellwechselplatte, der Firma Carryspeed, die ich an meiner Kamera (für Handschlaufe, Gurt oder Gürtel) habe, direkt bzw. bei Bedarf auf das Stativ setzen und muss nicht erst eine Platte montieren. Es gibt am Stativkopf nur einen Einstellknopf. Mit einer leichten Drehung löst man den Kopf, damit er sich drehen lässt und mit einer weiteren Drehung ist der ganze Kugelkopf gelöst. Hier muss am also darauf achten, dass die Kamera festgehalten wird, wenn der Kopf gelöst wird. Sonst!...

Auf ein weiteres kleines Detail sollte man achten und daher gilt mein Dank an dieser Stelle den Machern des Podcasts Fotophonie! In einer der letzten Folgen (Mist, ich weiß nicht in welcher!) wurde von Problemen berichtet, dass der Stativkopf anfangen könnte zu wackeln. Als Ursache galten lose werdenden Schrauben an der Unterseite des Stativkopfes. Als ich meinen Stativkopf mit einem Sechskant (H2) überprüfte, stellte ich fest, dass zwei der Schrauben auch schon locker waren. Ich werde sie wohl bei Gelegenheit mal mit Kleber oder Nagellack "fixieren" müssen! 



Aber kommen wir zu den Stativbeinen. Diese machen im ein- und im ausgefahreren Zustand einen festen und stabilen Eindruck. Durch die kleine Platte am Gelenk, die sich herausziehen lässt, kann man den Abspreizwinkel der Stativbeine einstellen. 
Was sich bei meinem Stativ als etwas hakelig zeigt, ist das Lösen des Standfusses, um die einzelnen Elemente herauszuziehen oder wieder einzufahren. Das Öffnen und Herausziehen klappt gut, mit einer ca. Vierteldrehung. Beim Zurückführen kann es schon mal sein, dass das obere Element klemmt und ich brauchte mehrere Versuche die Elemente wieder einander zu schieben...
Wenn Ihr hier einen Trick wisst, schreibt mir gerne einen Kommentar! 


Wie schon erwähnt, erhält man auch eine Verlängerung für die Mittelsäule, die eingeschraubt werden kann. Sie dient dazu, dass man den Stativkopf umgekehrt einhängen kann, um zum Beispiel bodennähere Aufnahmen zu machen...Wird mir wohl nicht passieren. 


Fazit: Ich bin insgesamt sehr froh über das Stativ! In Anbetracht des Preises macht es einen sehr guten Eindruck und ist zusammengeklappt unter 25 cm lang. Bei einem Gewicht von ca. 750g fällt es außerdem "nicht weiter ins Gewicht!". 
Es ist klar, dass es für die Langzeitaufnahmen die Konkurrenz von Feisol und Manfrotto bei mir nicht verdrängen kann, aber ich bin froh, dass ich mich jetzt nie mehr fragen muss, ob ich ein Stativ mitnehmen soll oder nicht...


Sonntag, 21. Februar 2016

Vielen Dank für über 60.000 Klicks! - "Was geht los darein!"


WOW! 
Vielen vielen Dank! Es freut mich wirklich sehr, dass mein Blog doch einigermaßen gerne gelesen wird. Nee, im Ernst! Ich möchte Euch, meinen Bloglesern, danken, dass Ihr regelmäßig reinschaut, um meine Berichte und die gemachten Erfahrungen zu lesen. 

Ich nutze dann auch die Gelegenheit, Euch zu erzählen, was mich gerade beschäftigt und was in nächster Zeit ansteht!...

Negativliste:  
Punkt 1: Mann-ohMann! Ich habe mir das "52-Wochen-Projekt" doch leichter vorgestellt! Ja, man muss sich Ziele setzen, aber es fällt mir doch schwerer, als gedacht, nicht nur Banalitäten unter dem Motto "Unterwegs" zu fotografieren und dann zu dokumentieren. Kommt schon! Euch fällt es doch auch schwer, bei dem armseeligen Wetter rauszugehen und Fotos zu machen...Nicht!? Mist!

Punkt 2: Nein, auch bei meinen Kenntnissen in "Photoshop" bin ich nicht wirklich weitergekommen! Jaa! Das schnöde Hineinkopieren von ein oder zwei "Helmuts" in ein Bild, klappt, wenn ich mir vorher mehrere Tutorials bei YOUTUBE ansehen, aber ansonsten meide ich das Programm, wie der Teufel das Weihwasser! 

Punkt 3: Wir kommen ja gleich zu den positiven Dingen, aber wenn ich daran denke, kommen sofort viele viele Fragezeichen!!! Braucht man ein Storyboard, wenn man ein Model an verschiedenen Sets fotografiert!? Werde ich mit vorhandenem Licht arbeiten können oder wird mich die Kombination aus vorhandenem Licht und Blitz wieder "killen"!?...

Okay, kommen wir mal zu den guten Dingen! 

Positivliste: 
Punkt 1: Gut ist! Jawoll! DAS ist was Gutes! Im Vergleich zu den letzten Jahren möchte ich einfach mehr Menschen fotografieren und dabei meine Erfahrungen machen und Neues ausprobieren. Ich habe für das nächste Wochenende das erste Shooting in diesem Jahr geplant und freue mich riesig. Es soll auch nicht das letzte werden und daher habe ich mich auf verschiedenen Plattformen um Models bemüht und mein Profil "geschärft". So nennt man das, glaube ich!?... Dennoch habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, dass mich allein das Fotografieren von unerfahrenen Models auf TfP-Basis weiterbringt, also habe ich auch Termine mit erfahreneren Models ausgemacht und werde Euch meine Erlebnisse schildern...

Punkt 2: "Lerne Deine Arbeitsmittel kennen!" - Ich habe festgestellt, als ich mich mit dem Schwarzweiß-Modus meiner Kamera beschäftigte, dass es noch sooo viele Möglichkeiten gibt, den Bildlook der E-M1 zu verändern! Hammer! Wer´s nicht glaubt, der sollte sich mal dieses Video von Eberhard Schuy ansehen! 
In Vorbereitung meines Modelshootings habe ich auch noch mal die ganzen Lichtformer für meinen portablen Blitz und ihre unterschiedliche Wirkung auf das Bild durchgespielt. Aber, was soll´s! Wie ich auf der Fotoreise festgestellt habe, sollte ich mir einfach nicht sooo viele Gedanken machen!

In diesem Sinne! 



Samstag, 20. Februar 2016

Bericht über den "Leuthard Retro Strap" oder: "Sag niemals nie!"...



Was geht mich mein Gequatsche von gestern an! Ja, ich weiß, ich habe Euch an anderer Stelle schon von anderen Lösungen für den Transport des "Kameraflohs" (der Olympus OM-D E-M10) berichtet. 

Was war das Grundproblem? Es kam mir eigentlich nie in den Sinn, die mitgelieferte Nackenschlaufe zu benutzen. Andererseits wollte ich die Kamera immer "zur Hand haben" und sie gleichzeitig vor Sturz und Verlust sichern...

Sie mittels Adapter an den Hüftgurt zu hängen, wie die E-M1 schien mir "übertrieben", also kam letztlich ja nur eine Handschlaufe in Frage.

"Sag niemals nie!" - Bei den vergangenen Fotowalks und zuletzt auf der Fotoreise nach Venedig war die kleine E-M10 die Kamera, die ich immer "schußbereit" haben wollte. Am Ende verschwand sie häufiger in Mantel- oder Kameratasche, was manches Motiv verlorengehen ließ...

Also gut! Ich dachte an dieser Stelle wieder über einen Nackengurt nach, nur welchen? Nee, keinen aus Leder! Keinen, mit einem riesigen Polster, der das Gewicht einer DSLR abpolstern soll! und bitte keinen, den das Logo der Kameramarke ziert oder der einen lustigen Spruch trägt! 

Da traf es sich gut, dass ich davon erfuhr, dass Thomas Leuthard, den ich für seine Arbeiten als Streetfotoggraf bewundere, einen Kameragurt designet hat und noch besser, dass er mir den Gurt zu Verfügung gestellt hat! 


Den Gurt, der aus hochwertigem und langlebigem Mammut™ Bergsteiger Seil gefertigt ist, gibt es in mehreren sehr stylischen Farben. Ich habe mich für die Farbe "Retro" entschieden, was gut zur Kamera passt. 

Was ich auch sehr gut bei der Bestellung fand, ist die Tatsache, dass der Kameragurt in mehreren Längen vorgehalten wird, aber auch auf Wunsch extra für eine spezielle Länge hergestellt wird. Nachdem ich aber mit einem Bandmaß und der Kamera festgestellt habe, dass die angebotene Länge von 108 cm mir völlig ausreicht, habe ich diese Länge gewählt. 

Bei der Lieferung, die sehr schnell erfolgte, fand ich, dass der Gurt insgesamt und auch die angebrachte Halterungen mit den Schlüsselringen am Ende einen sehr hochwertigen Eindruck machten. Ich stellte  aber auch fest, dass der Kameragurt mit  zwei Gummi Ringen geliefert wird. Erst erschloss sich mir nicht der Grund dafür, zumal ich den Gurt an die dreieckigen Halterungen anbrachte, die regulär für die Anbringung von Gurten oder sonstigem an der Kamera bestimmt zu sein scheinen. 

Wie ich dann später erfuhr, soll der Gurt direkt an den Kamerabody angeschnallt werden und die  Gummi Ringen dienen dazu, die Kamera zu schützen! Okay! Gecheckt! ;)


 Bei meinen ersten Touren mit dem neuen Kameragurt stellte ich fest, dass ich meine Meinung eben doch revidieren muss. Erstens und das betrifft gerade die Streetfotografie, wirkt man eben wie ein Tourist, wenn man eine Kamera um den Hals trägt. Zweitens kann man ganz entspannt "aus der Hüfte" also über das Touchdisplay der Kamera auslösen und kann dann die Kamera wieder loslassen und hat die Hände frei!

Für mich und den kleinen "Kamerafloh" ist der Kameragurt von Thomas Leuthard jetzt die erste Wahl! Stylisch - Gut verarbeitet - Angenehmes Tragegefühl - weder zu groß noch zu klein! Perfekt!

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Thomas, dass er mir den Gurt zu Verfügung gestellt hat (und würde ihn jetzt auch nicht mehr hergeben!!!). 

Der  Gurt gibt es bei verschiedenen Fachhändlern und direkt hier in seinem Shop für 38,00 € (+5,00 € Aufpreis bei individueller Länge) erhältlich.

Donnerstag, 11. Februar 2016

"Fischer´s 11" - Oder: Die Fotoreise "Karneval in Venedig" von der FF-Fotoschule


Wow!!! - Die Fotoreise war echt klasse!

Jetzt, wo ich die ca. 2500 Bilder, die ich in Venedig gemacht habe, halbwegs gesichtet habe und auch die fette Erkältung, die ich mir eingefangen habe, etwas besser ist, nutze ich die Zeit, Euch meine Eindrücke zu schildern. 
 
Ach, so! Ehe ich es vergesse! Ich habe mich im Vorfeld nach Blogs und Reisesberichten über Venedig umgesehen und jetzt kommt der Hammer!: Der "City Guide Venedig" von ZEIT-ONLINE. Auf der zweiten Seite findet man unter der Überschrift: "Bilder zeigen ein Venedig abseits der Touristen" echt tolle Links! Etwa den zur Seite der "Venice Street Photography" auf FLICKR oder zu Roberto Mugnaioli! - Echt sehenswert!

Weiter im Text! Ich hatte Euch ja im letzten Post bereits die geplanten Programmpunkte beschrieben und mich gefragt, ob die Reise wohl so eindrucksvoll und gut werden würde, wie die Reise zu Schwäbisch-Alemmanischen Fastnacht!? 

Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage: JA-JA-JA!!!


Okay! Venedig empfing uns jetzt nicht gerade mit Traumwetter, aber das kann man erstens im Februar auch nicht 100%-ig erwarten und zweitens war uns der Wettergott in den nächsten Tagen mehr als gnädig gestimmt! 


"Olala, willst Du eine Pizza?..."
Im Laufe des ersten Tages drudelten dann alle elf Teilnehmer ein und am frühen Abend ging es dann in die Stadt, genauer gesagt an die Piazza San Marco, um die ersten Fotos von Venedig und den "Masken" zu machen. Man bekam einen guten Eindruck, was uns in den nächsten Tagen erwarten würde, denn es herrschte ein ordentliches Gedränge, aber zum Glück standen einem wenigstens die eigenen Kollegen nicht im Weg, wenn sich ein gutes Motiv ergab! ;)


"Datt janze Jahr is´Karneval, ..."
Am nächsten Tag war das Wetter dann wie ausgewechselt und wir fuhren mit der Fähre in die Stadt, um an den Kirchen "Santa Maria della Salute" und "San Gorgio Maggiore" kostümierte Teilnehmer des Karnevals zu fotografieren. 





"Heide-witzka, Herr Kapitän!"
"Heidewitzka!", was hier so schön frei aussieht, war in Wahrheit ein Kampf um Plätze und Perspektiven. Ich fand aber, dass sich "Fischer´s 11" beim Kampf gegen Schnappschuss-Knipser mit Mittelformatkameras und Asiaten mit Ipads ("Backblechfotografen") gut geschlagen hat und so gelangen uns doch schöne Aufnahmen vor der malerischen und sonnigen Szenerie von Venedig. 
"Beinah, beinah, beinah..."
Als zweiten Programmpunkt hatten wir uns vorgenommen, zur blauen Stunde an der "Ponte dell' Accademia" Aufnahmen vom Canal Grande zu machen. Ich fand, dass die Lichtspuren (ich liebe die "Live-Composite"-Funktion meiner Olympus-Kameras!!!) etwas von "Zurück aus der Zukunft" auf italienisch hatten. Es machte außerdem einen Riesenspaß und bei einem Bierchen war die Kälte des Abends auch nicht mehr sooo schlimm!...


"Ja, wenn dat Trömmelche jeht,..."
Auweia! Am nächsten Morgen war der Abmarsch für 05:25 Uhr vorgesehen! Puuh, nachts hatte ich Schüttelfrost, aber als der Wecker klingelte, rollte ich mich dennoch aus dem Bett, weil ich den Sonnenaufgang dann doch nicht verpassen wollte!



Also! "Sch...drauf, Fotoreise ist nur einmal im Jaaaahr!"

Aber ohne Kaffee! bibbernd hinter der Kamera stehen, verlangte schon ein wenig Motivation! Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Das einzige Manko und da mache ich eine Gedankennotiz an mich, ist, dass man bei zwei Kameras auch eigentlich zwei Stative braucht! Zum Glück wurde ich zuhause an das Video von Frank Fischer erinnert und das favorisierte Stativ direkt bestellt! 



Nach einem guten Frühstück und viiiiiiiel Kaffee kehrten die Lebensgeister zurück und alle waren gestärkt für die Tour nach Burano. Kaum vorzustellen, was hier im Sommer los ist, aber bei unserer Tour ergaben sich sehr schöne und malerische Motive! 

Einer geeeht noch!...




Komm, ist doch egal! Nach der Tour wollten wir auf jeden Fall weitermachen und so teilte sich die Gruppe in einen Part, der in den Gassen von Venedig Fotos machen wollte und einen Part, der noch ein paar "Masken" fotografieren wollte. - So ging der Tag vorüber und endete bei einer guten Pizza und leckerem Bier in einen sehr schönen Restaurant in Venedig...



"En der Kayass Numero Null..."
Am letzten Tag unseres Aufenthaltes habe ich mich dem offiziellen Programmpunkt, der Schulung in Lightroom, dann entzogen und bin zum Shoppen (ich wollte unbedingt so eine coole Maske haben!) und zum Fotografieren kurz in die Stadt gefahren. 





"Schatzi, schenk´mir ein Foto!"
Danach und das hatten Frank Fischer und sein Team zum Teil extra mit den "Masken" verabredet, haben wir bis in die späten Abendstunden fotografiert und dabei auch mit eigens mitgebrachten Blitzanlagen gearbeitet und coole Bilder gemacht, bis die Sensoren "gequalmt" haben! Einfach Spitze! 



"Niemals geht man so ganz!"
Am fünften und letzten Tag der Reise habe ich dann meine Wartezeit bis zum Abflug damit verbracht, dass ich mir noch ein paar andere Viertel (Sorry, Sechstel!?) von Venedig angesehen habe. Die Stadt hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich hier war! 

Fazit: "Alle Jläser huh!"
Es war, wie immer, eine ganz tolle, gut organisierte und perfekt betreute Reise von der FF-Fotoschule!  Ich habe mich bei Sandra, Frank und Hans sehr wohl gefühlt und auch mit "Fischer´s 11" konnte man Spaß haben! 
Das eine, was mir nicht gut gefallen hat, war das "Rudelknipsen", wenn man selbst eine Szene fotografieren wollte und die Fotografen dann sogar vor den Blitzköpfen standen und schöne Schatten warfen und das andere war, dass ich nicht mehr Zeit für die anderen schönen Stadtviertel von Venedig hatte...