Mittwoch, 2. März 2016

"Kleiner Freund!" - Erster Eindruck vom CAMBOFOTO-Stativ M225


Sagte ich nicht zuletzt: "Man soll niemals nie sagen!?" - Jetzt ist es wieder an der Zeit über diesen Spruch nachzudenken. 

Dieses Mal geht es um Stative! Wie Ihr wisst, habe ich seit 2012 für Ausflüge und Reisen ein Stativ der Firma Feisol. Meinen Erfahrungsbericht von damals habe ich Euch noch einmal verlinkt. 



Bei allem "Für und Wider", wenn man über Stative spricht, ist es in aller Regel doch die Größe und das Gewicht, das mich letztlich bewegt, dass Stativ mitzunehmen oder doch zuhause zu lassen. Es waren nicht die bodennahen Makroaufnahmen oder irgendwas anderes sondern genau dieses! 

Als ich im Frühjahr 2015 dann diesen Bericht über Ministative von der FF-Fotoschule gesehen habe, war ich fast schon soweit mir das gelobte Stativ, das M225 von CAMBOFOTO zu bestellen, aber erst die kürzliche Reise nach Venedig hat mich gänzlich überzeugt! 

Obwohl der Kaufpreis einfach unschlagbar war, nervte doch etwas die Dauer von über drei Wochen zwischen Bestellung und der Auslieferung. 

Jetzt ist das gute Stück da und schildere Euch meine ersten Eindrücke. Wie gesagt, wer einen ausführlichen und guten Bericht über alle Funktionen und Besonderheiten haben möchte, den verweise ich auf den oben genannten Test.
In der Box, in der das Stativ geliefert wird, befinden sich neben dem Stativ selbst noch eine Arca-Swiss-kompatible Schnellwechselplatte für die Halterung, ein ungepolsterter Transportbeutel, eine einschraubbare Verlängerung für die Mittelsäule, eine Kurzanleitung und ein Imbus-Schlüssel zum Nachstellen der Gelenke an den Stativbeinen. 
Was mich beim Auspacken und Lesen wundert, dass auf der Box eine Belastbarkeit des Stativ selbst von 5 kg und in der Kurzanleitung eine Belastbarkeit des Kopfes von 3 kg angegeben wird. Egal! 
Das Stativ ist wirklich klein, macht aber einen sehr wertigen Eindruck. Der Stativkopf CK 30 hat und das war auch ein Kaufargument, eine Arca-Swiss-kompatible Halterung. so kann ich die Schnellwechselplatte, der Firma Carryspeed, die ich an meiner Kamera (für Handschlaufe, Gurt oder Gürtel) habe, direkt bzw. bei Bedarf auf das Stativ setzen und muss nicht erst eine Platte montieren. Es gibt am Stativkopf nur einen Einstellknopf. Mit einer leichten Drehung löst man den Kopf, damit er sich drehen lässt und mit einer weiteren Drehung ist der ganze Kugelkopf gelöst. Hier muss am also darauf achten, dass die Kamera festgehalten wird, wenn der Kopf gelöst wird. Sonst!...

Auf ein weiteres kleines Detail sollte man achten und daher gilt mein Dank an dieser Stelle den Machern des Podcasts Fotophonie! In einer der letzten Folgen (Mist, ich weiß nicht in welcher!) wurde von Problemen berichtet, dass der Stativkopf anfangen könnte zu wackeln. Als Ursache galten lose werdenden Schrauben an der Unterseite des Stativkopfes. Als ich meinen Stativkopf mit einem Sechskant (H2) überprüfte, stellte ich fest, dass zwei der Schrauben auch schon locker waren. Ich werde sie wohl bei Gelegenheit mal mit Kleber oder Nagellack "fixieren" müssen! 



Aber kommen wir zu den Stativbeinen. Diese machen im ein- und im ausgefahreren Zustand einen festen und stabilen Eindruck. Durch die kleine Platte am Gelenk, die sich herausziehen lässt, kann man den Abspreizwinkel der Stativbeine einstellen. 
Was sich bei meinem Stativ als etwas hakelig zeigt, ist das Lösen des Standfusses, um die einzelnen Elemente herauszuziehen oder wieder einzufahren. Das Öffnen und Herausziehen klappt gut, mit einer ca. Vierteldrehung. Beim Zurückführen kann es schon mal sein, dass das obere Element klemmt und ich brauchte mehrere Versuche die Elemente wieder einander zu schieben...
Wenn Ihr hier einen Trick wisst, schreibt mir gerne einen Kommentar! 


Wie schon erwähnt, erhält man auch eine Verlängerung für die Mittelsäule, die eingeschraubt werden kann. Sie dient dazu, dass man den Stativkopf umgekehrt einhängen kann, um zum Beispiel bodennähere Aufnahmen zu machen...Wird mir wohl nicht passieren. 


Fazit: Ich bin insgesamt sehr froh über das Stativ! In Anbetracht des Preises macht es einen sehr guten Eindruck und ist zusammengeklappt unter 25 cm lang. Bei einem Gewicht von ca. 750g fällt es außerdem "nicht weiter ins Gewicht!". 
Es ist klar, dass es für die Langzeitaufnahmen die Konkurrenz von Feisol und Manfrotto bei mir nicht verdrängen kann, aber ich bin froh, dass ich mich jetzt nie mehr fragen muss, ob ich ein Stativ mitnehmen soll oder nicht...


Sonntag, 21. Februar 2016

Vielen Dank für über 60.000 Klicks! - "Was geht los darein!"


WOW! 
Vielen vielen Dank! Es freut mich wirklich sehr, dass mein Blog doch einigermaßen gerne gelesen wird. Nee, im Ernst! Ich möchte Euch, meinen Bloglesern, danken, dass Ihr regelmäßig reinschaut, um meine Berichte und die gemachten Erfahrungen zu lesen. 

Ich nutze dann auch die Gelegenheit, Euch zu erzählen, was mich gerade beschäftigt und was in nächster Zeit ansteht!...

Negativliste:  
Punkt 1: Mann-ohMann! Ich habe mir das "52-Wochen-Projekt" doch leichter vorgestellt! Ja, man muss sich Ziele setzen, aber es fällt mir doch schwerer, als gedacht, nicht nur Banalitäten unter dem Motto "Unterwegs" zu fotografieren und dann zu dokumentieren. Kommt schon! Euch fällt es doch auch schwer, bei dem armseeligen Wetter rauszugehen und Fotos zu machen...Nicht!? Mist!

Punkt 2: Nein, auch bei meinen Kenntnissen in "Photoshop" bin ich nicht wirklich weitergekommen! Jaa! Das schnöde Hineinkopieren von ein oder zwei "Helmuts" in ein Bild, klappt, wenn ich mir vorher mehrere Tutorials bei YOUTUBE ansehen, aber ansonsten meide ich das Programm, wie der Teufel das Weihwasser! 

Punkt 3: Wir kommen ja gleich zu den positiven Dingen, aber wenn ich daran denke, kommen sofort viele viele Fragezeichen!!! Braucht man ein Storyboard, wenn man ein Model an verschiedenen Sets fotografiert!? Werde ich mit vorhandenem Licht arbeiten können oder wird mich die Kombination aus vorhandenem Licht und Blitz wieder "killen"!?...

Okay, kommen wir mal zu den guten Dingen! 

Positivliste: 
Punkt 1: Gut ist! Jawoll! DAS ist was Gutes! Im Vergleich zu den letzten Jahren möchte ich einfach mehr Menschen fotografieren und dabei meine Erfahrungen machen und Neues ausprobieren. Ich habe für das nächste Wochenende das erste Shooting in diesem Jahr geplant und freue mich riesig. Es soll auch nicht das letzte werden und daher habe ich mich auf verschiedenen Plattformen um Models bemüht und mein Profil "geschärft". So nennt man das, glaube ich!?... Dennoch habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, dass mich allein das Fotografieren von unerfahrenen Models auf TfP-Basis weiterbringt, also habe ich auch Termine mit erfahreneren Models ausgemacht und werde Euch meine Erlebnisse schildern...

Punkt 2: "Lerne Deine Arbeitsmittel kennen!" - Ich habe festgestellt, als ich mich mit dem Schwarzweiß-Modus meiner Kamera beschäftigte, dass es noch sooo viele Möglichkeiten gibt, den Bildlook der E-M1 zu verändern! Hammer! Wer´s nicht glaubt, der sollte sich mal dieses Video von Eberhard Schuy ansehen! 
In Vorbereitung meines Modelshootings habe ich auch noch mal die ganzen Lichtformer für meinen portablen Blitz und ihre unterschiedliche Wirkung auf das Bild durchgespielt. Aber, was soll´s! Wie ich auf der Fotoreise festgestellt habe, sollte ich mir einfach nicht sooo viele Gedanken machen!

In diesem Sinne! 



Samstag, 20. Februar 2016

Bericht über den "Leuthard Retro Strap" oder: "Sag niemals nie!"...



Was geht mich mein Gequatsche von gestern an! Ja, ich weiß, ich habe Euch an anderer Stelle schon von anderen Lösungen für den Transport des "Kameraflohs" (der Olympus OM-D E-M10) berichtet. 

Was war das Grundproblem? Es kam mir eigentlich nie in den Sinn, die mitgelieferte Nackenschlaufe zu benutzen. Andererseits wollte ich die Kamera immer "zur Hand haben" und sie gleichzeitig vor Sturz und Verlust sichern...

Sie mittels Adapter an den Hüftgurt zu hängen, wie die E-M1 schien mir "übertrieben", also kam letztlich ja nur eine Handschlaufe in Frage.

"Sag niemals nie!" - Bei den vergangenen Fotowalks und zuletzt auf der Fotoreise nach Venedig war die kleine E-M10 die Kamera, die ich immer "schußbereit" haben wollte. Am Ende verschwand sie häufiger in Mantel- oder Kameratasche, was manches Motiv verlorengehen ließ...

Also gut! Ich dachte an dieser Stelle wieder über einen Nackengurt nach, nur welchen? Nee, keinen aus Leder! Keinen, mit einem riesigen Polster, der das Gewicht einer DSLR abpolstern soll! und bitte keinen, den das Logo der Kameramarke ziert oder der einen lustigen Spruch trägt! 

Da traf es sich gut, dass ich davon erfuhr, dass Thomas Leuthard, den ich für seine Arbeiten als Streetfotoggraf bewundere, einen Kameragurt designet hat und noch besser, dass er mir den Gurt zu Verfügung gestellt hat! 


Den Gurt, der aus hochwertigem und langlebigem Mammut™ Bergsteiger Seil gefertigt ist, gibt es in mehreren sehr stylischen Farben. Ich habe mich für die Farbe "Retro" entschieden, was gut zur Kamera passt. 

Was ich auch sehr gut bei der Bestellung fand, ist die Tatsache, dass der Kameragurt in mehreren Längen vorgehalten wird, aber auch auf Wunsch extra für eine spezielle Länge hergestellt wird. Nachdem ich aber mit einem Bandmaß und der Kamera festgestellt habe, dass die angebotene Länge von 108 cm mir völlig ausreicht, habe ich diese Länge gewählt. 

Bei der Lieferung, die sehr schnell erfolgte, fand ich, dass der Gurt insgesamt und auch die angebrachte Halterungen mit den Schlüsselringen am Ende einen sehr hochwertigen Eindruck machten. Ich stellte  aber auch fest, dass der Kameragurt mit  zwei Gummi Ringen geliefert wird. Erst erschloss sich mir nicht der Grund dafür, zumal ich den Gurt an die dreieckigen Halterungen anbrachte, die regulär für die Anbringung von Gurten oder sonstigem an der Kamera bestimmt zu sein scheinen. 

Wie ich dann später erfuhr, soll der Gurt direkt an den Kamerabody angeschnallt werden und die  Gummi Ringen dienen dazu, die Kamera zu schützen! Okay! Gecheckt! ;)


 Bei meinen ersten Touren mit dem neuen Kameragurt stellte ich fest, dass ich meine Meinung eben doch revidieren muss. Erstens und das betrifft gerade die Streetfotografie, wirkt man eben wie ein Tourist, wenn man eine Kamera um den Hals trägt. Zweitens kann man ganz entspannt "aus der Hüfte" also über das Touchdisplay der Kamera auslösen und kann dann die Kamera wieder loslassen und hat die Hände frei!

Für mich und den kleinen "Kamerafloh" ist der Kameragurt von Thomas Leuthard jetzt die erste Wahl! Stylisch - Gut verarbeitet - Angenehmes Tragegefühl - weder zu groß noch zu klein! Perfekt!

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Thomas, dass er mir den Gurt zu Verfügung gestellt hat (und würde ihn jetzt auch nicht mehr hergeben!!!). 

Der  Gurt gibt es bei verschiedenen Fachhändlern und direkt hier in seinem Shop für 38,00 € (+5,00 € Aufpreis bei individueller Länge) erhältlich.

Donnerstag, 11. Februar 2016

"Fischer´s 11" - Oder: Die Fotoreise "Karneval in Venedig" von der FF-Fotoschule


Wow!!! - Die Fotoreise war echt klasse!

Jetzt, wo ich die ca. 2500 Bilder, die ich in Venedig gemacht habe, halbwegs gesichtet habe und auch die fette Erkältung, die ich mir eingefangen habe, etwas besser ist, nutze ich die Zeit, Euch meine Eindrücke zu schildern. 
 
Ach, so! Ehe ich es vergesse! Ich habe mich im Vorfeld nach Blogs und Reisesberichten über Venedig umgesehen und jetzt kommt der Hammer!: Der "City Guide Venedig" von ZEIT-ONLINE. Auf der zweiten Seite findet man unter der Überschrift: "Bilder zeigen ein Venedig abseits der Touristen" echt tolle Links! Etwa den zur Seite der "Venice Street Photography" auf FLICKR oder zu Roberto Mugnaioli! - Echt sehenswert!

Weiter im Text! Ich hatte Euch ja im letzten Post bereits die geplanten Programmpunkte beschrieben und mich gefragt, ob die Reise wohl so eindrucksvoll und gut werden würde, wie die Reise zu Schwäbisch-Alemmanischen Fastnacht!? 

Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage: JA-JA-JA!!!


Okay! Venedig empfing uns jetzt nicht gerade mit Traumwetter, aber das kann man erstens im Februar auch nicht 100%-ig erwarten und zweitens war uns der Wettergott in den nächsten Tagen mehr als gnädig gestimmt! 


"Olala, willst Du eine Pizza?..."
Im Laufe des ersten Tages drudelten dann alle elf Teilnehmer ein und am frühen Abend ging es dann in die Stadt, genauer gesagt an die Piazza San Marco, um die ersten Fotos von Venedig und den "Masken" zu machen. Man bekam einen guten Eindruck, was uns in den nächsten Tagen erwarten würde, denn es herrschte ein ordentliches Gedränge, aber zum Glück standen einem wenigstens die eigenen Kollegen nicht im Weg, wenn sich ein gutes Motiv ergab! ;)


"Datt janze Jahr is´Karneval, ..."
Am nächsten Tag war das Wetter dann wie ausgewechselt und wir fuhren mit der Fähre in die Stadt, um an den Kirchen "Santa Maria della Salute" und "San Gorgio Maggiore" kostümierte Teilnehmer des Karnevals zu fotografieren. 





"Heide-witzka, Herr Kapitän!"
"Heidewitzka!", was hier so schön frei aussieht, war in Wahrheit ein Kampf um Plätze und Perspektiven. Ich fand aber, dass sich "Fischer´s 11" beim Kampf gegen Schnappschuss-Knipser mit Mittelformatkameras und Asiaten mit Ipads ("Backblechfotografen") gut geschlagen hat und so gelangen uns doch schöne Aufnahmen vor der malerischen und sonnigen Szenerie von Venedig. 
"Beinah, beinah, beinah..."
Als zweiten Programmpunkt hatten wir uns vorgenommen, zur blauen Stunde an der "Ponte dell' Accademia" Aufnahmen vom Canal Grande zu machen. Ich fand, dass die Lichtspuren (ich liebe die "Live-Composite"-Funktion meiner Olympus-Kameras!!!) etwas von "Zurück aus der Zukunft" auf italienisch hatten. Es machte außerdem einen Riesenspaß und bei einem Bierchen war die Kälte des Abends auch nicht mehr sooo schlimm!...


"Ja, wenn dat Trömmelche jeht,..."
Auweia! Am nächsten Morgen war der Abmarsch für 05:25 Uhr vorgesehen! Puuh, nachts hatte ich Schüttelfrost, aber als der Wecker klingelte, rollte ich mich dennoch aus dem Bett, weil ich den Sonnenaufgang dann doch nicht verpassen wollte!



Also! "Sch...drauf, Fotoreise ist nur einmal im Jaaaahr!"

Aber ohne Kaffee! bibbernd hinter der Kamera stehen, verlangte schon ein wenig Motivation! Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Das einzige Manko und da mache ich eine Gedankennotiz an mich, ist, dass man bei zwei Kameras auch eigentlich zwei Stative braucht! Zum Glück wurde ich zuhause an das Video von Frank Fischer erinnert und das favorisierte Stativ direkt bestellt! 



Nach einem guten Frühstück und viiiiiiiel Kaffee kehrten die Lebensgeister zurück und alle waren gestärkt für die Tour nach Burano. Kaum vorzustellen, was hier im Sommer los ist, aber bei unserer Tour ergaben sich sehr schöne und malerische Motive! 

Einer geeeht noch!...




Komm, ist doch egal! Nach der Tour wollten wir auf jeden Fall weitermachen und so teilte sich die Gruppe in einen Part, der in den Gassen von Venedig Fotos machen wollte und einen Part, der noch ein paar "Masken" fotografieren wollte. - So ging der Tag vorüber und endete bei einer guten Pizza und leckerem Bier in einen sehr schönen Restaurant in Venedig...



"En der Kayass Numero Null..."
Am letzten Tag unseres Aufenthaltes habe ich mich dem offiziellen Programmpunkt, der Schulung in Lightroom, dann entzogen und bin zum Shoppen (ich wollte unbedingt so eine coole Maske haben!) und zum Fotografieren kurz in die Stadt gefahren. 





"Schatzi, schenk´mir ein Foto!"
Danach und das hatten Frank Fischer und sein Team zum Teil extra mit den "Masken" verabredet, haben wir bis in die späten Abendstunden fotografiert und dabei auch mit eigens mitgebrachten Blitzanlagen gearbeitet und coole Bilder gemacht, bis die Sensoren "gequalmt" haben! Einfach Spitze! 



"Niemals geht man so ganz!"
Am fünften und letzten Tag der Reise habe ich dann meine Wartezeit bis zum Abflug damit verbracht, dass ich mir noch ein paar andere Viertel (Sorry, Sechstel!?) von Venedig angesehen habe. Die Stadt hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich hier war! 

Fazit: "Alle Jläser huh!"
Es war, wie immer, eine ganz tolle, gut organisierte und perfekt betreute Reise von der FF-Fotoschule!  Ich habe mich bei Sandra, Frank und Hans sehr wohl gefühlt und auch mit "Fischer´s 11" konnte man Spaß haben! 
Das eine, was mir nicht gut gefallen hat, war das "Rudelknipsen", wenn man selbst eine Szene fotografieren wollte und die Fotografen dann sogar vor den Blitzköpfen standen und schöne Schatten warfen und das andere war, dass ich nicht mehr Zeit für die anderen schönen Stadtviertel von Venedig hatte...


Donnerstag, 21. Januar 2016

"Buon Viaggio" - Oder: Aussicht auf die Fotoreise "Karneval in Venedig" von der FF-Fotoschule


Es sind nur noch knapp zwei Wochen und dann geht es auf Fotoreise nach Venedig! 

(Ja! Ich weiß, dass das kein Foto aus Venedig oder vom venezianischen Karneval ist!!! - Den Grund dafür verrate ich Euch noch!) 

Ich hatte mir bereits Ende letzten Jahres überlegt, wann ich Zeit für eine Fotoreise haben würde. Als ich aber dann sah, dass mein "favorisierter Anbieter!" Anfang Februar eine Reise zum Karneval in Venedig anbietet, stand die Entscheidung schnell fest! Heute sind die Reiseunterlagen gekommen und ich kann es kaum noch erwarten. 

Die Gründe, die Reise zu buchen, sind schnell erklärt.  Erstens, ich war noch nie in Venedig! Zweitens habe ich im vergangenen Jahr immer wieder sehnsüchtig auf Bilder geschaut, die in dieser schönen Stadt gemacht wurden. Ich finde das Stadtbild spannender und faszinierender als manch anderer italienischer Stadt. Drittens (und ich bin wahrlich kein Karnevalsjeck!) bietet der stattfindende Karneval die Gelegenheit, Menschen in typischen Kostümen vor der entsprechenden Szenerie zu fotografieren! Das hat mich auch an der Reise zu Schwäbisch-Alemmanischen Fastnacht fasziniert, die ich 2014 mit der FF-Fotoschule gemacht habe...

Was erwartet mich?...
  • Mittwoch, 03.02.2016: An diesem Tag steht zunächst einmal die Anreise an. Das Hotel, in dem die Reisenden untergebracht sind, steht auf dem Lido. Nachmittags ist Treffen im Hotel vorgesehen und nach der Vorstellung des Reiseprogramms geht´s auch schon zur Erkundung der Umgebung und es sind die ersten Aufnahmen am Markusplatz geplant. 
  • Donnerstag, 04.02.2016: Es geht richtig los! An diesem Tag steht "People Fotografie" in den Gassen von Venedig an! Wir werden versuchen viiiiele maskierte und kostümierte Menschen zu fotografieren. Stop! Was ich gerade erst gelesen habe. Man fotografiert "Masken"! In der Annahme, dass es sich primär um kostümierte Einheimische handelt, lag ich wohl völlig falsch! In vielen Fällen sind die "Masken" Menschen, die extra zum Karneval anreisen und viel Mühe für die entsprechende Kostümierung, Sorry! Maske geben! Nachmittags stehen eine Fahrt nach San Giorgio Maggiore mit einer  Turmbesichtigung und Aufnahmen vom Turm aus auf Venedig an und danach steht auch hier auf San Giorgio Maggiore die Peoplefotografie im Vordergrund. Es gibt abends sicher auch wieder die gefürch... Ähm! geliebten Bildbesprechungen! Das ist sicher eine gute Gelegenheit, "Nachbesserungsbedarf" für die Bilder der kommenden Tage zu erkennen!
  • Freitag, 05.02.2016: Am Vormittag ist eine Bootsfahrt zu den Glasbläserinseln  Murano oder Burano vorgesehen. Hier wird Architekturfotografie der berühmten “Bunten Häuser” (Oje! Muss ich mal nachsehen, was das ist?!) sowie am Hafen anstehen. Nachmittags werden wir wieder versuchen viiiiele maskierte und kostümierte Menschen zu fotografieren. Abends, und darauf freue ich mich schon sehr, werden wir eine Session "Nachtfotografie" machen. Das ist die Gelegenheit für tolle Langzeitbelichtungen und Streetfotografie!!!
  • Samstag, 06.02.2016: Werden wir und da verlasse ich mich ganz auf Frank Fischer und den anderen Fototrainer Hans Altenkirch, weitere Gelegenheiten haben, gute Aufnahmen von Venedig und vom venezianischen Karneval zu machen. Nachmittags giebt es sicher noch die Gelegenheit, mit "kleinem Besteck" durch die Gassen zu streifen, etwas Street-Fotografie zu machen oder Bilder an den Orten zu machen, die eine zweite Runde verdienen!
  • Sonntag, 07.02.2016: An diesem Tag reisen wir leider schon wieder ab! Da mein Flug aber erst spät am Abend geht, habe ich mir fest vorgenommen, noch etwas durch Venedig zu ziehen und Fotos zu machen, bis die Speicherkarten "glühen"!...
Ich werde versuchen, Euch zwischendurch ein paar Impressionen zu schicken! Und nicht vergessen:

Weitere Informationen zur Reise findet Ihr, wie bereits erwähnt, auf der Internetseite der FF-Fotoschule.  Es gibt wohl noch einen Platz, also überlegt, ob Ihr diese Gelegenheit wirklich verpassen wollt!!!

Freitag, 8. Januar 2016

Workflow bei Langzeitbelichtungen - Oder: "Der gleiche Trott"


Da ich schon öfters gefragt worden bin, wie man Langzeitbelichtungen am Tag eigentlich macht, möchte ich diesen Post nutzen, um meinen Arbeitsablauf zu beschreiben und die Dinge aufzuführen, die dafür eingesetzt werden. Als Beispiel habe ich mir die "Brücke der Spione" (Glienicker Brücke) über die Havel in Berlin ausgesucht.
Von der Funktion des "Live-Composite" einmal abgesehen, lassen sich die Aufnahmen mit jeder Kamera durchführen, bei der die Belichtungszeit individuell gesteuert werden kann. 
Ich werde hier aber nicht von allgemeinen Dingen, wie Stativen, Fernauslösern oder der Spiegelvorauslösung sprechen und auch nicht von Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert "dozieren". Das können andere besser!...


1. Motivsuche und Bildgestaltung
Zur Vorbereitung meiner Aufnahmen bediene ich mich häufig, entweder zur Inspiration oder zur gezielten Suche Bilddatenbanken wie "FLICKR" oder "500px". Wie auch bei der Peoplefotografie habe ich mir auf meinem Computer Ordner angelegt, in denen ich interessante Motive speichere. 
Wenn ich ein Motiv gefunden habe, recherchiere ich bei den Bildern, die mir am besten gefallen, aus welcher Perspektive sie aufgenommen wurden und zu welcher Jahres- und Tageszeit. Diese Informationen helfen mir später bei der Bildgestaltung vor Ort. - Nichts ist blöder, als auf der "falschen" Seite des Motivs zu stehen, wenn die Sonne auf- oder untergeht und man vielleicht nur diese Gelegenheit für ein Foto hat! Ich spreche aus Erfahrung! ;)
An der Location selbst nehme ich mir einfach die Kamera und erkunde die Gegend. Aus verschiedenen Richtungen und Positionen mache ich Aufnahmen und lege die Punkte fest, von denen ich die Langzeitbelichtungen machen möchte. 
    2. "Ruhe vor dem Schuss!"
    Wenn Ihr das Bild oben betrachtet, nutze ich die Gelegenheit für zwei Dinge. Erstens ich benutze das so genannte "Bracketing" mit den "Art-Filtern" der OM-D von Olympus, weil ich so schon ein paar unterschiedliche Bilder meines Motivs bekomme ohne lange am Rechner zu sitzen und zweitens messe ich in der Blendenvorwahl / Zeitautomatik die Belichtungszeit bei unterschiedlichen Blenden, die mir für mein Bild als geeignet erscheinen. 
    Neben anderen Überlegungen, auf die ich hier aber nicht eingehen will, steht bei Landschaftsbildern die Schärfentiefe im Vordergrund. Unter Beachtung des am meisten verwendeten Objektivs mit einer Brennweite von 12-40 mm (KB: 24-80mm) arbeite ich meistens mit Blende von f8 bis f16. 


    3. "Anschnallen und Countdown"
    Die Kamera steht auf dem Stativ, ist entsprechend der internen Wasserwaage ausgerichtet, der Bildausschnitt gewählt und jetzt kommt das "Fine-Tuning"!. (Nein, ich meine nicht, die Dreck auf dem Weg vor der Kamera wegzunehmen! - Mist, wieder was vergessen! :() 
    Ich meine einmal die Fokusierung. Habe ich bei den "Testaufnahmen" noch automatisch fokusiert, mache ich das jetzt manuell. Der Hauptgrund für mich ist, dass ich später, wenn ich mit den Filtern arbeite, keine Änderung mehr machen kann, weil ggf. der automatische Fokus einfach keinen Fokus mehr findet! 
    Der nächste Schritt ist dann der Einsatz der Graufilter und die Einstellung von Blende und Belichtungszeit (und natürlich dem ISO-Wert!)...
    Oh, Mann! Was mir "in Fleisch und Blut übergeht", ist jetzt beim Erzählen so kompliziert! Also! Es ist 13:00 Uhr an einem Wintertag. Die Sonne steht tief und es ist... hell! Bei einem ISO-Wert von 200 und einer Blende von f16 käme man auf eine Belichtungszeit von 1/100s!!!. 



    4. "Glück und Glas..."
    Jedem ist klar, dass man bei dieser Belichtungszeit nicht die gezeigten Effekte erzielt. Dafür sind unter Einsatz von Filtern, längere Belichtungszeiten von mehr als zehn Sekunden notwendig! Okay! Ich habe Filter, die 2, 6 oder eben 10 Blenden "wegnehmen"! Aber wie kalkuliert man die Belichtungszeit?! Nun, es gibt kleine "Helferlein! Ich verwende den "LongTime Exposure Calculator" von HPR-Solutions, aber es gibt sicher auch andere Applikationen, die man auf dem Smartphone installieren kann oder Listen, die man als Ausdruck bei sich hat, oder, oder oder!
    Ich habe letztlich einen 10-Stufen-Graufilter verwendet UND einen Polfilter, der noch einmal 2 Blendenstufen "schluckt" und kam so auf eine Belichtungszeit von 15-30 Sekunden, mit denen man "spielen" kann!
    Okay, Thema "Polfilter"! Wie stellt man ihn richtig ein?! Bei spiegelnden Oberflächen dreht man den Filter, bis die Spiegelungen verschwinden oder wie in diesem Fall, bis der Himmel "dunkler" wird! Das bedeutet etwas Übung und wenn Ihr wollt, kann ich darüber noch einen eigenen Post schreiben!?

    5. "Habe fertig!"
    Jetzt hat man (hoffentlich) die gewünschten Bilder im Kasten!? Wenn man Besitzer einer OM-D ist, hat man die Belichtungszeiten auch noch einmal im "Live-Composite" angewendet, aber das ist eine andere Geschichte...
    Jetzt geht es an die Nachbearbeitung! Wie das geht, erzähle ich vielleicht mal in einem anderen Posting!?...

    Donnerstag, 7. Januar 2016

    Projekt 52 - Man muss sich Ziele setzen...


    Liebe Blogleser!
    Ich hoffe, Ihr habt Sylvester gut überstanden!? - Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr! 

    Nein, es folgt an dieser Stelle nicht das Posting über meinen "Workflow" bei der Langzeitbelichtung, sondern wiiiiieder so ein "abgehobenes" Thema!

    Ich habe in diesen Post etwas über die fotografische Weiterentwicklung geschrieben und wann würde es besser passen, als zu Sylvester, um sich Ziele zu setzen oder neue Projekte anzugehen!?...

    Da sprachen mich Frank Fischer und Dieter Bethke mit ihrem Podcast "Fotophonie" doch direkt an: "Mach´et zu Deinen Projekt!" und ich habe mir vorgenommen, für 2016 ein Projekt durchzuführen. 

    Es macht irre Spaß und ich finde es auch spannend, wenn ich mir beim Fotografieren "Aufgaben" stelle. Waren es bei manchen Streifzügen bei der Streetfotografie einfach nur Vorgaben, so habe ich mir für 2016 jetzt ein 52-Wochen-Projekt vorgenommen! 

    Unter dem Motto "Unterwegs" werde ich im laufenden Jahr jede Woche ein Bild zum Thema "Unterwegs" machen. Ich finde es deswegen schön, weil es Situationen des täglichen Lebens (Wir sind alle auf einer Reise! ;)) genauso umfasst, wie es Meilensteine des Jahres umfasst, die einfach mein Leben darstellen oder wichtige Momente festhält...

    Ich werde die entstandenen Bilder in dieser Sammlung auf "500px" zusammenstellen!  Wie Ihr schon am ersten Bild erkennen könnt, geht es mir primär um die Aussage und nicht um technische Finessen oder mit welcher Kamera, das Bild gemacht wurde. Die Bilder sollen jedoch alle im 1x1-Format angefertigt oder ausgelegt werden, um eine Einheitlichkeit zu gewährleisten und (tadaah!) um sie auf Plattformen, wie "Instagram" veröffentlichen zu können. 

    Was haltet Ihr von der Idee? 

    Habt Ihr Euch auch Ziele oder Projekte überlegt?

    Ich freue mich auf Eure Kommentare!